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Forum: HF, Funk und Felder In Meck-Pom sind immer noch MW-Frequenzen zugeteilt


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
Autor: Marek N. (bruderm)
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Leider wurde mein Hinweis im 720kHz-WDR-Thread gelöscht, darum hier ein 
neuer Beitrag.

Laut "Satzung der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (MMV) über die 
Feststellung, Zuordnung und Zuweisung von Übertragungskapazitäten 
(Frequenznutzungsplan) vom 20. März 2019" sind dort immer noch sechs 
Mittelwellenfrequenzen von fünf Standorten mit bis zu 250 kW für den 
privaten Hörrundfunk zugeteilt: 
https://medienanstalt-mv.de/media/law/28/attachment.pdf
Nr. Standort                Frequenz (kHz)  Leistung(kW)
1   Neubrandenburg          558             10,0
2   Putbus                  558             10,0
3   Rostock                 558             20,0
4   Schwerin                576             250,0
5   Neubrandenburg          657             20,0
6   Putbus                  729             10,0
7   Schwerin/ Wöbbelin      999             20,0
8   Putbus                  1017            5,0

Für den Forumsdrachen: 
https://www.rundfunkforum.de/viewtopic.php?f=4&t=57790#p1501378

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Was man hat, das hat man. Die Einstellung des Sendebetriebs im 
MW-Bereich erfolgt in den meisten Fällen aus rein ökonomischen und nicht 
technischen oder regulatorischen Gründen. Letztendlich geht es um die 
Fragen:

1. Wie viele Zuhörer versorgen wir pro Euro an Betriebskosten?

2. Wie viele Zuhörer gehen uns verloren, wenn wir den Sendebetrieb auf 
dieser Frequenz einstellen?

Autor: oszi40 (Gast)
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Andreas S. schrieb:
> Wie viele Zuhörer versorgen

Könnte z.B. Feriengebiete betreffen, wo manchmal eine Ferienwelle 
sendet? Bei Gelegenheit werde ich mal reinhören.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Moment!
Es heißt nur, dass die MW-Frequenzen dort zugeteilt sind.
Nicht, dass dort auch tatsächlich gesendet wird.
Die meisten der Sender sind tatsächlich schon abgerissen worden:

1: https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelwellensender_Helpterberg
2: https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Putbus
3: https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Rostock-Stadtweide
4: ?
5: siehe 1
6: siehe 2
7: https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_W%C3%B6bbelin
8: siehe 2

Ich finde es halt nur kurios, dass noch so lange nach Stillegung und 
Abriss der Sender die Frequenzen immer noch zugeteilt sind.

Autor: Kopfschüttel (Gast)
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Was war jetzt eigentlich die Frage?

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Marek N. schrieb:
> Ich finde es halt nur kurios, dass noch so lange nach Stillegung und
> Abriss der Sender die Frequenzen immer noch zugeteilt sind.

Warum sollte man ohne Not diese Zuteilungen widerrufen? Solange sie 
weiterbestehen, könnte ein neuer Interessent recht zügig wieder einen 
neuen Sender aufbauen. Ansonsten müsste wahrscheinlich ein gigantisches 
bürokratisches Fass aufgemacht werden.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Naja, so ne Zuteilung kostet ja erst mal nur Geld und verdient keins.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Marek N. schrieb:
> Naja, so ne Zuteilung kostet ja erst mal nur Geld und verdient keins.

Sie würde den Betreiber der Sendeanlage etwas kosten. Wenn er den 
Sendebetrieb abgemeldet hat, entfallen diese Kosten. Für die 
Landesmedienanstalten und die Bundesnetzagentur sind die 
Verwaltungskosten hingegen minimal. Eine zugeteilte, aber ungenutzte 
Frequenz ist genauso einfach zu verwalten wie eine nicht zugeteilte 
Frequenz. Für den Fall des Interesses an einer Folgenutzung weiß man 
dann aber schon, in welche Akte man schauen muss, um die früheren 
Berechnungen usw. zu finden.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Ah interessant.
Also eine geparkte Frequenz.

Autor: Ralph B. (rberres)
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wird aber bei Amateurfunkrelaisstellen anders gehandhabt.

Nach dem eine Genehmigung und eine Frequenzzuteilung für eine 
Relaisfunkstelle an einen festgelegten Standort erteilt worden ist, muss 
das Relais innerhalb eines Jahres gebaut und in Betrieb gehen. Ansonsten 
verfällt die Genehmigung.

