Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Bipolarer Schrittmotor mit 2 verschiedenen Treibern ansteuern


von Mietz (Gast)


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Hi,

ich bastle an einem kleinen Projekt und steuere einen bipolaren 
Schrittmotor mithilfe eines TMC2130 Treibers an.

Das funktioniert auch alles wunderbar.

Nun möchte ich jedoch dass ein anderer Treiber (in einem externen 
Gerät), die Steuerung meines Schrittmotors übernehmen kann. Letztendlich 
soll mein Motor also genau das machen was der Motor in dem externen 
Gerät macht.


Ich brauche also eine Schaltung die es mir erlaubt entweder die Ströme 
meines Treibers oder die des anderen Gerätes zu meinem Schrittmotor über 
die 4 Outputs durch zu leiten.

Leider reichen meine begrenzten elektrotechnischen Fähigkeiten nicht aus 
und ich möchte jetzt keinen Laien-Versuch hinlegen und alle meine 
Komponenten schrotten.


Leider hat weder Google noch dieses Forum mich irgendwie näher an meine 
Lösung bringen können. Vielleicht fehlt mir auch das richtige Fachwort 
um fündig zu werden.

Vielleicht hat einer von euch ja einen kleinen Tipp für mich.

Vielen Dank schon mal im Voraus.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Da sind Relais doch gar nicht schlecht. Wenn du keines findest, das 4 
Umschalter hat, kannst du auch 2 Relais mit jeweils 2 Umschaltern 
benutzen.
Damit schaltest du die Ausgänge deiner Mimik oder der anderen auf den 
Motor.

von Sebastian S. (amateur)


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Da brauchst Du "echte" Schalter bzw. Relais, wie bereits Matthias 
geschrieben hat.
Eine Alternative wäre es noch, wenn Du an die Steueranschlüsse, des 
Treiberbausteins kommst. Dann brauchst Du nur einen Treiber. Ist vor 
allem dann sinnvoll, wenn Du mit zwei gleichen, oder sehr ähnlichen, 
Treiberbausteinen arbeitest.

von Sebastian S. (amateur)


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Bevor ich es vergesse:
Du weißt nicht, was ich mache und ich weiß nicht was Du machst.

Übertragen auf Dein Problem bedeutet das:
Oft wird die aktuelle Position in Schritten gezählt bzw. sich gemerkt. 
Die eine Steuereinheit weiß aber nicht, was die andere gemacht hat. 
Dadurch kann die "aktuelle" bzw. letzte Position verloren gehen.

von Mietz (Gast)


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Vielen Dank für eure schnellen und hilfreichen Antworten.

Ein Relais scheint die richtige Wahl zu sein. Nachdem ich eins aus einer 
alten Waschmaschine ausgebaut hatte, konnte ich das ganze mal in der 
Praxis testen und mich mit der Funktionsweise vertraut machen.

Ich habe ein bisschen recherchiert und folgendes Relais gefunden:

https://www.reichelt.de/subminiatur-relais-na-5-vdc-2-wechsler-2a-na-05w-k-p79349.html?&trstct=pol_14

Leider scheint es so ohne weiteres kein Relais mit 4 Wechslern zu geben.

Spulenspannung bedeutet mit wie viel Volt man das Relais ansteuern kann 
und Schaltleistung wie viel Volt der zu schaltende Stromkreis max. haben 
darf oder?

Entschuldigt bitte meine Noob-Fragerei, aber die Datenblätter sind für 
einen "Fachfremden" manchmal ein bisschen unklar zu lesen.

Gibt es diese Relais auch nicht-mechanisch? Ich habe da was über 
Halbleiterrelais gelesen, die aber relativ teuer sind.

Dieses Schaltgeräusch könnte mir schnell auf die Nerven gehen xD.

Vielen Dank nochmal.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Mietz schrieb:
> Ich habe da was über
> Halbleiterrelais gelesen, die aber relativ teuer sind.

Sie sind auch anspruchsvoll, was die zu schaltenden Kreise betrifft. Die 
sogen. Solid-State Relais können meist nur Wechselspannung und benötigen 
gewisse Mindestströme, um zu halten. Das würde in deinem Fall womöglich 
zu ungewollten Effekten führen. Ausserdem fällt über ihnen Spannung ab 
im Gegensatz zum guten alten Relaiskontakt.

Mietz schrieb:
> Spulenspannung bedeutet mit wie viel Volt man das Relais ansteuern kann

Nicht nur kann, sondern muss, sonst zieht das Relais nicht garantiert 
an. Die Haltespannung liegt meist deutlich darunter.

