Hallo
ich suche einen Leistungsmesser um den Strombedarf von Desktop-PCs und
Notebooks zu messen. Gemeint sind solche Geräte wie abgebildet. Mir ist
klar, dass da keine sehr hohe Messgenauigkeit zu erreichen ist. Mir ist
auch klar, dass die Messung bei Schaltnetzteilen wie sie bei allen
Computern vorkommen problematisch ist. Deshalb frage ich, welche
Messgeräte überhaupt etwas taugen.
Mir würde leihweise auch ein Secutest S2 N zur Verfügung stehen. Das
Gerät ist zwar für einen anderen Zweck vorgesehen, es kann aber auch
Leistungsmessung. Denkt ihr dass dieses Gerät für meine Messungen
genauer ist?
Zum Messen von Leistung und Energie gibts Stromzähler, wahlweise auch
geeicht wie dieser hier:
https://stromzähler.eu/stromzaehler/wechselstromzaehler/fuer-hutschiene-geeicht/67/sdm230dr-mid-1p-2te-lcd-wechselstromzaehler?c=106
Den kannst Du auch über RS485 und Modbus auslesen (Spannung, Strom,
Wirkleistung, Blindleistung, aufgelaufende Energie, Frequenz,...) und
damit über die Zeit protokollieren.
Dieses Teil ist eigentlich für Zählerkästen gedacht, aber eine
Schuko-Zuleistung und eine Schuko-Kupplung anklemmen wirst Du ja wohl
noch können.
fchk
Jens schrieb:> dass da keine sehr hohe Messgenauigkeit zu erreichen ist.
Kommt drauf an, was du darunter verstehst. Für den angedachten
Verwendungszweck reicht die Genauigkeit solcher Geräte normalerweise
mehr als aus.
Jens schrieb:> Gemeint sind solche Geräte wie abgebildet.
Was gefällt dir daran nicht?
Ich habe so eines, von ALDI, und die Werte sind plausibel.
Probleme kann es evtl. unter 10W geben.
Da hägst du dann eine Glühbirne mit 15W parallel und es geht wieder.
Ich habe da gleich mal meinen DELL 24" Monitor vermessen.
Betrieb Soll: 60W Ist: 16W (ca. 60% Helligkeit, 1/2 Bildschirm
dunkel)
Standby/Ruhezustand Soll: max. 0,5W Ist: 0,33W
Ich finde die die Werte plausibel genug.
Hier kann man sich auch beim Energieversorger so ein Gerät kostenlos für
eine Woche leihen.
Jens schrieb:> Und bei einem Test der> Stiftung Warentest von vor 10 Jahren wurde nur ein Gerät für gut> befunden.
Laut Kassenzettel 2014 und hat 7 EUR (normal 9,99 EUR)gekostet.
michael_ schrieb:> Standby/Ruhezustand Soll: max. 0,5W Ist: 0,33W
Nur sehr wenige "Energiekostenmessgeräte" messen im Bereich unter 10
Watt mit brauchbaren Ergebnissen, bei unter 1 Watt wird es noch
abenteuerlicher.
Ich würde im Zweifelsfalle einen regenerierten "echten" Zähler nehmen.
Gibt es bei den üblichen Verdächtigen.
In dem Bereich in dem ein PC arbeitet sind die ausreichend genau. Und
wenn nicht: Exakt genau so ungenau wie Dein anderer Zähler, der ja noch
immer als (Bezahl-)Referenz dient. Auch leidet der nicht unter
elektronischer Vergesslichkeit (bei Stromausfall/-abschaltung), da er
wirklich nachtragend ist.
Rufus Τ. F. schrieb:> michael_ schrieb:>> Standby/Ruhezustand Soll: max. 0,5W Ist: 0,33W>> Nur sehr wenige "Energiekostenmessgeräte" messen im Bereich unter 10> Watt mit brauchbaren Ergebnissen, bei unter 1 Watt wird es noch> abenteuerlicher.
Was ist es für ein Risiko, für weniger als 10EUR so ein Gerät zu kaufen?
Wer es dann genauer will, der tut ein anloges Meßgerät einschleifen.
Wenn es dann 10-20% Unterschiede gibt, ist es doch Pillepalle.
michael_ schrieb:> Wer es dann genauer will, der tut ein anloges Meßgerät einschleifen.
Und das tut dann genau was messen?
Den Unterschied zwischen Blind- und Wirkleistung kennst du.
Und Crest-Faktor sagt dir auch etwas?
my2ct schrieb:> michael_ schrieb:>> Wer es dann genauer will, der tut ein anloges Meßgerät einschleifen.>> Und das tut dann genau was messen?> Den Unterschied zwischen Blind- und Wirkleistung kennst du.> Und Crest-Faktor sagt dir auch etwas?https://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsmesser
1
Elektromechanisches Verfahren mit elektrodynamischem Messwerk.
