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Forum: PC Hard- und Software BIOS-Einstellungen werden nicht gespeichert bei leerer Batterie


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Autor: Werner.W (Gast)
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Hallo,

habe hier für eine spezielle Anwendung noch einen älteren SCSI-Rechner 
stehen (Win98 Pentium-S IBM PC/AT mit Award Modular BIOS), der eben beim 
Booten "CMOS checksum error - Defaults loaded" und "CMOS battery failed" 
ausgibt.

Wollte den Rechner nun eben einmalig zum Laufen bringen und habe deshalb 
die BIOS-Einstellungen wieder auf die gültigen Werte gesetzt und die 
Einstellungen gespeichert. Danach bootet die Kiste automatisch neu. 
Seltsamerweise sehe ich beim Booten erneut die gleichen Fehlermeldungen, 
denn meine BIOS-Einstellungen wurden nicht gespeichert. Müsste es nicht 
so sein, dass ich mit der Methode den Rechner einmalig zum Laufen 
bekomme? Denn der Rechner wird ja nicht abgeschaltet.

Habe hier ebenfalls ein älteres Notebook, das ab und zu das Datum 
beanstandet (ebenfalls die BIOS-Batterie leer), hier aktualisiere ich im 
BIOS das Datum und danach bootet das Teil wieder.

Wieso geht dies bei dem IBM-PC/AT nicht?

Grüße von Werner

Autor: Sven L. (svenl)
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Weil der dafür notwendige SRAM ausschließlich von der Batterie versorgt 
wird?

Also mit leerer Batterie speichert er trotzdem nichts!

Oft ist es jedoch so, dass bei Spannungsversorgung des Mainboards der 
SRAM natürlich auch versorgt wird. Dann klappt der beschriebene Trick, 
benötigt aber jedoch eine Umschaltung zwischen Vcc und Batterie, im 
einfachsten Falle eine Diode (mit Leckstrom).

Wenn man den SRAM nur aus der Batterie versorgt, dann liegen die paar nA 
für den SRAM deutlich unter der Selbstentladung der Batterie. Dafür dann 
noch eine Stromversorgung auf dem Mainboard vorzusehen, die auch noch 
einen Leckstrom in der Größenordung 2-3x der Stromaufnahme des SRAMs 
hat, ist übertrieben...

Im Endeffekt entlädt sich die Batterie bei den Mainboard mit Umschaltung 
in der Regel schneller als bei den Mainbaords, die einen ausschließlich 
von der Batterie versorgten SRAM benutzen.

Sven

Autor: o ha (Gast)
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Werner.W schrieb:
> Wieso geht dies bei dem IBM-PC/AT nicht?

Steckt der CMOS-Reset Jumper falsch oder fehlt?

Autor: michael_ (Gast)
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Ist da so ein Akku eingebaut und die Leitungen sind weggefault?
Soll es auch bei 2032 geben.

Autor: Thorsten W. (hologram73)
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hi,
welches Mainboard ist denn da im Rechner verbaut?
Hat das so einen Dallas Chip? Bei manchen MB konnte man auch eine 
Pufferbatterie optional mit anschließen.

VG

Autor: Outi O. (outlaw)
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….
> bekomme? Denn der Rechner wird ja nicht abgeschaltet.
….

Aber nach dem Speichern resettet und daher ist nix mit Daten übernehmen.

Bei Deinem Laptop kann das anders aussehen, da hier zum Teil andere 
Techniken zu Einsatz kommen (weil neuer oder aus anderen Gründen).

Autor: georg (Gast)
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Outi O. schrieb:
> Aber nach dem Speichern resettet und daher ist nix mit Daten übernehmen.

Ein Reset hat noch nie BIOS-Parameter zurückgesetzt, das wäre ja absurd.

Georg

Autor: Meier (Gast)
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Werner.W schrieb:
> ...und die Einstellungen gespeichert.

Das ist auch sicher? Es gab mindestens ein BIOS, da musste man im 
Exit-Dialog 'Z' auf der deutschen Tastatur drücken, damit gespeichert 
wurde. Eine andere Taste inklusive 'Y' führte zum Beenden ohne 
Speichern.

Autor: Manfred (Gast)
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georg schrieb:
> Ein Reset hat noch nie BIOS-Parameter zurückgesetzt, das wäre ja absurd.

Absurd ist dieser Kommentar.

Wer langjährig mit PCs zu tun hat, kennt das von Werner beschriebene 
Verhalten: Das sind die sogenannten "Dallas RTC" DS1287 und Kollegen, 
RAM und Batterie als DIL-Klotz vergossen. Bei leerer Batterie ist der PC 
nicht mehr startbar. Wer mutig ist, fragt Google und fräst den Stein 
auf.

Ob Neuware noch wirklich gut ist, weiß ich nicht:
https://www.reichelt.de und dort als Suchbegriff "DS1287" eingeben.

Outi O. schrieb:
> Bei Deinem Laptop kann das anders aussehen,

Hier gibt es einen älteren IBM-Laptop (300 MHz), der mit leerer 
BIOS-Batterie ebenfalls nicht startbar ist. Die Fehlermeldung faselt 
irgendwas von 'Lüftersteuerung'. Erst bei genauem Hinsehen in der 
Anleitung findet sich dann, dass auch die BIOS-Batterie leer sein 
könnte.