Mietz schrieb:
> Schaltleistung wie viel Volt der zu schaltende Stromkreis max. haben
> darf oder?

Nicht nur Volt (Spannung), sondern vor allem auch Ampere (also der 
Schaltstrom). Wird meist als Kombination angegeben, z.B. DC30V/5A und 
AC230V/6A.
Die Schaltleistung liegt für Gleichstrom meist deutlich unter den Werten 
für Wechselstrom, weil es beim Trennen von Gleichstrom zu Abreissfunken 
kommen kann. Wechselstrom geht ja durch Null und der Funken reisst von 
alleine ab.

Mietz schrieb:
> Dieses Schaltgeräusch könnte mir schnell auf die Nerven gehen xD.

Deine ungewöhnliche Anwendung ist ja auch was besonderes. Vllt. kannst 
du uns ja mal über Sinn und Zweck aufklären.

Mietz schrieb:
> Ich habe ein bisschen recherchiert und folgendes Relais gefunden:
>
> 
https://www.reichelt.de/subminiatur-relais-na-5-vdc-2-wechsler-2a-na-05w-k-p79349.html?&trstct=pol_14

2 dieser winzigen Relais steuern in meinem Auto einen Leuchtweiten 
Stellmotor, aber sie sind wirklich keine Powerschalter. Prüfe nochmal, 
ob die Schaltleistung dieser Zwerge wirklich für deine Motoren reicht.
Sie schalten aber wirklich sehr leise.

von Mietz (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Deine ungewöhnliche Anwendung ist ja auch was besonderes. Vllt. kannst
> du uns ja mal über Sinn und Zweck aufklären.

Ich baue zusammen mit einem Freund eine Art automatischen 
Filamentförderer für einen 3d Drucker. Das bedeutet dass das Gerät das 
Filament bis zum Extruder fördert, dann soll der Extrudermotor des 
Gerätes übernehmen und unser Motor soll die Bewegungen des 
Extrudermotors "spiegeln".

Da ich Informatiker bin, habe ich mir alles Elektrotechnische selbst 
beigebracht und finde es einfach eine sehr tolle Ergänzung zu der 
Informatik.

Die Motoren der Drucker laufen mit 24v und selten mit mehr als 800 mA.

von flip (Gast)


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die motoren müssen auch zwingend dieselben ritzel und dieselbe 
schrittteilung haben. Insgesamt trotzdem überbestimmt. ich würde an 
eurer stelle nur die logik- signale aus dem dricker übernehmen.

von Mietz (Gast)


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flip schrieb:
> die motoren müssen auch zwingend dieselben ritzel und dieselbe
> schrittteilung haben. Insgesamt trotzdem überbestimmt. ich würde an
> eurer stelle nur die logik- signale aus dem dricker übernehmen.

Das Problem ist, dass es eine Art Plug and Play Variante werden soll. An 
die Logiksignale kommt man nicht ohne weiteres dran, zumindest nicht bei 
allen Druckern.

Ich hatte zuerst die Variante ausprobiert das ganze per USB / Octoprint 
zu machen. Bei Octoprint kann man eine Websocket Verbindung herstellen 
und die gesendeten GCode Befehle abgreifen. Allerdings bekommt man 
lediglich die Bestätigung das ein Befehl empfangen wurde, aber nicht 
wann er tatsächlich gestartet wird.

Synchronisation ist hierbei somit nicht möglich. Zudem birgt die 
Variante mehrere andere Probleme (Was passiert wenn die Verbindung 
abreißt etc.)

Wie würdest du die Logiksignale eines Druckers abgreifen?

von Sebastian S. (amateur)


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Habe mal eine halbe Pupille in den Conrad-Katalog geworfen.
Wählt man bei den "Relais" unter Kontaktart "4 Wechsler" aus, so bleiben 
noch mehr als 200 Stück über. Ich habe jetzt keine Lust mich da 
durchzuwühlen, aber es würde mich wundern, wenn da nichts für Dich dabei 
wäre.

von georg (Gast)


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Mietz schrieb:
> dann soll der Extrudermotor des
> Gerätes übernehmen und unser Motor soll die Bewegungen des
> Extrudermotors "spiegeln".

Was meinst du mit spiegeln? Dein Treiber weiss absolut nichts darüber 
was der andere Treiber so treibt, wenn der Motor umgeschaltet ist, 
umgekehrt genauso.

