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Forum: PC Hard- und Software Eigenverbrauch von APC Smart-UPS USV 750, 1000 und 1500


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Autor: Peter King (Gast)
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Hallo Strompreisgeplagten,

dank Energiewende darf ich mich jetzt mit dem Eigenverbrauch von USVen 
beschäftigen.

Angenommen eine USV hat einen Eigenverbrauch von z.B. 50W, so verbraucht 
sie im Jahr ca. 130 EUR Strom pro Stück. Drei USVen sollen es werden.

Eine für den Server + Router + Switch und jeweils eine für eine 
Workstation.

Es sollen Smart-UPS von APC eingesetzt werden.

Am Server eine 1000VA oder 1500VA. An den Workstations jeweils 1000VA. 
750VA könnte zu knapp werden.

Leider war meine Suche nach Eigenverbrauch von Smart-USVen von APC nicht 
erfolgreich. Lediglich Daten von den BackUPS von APC habe ich gefunden.

Aber man kann eine Smart-USV mit einer BackUPS von APC nicht miteinander 
vergleichen. Da die anders ihre Inverter einsetzen und anders 
Unterspannungen kompensieren. Die Smart-USVen werden als Online-USVen 
beworben. Der Inverter läuft aber nicht ständig.

Nun denn. Um der Sache auf den Grund zu gehen, gibt es wohl nur eine 
zuverlässige Lösung:

Hat hier evtl. Jemand eine APC Smart-UPS mit 750VA, 1000VA, 1400VA oder 
1500VA und könnte bei voll geladenem Akku (die USV darf den Akku nicht 
laden) den Eigenverbrauch messen?

Einzige Daten was ich in Foren fand, war dass das 750VA Modell angeblich 
um die 15-20W Eigenverbraucht haben soll. Die 1400VA Version gleich 50W 
Eigenverbrauch produzieren soll. Es waren aber Foren, wo ich den Usern 
nicht unbedingt zutrauen würde korrekt zu messen. Möglicherweise hat 
irgendwo während der Messung doch ein Akku nachgeladen und die Messung 
verfälscht.

Was die Sache noch verkompliziert ist der Umstand, dass es diese 
Smart-UPS von APC in der "alten" Version gibt mit den LEDs als Anzeige 
und in einer "neuen" Version mit LCD-Grafik-Display. Ich weiß nicht, ob 
da nur die Bedienoptik von APC aufgehübscht wurde, oder ob APC auch 
stromsparende Maßnahmen an der Wandler- und Ladeelektronik durchgeführt 
hat.

Deshalb frage ich lieber hier bei den Profis.

Hoffe Jemand kann helfen.

Grüsse
Peter

Autor: Blubb (Gast)
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Bei meiner (sehr alten) 750er kommen die 20W hin. Gemessen damals mit 
einem Zwischenstecker-Messgerät. Akku war ausgebaut (war eh kaputt). 
Daraufhin habe ich das Teil rausgeworfen. Wenn ich in Indien wohnen 
würde, bräuchte ich eine USV, aber nicht hier. Habe aber auch nur noch 
Notebooks (selbst mein Homeserver ist eins und braucht nur 6W).

Autor: Manfred (Gast)
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Peter King schrieb:
> Smart-UPS von APC in der "alten" Version gibt mit den LEDs als Anzeige
> und in einer "neuen" Version mit LCD-Grafik-Display.

Ich habe nur "alte" gemessen.

Eine Smart-SU1000 mit schwarzem Gehäuse, 2x12Ah-Akku, nimmt ohne Last 
18,5 Watt. Das Alter schätze ich auf 10..15 Jahre.

Eine Smart-UPS 450I, noch älter, 2x7Ah, habe ich mit 21 Watt gemessen.

In realer Nutzung habe ich eine APC-Back BK350EI mit nur einem 7Ah-Akku, 
die bescheidet sich mit 4,5 Watt.

Autor: oszi40 (Gast)
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Peter King schrieb:
> 130 EUR Strom pro Stück

Frage ist immer wie teuer ein Ausfall wird und wieviele tausend Leute 
dann lange nicht arbeiten könnten.

Bei einem Homeserver mit NUR einem Netzteil würde ich wahrscheinlich auf 
die USV verzichten, da auch USVs regelmäßig wegen defekter Akkus 
ausfallen. Wenn jedoch eine hochwichtige Datenbank mit 
unwiederbringlichen Messdaten im Spiel ist, sollte man den Fall im 
Ganzen nochmals gründlich überdenken. Nützlicher als eine kranke USV 
wären mir aktuelle, gesunde Backups.