Ich persöhnlich halte das auch für sinnvoll, weil sonst die knappe 
Resource Frequenz von allen möglichen Leute vorsorglich reserviert , 
aber tatsächlich nicht benutzt werden.

Warum das im Rundfunk anders gehandhabt wird erschließt sich mir nicht. 
Zumal

auf Grund hoher Reichweite der MW-Frequenzen teilweise weltweit 
koordiniert werden müssen. Insofern müssten solche Frequenzen noch 
knapper sein.

Ralph Berres

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Ralph B. schrieb:
> Nach dem eine Genehmigung und eine Frequenzzuteilung für eine
> Relaisfunkstelle an einen festgelegten Standort erteilt worden ist, muss
> das Relais innerhalb eines Jahres gebaut und in Betrieb gehen. Ansonsten
> verfällt die Genehmigung.

Das wird sich wahrscheinlich sehr ähnlich wie beim öffentlichen Rundfunk 
verhalten. Auch dort wird die Genehmigung erloschen sein, d.h. entweder 
weil der Sendebetrieb eingestellt wurde und damit die entsprechenden 
Auflagen nicht mehr eingehalten werden, oder weil der Betreiber den 
Sender auch offiziell abgemeldet hat. Vermutlich wird auch eine 
Relaisfunkstelle in einem ähnlichen Fall so lange in der Zuteilungsliste 
stehen bleiben, bis ein konkreter Bedarf an der alten Frequenz besteht.

> Ich persöhnlich halte das auch für sinnvoll, weil sonst die knappe
> Resource Frequenz von allen möglichen Leute vorsorglich reserviert ,
> aber tatsächlich nicht benutzt werden.

Genau.

> Warum das im Rundfunk anders gehandhabt wird erschließt sich mir nicht.
> Zumal auf Grund hoher Reichweite der MW-Frequenzen teilweise weltweit
> koordiniert werden müssen. Insofern müssten solche Frequenzen noch
> knapper sein.

Aus Bundes- bzw. Landessicht ist es ein Standortvorteil, einmal 
erhaltene Frequenzen nicht sofort wieder (an die ITU?) zurückgeben zu 
müssen, da sie auf diese Art und Weise einem neuen Interessenten zügig 
eine Sendegenehmigung erteilen können. Und die ITU(?) wird auch nur dann 
nach ungenutzten Frequenzen suchen, wenn ein konkreter Bedarf entstünde.

Mittelwellenrundfunk ist eben ein totes Pferd. Und das Frequenzband ist 
für andere Anwendungen nicht mehr sooo interessant, da sich keine 
ordentlichen Datenraten realisieren lassen und eher große Antennen 
benötigt werden.

Autor: MeierKurt (Gast)
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Andreas S. schrieb:

> Mittelwellenrundfunk ist eben ein totes Pferd. Und das Frequenzband ist
> für andere Anwendungen nicht mehr sooo interessant, da sich keine
> ordentlichen Datenraten realisieren lassen und eher große Antennen
> benötigt werden.

Naja, gabs da nicht auch sowas wie digitalen MW-Rundfunk?
Antennengröße auf Empfangsseite irrelevant, da Ferritantenne.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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MeierKurt schrieb:
> Naja, gabs da nicht auch sowas wie digitalen MW-Rundfunk?
> Antennengröße auf Empfangsseite irrelevant, da Ferritantenne.

Ja, so etwas gibt es und heißt DRM. Falls das Interesse auf 
Betreiberseite wirklich bestünde, wären aber die ganzen MW-Sender nicht 
komplett abgerissen, sondern auf die entsprechende Technik umgerüstet 
worden. Das sind sie aber nicht im großen Umfang, zumindest nicht in 
Deutschland.

https://www.radioszene.de/132901/mittelwelle-digital-drm-hdradio.html

Und insbesondere hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Radio_Mondiale

"DRM ist ein offener ETSI-Standard und bei der ITU als digitales 
Rundfunksystem für den weltweiten Einsatz in ihren technischen 
Empfehlungen aufgenommen. Im September 2016 waren zwar schon Geräte für 
DRM-Empfang erhältlich, jedoch konnte man außerhalb Indiens noch nicht 
von einer verbreiteten Technikinfrastruktur sprechen, sondern lediglich 
von Planungen bzw. Vorbereitungen für eine evtl. zukünftige Einführung."

"Seit mehreren Jahren (Stand 2018) zeigt sich, dass sich DRM als 
technisches System nicht durchgesetzt hat. Die ARD, die sich durch die 
Deutsche Welle zunächst bei dieser Technik sehr engagiert hatte, hat 
sich aus dem DRM-System vollständig zurückgezogen."