Autor: Outi O. (outlaw)
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georg schrieb:
> Outi O. schrieb:
> Aber nach dem Speichern resettet und daher ist nix mit Daten übernehmen.
>
> Ein Reset hat noch nie BIOS-Parameter zurückgesetzt, das wäre ja absurd.
>
> Georg

Es geht ja auch nicht um das Zurücksetzen aber nach einem Reset werden 
die Parameter neu ausgelesen und wo nix gespeichert wurde (wegen leerer 
Batterie), kann auch nix ausgelesen werden und somit werden 
Standardwerte geladen.

Autor: michael_ (Gast)
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Also, wenn ich das Problem des TO hätte, würde ich erst mal die Batterie 
inspiziert und getauscht haben.

Autor: Werner.W (Gast)
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michael_ schrieb:
> Also, wenn ich das Problem des TO hätte, würde ich erst mal die Batterie
> inspiziert und getauscht haben.

Dazu müsste man erst mal eine Batterie im Hause haben. Und zweitens 
"ziehe" ich den PC nicht mal so eben vor, das ist eine größere Sache. 
Außerdem wollte ich "mal eben" was nachschauen, für eine Reparatur war 
keine Zeit.

Werde morgen mal den Typ des Boards ermitteln, ich meine es ist ein 
ASUS-Board. Aber die Info ist wichtig, dass bestimmte PCs mit leerer 
Batterie nicht gestartet werden können, weil die BIOS-Einstellungen 
nicht gespeichert werden können. Kein gutes Feature.

Vielen Dank an alle für die Antworten.

Autor: X2 (Gast)
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Werner.W schrieb:
> Aber die Info ist wichtig, dass bestimmte PCs mit leerer
> Batterie nicht gestartet werden können, weil die BIOS-Einstellungen
> nicht gespeichert werden können. Kein gutes Feature.

Daher werden schon seit Jahren die Einstellungen nicht mehr im RTC RAM, 
sondern im Bios Flash gespeichert (der Teil im Flash nennt sich NVRAM).

Autor: Bauform B. (bauformb)
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X2 schrieb:
> Daher werden schon seit Jahren die Einstellungen nicht mehr im RTC RAM,
> sondern im Bios Flash gespeichert (der Teil im Flash nennt sich NVRAM).

Warum schreibt dann z.B. congatec zu ihrem
"conga-PA5 Pico-ITX SBC" mit Atom® x5-E3930
We recommend to always have a CMOS battery present when
operating the conga-PA5.
Soo alt ist das Board nun auch wieder nicht?
Betrieb ohne Batterie wäre doch ein Verkaufsargument?

Autor: Thomas S. (tom_63)
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Bei manchen Asus-Boards kann es sein, dass der Sockel der Batterie ein 
Kontaktproblem hat. Hatte ich unlängst bei meinem P4P800e-deluxe. Auch 
hier die Fehlermeldung.

Batterie tauschrn, und auf Kontakt dieser achten.

Das Board sollte auch ohne Batterie starten.

Autor: svensson (Gast)
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Moin,

wie schon gesagt: bei ganz alten PCs wurden die Konfigurationsoptionen - 
auch für die Festplatten - dort abgelegt, wo die RTC sitzt, und 
gemeinsam mit ihr von der Batterie* versorgt. Das BIOS liest dann bei 
jedem Booten die dort hinterlegten Parameter. Keine Parameter = keine 
Festplatte. Daher drucken noch heute viele alle Plattenhersteller die 
Werte CHS/LBS auf die Labels, obwohl das längst obsolet ist.

Erst päter kamen dann BIOSe auf, die die Parameter von Festplatten 
selbst ermitteln konnten. Diese können auch mit leerer Batterie starten.

* = Zu Zeiten des Original IBM PC/XT war das ein Klotz in der Größe von 
zwei Monozellen.

Der Dallas mit der fest eingebauten Batterie war ein echtes Kuriosum. 
Manche Mainboard haben aber auch einen Jumper, an den eine externe 
Batterie angeschlossen werden kann.

Autor: X2 (Gast)
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Bauform B. schrieb:
> Warum schreibt dann z.B. congatec zu ihrem
> "conga-PA5 Pico-ITX SBC" mit Atom® x5-E3930We recommend to always have a
> CMOS battery present when
> operating the conga-PA5.Soo alt ist das Board nun auch wieder nicht?
> Betrieb ohne Batterie wäre doch ein Verkaufsargument?

Weil es immer noch die Implementierung gibt, das Bit in der RTC 
abzufragen ob die Batterie leer ist, oder der Reset Jumper gesetzt. In 
diesem Fall werden dann die Defaults geladen (welche ebenfalls im NVRAM 
liegen). Ich patche das immer raus, aber die Standardimplementierung 
unseres IBVs macht das so.

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Komisch... bei mir funktioniert der ganze Rechner nicht wenn man den 
Netzstecker nicht in die Dose steckt. Kann mir jemand verraten wie ich 
das Problem lösen muss?

(SCNR)

Autor: X2 (Gast)
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Ben B. schrieb:
> Komisch... bei mir funktioniert der ganze Rechner nicht wenn man den
> Netzstecker nicht in die Dose steckt. Kann mir jemand verraten wie ich
> das Problem lösen muss?
>
> (SCNR)

Ist in Ordnung so, ist der ACPI Zustand G3 (mechanical off)

;-)

Autor: oszi40 (Gast)
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CR2032 <2,5V macht wundersame Sachen. Falls vorhanden erneuern!

Autor: Werner.W (Gast)
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Angehängte Dateien:

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michael_ schrieb:
> Also, wenn ich das Problem des TO hätte, würde ich erst mal die Batterie
> inspiziert und getauscht haben.

Konnte heute die Kiste vorziehen und inspizieren. Seltsamerweise findet 
sich keine Batterie, sondern nur die Teile in den Bildern. Was nun?

