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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Potentiometer Belastbarkeit


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Autor: Peter S. (Gast)
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Hi Leute,

ich habe ein (Dreh-)Potentiometer, leider weiß ich nicht wie viel 
Spannung ich auf +U und -U geben darf :/, ohne dass mein Poti kaputt 
geht.


Potentiometer Werte:

1* 1kOHM
Aktive Wicklung 285grad
Belastbarkeit 0,5W
Leitplastik
Isolationwiderstand 10 G Ohm
Restwiderstand / kurzschlußstrom <100 Ohm
Schleiferstrom max 1mA

Meine Rechnung:

Strom(ges) bei +/- 5V (U)
Iges= U/R (10V/1kOhm)
Iges= 0,01A = 10mA

Daraus die Leistung in W bei +5V und-5V
P=U*I
P=10V*0,01A
P=0,1W

Nach dieser Rechnung sollte ich ja eigentlich kein Problem bekommen oder 
? da könnte ich theoretisch sogar auf 10V pro Eingang mit 0,4W Leistung 
am Ende anlegen.

Autor: Joe F. (easylife)
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Die Rechnung ist richtig, das Poti hält das locker aus (als 
Spannungsteiler).

Wenn allerdings an Ua etwas niederohmiges angeschlossen wird, also Strom 
"gezogen" wird, dann kann ein Teil des Potis überlastet werden.

: Bearbeitet durch User
Autor: Karl B. (gustav)
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Hi,
erkenne aus der Zeichnung nicht, wie der Stromfluss ist.
Ua hängt sozusagen in der Luft. Bei gezeichneter Stellung ist +5V -5V = 
0V.
Aber die Rückleitung fehlt doch. Also keine Aussage möglich.

Dann:
Die angegebenen Rechnungen beziehen sich auf die 1k Ohm 
Gesamtwiderstand.
Bei beliebigem Abgriff müsstest Du die Formel für (belasteten) 
Spannungsteiler anwenden.

Da sehe ich noch die Angabe
"Schleiferstrom maximal 1 mA."
Damit ist doch eigentlich alles gesagt.

Tip aus der Praxis:
Bei Potis setzt schaltet man entsprechende Rs in Reihe, um bei 
Endstellung eine  Überlastung zu vermeiden.

ciao
gustav

Autor: Peter S. (Gast)
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Joe F. schrieb:
> Die Rechnung ist richtig, das Poti hält das locker aus (als
> Spannungsteiler).
>
> Wenn allerdings an Ua etwas niederohmiges angeschlossen wird, also Strom
> "gezogen" wird, dann kann ein Teil des Potis überlastet werden.

Hi Joe,

was genau ich damit beschalten will, muss ich mir noch aussuchen. Aber 
bei einer Eingangsspannung von +-5V hab ich ja etwas Luft nach oben.

Danke für deine Hilfe!

Autor: Jörg R. (solar77)
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Peter S. schrieb:
> Joe F. schrieb:
>> Die Rechnung ist richtig, das Poti hält das locker aus (als
>> Spannungsteiler).
>>
>> Wenn allerdings an Ua etwas niederohmiges angeschlossen wird, also Strom
>> "gezogen" wird, dann kann ein Teil des Potis überlastet werden.
>
> Hi Joe,
>
> was genau ich damit beschalten will, muss ich mir noch aussuchen. Aber
> bei einer Eingangsspannung von +-5V hab ich ja etwas Luft nach oben.

Dann solltest Du den Tipp beachten:

Karl B. schrieb:
> Tip aus der Praxis:
> Bei Potis setzt schaltet man entsprechende Rs in Reihe, um bei
> Endstellung eine  Überlastung zu vermeiden.

Sonst kann es dir passieren dass das Poti abraucht. Steht der Schleifer 
weit nach links oder nach rechts, und die Last an Ua ist niederohmig, 
fließt ein höherer Strom.

Autor: Peter S. (Gast)
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Karl B. schrieb:
> Hi,
> erkenne aus der Zeichnung nicht, wie der Stromfluss ist.
> Ua hängt sozusagen in der Luft. Bei gezeichneter Stellung ist +5V -5V =
> 0V.
> Aber die Rückleitung fehlt doch. Also keine Aussage möglich.
>
> Dann:
> Die angegebenen Rechnungen beziehen sich auf die 1k Ohm
> Gesamtwiderstand.
> Bei beliebigem Abgriff müsstest Du die Formel für (belasteten)
> Spannungsteiler anwenden.

Angenommen ich hänge an Ua nur ein Multimeter oder ein Oszi um die 
Funktion zu prüfen dann sollte da nichts großartig passieren.

Autor: Peter S. (Gast)
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> Karl B. schrieb:
>> Tip aus der Praxis:
>> Bei Potis setzt schaltet man entsprechende Rs in Reihe, um bei
>> Endstellung eine  Überlastung zu vermeiden.
>
> Sonst kann es dir passieren dass das Poti abraucht. Steht der Schleifer
> weit nach links oder nach rechts, und die Last an Ua ist niederohmig,
> fließt ein höherer Strom.

