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Forum: Offtopic Luftdruck eines Lüfters


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Autor: Mario K. (nachgefragt)
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Hallo

ich habe an einen Gerät x einen Internen Lüfter der die Aufgabe hat die 
Abwärme nach außen zu führen. Die Wärme soll jetzt aber nicht in den 
Raum gelangen sondern mit einen Flex Rohr ca 5 Meter nach ober 
Transportiert werden.
Ich weiß nun nicht, ob der Lüfter der das schaft alles nach oben zu 
Drück.
Gibt es dazu Berechnungen? Ich habe den Durchmesser und die Elektrischen 
Daten des dess Lüfters.

Autor: Percy N. (vox_bovi)
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Mario K. schrieb:
>
> Ich habe den Durchmesser und die Elektrischen
> Daten des dess Lüfters.

Dann klappt das vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.

Autor: A. S. (achs)
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Mario K. schrieb:
> Die Wärme soll jetzt aber nicht in den
> Raum gelangen sondern mit einen Flex Rohr ca 5 Meter nach ober
> Transportiert werden.

Also, der hydrostatische Druck der Luftsäule in Luft ist, ... also Luft 
wiegt etwa 1g/l, ... auf jeden Fall ist warme Luft leichter, ...

Ja.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Mario K. schrieb:
> sondern mit einen Flex Rohr ca 5 Meter

Wichtig: Großer Durchmesser.

10cm sind zu wenig, da kommt am anderen Ende nicht mehr viel an, und der 
Lüfter macht nur krach. Nimm 15cm.

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Mario K. schrieb:
> Ich habe den Durchmesser und die Elektrischen Daten des dess Lüfters.
Gut. Und wir müssen diese Informationen hinter den Gitterstäben 
enträtseln um hier mitmachen zu dürfen?

> Gibt es dazu Berechnungen?
Du kannst da viel rechnen. Aber hinterher wirst du dich dann empirisch 
dem finalen Ergebnis annähern. Deshalb kannst du die Rechnung auch 
gleich weglassen und die gesparte Zeit mit Versuchen zubringen. Ich 
würde da ggfs. am anderen Ende des Rohres auch noch einen Lüfter 
installieren...

Autor: Percy N. (vox_bovi)
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A. S. schrieb:

> ... auf jeden Fall ist warme Luft leichter, ...
>
> Ja.

... eine sehr mutige Einschätzung. Bei diesem geheinisumwitterten 
Spezialgerät musst Du mit allem rechnen, auch hinsichtlich der 
Umgebungsbedingungen. So ist zB denkbar, dass die Umgebungsluft wärmer 
ist als die Abluft. Und schon muss das nicht mehr klappen.

Autor: Mario K. (nachgefragt)
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nicht Schimpfen mit miche :-)

Der Lüfter hat einen Durchmesser von 150mm 100V 50/60Hz
0,18A / 0,2A  und 17/19 Watt

Autor: Rote T. (tomate)
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Kleb halt mal eine Seite zu und mach ein mit Wasser gefülltes U-Rohr 
ran.
Unterschied der Wassersäule in mm/10 dürfe dann der Druck in mbar sein.

: Bearbeitet durch User
Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Rote T. schrieb:
> dürfe dann der Druck in mbar sein.
Man kann sich alternativ auch mal das Datenblatt des PA55H3 Lüfters 
anschauen. Den Link darauf hätte ich allerdings vom Mario erwartet:
http://opis.cz/ventilatory/pdf/ServoFansAndBlowers.pdf

Autor: Roland L. (roland2)
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Lothar M. schrieb:
> Den Link darauf hätte ich allerdings vom Mario erwartet:
> http://opis.cz/ventilatory/pdf/ServoFansAndBlowers.pdf

warum hättest du das erwartet?

sein Benutzername ist doch "nachgefragt" und nicht "selbst gesucht"

Autor: Mario K. (nachgefragt)
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jenau

hat ja recht. Nur stellt sich die Freage ob mir das Datenblatt 
weiterhilft.
Ich schau gleich mal rein, was da steht Lüfter an 5 Meter Schlauch nach 
oben hängen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Percy N. (vox_bovi)
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Lothar M. schrieb:

> Ich
> würde da ggfs. am anderen Ende des Rohres auch noch einen Lüfter
> installieren...

Warum?
Ein fünf Meter hoher Kamin sollte von allein ziehen, sofern er frei ist.
Falls ein zweiter Lüfter erforderlich sein sollte, dann dazu,  das 
"Gerät x" mit Überdruck zu belüften.

Aber offenbar sollen wir nicht einmal wissen, wieviel cfm der Fan 
schafft, nur,  wieviel Strom er verbraucht ...

Autor: Mario K. (nachgefragt)
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Ich kann dir leider nicht sagen, was der Lüfter schaft. In der Liste pdf 
steht der nicht drin.

Autor: Mario K. (nachgefragt)
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Ein m³/h entspricht ca. 0,589 CFM und ein CFM entspricht ca. 1,699 m³/h.
Leider habe ich keines der beiden Angaben gefunden.

Autor: Werner H. (werner45)
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In jedem Datenblatt sind Kurven der Fördermenge über den 
Strömungswiderstand.
Wers nicht begreift, nachlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ventilatorkennlinie

Gruß - Werner

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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Ich befürchte, er schafft es nicht.