Autor: Benjamin K. (benjamin92)
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Hier ist die Vorgehensweise beschrieben, wie man die Batterie freilegt 
und eine neue anklemmen kann:
http://www.amoretro.de/guides-workshops/dallas-odin-benchmarq-modul-modifizieren

: Bearbeitet durch User
Autor: A. B. (Gast)
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Benjamin K. schrieb:
> Hier ist die Vorgehensweise beschrieben, wie man die Batterie

Hm, diesen Tipp habe ich schon an verschiedenen Stellen gesehen. 
Allerdings leuchtete mir dabei nie ein, warum da stets beide 
Batterieanschlüsse freigelegt werden. Der Minuspol der Batterie ist doch 
sicher mit mit Schaltungsmasse verbunden. Also kann man den Minuspol der 
neuen Batterie auch an den Masse-Pin der RTC oder sonstwo an einen 
anderen Chip in der Nähe anschließen ...
Auch zum Abtrennen der alten reicht es, den Pluspol freizulegen.

Autor: Manfred (Gast)
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Werner.W schrieb:
> Was nun?

Den Thread lesen hätte geholfen:

Manfred schrieb:
> Wer langjährig mit PCs zu tun hat, kennt das von Werner beschriebene
> Verhalten: Das sind die sogenannten "Dallas RTC" DS1287 und Kollegen,
> RAM und Batterie als DIL-Klotz vergossen. Bei leerer Batterie ist der PC
> nicht mehr startbar. Wer mutig ist, fragt Google und fräst den Stein
> auf.

Autor: Werner.W (Gast)
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Ist ja mal interessant, geplante Obsoleszenz in ganz großem Stil - und 
mal wieder alles ohne Folgen. Stattdessen seit Jahrzehnten dummes 
Geschwätz über Umweltschutz.

Für den SCSI-Rechner habe ich mal knapp 4.000 DM bezahlt und wegen 20 
Cent Einsparung kann so ein Teil nach 10-15 Jahren auf den Müll. Krass!

Wem kann ich die Kosten für die Instandsetzung in Rechnung stellen?

Autor: ... (Gast)
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Werner.W schrieb:
> Konnte heute die Kiste vorziehen und inspizieren. Seltsamerweise findet
> sich keine Batterie, sondern nur die Teile in den Bildern. Was nun?

frech, wie du einfach mal deinen eigenen Thread nicht komplett gelesen 
hast

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Der Trick, eine zusätzliche Batterie einzubauen funzt aber auch nur,
wenn die Batterie in diesem Dallas/Odin Modul
nicht kurzschlussig defekt ist


Werner.W schrieb:
> Ist ja mal interessant, geplante Obsoleszenz in ganz großem Stil - und
> mal wieder alles ohne Folgen. Stattdessen seit Jahrzehnten dummes
> Geschwätz über Umweltschutz.
>
> Für den SCSI-Rechner habe ich mal knapp 4.000 DM bezahlt und wegen 20
> Cent Einsparung kann so ein Teil nach 10-15 Jahren auf den Müll. Krass!
>
> Wem kann ich die Kosten für die Instandsetzung in Rechnung stellen?

heutige Geräte halten längst nicht so lange durch durch

Autor: georg (Gast)
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Werner.W schrieb:
> kann so ein Teil nach 10-15 Jahren auf den Müll. Krass!
>
> Wem kann ich die Kosten für die Instandsetzung in Rechnung stellen?

Wende dich doch an den Hersteller wg. Garantie.

Georg

Autor: michael_ (Gast)
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10 - 15 Jahre sind aber geschmeichelt.

Hier in dem Fall sind es 22 Jahre.
Das ist ein klarer Fall für Garantie :-)

Autor: Bauform B. (bauformb)
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Werner.W schrieb:
> Ist ja mal interessant, geplante Obsoleszenz in ganz großem Stil

Kann man so nicht sagen. Die RTC ist gesteckt und man konnte letztes 
Jahr immer noch welche kaufen.

Autor: Werner.W (Gast)
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Bauform B. schrieb:
> Die RTC ist gesteckt ...

Eben nicht, ist eingelötet, siehe meine Bilder.

Besonders krass ist, dass man den Rechner nicht mal mehr mit manuell 
korrigierten BIOS-Einstellungen starten kann. Tot von jetzt auf nachher.

Nebenbei: Der Rechner steuert eine größere 3D-Messmaschine.

Autor: Manfred (Gast)
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Bauform B. schrieb:
> man konnte letztes Jahr immer noch welche kaufen.

Wer diesen Thread gelesen hat, stellt fest, dass man die heute noch 
bestellen kann:
Manfred schrieb:
> Ob Neuware noch wirklich gut ist, weiß ich nicht:
> https://www.reichelt.de und dort als Suchbegriff "DS1287" eingeben.

Werner.W schrieb:
> Eben nicht, ist eingelötet, siehe meine Bilder.

Dann hoffe ich, dass Du jemanden findest, der ihn Dir auslöten und 
sockeln kann.

> Besonders krass ist, dass man den Rechner nicht mal mehr mit manuell
> korrigierten BIOS-Einstellungen starten kann. Tot von jetzt auf nachher.

Scheißkram, ärgert mich hier auch - aber das war eben mal so, leider.

Aufhören mit Heulen und eine Lösung finden nun angesagt.

Autor: MaierMüllerSchulz (Gast)
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Wer für seine Maschine einen Ersatzrechner im Regal stehen hat, kann 
selbigen dann auch gleich mit in Tonne treten. Gleiches gilt für ein 
Ersatz-Board aus Ebay. Geniale Idee einer automatischen 
Selbstzerstörung.

