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Forum: Platinen Festsitzender Staub auf Platinen


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Autor: Ronny S. (loetwolf)
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Was ist eurer Meinung/Erfahrung nach das beste/schonendste Mittel, um 
festsitzenden (aufgebackenen) Staub von bestückten Platinen zu 
entfernen, wenn man mit Druckluft und Bürste nicht wesentlich weiter 
kommt?

Es hat den Anschein, als ob der Staub IN die Oberfläche eingesunken ist 
und sich mit dem Lötstopplack verbunden hat; jedenfalls sitzt er richtig 
hartnäckig fest.

Mit Leiterplattenreiniger geht er zwar weg, doch ist danach die 
Oberfläche matt und unschön anzusehen (Lötstopplack angelöst/weg).

Welchen Reiniger nehmt ihr für solche Gelegenheiten?

Wie gefährlich kann Staub werden, wenn er nicht entfernt wird? Kann 
Staub unter ungünstigen Bedingungen (Feuchtigkeit/Ausblühungen) gfs. 
sogar leitfähig werden und Kriechströme verursachen?

Grüße

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Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Ronny S. schrieb:
> Wie gefährlich kann Staub werden, wenn er nicht entfernt wird?

Wenn er staubtrocken bleibt, ist das kein grosses Problem (siehe die 
PC-Netzteile, die voll mit Staubmäusen sind). Nur wenn da Feuchtigkeit 
im Spiel ist, wirds unangenehm.
Meine Methode ist WD-40 und eine Zahnbürste getränkt damit.

Autor: Teo D. (teoderix)
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Wasser, Spüli, Zahnbürste/Ultraschall....

Autor: Ronny S. (loetwolf)
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WD40 ist also wesentlich schonender zur Platinenoberfläche resp. 
Bauteilen? Trocknet es selbsttätig weg oder bleibt es ölig? D.h. ist 
hinterher noch eine Nachbehandlung mit X notwendig? Hauptbestandteil(e) 
sind ja Petroleum, welches nur EXTREM langsam verfliegt.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Ronny S. schrieb:
> welches nur EXTREM langsam verfliegt.

So isses - stört mich aber nicht. Dauert halt ein wenig beim 
wegtrocknen, greift aber weder Bauteile noch Platine an.

Autor: Ronny S. (loetwolf)
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Ich danke dir ... werde ich mal versuchen. Reines Petroleum habe ich 
noch irgendwo stehen; WD40 eigentlich auch noch ... (suchen ich muss)

Grüße

Autor: Sebastian R. (sebastian_r569)
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Isopropanol. Das trocknet definitiv schnell und ohne Rückstände weg.
Und greift auch keine Oberflächen an. Höchstens ne Edding-Beschriftung 
verschwindet damit.

Autor: Achim B. (bobdylan)
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Sebastian R. schrieb:
> Höchstens ne Edding-Beschriftung verschwindet damit.

Schön wärs...

Autor: soul e. (souleye)
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Ronny S. schrieb:

> WD40 ist also wesentlich schonender zur Platinenoberfläche resp.
> Bauteilen? Trocknet es selbsttätig weg oder bleibt es ölig?

WD40 bleibt ziemlich lange ölig. Da musst Du auf jeden Fall mit Wasser 
und Seife (Spülmittel) nachwaschen. Dann mit klarem (Leitungs-)Wasser 
abspülen und mit Pressluft trockenblasen.

Für die Industrie gibt es spezielle Elektronikreiniger (z.B. Electrolube 
Safewash 2000), Haushaltsreiniger tut's aber genauso.

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Autor: Msd (Gast)
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Ronny S. schrieb:
> Mit Leiterplattenreiniger geht er zwar weg, doch ist danach die
> Oberfläche matt und unschön anzusehen (Lötstopplack angelöst/weg).
>
> Welchen Reiniger nehmt ihr für solche Gelegenheiten?

Leiterplattenreiniger, denn der macht genau das nicht, was du da 
beschreibst. Das Zeig aus der Dose zum Sprühen mit Pinselaufsatz. Danach 
mit Tuch abtupfen. Fertig. Wofür soll das wohl sonst geeignet sein.

Autor: nope (Gast)
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Sebastian R. schrieb:
> Isopropanol. Das trocknet definitiv schnell und ohne Rückstände weg.

Aber sowas von nicht. Das Zeugs hinterlässt die ganze Platine mit weißen 
Schlieren, als ob jemand damit im Bett gespielt und nur grob weggewischt 
hätte.

Autor: Sebastian R. (sebastian_r569)
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nope schrieb:
> Aber sowas von nicht. Das Zeugs hinterlässt die ganze Platine mit weißen

Haben wir etwa Spiritus anstelle von Isopropanol genutzt?

Normales, reines Isopropanol enthält definitiv nichts, das Rückstände 
hinterlässt. Versprochen. Bei dem Leben meiner toten Großmutter.

In haushaltsüblichem Spiritus ist allerdings Bitrex, das 
Vergällungsmittel, drin. Und das hinterlässt weiße Spuren.