Wahrscheinlich gibt es ja keine gemessene oder mitgezählte Position für 
das Filament, das wird einfach vorgeschoben nach der Abhängigkeit x 
Schritte = y mm Filament. Es bleiben aber noch genug Probleme übrig.

Georg

von Mietz (Gast)


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Sebastian S. schrieb:
> Habe mal eine halbe Pupille in den Conrad-Katalog geworfen.
> Wählt man bei den "Relais" unter Kontaktart "4 Wechsler" aus, so bleiben
> noch mehr als 200 Stück über. Ich habe jetzt keine Lust mich da
> durchzuwühlen, aber es würde mich wundern, wenn da nichts für Dich dabei
> wäre.

Hatte bei Conrad ehrlich gesagt nicht geguckt, da ich den Laden immer 
eher als Apotheke gesehen habe :)

Ja, Du hast recht. Es gibt 4 Wechsler Relais, allerdings ist das 
günstigste 6,95€. Jedenfalls was mir jetzt ins Auge springt.

Da sind 2 für rund 0,80 € ein bisschen attraktiver.

Leider ist bei Reichelt die Filterfunktion manchmal ein bisschen 
"großzügig" in der Filterung. Daher erschwert das die Suche etwas.

von Mietz (Gast)


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georg schrieb:
> Was meinst du mit spiegeln? Dein Treiber weiss absolut nichts darüber
> was der andere Treiber so treibt, wenn der Motor umgeschaltet ist,
> umgekehrt genauso.
>
> Wahrscheinlich gibt es ja keine gemessene oder mitgezählte Position für
> das Filament, das wird einfach vorgeschoben nach der Abhängigkeit x
> Schritte = y mm Filament. Es bleiben aber noch genug Probleme übrig.
>
> Georg

Genau, deswegen sollen die Relais auch die 4 Ausgangsströme der 
jeweiligen Treiber zuschalten.

Zustand 1 des Relais lässt die Ausgangsströme von meinem Treiber durch 
und erlaubt es mir den Motor selbst zu steuern, mit dem eigenen Treiber.

Zustand 2 lässt die Ströme des "externen" Treibers durch. Hier greife 
ich die 4 Ausgangsströme per Weiche direkt von dem Extruder des Druckers 
ab.

Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt. Mein Treiber dient 
lediglich dazu das Filament einmalig zum Extruder zu fördern. Danach 
übernimmt der Treiber des Druckers und meiner bleibt ohne Funktion, 
solange bis das Spiel wieder von vorne los geht.

Natürlich müssen die Motoren die gleichen Spezifikationen haben und die 
Übersetzung müssen auch stimmen.

von Christian M. (Gast)


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Und wieso machst Du das nicht auf der Logik-Seite?
Bedenke auch: Eingeschaltete Treiber sollte man nicht unterbrechen!

Gruss Chregu

von Sebastian S. (amateur)


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@Mietz
Irgendwie hast Du mit der Apotheke ja Recht, aber das ist auch irgendwie 
relativ.
Bestellst Du nämlich eine Kleinigkeit, so kannst Du bei manchen 
Lieferanten, für den Versand, schon mal mit 20 Euronen zur Kasse gebeten 
werden. Wenn Du nicht schon vorher über irgendeinen Mindestbestellwert 
stolperst.
Bei "C" war ich in der letzten Zeit mit 5 Euronen dabei.
Also wie gesagt: Es ist relativ.

von Sebastian S. (amateur)


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Wie ich in meinem vorherigen Post (05.06.2019 17:27) schon gesagt 
(geschrieben) habe, ich weiß nicht was Du machst und Du weist nicht was 
ich mache.
Es geht beim Umschalten nicht nur das Positionsgedächtnis verschütt, 
sondern auch sie aktuelle Motorposition.
Der Status der Ausgangstransistoren erzwingt eine bestimmte 
Motorposition (Winkel). Der andere Treiber weiß hiervon nichts, und 
fängt folgerichtig mit "seiner" Ausgangsposition an. Die aber ist 
höchstens zufällig gleich.

von Mietz (Gast)


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Christian M. schrieb:
> Und wieso machst Du das nicht auf der Logik-Seite?

Kannst Du das bitte näher ausführen?

Sebastian S. schrieb:
> Bei "C" war ich in der letzten Zeit mit 5 Euronen dabei.
> Also wie gesagt: Es ist relativ.

Stimmt, habe den Laden in Düsseldorf mal besucht und nachdem ich 10 rote 
Standard LEDs für 9 Euro gesehen habe, habe ich lieber bei R bestellt 
;).