Autor: MaierMüllerSchulz (Gast)
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Manfred schrieb:
> Scheißkram, ärgert mich hier auch - aber das war eben mal so, leider.

Man hätte den Käufern VOR dem Kauf sagen können, was sie für einen 
Scheißkram kaufen. Aber das traut sich die Industrie nicht.

Von der Politik braucht man hier auch nichts erwarten, denn die ist seit 
langem mit sich selbst beschäftigt, siehe aktuelles Postengeschacher.

> Aufhören mit Heulen und eine Lösung finden nun angesagt.
Und die wäre? RTC rausreißen und einen Ersatz-Baustein einlöten, bei dem 
die interne Uhr auf 5 vor 12 steht?

Das Risiko, dass der PC bei dieser Operation defekt geht, ist hoch.
Am Ende heißt es: "Operation gelungen, Patient tot".

Autor: MaWin (Gast)
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Werner.W schrieb:
> BIOS-Einstellungen werden nicht gespeichert bei leerer Batterie

42 ?

Autor: Manfred (Gast)
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MaierMüllerSchulz schrieb:
> Man hätte den Käufern VOR dem Kauf sagen können, was sie für einen
> Scheißkram kaufen. Aber das traut sich die Industrie nicht.
>
> Von der Politik braucht man hier auch nichts erwarten,

Unqualifizierte Polemik , mehr hast Du nicht zu bieten.

Die Dallas-RTCs waren in i486 / AMD-K6 üblich, schon freundlich, dass 
die Dinger 20 Jahre gehalten haben.

Autor: MaierMüllerSchulz (Gast)
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Und alles was "üblich" war, war richtig, stimmts? Wäre eine 
austauschbare Batterie verbaut, würde die Messmaschine des TO längst 
wieder laufen.

Denkst du an den Schaden, wenn eine solche Maschine nun bis auf weiteres 
nicht läuft? Wohl eher nicht, denken von 12 bis mittag ist anstrengend 
genug.

Autor: Bauform B. (bauformb)
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MaierMüllerSchulz schrieb:
>> Aufhören mit Heulen und eine Lösung finden nun angesagt.
> Und die wäre? RTC rausreißen und einen Ersatz-Baustein einlöten, bei dem
> die interne Uhr auf 5 vor 12 steht?
wenn schon dann 2 vor 12
https://thebulletin.org/doomsday-clock/past-statements/

> Das Risiko, dass der PC bei dieser Operation defekt geht, ist hoch.
> Am Ende heißt es: "Operation gelungen, Patient tot".

Dann wärst du auch nicht schlechter dran als jetzt ;)
Aber der Baustein ist kein BGA, den kann man ziemlich risikolos auslöten 
(ja, danach ist er wirklich nicht mehr zu gebrauchen, na und?)
 - Pins direkt am Gehäuse des DS1287 flach abschneiden
 - Pin für Pin einzeln von oben auslöten, spitze Pinzette hilft
 - Lötzinn absaugen
 - Sockel einlöten

Autor: X2 (Gast)
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MaierMüllerSchulz schrieb:
> Und alles was "üblich" war, war richtig, stimmts? Wäre eine
> austauschbare Batterie verbaut, würde die Messmaschine des TO längst
> wieder laufen.
>
> Denkst du an den Schaden, wenn eine solche Maschine nun bis auf weiteres
> nicht läuft? Wohl eher nicht, denken von 12 bis mittag ist anstrengend
> genug.

Deswegen macht man das heute auch nicht mehr so.

Autor: Werner.W (Gast)
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Manfred schrieb:
> MaierMüllerSchulz schrieb:
>> Von der Politik braucht man hier auch nichts erwarten,
> Unqualifizierte Polemik , mehr hast Du nicht zu bieten.
> Die Dallas-RTCs waren in i486 / AMD-K6 üblich, schon freundlich, dass
> die Dinger 20 Jahre gehalten haben.

Machst du es dir mit deinem Polemik-Vorwurf nicht zu einfach?

Da habe ich also einen Transporter mit wenig km und in Top-Zustand. In 
der Motorsteuerung ist eine kleine Batterie vergossen, nach 15 Jahren 
kann man das Fahrzeug von heute auf morgen nicht mehr nutzen und auch 
nicht mehr reparieren. Ich bin also gezwungen, völlig unnötig einen 
neuen Transporter zu kaufen. Kostenpunkt 65.000 Euro. WAS SOLL DAS UND 
WER ERSETZT MIR DEN SCHADEN?

Zu der Messmaschine: Ein neuer Rechner wird nicht viel bringen, denn die 
Maschine wird über zwei Parallelports gesteuert. Außerdem frickelt mir 
da niemand was zusammen, denn derjenige muss garantieren und haftet für 
Schäden an der Maschine. So blöd ist niemand. Wenn ich einen Fachberater 
kommen lasse, wird der mir eine neue Maschine verkaufen, Kostenpunkt 
6-stellig. Und nochmal: WAS SOLL DAS UND WER ERSETZT MIR DEN SCHADEN?

Dann soll ich auch noch froh sein, dass der PC solange gehalten hat.
Gehts eigentlich noch?