Das ganze bestätigt doch nur meine Ansicht, dass es auf Seiten der 
Landesmedienanstaltung und Bundesnetzagentur durchaus sinnvoll ist, die 
Zuteilungen nicht (vollständig) zu widerrufen, sondern vorerst zu 
"parken". Falls DRM doch aus irgendeinem Grunde plötzlich der große 
Knaller werden sollte, könnte man die Frequenzen in Windeseile dafür 
freigeben. Hätte man sie jedoch an die ITU oder EBU zurückgegeben, 
würden sie dann ggf. von anderen europäischen Staaten beansprucht.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Die Kurzwelle ist ja ein "Eischaltradio", d.h. man schaltet zu einer 
bestimmten Uhrzeit eine bestimmte, passende Frequenz ein, um für eine 
Stunde ein Programm zu hören.

Die meisten Leute hören hingegen Dudelfunk als Durchhörradio. Da wird 
morgens in der Werkstatt das Radio eingeschaltet und dudelt den ganzen 
Tag vor sich hin, während mindestens 37 Mal die Black Eyed Peas aus 
einer Rotation von maximal 100 Liedern laufen.

Kein normaler Radio-Konsument hat Bock, jede Stunde ne neue Frequenz 
einzustellen, weil sich die Propagation geändert hat oder ständig den 
"Fahrplan" zu beachten: Tags gehts, nachts nicht. Im Sommer gehts, im 
Winter nicht. Bei Sonnenflecken gehts, sechs jahre später wieder 
nicht...

Mal sehen, ob sich DAB+ in der Breite etablieren kann. Lineares 
Fernsehen ist ja auch eher rückläufig.

Nachtrag: Gerüchten zufolge soll es in Hannover gelegentlich Tests von 
DRM+ auf UKW (95,2 MHz) geben: 
https://www.rundfunkforum.de/viewtopic.php?f=4&t=15232&start=45#p255997
Aber ganz ehrlich, wer soll das empfangen können? Außer ein paar 
Frickler, die ihre Software selber kompilieren.
Wenn ich bei meiner 90-jährigen Oma ankomme mit Wasserfalldiagramm dann 
denkt die, das ist ein Tapetenmuster.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5895108 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Marek N. schrieb:
> Die meisten Leute hören hingegen Dudelfunk als Durchhörradio. Da wird
> morgens in der Werkstatt das Radio eingeschaltet und dudelt den ganzen
> Tag vor sich hin, während mindestens 37 Mal die Black Eyed Peas aus
> einer Rotation von maximal 100 Liedern laufen.

Wenn das Radio überhaupt morgens eingeschaltet wird... In vielen 
Werkstätten lief das Ding schon seit 1982 durch und musste 2001 
ausgetauscht werden, weil jemand mit dem Gabelstapler das Regal umfuhr. 
Seitdem läuft es wieder durch, abgesehen von den 20 Minuten 
Unterbrechung, als 2010 nachts um drei der Mittelspannungstrafo in der 
Straße getauscht wurde.

> Mal sehen, ob sich DAB+ in der Breite etablieren kann. Lineares
> Fernsehen ist ja auch eher rückläufig.

Die Baustellenradios Makita DMR110 usw. unterstützen DAB, DAB+, UKW, MW, 
USB-Schniepel und teils auch Bluetooth.

: Bearbeitet durch User
Autor: Marek N. (bruderm)
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LOL! Ich kenn die Firma ;-)

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Oh, ich vergaß noch einen wichtigen Meilenstein: 2012 wurde der 
Mittelwellensender abgeschaltet. Seitdem läuft das Radio auf UKW.

Beitrag #5895215 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5895242 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: R. S. (ic_tester)
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Hallo zusammen,
nicht nur in Meck-Pom sind immer noch MW-Frequenzen zugeteilt.
Eventuell mal danach suchen.

