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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Epoxidharz: Abformen vs. Untergießen


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Autor: Maxim S. (maxim) Benutzerseite
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Hallo, ich möchte die Montageflächen für Linearführungen einer 
CNC-Maschine abformen. Dazu habe ich als Referenz eine plangefräste 
Aluplatte da (1000 x 500 x 30 mm). Wir nehmen hier einfach an, dass die 
Genauigkeit dieser Platte ausreichend ist. Die Diskussion soll sich also 
nicht darum drehen.

Verstehe ich es richtig, dass es neben dem Abformen noch das sog. 
Untergießen gibt? Kann mir bitte jemand beide Verfahren kurz erläutern 
und ev. Vor-/Nachteile nennen? Welche Methode ist 
"anfängerfreundlicher"?

Autor: Alex (Gast)
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Moin,

Ich glaube was du suchst ist z.B. DWH - da gibts sicher beim Hersteller 
auch viele Infos zu.
https://www.diamant-polymer.de/produkte/dwh/

Die hatten auch mal Videos zur Verarbeitung (evtl. von Moglice) auf 
Youtube.
Der Vorteil beim einspritzen in den Zwischenspalt ist halt, dass du 
alles präzise ausrichtest (evtl. mit Einstellschrauben) und dann nur 
noch die Pampe da drunter spritzt. Genaugenommen ist das ja auch nur 
eine Art des Abformens - falls du etwas anderes meinst musst du das 
evtl. nochmal genauer erklären.

MfG,
Alex

Autor: Maxim S. (maxim) Benutzerseite
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Hallo Alex!  Ja, ich denke beim "Untergießen" handelt es sich um 
Injezieren in abgeformte Hohlräume. Es wird vermutlich mit eher 
dünnflüssigen Harzen gemacht. Das Abformen wird eher mit dickflüssigeren 
Harzen gemacht, wobei hier zunächst das Harz aufgetragen und dann die 
Normplatte oder das Bauteil draufgelegt werden (je nach dem worauf das 
Harz zuerst aufgetragen wurde).

Ich habe zwar den Youtubekanal von Diamant Metallplastic gefunden, aber 
HowTo Videos gibt es da nicht. Falls jemand so ein Video oder eine gute 
Anleitung im Web kennt - speziell für Montageflächen von Linearführungen 
- wäre ich sehr dankbar für den Link. Grob weiß ich zwar, dass man 
spezielles Harz+Härter braucht, Wachs für die Modellierung des Kanals 
und Trennwachs für die Normplatte. Aber mehr weiß ich auch nicht.

Autor: Alex (Gast)
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Moin,

Interessant... bei Google findet man es noch wenn man nach "moglice 
diamant video" sucht, aber es ist dann nicht verfügbar: 
https://www.youtube.com/watch?v=asDC23pJ_JU

Du könntest mal bei denen anrufen und fragen ob du das Video zur 
Verarbeitung geschickt bekommst.

Prinzipiell läuft es genau so wie du sagst. Im Video sah man es halt 
mal... da wurde z.B. gezeigt wie man das Trennmittel aufträgt und die 
Rührtechnik/Entlüftung um möglichst luftfreie Pampe zu bekommen. 
Injeziert wird das dann per Spritze & Schlauch in den halbwegs 
abgedichteten Hohlraum.
Alles kein Hexenwerk (wenn man es dann mal gemacht hat).

schönen Gruß,
Alex

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Schau mal in diesen Thread. Dort habe ich das skizziert und weiter unten 
findet sich ein (kleines) Beispiel:

Beitrag "Gussteile aus 2K-Epoxy/PUR/Polyester"

Ich würde das Abformen empfehlen. Ich sehe keinen Vorteil beim 
Untergießen.

Autor: Maik S. (Gast)
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Beim Untergießen werden die Verzüge geringer, da wenig Material 
aushärtet.

Autor: Maxim S. (maxim) Benutzerseite
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Also ich stelle mir das so vor:

1. Normplatte auf einen Tisch legen. Gestell überkopf drauf und mit 
Stellschrauben definierten Abstand zwischen Normplatte und Gestell 
einstellen.

2. Mit Eding auf der Normplatte Konturen einzeichnen, wo das Epoxidharz 
sein soll.

3. Gestell wegnehmen und Normplatte einwachsen.

4. Mit z.B. mehreren Lagen Moosgummi Kanäle entlang der eingezeichneten 
Linien formen.

5. Epoxidharz in die Kanäle gießen.

6. Gestell wieder auf die Normplatte legen bzw. auf die Stellschrauben.

Die Menge an Harz, die bei 5. gegossen wird, soll gerade so sein, dass 
das Harz in 6. vollen Kontakt mit dem gestell macht.

Macht das so Sinn?

Das Moosgummi wird natürlich voll am ausgehärteten Harz kleben. Das muss 
man dann runterschleifen. Eventuell gibt es da eine bessere Technik.

: Bearbeitet durch User
Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Ja, genau so mache ich das auch - klappt sehr gut.

Je nach Abgussmaterial benötigt man auch keine "Dammkonstruktionen".

Hier geht das mit Akepox ganz ohne, da das Material extrem zähflüssig 
ist (siehe Beispiel aus meinem oben verlinkten Thread).

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