Autor: auf-den-Müll-damit (Gast)
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Bauform B. schrieb:
> - Pins direkt am Gehäuse des DS1287 flach abschneiden
> - Pin für Pin einzeln von oben auslöten, spitze Pinzette hilft

Das kannst du bei einem DIL-IC machen, bei dem RTC-Gehäuse wird das nix. 
Die Beine sind unter dem Gehäuse und etwas weiter innen. Du hast unter 
dem Gehäuse nur einen halben mm, da kommst du mit keinem Seitenschneider 
zwischen. Einzig mit einem DIL-Auslötstempel hätte man eine Chance, hat 
aber wohl keiner und würde ich auch nicht machen wollen. Die vorab 
geplante Lebensdauer ist abgelaufen, der PC ein Totalschaden.

@TO: Die Maschine ist doch sicher längst abgeschrieben, also auf den 
Müll damit. So funktioniert unser System und so funktioniert aktiver 
Umweltschutz. Nutze ein "modernes" Steuersparmodell, dann bezahlen dir 
die Befürworter dieses Systems deine neue Maschine.

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Werner.W schrieb:
> Da habe ich also einen Transporter mit wenig km und in Top-Zustand.

Dann eher totgestanden und/oder durchgerostet nach 15 Jahren.

> In
> der Motorsteuerung ist eine kleine Batterie vergossen, nach 15 Jahren
> kann man das Fahrzeug von heute auf morgen nicht mehr nutzen und auch
> nicht mehr reparieren. Ich bin also gezwungen, völlig unnötig einen
> neuen Transporter zu kaufen. Kostenpunkt 65.000 Euro. WAS SOLL DAS UND
> WER ERSETZT MIR DEN SCHADEN?

Hinkt aber ganz schön, dein Vergleich. Weil du eben nicht gezwungen 
bist, was neues zu kaufen, sondern weil mans reparieren kann. Abgesehen 
davon können Dinge immer mal kaputt gehen, aus diversen Gründen. 
Verklagst du dann auch den Hersteller?

> Dann soll ich auch noch froh sein, dass der PC solange gehalten hat.
> Gehts eigentlich noch?

Ja, weil die Zeit für einen PC schon überdurchschnittlich ist. Und die 
Reperatur wahrscheinlich in der Hälfte der Zeit erledigt wäre, die du 
hier völlig sinnlos wutentbrannt dahertippst.

Hättest ja auch einen Hersteller mit 20 oder 25 Jahren Garantie nehmen 
können, aber da war wohl wieder "Geiz ist Geil" am Werk SCNR

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Werner.W schrieb:
> Und nochmal: WAS SOLL DAS UND WER ERSETZT MIR DEN SCHADEN?

Hier kommen zwei Probleme zusammen:

Einerseits hat der Hersteller des PC-Motherboards nicht damit gerechnet, 
daß das Ding länger als 5..10 Jahre verwendet wird -- das ist bei 
Consumer-Hardware eine durchaus valide, wenn auch nicht begeisternde 
Annahme.

Andererseits hat der Hersteller der teuren Werkzeugmaschine den 
offensichtlichen Fehler begangen, hier billige Consumerhardware zu 
verbauen, nämlich das PC-Motherboard, das nur für eine Betriebsdauer von 
5..10 Jahren ausgelegt ist.

Autor: Tonja S. (Firma: SVK) (tonja_st)
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"Die Maschine ist doch sicher längst abgeschrieben, also auf den
Müll damit. "

Kann es sein, das Du den Begriff Abschreibung  so verstehst, das das ja 
die Firma bezahlt bzw diese wenn sie es zu 100% abschreibt..100% des 
Geldes wiederbekommt?

Kann es sein das Du schlicht 0 Ahnung hast?! Hoffentlich leitest Du 
keine Firma..

: Bearbeitet durch User
Autor: michael_ (Gast)
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Wenn der Rechner zu einer Meßmaschine gehört, hast du ganz andere 
Baustellen.
Was ist beispielweise, wenn nach 22 Jahren nun endlich mal die HD samt 
der schönen Daten in den Abgrund geht?
Also fang an!

HD besorgen und ein lauffähiges Image erstellen. Und ab damit in den 
Panzerschrank.
Dann ein ähnliches Board besorgen und lauffähig machen.
Das jetzige in Ruhe reparieren und in Reserve halten.

Autor: Johann J. (johannjohanson)
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Werner.W schrieb:
> Seltsamerweise sehe ich beim Booten erneut die gleichen Fehlermeldungen,
> denn meine BIOS-Einstellungen wurden nicht gespeichert.

Akku-Batterie ganz (ganz, ganz, ...) leer - rien ne va plus - und nicht 
wieder aufladbar.

Werner.W schrieb:
> Habe hier ebenfalls ein älteres Notebook, das ab und zu das Datum
> beanstandet (ebenfalls die BIOS-Batterie leer), hier aktualisiere ich im
> BIOS das Datum und danach bootet das Teil wieder.

Akku-Batterie fast leer - geht aber noch (ein paar Stunden/Tage) - lässt 
sich ein wenig nachladen.

-> Auslöten, ersetzen.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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wie immer bei unerklärlichen "BIOS-Geschichten"

Stromversorgung vom Brett ab,

BIOS-Batterie raus,
CMOS-Jumper auf clr-CMOS setzen

UND die Batteriekontakte auf dem Brett zusammenschalten (kurzschliesen)

Kaffe trinken gehen,
danach wieder auf Normal-Modus bringen und der Rechner läuft wieder.

Ich habs nun schon oft genug gehabt,
dass ein "normales" clr-CMOS Jumpern nicht reichte

Autor: georg (Gast)
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● J-A V. schrieb:
> BIOS-Batterie raus,
> CMOS-Jumper auf clr-CMOS setzen

Irgendwie habe ich den Überblick verloren - kann es sein dass sich hier 
alles im Kreis dreht? Naja vielleicht schaue ich beim 100. Post wieder 
mal rein. Popcorn ist nicht mein Leibgericht.