Bagatellradio: Wiederbelebung der Mittelwelle durch nichtkommerzielle 
Kleinsender

Gruß ic_tester

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Wenn es interessiert, ein Stück MW Geschichte von mir:

In den siebziger Jahren war ich zeitlang in einer städtischen Avionics 
Firma tätig. Ein Kollege und ich wurden beauftragt für einen 
Ölindustriekunden eine durch Flugfunk-UKW fernsteuerbare  MW ADF 
(Aircraft Direction Finder) Funkbake für die Artik zu entwickeln. Das 
war vor Satelittenfunk, GPS und Cellphones und Internet. The Dark 
Ages:-)

Die Anlage wurde von einer 2000Ah SAFT (608z) Pottasche Zink-Luft 
Batterie gespeist und mußte bis zu -55Grad funktionieren. Diese Batterie 
pufferte einen Ni-Cd Akku für den zeitweisen recht hohen Stromverbrauch 
die die 608z alleine nicht bewältigte. Zum Einschalten des MW ADF 
Senders diente ein von uns entwickelter Flugfunk Ein Kanal UKW Kommando 
Empfänger. Mit Hilfe von einer mit 4000er CMOS implementierten Logik 
wurde das Kommandosystem gesteuert und die Morse Code CW ADF Kennung 
produziert. Microcontroller waren damals noch zu exotisch und 
verbrauchten zu viel Strom. Um das System aufzuwecken, mußte man einen 
längeren Träger senden weil der RX nur kurz periodisch aufwachte. Durch 
veschiedene Trägerimpuls Sequenzen konnte man dann die 10W Bake und auch 
ein paar Zusatzfunktionen wie z.B. eine minimale Landebahn 
Markierungsbeleuchtung einschalten. Diese Art der Fernsteuerung vermied 
die Notwendigkeit irgendwelche spezielle Vorkehrungen im Flugzeug 
vorsehen zu müssen. Es war um 1978! Die Batterien und Elektronik waren 
in gut isolierten Untergrundbehältern. Die Batterien waren sehr schwer.
(Info über die Batterien):
http://cradpdf.drdc-rddc.gc.ca/PDFS/unc113/p124917_A1b.pdf
http://cradpdf.drdc-rddc.gc.ca/PDFS/unc195/p63310_A1b.pdf

Hier kommt der offizielle MW Teil:
Für den 10W Sender bekamen wir von Industry Canada (damals MOT) eine 
befristete offizielle Test Lizenz auf 1101kHz. Für optimalen 
Wirkungsgrad entschieden wir uns für ein Differenzton CW Kennungs 
Verfahren um einen Modulator und Energie zu ersparen. Zwei 
Quarzoszillatoren, 400Hz Abstand voneinander, von denen einer dauernd 
durchlief und der andere mit der CW Kennung getastet wurde, wurden 
addiert und verstärkt. Nur während der Kennung wurden zwei Träger mit 
400Hz Abstand gesendet. Erst der Empfänger AM Demodulator produzierte 
dann den hörbaren 400 Hz CW Code Ton. Die CW Kennung hörte sich im AM 
ADF Empfänger wunderschön klar an. Die Reichweite mit einer vertikalen 
spulenangepassten verkürzten GP Antenne betrug um die 10km. Wir testeten 
die Elektronik bis zu -70Grad. 16 Stück wurden gebaut und in Betrieb 
genommen. War damals ein echt tolles Projekt. Alle diese ADF Sender 
konnten dieselbe zugewiesene Frequenz wegen der Geodiversität benutzen. 
So viel ich weiß wurde das System einige Jahre benützt. Aber da weiß ich 
nichts genaues weil ich bald in eine andere Telecom Firma wechselte. Das 
war das Ende meiner Avionics Tätigkeiten.

: Bearbeitet durch User
Autor: Marek N. (bruderm)
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Gerhard O. schrieb:
> Für optimalen
> Wirkungsgrad entschieden wir uns für ein Differenzton CW Kennungs
> Verfahren um einen Modulator und Energie zu ersparen. Zwei
> Quarzoszillatoren, 400Hz Abstand voneinander, von denen einer dauernd
> durchlief und der andere mit der CW Kennung getastet wurde, wurden
> addiert und verstärkt. Nur während der Kennung wurden zwei Träger mit
> 400Hz Abstand gesendet. Erst der Empfänger AM Demodulator produzierte
> dann den hörbaren 400 Hz CW Code Ton.

Verstehe!
Damit die Endstüfen in C-Betrieb laufen konnten und man sich das zweite 
Seitenband sparen konnte.
Der durchlaufende Träger war wohl erforderlich für die eigentliche 
Peilaufgabe, die CW-Kennung für die menschliche Identifikation?

Ich kann grad leider in der Firma keinen WebSDR aufrufen (wegen 
Portsperre), um mir das Signal von aktuellen NDBs angzugucken.
Wäre halt interessant zu sehen, ob die heute das gleiche Verfahren oder 
"Tönende Telegrafie" (A2A) mit beiden Seitenbändern.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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wer möchte sich die AM-Qualität eigentlich noch antun?