: Bearbeitet durch User
Autor: Ronny S. (loetwolf)
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@msd (Gast)
Und genau DER Leiterplattenreiniger mit der Bürste am Sprühkopf hat die 
von mir beschriebene Unart des Anlösens der Oberfläche (Mattwerden)! 
Bitte immer den gesamten Eingangs-Post lesen vor dem Antworten; es ging 
um Alternativen!

@Sebastian R.
Isopropanol (n-Propanol) könnte ich auch mal noch testen.

Autor: Herr Atzeton (Gast)
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Nimm mich

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Wenn das Kolophonium schön gleichmäßig glänzend auf der Platine bleiben 
soll, nimmt man Spiritus und Zahnbürste. Wenn es komplett verschwinden 
soll Aceton und Papiertaschentuch. Das löst aber manche Kunststoffe an. 
Eine Pressluftpistole ist auch noch nützlich um auch in die Ecken zu 
kommen.

Autor: Sebastian R. (sebastian_r569)
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Christoph db1uq K. schrieb:
> Wenn das Kolophonium schön gleichmäßig glänzend auf der Platine bleiben
> soll, nimmt man Spiritus und Zahnbürste. Wenn es komplett verschwinden
> soll Aceton und Papiertaschentuch.

Und wenn das Flussmuttel komplett verschwinden soll, ohne, dass 
Kunststoffe oder Lacke angegriffen werden, nimmt man Isopropanol und 
Papiertücher.

Spiritus hat immernoch den Nachteil, dass es nicht rückstandslos 
verdunstet (Denatonium, weiße Schicht und so...)

Autor: Ronny S. (loetwolf)
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@Christoph db1uq K.
Kolophonium löst sich hervorragend in Ethanol (Spiritus) und bleibt also 
von einem solchen "Bad" nicht unverschont. Ich glaube aber nicht, dass 
Lötstopplack daraus besteht, da es ja keinen Sinn machen würde, denn das 
Kol. ist ja genau das Gegenteil von Lötstopplack - es ist ein reines 
Flussmittel. M.E. ist der Lötstopplack entweder eine Art Epoxidharz oder 
eine speziell auflaminierte/gehärtete Folie; bin da aber kein Spezi.

Autor: Manfred (Gast)
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Ronny S. schrieb:
> festsitzenden (aufgebackenen) Staub von bestückten Platinen zu
> entfernen,

Man muß schauen, was für Bauelemente auf der Platte sitzen. Ich habe 
mehrfach Platinen mit Waser und Spülmittel gewaschen, mit verdünntem 
Alkohol nachgewaschen und im Backofen getrocknet.

Manche Relais, Induktivitäten und Trimmpotis mögen das nicht, vorher 
ablöten.

Autor: Ronny S. (loetwolf)
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@Manfred
Von den Bauteilen selbst geht der Staub ja eigentlich ohne größere 
Probleme ab; sowohl mittels Pinsel/Bürste als auch mit Druckluft - das 
ist also nicht das Problem. Hartnäckig sitzt er aber immer auf den 
Bereichen mit Lötstopplack bzw. was auch immer das ist. Man kann diesen 
Effekt auch schon sehr gut bei neuen Platinen beobachten, welche man sie 
mal etwas länger offen liegenlässt. Der Staub lässt sich nicht mehr 
wegblasen, wenn einige Wochen ins Land gegangen sind. D.h. die 
Platinenoberfläche muss also schon mit einer gewissen/minimalen 
Grundklebrigkeit aus der Produktion kommen. Woran das liegt, vermag ich 
allerdings nicht zu sagen.

Aufgrund der möglichen Unverträglichkeit von Bauteilen werde ich das 
Reinigen aber auf das vorsichtige Abwaschen mit einem Pinsel oder 
Abwischen mit einem Tuch beschränken und definitiv keinen Tauchgang der 
Gesamtplatine planen.

Grüße

: Bearbeitet durch User
Autor: Teo D. (teoderix)
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Nimm ne Zahnbürste (oä.), damit hat noch keiner ein Bauteil von der 
Platine gebürstet (Standard-Werkzeug in vielen Werkstätten!).
(Kolo, Wasser-Spüli -> NoCange => Alk!)

Ronny S. schrieb:
> D.h. die
> Platinenoberfläche muss also schon mit einer gewissen/minimalen
> Grundklebrigkeit aus der Produktion kommen.

Muß nicht sein, es fliegt genügen Mißt in der Luft rum. Nur wirklich 
gründlich gereinigt werden die aber nur in den gehobenen Segmenten. Der 
Rest pappt halt noch was vom Flux.

Autor: Rote T. (tomate)
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In die Spülmaschine stecken und ggf nachher nochmal unter dem Wasserhahn 
abspühlen und mit Pressluft trockenpusten, damit keine Salzrückstände 
zurückbleiben.

Hab das schon oft mit diversen Platinen gemacht und noch nie 
irgendwelche Probleme gehabt. Muss halt schauen, damit die Sache vorm 
Einschalten wieder richtig trocken ist und dass möglichst keine 
Mineralien auf der Platine zurückbleiben.

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