Georg

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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georg schrieb:
> kann es sein dass sich hier alles im Kreis dreht?

Es wurde schon alles gesagt - nur noch nicht von jedem.

Autor: c-hater (Gast)
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auf-den-Müll-damit schrieb:

> Das kannst du bei einem DIL-IC machen, bei dem RTC-Gehäuse wird das nix.
> Die Beine sind unter dem Gehäuse und etwas weiter innen. Du hast unter
> dem Gehäuse nur einen halben mm, da kommst du mit keinem Seitenschneider
> zwischen. Einzig mit einem DIL-Auslötstempel hätte man eine Chance

Ach watt. Mit einem 20€-Heißluftpuster aus'm Baumarkt und ein wenig 
Alu-Folie ist der Dallas in weniger als zwei Minuten ausgelötet. Und 
zwar zuverlässig ohne irgendetwas am Board kaputt zu machen.

Etwas mehr Arbeit ist dann schon, die Bohrungen so weit vom Zinn zu 
befreien, dass man einen DIL-Sockel ohne (beschädingsträchtig starken) 
Druck in die Bohrungen einführen kann. Absoluter Luxus ist, das mit 
einem Lötkolben mit eingebauter Entlötpumpe zu tun.

Wenn man den nicht hat und auch nicht extra kaufen will, kann man es 
auch wieder mit dem 20€-Heißluftpuster tun. allerdings nur dann, wenn 
nicht zuviel Hühnerfutter in der Nähe liegt. Das Verfahren erfordert 
eine gewisse Erfahrung, würde ich also nicht als "zuverlässig" 
bezeichnen. Die Technologie ist simpel: von unten anwärmen, bis das Zinn 
der Pins gerade eben zu fließen beginnt, bei benachbartem Hühnerfutter 
aber möglichst noch nicht. Man muß also von unten heizen und von oben 
gucken. Und dann sehr schnell sein, nämlich das Board (mit der 
Unterseite!) mit etwas Schwung auf eine Kante hauen, so dass die 
Trägheit das Zinn aus den Bohrungen holt. Das muss halt passieren, bevor 
es wieder erstarrt ist. Mit ein wenig Übung ist das garnicht so schwer.

Der Rest ist dann trivial: DIL-Sockel einlöten und eine neue DS-RTC 
draufstecken.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Wie stellst Du bei Deinem 20€-Heißluftpuster sicher, daß die Platine 
nicht viel zu heiß wird und delaminiert oder sogar wegkokelt?

Die Dinger haben nur allerseltenst eine Temperaturregelung ...

Autor: MaWin (Gast)
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Tja, so ist das eben, wenn Laien IT versuchen, aber realiter keine 
Ahnung davon haben. Dann glauben sie, IT Service Continuity Management 
wäre was zum Essen.

Autor: Georg.B (Gast)
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Manfred schrieb:
> Ob Neuware noch wirklich gut ist, weiß ich nicht...

Rein interressehalber: Ist die Struktur des Date-Codes bekannt?

Ich lese bei div. Ebay-Angeboten zwar "Neu", sehe aber ganz links immer 
96 oder 99. Ist das das Jahr der Herstellung? Dann würden ja richtige 
Mengen an Leichen angeboten.

Auslöten und externe Batterie dranfrickeln scheint mir dann die einzig 
richtige Lösung. Wegen mangelndem Auslötwerkzeug wird aber schon das 
Auslöten aus dem Multilayer scheitern.

Youtube-Video "Dallas ds12887a ds12b887 rtc desoldering." - ab 0:50 min.

Autor: René H. (mumpel)
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oszi40 schrieb:
> CR2032 <2,5V macht wundersame Sachen.

Bei einem Kollegen war die Batterie leer. Da wollte das BS nicht mehr 
starten.

: Bearbeitet durch User
Autor: Georg.B (Gast)
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c-hater schrieb:
> Die Technologie ist simpel: von unten anwärmen, bis das Zinn
> der Pins gerade eben zu fließen beginnt [...] und dann sehr schnell
> sein, nämlich das Board (mit der Unterseite!) mit etwas Schwung
> auf eine Kante hauen...

Ein Wahnsinniger ...

Autor: c-hater (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:

> Wie stellst Du bei Deinem 20€-Heißluftpuster sicher, daß die Platine
> nicht viel zu heiß wird und delaminiert oder sogar wegkokelt?

Man guckt einfach, was man da tut.

> Die Dinger haben nur allerseltenst eine Temperaturregelung ...

Die braucht man auch nicht. Die "Regelung" erfolgt über das menschliche 
Gehirn, gesteuert von Erfahrung.

So, wie bei jeder handwerklichen Tätigkeit...

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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c-hater schrieb:
> Die braucht man auch nicht. Die "Regelung" erfolgt über das menschliche
> Gehirn, gesteuert von Erfahrung.

Aaah. Ja. Das wird es sein. Und das macht Deinen "Tip" so ganz besonders 
wertvoll für all' die, die diesen Thread lesen und die Erfahrung nicht 
haben. Die haben dann ein verkokeltes Mainboard. Toll!

Andere mit Erfahrung verwenden das geeignete Werkzeug bzw. lassen den 
Job jemanden machen, der das geeignete Werkzeug hat.