Aber ja, du hast Recht.

Sebastian S. schrieb:
> Es geht beim Umschalten nicht nur das Positionsgedächtnis verschütt,
> sondern auch sie aktuelle Motorposition.
> Der Status der Ausgangstransistoren erzwingt eine bestimmte
> Motorposition (Winkel). Der andere Treiber weiß hiervon nichts, und
> fängt folgerichtig mit "seiner" Ausgangsposition an. Die aber ist
> höchstens zufällig gleich.

Das ist ein Argument. Das habe ich noch gar nicht bedacht. Bezogen auf 
Deinen ursprünglichen Beitrag, dachte ich dass dieses Problem eher zu 
vernachlässigen ist. Aber wenn ich mal länger darüber nachdenke, hast Du 
natürlich recht. Hättest Du eine Lösung parat?

von Christian M. (Gast)


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Mietz schrieb:
> Christian M. schrieb:
>> Und wieso machst Du das nicht auf der Logik-Seite?
>
> Kannst Du das bitte näher ausführen?

Jeder SM-Treiber hat ja einen Step und einen Dir Eingang, einfach diese 
Eingänge auf Deine Anwendung umschalten. Für Deinen separaten Treiber 
brauchst Du ja auch Step und Dir...

Gruss Chregu

von Mietz (Gast)


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Christian M. schrieb:
> Jeder SM-Treiber hat ja einen Step und einen Dir Eingang, einfach diese
> Eingänge auf Deine Anwendung umschalten. Für Deinen separaten Treiber
> brauchst Du ja auch Step und Dir...
>
> Gruss Chregu

Das ist richtig, aber wie ich oben geschrieben habe soll es eine 
Plug&Play Lösung sein und das anlöten der Step und Dir Eingänge wird 
nicht jeder machen können. Zudem kommt man bei manchen Druckern da ganz 
schlecht dran

von Christian M. (Gast)


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Dann mach es doch per Software! Hack Dich in die Serielle rein und 
schick:

G1 E10 F800 ;z.B. 10mm extrudieren!

Gruss Chregu

von Mietz (Gast)


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Christian M. schrieb:
> Dann mach es doch per Software! Hack Dich in die Serielle rein und
> schick:
>
> G1 E10 F800 ;z.B. 10mm extrudieren!

Das Gerät soll Filament fördern können, ohne dass der andere Extruder 
angetrieben wird.

Ohne jetzt genauer ins Detail zu gehen, ist Dein Vorschlag schon bedacht 
worden, jedoch für den Anwendungsbereich nicht praktikabel.

von Sebastian S. (amateur)


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In der bei uns verwendeten Software gibt es einen Menüpunkt zur 
"manuellen" Steuerung. Mal kurz (oder lang) einen Abspritzen ist dabei 
kein Problem. Und das sogar mit definierter Länge. Da braucht man also 
nicht mal fremdgehen ('ne andere Software bemühen).

von Mietz (Gast)


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Sebastian S. schrieb:
> In der bei uns verwendeten Software gibt es einen Menüpunkt zur
> "manuellen" Steuerung. Mal kurz (oder lang) einen Abspritzen ist dabei
> kein Problem. Und das sogar mit definierter Länge. Da braucht man also
> nicht mal fremdgehen ('ne andere Software bemühen).

Bevor wir uns da missverstehen. Das kontrollieren, sowohl mit externer 
Software als auch über serielle Gcode Befehle ist überhaupt kein 
Problem, aber leider in meinem Fall nicht praktikabel.

Es soll also Filament gefördert werden, ohne das der Extruder den 
gleichen Befehl bekommt.

von Christian M. (Gast)


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Also ich versteh's nicht! Es geht NICHT um den Extruder? Um was dann? 
Ein externer SM? Von WO wird DER denn angesteuert?
Hei Jungs! Fertig Salamitaktik! Was wollt Ihr machen? Dann wird Euch 
geholfen!

Gruss Chregu

von Mietz (Gast)


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Christian M. schrieb:
> Also ich versteh's nicht! Es geht NICHT um den Extruder? Um was dann?
> Ein externer SM? Von WO wird DER denn angesteuert?
> Hei Jungs! Fertig Salamitaktik! Was wollt Ihr machen? Dann wird Euch
> geholfen!
>
> Gruss Chregu

Hallo Chregu,

ich verstehe deinen Ton nicht so ganz. Ich habe nie behauptet das es 
nicht um den Extruder geht. Vielleicht hast du das Gespräch auch nicht 
von Anfang an mitbekommen.

