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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Spannungsabfall an Sicherungen?


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Autor: Fragender (Gast)
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Guten Abend liebe Forenmitglieder,

ich brauche einmal eure Hilfe.
Aktuell plane ich mit ein 24V Pack aus LiFePo4 Zellen zu bauen - 
entsprechend acht Zellen in Reihe.

Jetzt würde ich gerne zusätzlich jede Zelle mit einer Sicherung 
schützen, wie ich es bei div. Powerwall Projekten gesehen habe.

Wenn ich jetzt z.B. 10A Automaten oder KFZ-Sicherungen nehme, würde mich 
interessieren wie sich das auf die Spannung auswirkt. Muss ich mit einem 
starken Spannungsabfall rechnen und ggf. die Ladespannung des Pakets 
daher erhöhen?

Autor: Werner H. (werner45)
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Schau in die Daten bei den Herstellern, da ist der Widerstand der 
Sicherungen angegeben. Der Rest ist ohmsches Gesetz.

Autor: Andre (Gast)
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Fragender schrieb:
> Ladespannung des Pakets daher erhöhen

Das halte ich für ne blöde Idee. Wenn du zum Ende mit CV lädst, ist der 
Ladestrom und damit Spannungsabfall über die Sicherungen sehr gering. 
Also läufst du gefährlich nah an die Überladung heran!
Außerdem: Die letzten ca. 10% der Ladung sind sofort wieder entladen, 
quasi "verpufft" und altern nur den Pack. Da kann etwas Spannungsabfall 
nicht schaden das zu verhindern.

Autor: yesitsme (Gast)
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Fragender schrieb:
> entsprechend acht Zellen in Reihe.
>
> Jetzt würde ich gerne zusätzlich jede Zelle mit einer Sicherung
> schützen

Kannst du das einmal aufzeichnen?

Autor: my2ct (Gast)
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Fragender schrieb:
> Aktuell plane ich mit ein 24V Pack aus LiFePo4 Zellen zu bauen -
> entsprechend acht Zellen in Reihe.
>
> Jetzt würde ich gerne zusätzlich jede Zelle mit einer Sicherung
> schützen, wie ich es bei div. Powerwall Projekten gesehen habe.

Was versprichst du dir von einer Serienschaltung von 8 Sicherungen?
Die erste Sicherung schützt noch vor Überstrom, aber die anderen 7?

Autor: oszi40 (Gast)
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my2ct schrieb:
> Serienschaltung von 8 Sicherungen?

Das kurbelt die Wirtschaft an oder sichert gegen herum fliegende 
Schrauben?
Einführung Sicherungen siehe ESKA: 
https://eska-fuses.de/fileadmin/pdf/content/Technische_Einfuehrung.pdf

Autor: Fragender (Gast)
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Guten Morgen zusammen,

vielen Dank für eure Antworten!

@werner45
Danach hatte ich auch schon geguckt, hatte aber z.B. für KFZ-Sicherungen 
keine brauchbaren Datenblätter gefunden, in denen diese Werte auch 
angegeben waren. Ich suche aber nochmal!

@Andre
Das ist eine interessante Aussage, die ich so gar nicht bedacht hatte. 
DANKE!

@yesitsme, @my2ct, @oszi40
Ich würde den Bereich mal zusammenfassen, da ich für diese Verwirrung 
gesorgt habe. Da habe ich gedanklich einen Schritt zu weit gedacht - ich 
hatte viel über Powerwalls gelesen und "Tesla Fuses". Meine Idee war nun 
sowas auch für meine größeren Zellen mit entsprechenden Sicherungen zu 
machen. Allerdings wird das erst interessant (und überhaupt sinnvoll) 
wenn ich mehrere Zellen zusätzlich parallel schalte - also z.B. 8S3P.


Von meiner Seite wäre das Thema erledigt, da mir die Antworten schon 
geholfen haben vom sprichwörtlichen Schlauch zu springen und nicht mehr 
auf ihm zu stehen ;)

Autor: MischmichMalEin (Gast)
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Wenn zum Ende der Ladung kein Strom mehr fließt, gibt es auch keinen 
Spannungsabfall mehr...

Autor: Boris O. (bohnsorg) Benutzerseite
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MischmichMalEin schrieb:
> Wenn zum Ende der Ladung kein Strom mehr fließt…
Was sehr clever gelöst wird: Ladeschlussspannung – gehen wir mal von der 
handelsüblichen I-U-Lademethode aus. Nun darfst du selbst skizzieren und 
Spannungen addieren und den Fehler finden.

Bei Littlefuse[1] gibt es gerade für Li-Ion-Schutz die LoRho-Serie. 
Damit wären Ströme von bis zu 8A zulässig, was mit 1..7mOhm zu Buche 
schlüge. Darüber wirds zügig hochohmig. Das andere Ende liegt bei 100mA 
zulässigem Strom, der dann 0,15-2Ohm bedingt.

Andere hersteller integrieren das gleich in den Anschlusskontakt. Da 
fehlt mir aber gerade der Link. Ist wie in Stück Metall, mit so einem 
PPTC drin, alternativ nicht-rücksetzend=brennt durch. Widerstand im 
selben Bereich.

[1] 
https://m.littelfuse.com/~/media/electronics/datasheets/resettable_ptcs/littelfuse_ptc_lorho_datasheet.pdf.pdf

Autor: Manfred (Gast)
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Fragender schrieb:
> Danach hatte ich auch schon geguckt, hatte aber z.B. für KFZ-Sicherungen
> keine brauchbaren Datenblätter gefunden, in denen diese Werte auch
> angegeben waren. Ich suche aber nochmal!

Ich hatte vor einer Weile das Problem und habe garnicht erst gesucht, 
sondern direkt gemessen.

Ich brauche dafür zwei ordentliche Multimeter und ein Labornetzgerät. 
Mit dem Netzgerät treibe ich einen konstanten Strom durch die Sicherung 
(1. DMM) und messe mit dem 2. DMM den Spannungsabfall. Den Widerstand 
kann ich ausrechnen und habe auch noch die 10mOhm meines 
Sicherungshalters mit erfasst.

Das Zauberwort für Milliohmmessungen heisst "Vierpolmessung", die 
Suchmaschine Deiner Wahl wird Erklärungen finden.

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