Autor: c-hater (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:

> Aaah. Ja. Das wird es sein. Und das macht Deinen "Tip" so ganz besonders
> wertvoll für all' die, die diesen Thread lesen und die Erfahrung nicht
> haben. Die haben dann ein verkokeltes Mainboard. Toll!

Nur dann, wenn sie wirklich SEHR blöd sind...

Um zu erkennen, dass das Basismaterial kokelt, braucht man nun wirklich 
keine großartige Erfahrung. Das würdest sogar du erkennen können, da bin 
ich fast sicher...

Mit Erfahrung erkennt man natürlich schon lange vorher die Anzeichen. 
Geruch, Verfärbung...

Autor: 2 Cent (Gast)
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c-hater schrieb:
> Mit Erfahrung erkennt man natürlich schon lange vorher die Anzeichen.
> Geruch, Verfärbung...
...Bruch
Du willst nicht wirklich an einem Mainboard die Lötstellen 
"freikloppen"?

Autor: michael_ (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Wie stellst Du bei Deinem 20€-Heißluftpuster sicher, daß die Platine
> nicht viel zu heiß wird und delaminiert oder sogar wegkokelt?
>
> Die Dinger haben nur allerseltenst eine Temperaturregelung ...

Über die Entfernung zur Platine.
Temperaturregelung nicht, aber mit elektronischer Leistungsregelung.
Gut, 30EUR.

Löcher kann man freimachen mit einer Stopfnadel von Mutti.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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michael_ schrieb:
> Löcher kann man freimachen mit einer Stopfnadel von Mutti.

Oder mit einer Druckbleistiftmine, an der haftet Lötzinn nicht und es 
gibt sie in definierten Durchmessern.

Autor: Werner.W (Gast)
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michael_ schrieb:
> Dann ein ähnliches Board besorgen und lauffähig machen.
> Das jetzige in Ruhe reparieren und in Reserve halten.

Natürlich habe ich damals beim Kauf der Messmaschine einen Ersatzrechner 
mit geordert. Selbigen wollte ich am Wochenende in Betrieb nehmen. 
Leider zeigt der Ersatzrechner punktgenau das gleiche Fehlerbild, was 
nun nicht verwundert. Also musste ich heute die Produktion stoppen und 
meine Leute bis auf weiteres freistellen. TOLL!

Ich fasse mal zusammen: Beide PCs laufen nicht mehr, weil eine in einem 
RTC-Modul verbaute und vergossene Batterie leer ist. Weitere 
Ersatz-Boards machen keinen Sinn, weil ebenfalls defekt.

Lösung: Den PC von einem Fachbetrieb zerlegen und das RTC-Modul auslöten 
und durch ein neues RTC-Modul ersetzen lassen. Die ALLES ENTSCHEIDENDE 
FRAGE ist nun, wie lange wurde dieses RTC-Modul produziert und woher 
bekommt man ein solches.

Georg.B schrieb:
> Rein interressehalber: Ist die Struktur des Date-Codes bekannt?
>
> Ich lese bei div. Ebay-Angeboten zwar "Neu", sehe aber ganz links immer
> 96 oder 99. Ist das das Jahr der Herstellung? Dann würden ja richtige
> Mengen an Leichen angeboten.

Das sollten wir UNBEDINGT abklären.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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c-hater schrieb:
> Um zu erkennen, dass das Basismaterial kokelt, braucht man nun wirklich
> keine großartige Erfahrung. Das würdest sogar du erkennen können, da bin
> ich fast sicher...

Ich erkenne das. Ich aber habe nicht das Problem, einerseits, weil 
ich schon ein paar Jahrzehnte Löterfahrung habe, andererseits, weil ich 
eine temperaturgeregelte Heißluftlötstation habe, und obendrein, weil 
ich gar nicht so einen Museums-PC habe, den ich bearbeiten wollte.

Aber andere, nicht löterfahrende Benutzer freuen sich ganz sicher über 
Deinen tollen Ratschlag, weil vor dem kokelnden Basismaterial nämlich 
das Delaminieren kommt ... und das geht recht abrupt.

Gewiss, mit ausreichend Übung und Erfahrung kann man auch mit 'ner 
Baumarkt-Lötpistole das gewünschte Ziel erreichen -- aber diejenigen 
hier im Forum, die überhaupt Ratschläge dafür brauchen, wie sie so ein 
Bauteil ausgelötet bekommen, die haben weder die Übung noch die 
Erfahrung.

Und die haben dann mit Deinem tollen Ratschlag eher einen Haufen Müll 
produziert.

Autor: michael_ (Gast)
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Werner.W schrieb:
> Natürlich habe ich damals beim Kauf der Messmaschine einen Ersatzrechner
> mit geordert. Selbigen wollte ich am Wochenende in Betrieb nehmen.

Glaub ich nicht!

Werner.W schrieb:
> Also musste ich heute die Produktion stoppen und
> meine Leute bis auf weiteres freistellen. TOLL!

Ich weine mit dir.

Werner.W schrieb:
> Ich fasse mal zusammen: Beide PCs laufen nicht mehr, weil eine in einem
> RTC-Modul verbaute und vergossene Batterie leer ist. Weitere
> Ersatz-Boards machen keinen Sinn, weil ebenfalls defekt.

Du sollst ja auch solche Boards vorher lauffähig machen.
Nach über 20 Jahren ist das normal.

Werner.W schrieb:
> Lösung: Den PC von einem Fachbetrieb zerlegen

Von einem Zerlegebetrieb:-)

> und das RTC-Modul auslöten
> und durch ein neues RTC-Modul ersetzen lassen. Die ALLES ENTSCHEIDENDE
> FRAGE ist nun, wie lange wurde dieses RTC-Modul produziert und woher
> bekommt man ein solches.