2
Es arbeitet wie ein Drehspulmesswerk, die Drehspule befindet sich
3
jedoch im Feld eines Elektromagneten, durch welchen der Strom des
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Strompfades fließt. Der Strom durch die Drehspule wird mit einem
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Vorwiderstand im Spannungspfad geliefert; die Multiplikation ergibt
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sich aus der Lorentzkraft; die Mittelwertbildung entsteht durch die
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mechanische Trägheit. Solche Messwerke können auch höhere
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Oberschwingungsanteile und Blindleistungsanteile verkraften.
michael_ schrieb:> Was ist es für ein Risiko, für weniger als 10EUR so ein Gerät zu kaufen?
Dass es Unfug anzeigt?
> Wer es dann genauer will, der tut ein anloges Meßgerät einschleifen.
Tut tut ...
my2ct schrieb:> Den Unterschied zwischen Blind- und Wirkleistung kennst du.
Den kennt er sicherlich nicht, sonst hätte er uns seinen Kommentar
erspart. Ich habe hier ein Pollin-Plunderteil, was laut Beschreibung und
Anzeige 'Watt' vorgibt, tatsächlich aber nur Scheinleistung misst - das
Teil misst Mist.
> Und Crest-Faktor sagt dir auch etwas?
Ein zunehmend heikleres Thema! Mein sehr alter Conrad 'Energie Monitor
3000' zeigt Watt und VA an, letztere sogar mit dem Hinweis auf kapazitiv
oder induktiv. Mein neuer Geschirrspüler wird mit 7VA und Null Watt
angezeigt, das kann ja passen.
Aber: An zwei Laptopnetzteilen habe ich einen Wirkungsgrad von 110..120%
gemessen. An den Fluke-DVMs auf der DC-Seite habe ich keine Zweifel, da
wird wohl das Conrad-Teil den krummen Stromflußwinkel auf der Netzseite
nicht korrekt bewerten können.
Wäre ja schön, ein besser integrierendes Gerät zu haben, aber das ist
scheinbar erst ab vierstelligen Euro zu bekommen. Nett wäre auch,
Leistungen um und unter einem Watt vernünftig messen zu können, gleiches
Preisproblem.
Manfred schrieb:> Leistungen um und unter einem Watt vernünftig messen zu können,
Wenn man sich mal vorstellt wie ein Schaltnetzteil funktioniert, so
werden anfangs erst mal Elkos geladen, weshalb eine Anzeige von 0.1W
genau eine Lüge wäre. Denn dieser Strom muß auch bezahlt werden. Eine
ehrliche Messung bekommt man eigentlich nur über einen längeren
Zeitraum. Ein Kühlschrank läuft auch anfangs mit voller Leistung BIS die
Soll-Temperatur erreicht ist. Alte CRT-Monitore haben bei weißem
Bildschirm wesentlich mehr verbraucht.
Ich habe ein NZR 230+
Da kann ich dann auch loggen (Lastwechsel am PC, Kühlschrank)
Unter 5W Schaltnetzteil wird es kritisch. Dann wird es etweder teuer
oder die vorteile der mechnanischen Nivellieurung der Ferrariszähler
zahlt sich aus.
my2ct schrieb:> michael_ schrieb:>> Wer es dann genauer will, der tut ein anloges Meßgerät einschleifen.>> Und das tut dann genau was messen?
Den Strom.
> Den Unterschied zwischen Blind- und Wirkleistung kennst du.> Und Crest-Faktor sagt dir auch etwas?
Das soll doch keine Doktorarbeit werden!
Wer hinter jedem Strauch einen Ganoven sieht, sollte es lieber bleiben
lassen.
Oder seine Geräte in ein Prüflabor schicken.
Mit hauseigenen Mitteln messen, da wird es immer einen geben, der was zu
meckern hat.
Und solche Sendungen habe ich mir in meiner Jugend angesehen:
https://www.youtube.com/watch?v=od7g1xj9Qyg
Da muss man sich wegen des unterirdischen Niveaus ja fremdschämen. Das
bekommt heute Galileo auch nicht schlechter hin.
Paul schrieb:> Und solche Sendungen habe ich mir in meiner Jugend angesehen:> Youtube-Video "Stromzähler und Stromkosten sowie Steckernetzteile"> Da muss man sich wegen des unterirdischen Niveaus ja fremdschämen. Das> bekommt heute Galileo auch nicht schlechter hin.
Aua, das ist ja übelst