Wie ich oben beschrieben habe, geht es um ein externes Gerät (eigene 
Entwicklung). Mit diesem Gerät möchte ich einen bipolaren Schrittmotor 
ansteuern und zwar mit einem TMC2130. Das funktioniert auch alles 
einwandfrei.

Das Gerät soll Filament zu einem Extruder fördern und danach sollen die 
Bewegungen des Extrudermotors "gespiegelt" werden. Ist das Filament 
leer, fängt das Spiel von vorne an.

Wie zuvor von mir aufgeführt möchte ich nun bei Bedarf die 4 Anschlüsse 
eines "beliebigen" 3D Druckers(ich weiß dass das andere Probleme wie 
Übersetzung etc. aufwirft), zu meinem Schrittmotor durchleiten, so dass 
Extrudermotor des Druckers und mein Motor die selben Bewegungen 
durchführen. Hier geht es um die Bewegungen des Extruders.

In dieser Zeit wird mein Treiber abgeschaltet.

Als Lösung wurde hier ein Relais aufgeführt, was ich auch probieren 
werde.

Wie allerdings von Sebastian S. korrekt bemerkt wurde, hat nun 
allerdings nach dem Umschalten Treiber A keine Ahnung was Treiber B 
vorher gemacht hat.

Nachdem ich drüber nachgedacht habe, sollte das allerdings kein Problem 
darstellen, da bei wechseln von Treiber A nach B das verloren gehen der 
Position egal ist. Wenn man zwei Motoren über eine Weiche mit einem 
Treiber antreibt, ist dass ja auch kein Problem. Ansonsten könnten die 
Motoren niemals synchron laufen. Genauer: Wenn ich beide Motoren 
anschließe, laufen lasse, dann einen Motor manuell auf eine beliebige 
Position drehe, wieder beide laufen lasse, laufen beide synchron.

Aber egal, ihr habt mir hier schon viel geholfen und ich werde das ganze 
mit den Relais mal ausprobieren. Danke nochmals für eure echt schnellen 
und hilfreichen Antworten.

von Mietz (Gast)


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Mietz schrieb:
> Wie zuvor von mir aufgeführt möchte ich nun bei Bedarf die 4 Anschlüsse
> eines "beliebigen" 3D Druckers(ich weiß dass das andere Probleme wie
> Übersetzung etc. aufwirft), zu meinem Schrittmotor durchleiten, so dass
> Extrudermotor des Druckers und mein Motor die selben Bewegungen
> durchführen. Hier geht es um die Bewegungen des Extruders.

Ich meine natürlich die 4 Anschlüsse eines beliebigen Extruders 
(Schrittmotors)

von Timo N. (tnn85)


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Also wenn du die Ausgangsleitungen deines Treibers zum Schrittmotor 
unterbrichst, dann hält der Schrittmotor seine Position auch nicht mehr.
Das ist doch Quatsch.

Ich würde auf der Platine das STEP und DIR-Signal vom Mainboard deines 
3D-Druckers für den Extruder-Treibers abgreifen und an den zusätzlichen 
Schrittmotor-Treiber deines Geräts durchleiten (zum Spiegeln der 
Bewegung)

Wenn du zusätzlich noch manuell oder andere Bewegungen ausführen willst, 
dann setzte vor deinen zusätzlichen Schrittmotor-Treiber mit 74xx 
Logik-ICs Multiplexer davor, so dass du eine andere Quelle für das STEP- 
und DIR-Signal auswählen kannst (z. B. einen Arduino oder eben das 
Extruder-Signal des 3D-Drucker-Mikrocontroller.

von Mietz (Gast)


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Timo N. schrieb:
> Also wenn du die Ausgangsleitungen deines Treibers zum Schrittmotor
> unterbrichst, dann hält der Schrittmotor seine Position auch nicht mehr.
> Das ist doch Quatsch.

Muss er ja auch nicht, da dann der andere übernimmt.

