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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Frage zu Audio Class D Verstärker


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Autor: Hello (Gast)
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Guten Abend zusammen,

ich beschäftige mich zum ersten mal mit Audioverstärkern und wollte dazu 
einen LM4673SD/NOPB benutzen. Ich habe mich in die Theorie eingelesen, 
wie das Teil funktioniert und habe es soweit verstanden.

Meine eigentliche Frage bezieht sich auf die Beschaltung des 
LM4673SD/NOPB. Im analogen Eingangspfad und am Ausgang des ICs, wo das 
Signal verstärkt zum Lautspecher führt, dürfen Kerkos nicht benutzt 
werden oder? Ich hatte gelesen, dass aufgrund des Piezo Effektes ein 
hörbares Knacken im verstärkten Signal auftreten kann, weil Kerkos 
empfindlich reagieren würden.

Dürfen denn Kerkos benutzt werden, um einen Audioverstärker mit Spannung 
zu versorgen?

MfG

: Verschoben durch Moderator
Autor: Dominique (Gast)
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Hello schrieb:
> Dürfen denn Kerkos benutzt werden, um einen Audioverstärker mit Spannung
> zu versorgen

> Im analogen Eingangspfad und am Ausgang des ICs, wo das
> Signal verstärkt zum Lautspecher führt, dürfen Kerkos nicht benutzt

Das sind zwei ganz andere Stellen. Einmal Signalpfad und einmal 
Spannungsstabilliserung.

Autor: Hello (Gast)
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Dominique schrieb:
> Das sind zwei ganz andere Stellen. Einmal Signalpfad und einmal
> Spannungsstabilliserung.

Das ist mir bewusst. Mir geht es um die Auswahl der Kondensatorart.

MfG

Autor: Ulf L. (ulf_l)
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Hallo

Wenn Du die bei den Kerkos zum Teil sehr starke Abhängigkeit der 
Kapazität von der Spannung beachtest, können Kerkos selbstverständlich 
im Versorgungsspannungzweig genutzt werden. Prinzipiell sind die 
D-Klasse-Endstufen nicht anderes als relativ schnell einstellbare 
Schaltregler und da sind bei entsprechend hoher Schaltfrequenz am 
Eingang Kerkos auch nicht unüblich.

Gruß Ulf

Autor: äxl (Gast)
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die Koppelkonednsatoren müssen auf 10% Toleranz gematched sein, wegen 
der passenden Eingangsimpedanz auf dem invertierenden und 
nichtinvertierenden Eingang (steht so im Datenblatt).
Da man dort keine Riesenklopper einbaut, wo man den Piezo-Effekt evtl. 
bemerken könnte, kann man da X5R-Keramik durchaus verbauen. Die untere 
Grenzfrequenz ergibt such ja aus den Widerständen und dem Koppel-C.
für die Betriebsspannung braucht es zwingend Keramik-Cs, wegen den 
schnellen Schaltflanken.

Autor: Hello (Gast)
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Vielen Dank an alle. Dann werde ich Kerkos im Signalpfad benutzen.

@Ulf
Das mit dem Schaltregler Vergleich ist gut. Es handelt sich ja in meinem 
Fall um ein Audiosignal, welches mit einem PWM Signal moduliert wird und 
es hohe Schaltfrequenzen auftreten.

@äxl
Als bei mir im Datenblatt steht, dass der IC mit einem 4,7µF Tantal 
versorgt werden will.

MfG

Autor: äxl (Gast)
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Hello schrieb:
> @äxl
> Als bei mir im Datenblatt steht, dass der IC mit einem 4,7µF Tantal
> versorgt werden will.

Auf Seite 12.
Im Layout sind gar zwei Plätze vorgesehen.
https://media.digikey.com/Photos/Texas%20Instr%20Photos/LM4673SDBD%5ENOPB.JPG

Autor: äxl (Gast)
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2000 rum gab es nur Tantal für diese Zwecke. Keramik war noch viel zu 
teuer und kam dann etwas später.
4.7µ mit 10V, zweie parallel geht super. Tantal nimmt man kaum noch(?)
https://www.reichelt.de/vielschicht-kerko-4-7-f-10v-85-c-kem-x5r1206-4-7u-p207166.html?

Autor: Ulf L. (ulf_l)
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Hello schrieb:
> Vielen Dank an alle. Dann werde ich Kerkos im Signalpfad benutzen.

Hallo

Früher waren da Kerkos auf das äußerste verpönt (bin da nicht mehr so 
auf em Laufenden). Als ich noch A und B-Class Endstufen selber gebaut 
habe ist da kein Kero im Signalweg gewesen. Da sollte eigentlich gute 
Folien-Cs verwendet werden. Mit "Eingang" meinte ich den Eingang eines 
Schaltpannungsreglers, der in deinem Fall die Versorgungsspannung des 
D-Class Verstärkers ist.
Langer Rede kurzer Sinn:
Spanungstabilisierung/Pufferung Kero Ja
Signalweg Kerko Nein

Gruß Ulf

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