Wurde oben schon genannt.

Autor: USBler (Gast)
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michael_ schrieb:
> Hier in dem Fall sind es 22 Jahre.

@TO: Meine rel. moderne Maschinensteuerung (Pentium 4, 3GHz) hat zwar 
eine Batterie auf einem Sockel, dafür hat man lausige Elkos verbaut. An 
Ende halten meine Elkos halb solange wie deine vergossene Batterie. Was 
lang hält, bringt eben kein Geld.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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USBler schrieb:
> Was lang hält, bringt eben kein Geld.

das hat man früher interessanterweise anders gesehen
und ist daran auch nicht zugrunde gegangen.

Autor: Werner.W (Gast)
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michael_ schrieb:
> Wurde oben schon genannt.

Oben wurde genannt:

Manfred schrieb:
> Ob Neuware noch wirklich gut ist, weiß ich nicht.

svensson schrieb:
> Der Dallas mit der fest eingebauten Batterie war ein echtes Kuriosum.

Genau aus diesem Grund würde es mich wundern, wenn die Dinger lange 
produziert, bzw. verbaut wurden. Aus 20 Jahre alten Eiern werde ich 
sicher keinen Kuchen backen.

Also nochmals die Frage, ob jemand den Datecode entschlüsseln kann.

Autor: wegdamit (Gast)
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michael_ schrieb:
> Nach über 20 Jahren ist das normal.

Genau, für die nächste Generation sind dann 2 Jahre normal.
Umweltschutz - was ist das denn?

Autor: georg (Gast)
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● J-A V. schrieb:
> das hat man früher interessanterweise anders gesehen
> und ist daran auch nicht zugrunde gegangen.

Das würde ich nicht unterschreiben, es hat mich z.B. sehr viel Umsatz 
gekostet dass meine Steuerungen praktisch nie repariert werden mussten. 
Es sind viele Firmen an zu guter Qualität zugrunde gegangen. Deshalb 
verfolgt ja auch niemand mehr diese Strategie, abgesehen davon 
honorieren das die Kunden ja auch überhaupt nicht - gerade war hier ein 
Thread wo sich jemand beschwert dass nach 20 Jahren keine Garantie mehr 
gewährt wird.

Georg

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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georg schrieb:
> gerade war hier ein
> Thread wo sich jemand beschwert dass nach 20 Jahren keine Garantie mehr
> gewährt wird.

was ich eher als Ironie verstanden hatte.

Autor: Werner.W (Gast)
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Der Datecode der Dallas RTCs ist mit hoher Wahrscheinlichkeit wie damals 
üblich yymmrr, also sind die weltweit angebotenen RTCs alle über 20 
Jahre alt und damit Schrott.

Nach meinen Recherchen wurde der DS12887+ zumindest bis vor kurzem 
produziert, ich fand im Netz Fotos mit einem Datecode 17xx. Nach dem 
Datenblatt ist der DS12887+ aber nicht zum DS12B887 kompatibel. Also 
fällt eine Reparatur mangels Ersatzteil aus. So weit der aktuelle Stand.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Als Bastler würde ich ein paar von den Dallas-Teilen aus dem Restbestand 
der Händler erwerben, daran den oben geposteten Tipp zum Freilegen der 
Batterie ausprobieren 
Beitrag "Re: BIOS-Einstellungen werden nicht gespeichert bei leerer Batterie" und das 
modifizierte Teil einlöten.

Im Betrieb ist es eher an der Zeit, nach einem Win98-kompatiblen 
Industrie-Mainboard zu suchen oder die Maschinensteuerung zu erneuern, 
was natürlich teurer kommt

Darauf zu hoffen, dass uralte Hardware ewig funktioniert, ist halt nicht 
realistisch. Auch ein Reserve-Gerät muss ab und an mal in Betrieb 
genommen werden, um solche Überraschungen zu vermeiden.

Ich bin auch mal in die Alte-Hardware-Falle getappt, aber nur im Hobby. 
Da ist sowas auch ärgerlich, aber es hängt kein entgangener Umsatz dran.

Autor: michael_ (Gast)
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Werner.W schrieb:
> Der Datecode der Dallas RTCs ist mit hoher Wahrscheinlichkeit wie damals
> üblich yymmrr, also sind die weltweit angebotenen RTCs alle über 20
> Jahre alt und damit Schrott.
>
Klar, alles Schrott.

> Nach meinen Recherchen wurde der DS12887+ zumindest bis vor kurzem
> produziert, ich fand im Netz Fotos mit einem Datecode 17xx. Nach dem
> Datenblatt ist der DS12887+ aber nicht zum DS12B887 kompatibel. Also
> fällt eine Reparatur mangels Ersatzteil aus. So weit der aktuelle Stand.

Klar, verschrotte deine Meßmaschine! Oder nimm die "C"-Version.

Eine Ausrede nach der anderen ohne was zu unternehmen.
Jeder mit Technikverstand weiß, dass Lithiumbatterien ab 10 Jahren 
getauscht werden sollten.
Steht auch in den Datenblättern dieser RTC.
Man nennt das auch vorbeugende Instandsetzung.

Jammer nur weiter.

Beitrag #5902857 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: michael_ (Gast)
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Werner.W schrieb im Beitrag #5902857:
> Was für eine "C"-Version?

Werner.W schrieb:
> Datenblatt ist der DS12887+ aber nicht zum DS12B887 kompatibel.

Fällt dir was auf?
Ist aber sowieso hoffnungslos.

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