Das macht auf jeden Fall Sinn. Dann muss ich wohl nochmal neu rechnen 
wenn ich eine Last an Ua anbringe.

Ich wollte das nur vorher wissen wie viel Spannung ich beim testen 
Verwenden kann, damit der Poti nicht schon vorher kaputt geht (wäre 
nicht das erste Mal)

Autor: oszi40 (Gast)
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Peter S. schrieb:
> dann sollte da nichts großartig passieren

Hochohmig ist der harmlose Fall. Es könnte aber auch eine Drahtbrücke 
sein wenn Du du nur 5 Ohm Restwiderstand am Anschlag hast, dann würde 
bei 5V 1A fließen oder ... etwas Rauch entstehen. Bei +-5V noch mehr 
Rauch. :-)

Autor: Karl B. (gustav)
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Hi,
so sieht es wohl rein zeichnerisch besser aus?

ciao
gustav

Autor: Jörg R. (solar77)
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Peter S. schrieb:
>> Karl B. schrieb:
>>> Tip aus der Praxis:
>>> Bei Potis setzt schaltet man entsprechende Rs in Reihe, um bei
>>> Endstellung eine  Überlastung zu vermeiden.
>>
>> Sonst kann es dir passieren dass das Poti abraucht. Steht der Schleifer
>> weit nach links oder nach rechts, und die Last an Ua ist niederohmig,
>> fließt ein höherer Strom.
>
> Das macht auf jeden Fall Sinn. Dann muss ich wohl nochmal neu rechnen
> wenn ich eine Last an Ua anbringe.
>
> Ich wollte das nur vorher wissen wie viel Spannung ich beim testen
> Verwenden kann, damit der Poti nicht schon vorher kaputt geht (wäre
> nicht das erste Mal)

Bei +-10V kommst Du aber schon in Richtung Belastungsgrenze, ohne das an 
Ua etwas angeschlossen ist. Wenn Du nur etwas experimentieren möchtest 
bleibe bei den +-5V und setze einen Widerstand von 1K in Reihe zum 
Schleifer. Ein Multimeter mit 10M Eingangswiderstand verfälscht den Wert 
nicht. Allerdings passiert dann auch nichts solltest Du Ua 
kurzschließen.

Machst Du deine ersten Messversuche?

: Bearbeitet durch User
Autor: Peter S. (Gast)
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> Machst Du deine ersten Messversuche?

Die kann ich leider erst morgen machen :(.
Mein Hobby Keller ist leider nicht zuhause. Da ich mich aber momentan 
sehr für Elektrotechnik interessiere, wollte ich es vorher eben nochmal 
theoretisch durchrechnen. Für mich ist das alles noch ziemlich Neu und 
mit den ganzen Gesetzen und Begriffen kenne ich mich noch nicht so gut 
aus.


Werde es morgen auch mal mit +5V und 0V an den Eingängen probieren, vor 
allem wie sich das Poti gegen den Uhrzeigersinn verhält, wenn ich es 
direkt bei 0V ´´eingestellt´´ habe.
Ich denke so lerne ich am meisten darüber. Erst Rechnen dann praktisch 
prüfen.

Autor: 2 Cent (Gast)
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Peter S. schrieb:
> Werde es morgen auch mal mit +5V und 0V an den Eingängen probieren, vor
> allem wie sich das Poti gegen den Uhrzeigersinn verhält, wenn ich es
> direkt bei 0V ´´eingestellt´´ habe.
> Ich denke so lerne ich am meisten darüber. Erst Rechnen dann praktisch
> prüfen.
Dabei kannst du viel über die Bauweise verschiedener Potis lernen. Tipp: 
Bau das Ding in eine "provisorische" Frontplatte ein, und benutze einen 
sehr grossen Drehknopf. Je nach Poti kannst du ein Bauart-besonderes 
Verhalten in der nähe der mechanischen Anschläge erkennen.


Jörg R. schrieb:
> bleibe bei den +-5V und setze einen Widerstand von 1K in Reihe zum
> Schleifer. Ein Multimeter mit 10M Eingangswiderstand verfälscht den Wert
> nicht. Allerdings passiert dann auch nichts solltest Du Ua
> kurzschließen.
Gutes schlechtes Beispiel :D
Aufgabe an den TO: erst Rechnen, dann machen, oder auch nicht!
Wie hoch wird der zu erwartende Strom durch den Schleifer im Falle von: 
1 kOhm als Schutzvorwiderstand am Schleifer, eingestellten Ua=5V, und 
(sowas passiert beim Basteln ja schnell mal) Kurzschluss gegen GND am 
Ausgang?

Autor: Ach Du grüne Neune (Gast)
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Peter S. schrieb:
> Da ich mich aber momentan
> sehr für Elektrotechnik interessiere ...

Mit zwei Transistoren (NPN und PNP) kannst du das Poti noch 
leistungsfähiger machen. Wenn du noch einen 4,5 Volt Spielzeugmotor 
(Permanentmagnetmotor) hast, kannst du ihn mit dem Poti stufenlos 
vorwärts und rückwärts laufen lassen. Wenn das Poti in die 
Mittelstellung gestellt wird, dann steht der Motor still.

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