Timo N. schrieb:
> Ich würde auf der Platine das STEP und DIR-Signal vom Mainboard deines
> 3D-Druckers für den Extruder-Treibers abgreifen und an den zusätzlichen
> Schrittmotor-Treiber deines Geräts durchleiten (zum Spiegeln der
> Bewegung)

Wie schon vorher beschrieben, soll es eine Plug&Play Lösung werden. Das 
rumlöten an den Treibern sollte daher eher nicht sein. Bei manchen 
Druckern kommt man da auch sehr schwer dran.

von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


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Die Leitungen vom Schrittmotor sind auch nicht "Plug&Play" zu 
adaptieren. Ihr wollt ja schließlich beliebige 3D-Drucker adaptieren 
können. Abgesehen davon dürfte der eine oder andere Treiber Rauchzeichen 
von sich geben, wenn ihr ihm die Last wegschaltet, ohne seine Ausgänge 
über das Enable-Signal abzuschalten. Und wenn ihr da schon drann seit, 
könnt ihr auch Takt und Richtung umschalten...

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

von spess53 (Gast)


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Hi

Für welche Art von Extrudern soll das Ganze sein? Bei meinem K8400, mit 
Bowden Extruder, nutzt es gar nichts wenn man ihm das Filament vor die 
Fresse hält. Der zieht nichts selbst ein.

MfG Spess

von Mietz (Gast)


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Thorsten O. schrieb:
> Die Leitungen vom Schrittmotor sind auch nicht "Plug&Play" zu
> adaptieren.

Das stimmt, natürlich wird eine Liste von Druckern angelegt bei denen 
das ohne Probleme funktioniert. Viele Drucker benutzen heutzutage die 
gleichen Extruder, daher sehe ich da jetzt nicht das große Problem.

Thorsten O. schrieb:
> Abgesehen davon dürfte der eine oder andere Treiber Rauchzeichen
> von sich geben, wenn ihr ihm die Last wegschaltet, ohne seine Ausgänge
> über das Enable-Signal abzuschalten.

Wir schalten die Last nicht komplett ab. Der Treiber des Druckers hat 
IMMER den Extrudermotor zugeschaltet. Wir schalten unseren nur bei 
Bedarf dazu. Wenn das ein Problem geben sollte, könnte man dem Drucker 
einen Befehl, z.b M18 E bei Marlin, geben um für den Moment des 
Umschaltvorgangs den Extrudermotor auszuschalten. Dann schalten wir 
unseren zu und aktivieren den Extrudermotor wieder mit M17. Unser 
Treiber kann regulär über den EN Pin an und abgeschaltet werden.

Thorsten O. schrieb:
> Und wenn ihr da schon drann seit,
> könnt ihr auch Takt und Richtung umschalten...

Wie gesagt, bei manchen Druckern kommt man da schlecht dran und das 
Löten ist auch nicht jedermanns Sache.

spess53 schrieb:
> Hi
>
> Für welche Art von Extrudern soll das Ganze sein? Bei meinem K8400, mit
> Bowden Extruder, nutzt es gar nichts wenn man ihm das Filament vor die
> Fresse hält. Der zieht nichts selbst ein.
>
> MfG Spess

Vielleicht ist das Prinzip hier nicht ganz verstanden worden. Warum 
sollte das bei deinem Extruder nicht gehen? Das Filament wird auch bei 
deinem Extruder eingezogen, nur nicht direkt vor der Düse. Vor deinen 
Extruder würdest du unser Gerät platzieren.

von Nosnibor (Gast)


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Wenn das für beliebige Drucker sein soll, würde ich die 
Druckerelektronik (einschließlich Schrittmotoren) möglichst in Ruhe 
lassen und den Nachschub nach Bedarf regeln, d.h. den eigenen 
Schrittmotor so ansteuern, daß das Filament dahinter weder gespannt noch 
gestaucht wird. Dann vermeidet man alle Probleme mit unterschiedlichen 
Getrieben, Schlupf, Temperaturausdehnung, etc.
Man könnte das Filament z.B. durch ein nicht zu enges Rohr um eine Kurve 
führen. Eine oder zwei Lichtschranken erkennen, ob das Filament eher an 
der Kurveninnenseite oder an der Außenseite anliegt; dann einfach auf 
mittlere Lage regeln.

von spess53 (Gast)


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Hi

>Vielleicht ist das Prinzip hier nicht ganz verstanden worden.

Doch schon.

>Warum sollte das bei deinem Extruder nicht gehen? Das Filament wird
>auch bei deinem Extruder eingezogen, nur nicht direkt vor der Düse.

Die Andruckrolle ist recht straff. Ich hätte die Befürchtung das der 
Filamentantrieb das Filament zerraspelt bevor der Antrieb greift.

Aber für deine Mimik habe ich keinen Bedarf. Ich muss nur 3..4 cm in den 
Extruder einfuhren. Die restlichen 70cm bis zur Düse macht der Extruder 
allein.

MfG Spess

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