Autor: A. K. (prx)
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oszi40 schrieb:
> Wenn jedoch eine hochwichtige Datenbank mit
> unwiederbringlichen Messdaten im Spiel ist, sollte man den Fall im
> Ganzen nochmals gründlich überdenken.

Dann nimmt man einen Server mit 2 Netzteilen. Eines per USV, eines 
direkt, getrennte Sicherungen.

Autor: NichtWichtig (Gast)
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Bei uns hat die IT eine brandneue APC Kisten hingestellt, samt HP switch 
für gerade mal 3 Leute.

Die Tage soll ein Spezi kommen und das Zeugs installieren, ich werden 
mal nachhaken ob über den Verbauch belastbare Daten gibt.

Autor: ingo (Gast)
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... ich kann an einer (alten) Smart-UPS 1500 mit vollem Akku die 15-20W 
bestätigen, genau weiß ich es nicht mehr, aber die Größenordnung stimmt. 
Auch dann, wenn die Kiste abgeschaltet (also keine LED leuchtet) ist.

Gruss, Ingo.

Autor: oszi40 (Gast)
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A. K. schrieb:
> Dann nimmt man einen Server mit 2 Netzteilen. Eines per USV, eines
> direkt, getrennte Sicherungen.

... und die restlichen Geräte, die NUR 1 Netzteil besitzen bleiben 
finster.

Autor: Jörn P. (jonnyp)
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Ich kann dir leider mit dem Stromverbrauch nicht helfen.
Es gibt auch andere USV-Anbieter als ausgerechnet APC, z.B. Powerwalker 
oder Effektra usw.
"Smart" ist heute jede Blechdose. Wichtig ist zu wissen, ob man eine
Online-USV (teuerste) oder eine "normale" braucht. "Online" sind 
permanet in Betrieb. Es gibt keine Unterbrechung beim Umschalten auf 
Batteriebetrieb, Unter- oder Überspannungen werden ausgeglichen.

Alle anderen USVs schalten zwischen Netz und Inverter mit einem Relais 
um, haben also eine Unterbrechung für ein paar Millisekunden.
Das macht Verbrauchern mit Schaltnetzteilen allgemein auch nix aus.

Ein anderes Thema ist die Ausgangsspannung. Für Verbraucher mit 
Schaltnetzteilen auch wieder kein Problem, für normale Trafos evtl. 
schon.
Die wollen u.U. reinen Sinus wie ihn das Netz liefert und keine 
Trapezform oder sonstiges "Sinus-ähnliches". Dabei gilt: Nur wo Sinus 
drauf steht ist auch Sinus drin. Da wird viel geblendet.

Geblendet wird auch bei den Laufzeiten. Man sollte auch mal bedenken, 
das die Akkus durch den Stützbetrieb leer werden. Alle USVs (die ich 
kenne) schützen ihre Akkus, indem sie den Betrieb einstellen. Bevor das 
passiert geben die meisten USVs ein Signal aus, die es einer Software 
ermöglicht, z.B. einen Server, gezielt herunter zu fahren. Manchmal wird 
diese Software mitgeliefert, manchmal kostet sie extra (manchmal gibt es 
keine).

Noch etwas gibt es zu beachten, falls die Akkus bei laufenden Betrieb 
gewechselt werden müssen. Versprochen wird da viel aber die Praxis sieht 
dann ganz anders aus.

Autor: A. K. (prx)
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oszi40 schrieb:
> ... und die restlichen Geräte, die NUR 1 Netzteil besitzen bleiben
> finster.

Pech für die Kuh Elsa. Hauptmotiv für diese USV-Klasse ist 
kontrollierter Shutdown. Das geht auch ohne die anderen Geräte, wobei 
das zweite Netzteil des Servers hauptsächlich vor USV-Defekten schützt.

Für hochverfügbaren Weiterbetrieb einer ganzen Gerätefarm sehe ich 
solche USVs als nur begrenzt geeignet an. Ein solches Szenario muss 
individuell betrachtet werden.

NB: Auch aus den IGBTs von USVs der 100kVA Klasse kann der magische 
Rauch entweichen. Das sieht dann angemessen eindrucksvoll aus.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/350130/20171211_122209.jpg

: Bearbeitet durch User

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