Fördermedium: Luft 20 °C
Volumenstrom: 4,7 m³/min
Dichte: 1,2 kg/m³
Dynamische Viskosität: 17,1 10-6 Pa s

Rohrleitungselement:   Kreisrohr
Elementabmessungen:   Rohrdurchmesser D: 100 mm
Rohrlänge L: 5 m

Ergebnisse:
Strömungsgeschwindigkeit: 9,97 m/s
Reynolds-Zahl: 69991
Strömungsform: turbulent
Rohrrauhigkeit:  0.5 mm
Rohrreibungszahl: 0,03
Zeta-Wert: 1,58

Druckverlust:   0,94 mbar

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Percy N. schrieb:
> Ein fünf Meter hoher Kamin sollte von allein ziehen, sofern er frei ist.
Wenn der Lüfter im Gerät nichts für die Anwendung "Pumpen durch ein 5m 
Rohr" taugt, kann am anderen Ende des Rohres ein Lüfter angebaut 
werden, der mehr kann.
So macht es die Feuerwehr auch: sie verlässt sich nicht auf den 
Wasserdruck vom Wasserwerk, sondern schließt noch eine zusätzliche Pumpe 
an, um den Durchsatz zu erhöhen.

Mario K. schrieb:
> Ein m³/h entspricht ca. 0,589 CFM und ein CFM entspricht ca. 1,699 m³/h.
> Leider habe ich keines der beiden Angaben gefunden.
Ich finde beide Angaben. Sogar im Screenshot. Und das vollständige 
Diagramm ist im verlinkten Datenblatt.

Joe G. schrieb:
> 0,94 mbar
= 94 Pa
Damit kommt laut Diagramm aus dem verlinkten Datenblatt ein Luftstrom 
von genau 0m/s heraus.

Bei einem Rohrdurchmesser von 200mm (also 4 facher Rohrquerschnitt) 
kommen 0,03mbar = 3 Pa und damit 4,5m³/min heraus.

Und 150mm Rohrdurchmesser ergeben 13 Pa und somit knapp 4m³/min 
Durchsatz...

> Druckverlust:   0,94 mbar
"Hinweis: Die Berechnung wurde durchgeführt vom Online-Rechner der 
Druckverlust-Homepage www.druckverlust.de"
http://www.druckverlust.de/Online-Rechner/
;-)

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Lothar M. schrieb:

> So macht es die Feuerwehr auch: sie verlässt sich nicht auf den
> Wasserdruck vom Wasserwerk, sondern schließt noch eine zusätzliche Pumpe
> an, um den Durchsatz zu erhöhen.
Wasser ist ein inkompressibles Medium. Saugpumpen kann man nur bis zum 
NPSH einsetzen, danach sterben sie den Kavitationstot.

Luft ist kompressibel. Ausserdem sind die Kanäle nicht so steif. Man hat 
schon Kanäle gesehen die beim Unterdruck kollabieren.

> Damit kommt laut Diagramm aus dem verlinkten Datenblatt ein Luftstrom
> von genau 0m/s heraus.
Der Ventilator rührt im eigenem Saft und stirbt den Hitzetot. Da wär er 
nicht der erste.

> "Hinweis: Die Berechnung wurde durchgeführt vom Online-Rechner der
> Druckverlust-Homepage www.druckverlust.de"
> http://www.druckverlust.de/Online-Rechner/
nimm besser http://www.druckverlust.de/Online-Rechner/Luft.html

Alte Knacker haben für soetwas einen Rechenschieber in der Schublade und 
Lindab Vent Tools auf dem Smartphone.

btw: Flexschlauch ist NICHT mit Wickelfalz zu vergleichen.

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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Sebastian L. schrieb:
> Alte Knacker haben für soetwas einen Rechenschieber in der Schublade

In einem sehr elektrotechnisch geprägten Forum darf man auch LTspice 
verwenden :-)
Der Lüfter kann über eine ideale Spannungsquelle mit Innenwiderstand 
dargestellt werden und das Rohr über einen nichtlinearen pneumatischen 
(hydraulischen) Widerstand. Der Schnittpunkt beider Kurven ergibt dann 
die Arbeitspunkt der Lüfteranlage. Im vorliegenden Fall wird das System 
doch laufen. Es stellt sich ein Volumenstrom von 2.8 m³/min ein. Der 
Druckabfall am Rohr beträgt 33.5 Pa.

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Joe G. schrieb:
> Sebastian L. schrieb:
>> Alte Knacker haben für soetwas einen Rechenschieber in der Schublade
>
> In einem sehr elektrotechnisch geprägten Forum darf man auch LTspice
> verwenden :-)
Natürlich. Dann muss man aber die Parameter richtig setzen und hat keine 
Bibliotek aus der sie rausgezogen werden.

wie schon geschrieben habe ich heute für sowas die Lindab Vent Tools auf 
dem Smartphone.

Dein Model geht von einem idealem Rohr aus. keine Fittings, keine Gitter 
etc.
Wie besch... das bei Flexschäuchen dann aussieht kannst du hier lesen:
https://itsolution.lindab.com/LindabWebProductsDoc/PDF/Documentation/ADS/Lindab/Technical/12-Flexible-and-semiflexible-products-ads.pdf


BTW: Den Prastikrechenschieber habe ich immer noch im Rettungsboot 
liegen. Tagenstabellen kann ich nicht auswendig.

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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Sebastian L. schrieb:
> Dein Model geht von einem idealem Rohr aus. keine Fittings, keine Gitter
> etc.
> Wie besch... das bei Flexschäuchen dann aussieht kannst du hier lesen:

Mitnichten, mein Modell betrachtet Rohre, Gitter, Fittings, 
Flexschläuche usw. immer als nichtlinearen Widerstand bei dem sowohl der 
Widerstandswert als auch die Potenz variabel ist. Jetzt können beliebige 
fluidmechanische Netzwerke analog elektrischer Schaltungen aufgebaut und 
simuliert werden. Also Lüfter, Rohre, Fittings, usw. in beliebiger 
Anzahl mit Reihen- und Parallelschaltung. Ein Wellrohr ist dabei eine 
leichte Übung ;-)

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