MMn taugt das letztlich nur noch dazu, um ohne Web und Handy grob 
einzuschätzen, wie weit ein aufziehendes Gewitter noch weg ist.

Autor: Max (Gast)
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Ach ich habe während Autofahren immer gerne dlf gehört. Der ist jetzt 
andauernd unterbrochen oder ganz weg. Über mw konnte man wenigstens der 
Sendung folgen

Autor: Marek N. (bruderm)
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● J-A V. schrieb:
> wer möchte sich die AM-Qualität eigentlich noch antun?
>
> MMn taugt das letztlich nur noch dazu, um ohne Web und Handy grob
> einzuschätzen, wie weit ein aufziehendes Gewitter noch weg ist.

Genau, lieber das mit Optimod platt gebügelte Gedudel der lokalen 
Funzel.
Die besten Hits der 80-er, 90-er und von heute. würg

Autor: W.S. (Gast)
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Marek N. schrieb:
> Ich finde es halt nur kurios, dass noch so lange nach Stillegung und
> Abriss der Sender die Frequenzen immer noch zugeteilt sind.

Tja, auf den Berechtigungen draufsitzen ohne was zu tun ist wie Fafnir 
auf dem Schatz.

Ich hab meine Prognose ja schonmal gepostet: Irgendwann werden alle 
Sendungen eingestellt und zugleich die GEZ-Beiträge auf das Doppelte 
erhöht, weil die Sendeanstalten in akuter Finanznot sind.

W.S.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Marek N. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> wer möchte sich die AM-Qualität eigentlich noch antun?
>>
>> MMn taugt das letztlich nur noch dazu, um ohne Web und Handy grob
>> einzuschätzen, wie weit ein aufziehendes Gewitter noch weg ist.
>
> Genau, lieber das mit Optimod platt gebügelte Gedudel der lokalen
> Funzel.
> Die besten Hits der 80-er, 90-er und von heute. *würg*

für meinen Musikgeschmack gibt es keine FM-Station in D

aber ob Optimod oder nicht, das wäre bei dlf noch egal,
wenns nur Sprachbeiträge gibt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Peter (Gast)
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● J-A V. schrieb:

> wer möchte sich die AM-Qualität eigentlich noch antun?

Ich, weil ich so im Autoradio z.B. BBC hören kann. Auf LW klappt das 
sogar tagsüber. Für Sprache reicht mir die Qualität. Lieber eine etwas 
schlechtere Qualität des Signals als eine schlechtere Qualität des 
Inhalts ;-) .

Autor: Marek N. (bruderm)
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Ich hör eh nur Radio Maryja. Amen!

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Peter schrieb:
> weil ich so im Autoradio z.B. BBC hören kann.

in welcher Ecke hörst Du das?

hier (bei HH) gehts nur selten.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Also BBC auf 198 kHz geht nach Sonnenuntergang im Autoradio ganz gut in 
Norddeutschland (Bremen).

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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und die Nachrichten der Brits sind nicht verdreht?

Autor: Marek N. (bruderm)
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Wenigstens bringen sie noch einen richtigen Seewetterbericht, inkl. 
Windgeschwindigkeit und Richtung, Luftdruck, Sichtweite und Wellenhöhe.
Ja, auch für deutsche Gewässer!

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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dlf auf UKW nicht?

Autor: Peter (Gast)
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● J-A V. schrieb:

> in welcher Ecke hörst Du das?

Im Raum Köln. Auf der MW natürlich nur nachts. BBC Radio 4 198 kHz kommt 
hier auch tagsüber hervorragend, leider kann mein aktuelles Autoradio 
keine LW. Dafür das 49 m Band, wo im Auto aber wirklich nicht mehr viel 
zu holen ist.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Peter schrieb:
> Dafür das 49 m Band

Oh, welches Radio/Auto ist denn das?
Das Werksradio vom Citroen Cactus unterstürtzt Langwelle (immerhin 
betrieben die Franzosen ja noch drei LW-Sender) und Mittelwelle (die 
dort aber Kurzwelle heißt)

Autor: Radiofreund (Gast)
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Hallo

"Lieber eine etwas schlechtere Qualität des Signals als eine schlechtere 
Qualität des Inhalts ;-) ."

So ein Quatsch - diese Denken passt doch so gar nicht in unsere Zeit.
Wichtig ist nur ein Glasklares Signal damit Wolfgang Petrie, der 
Silbermann und Konsorten einwandfrei verständlich ihre Botschaft 
verbreiten können und Möbel Boss, der Markendiscounter usw. auch 
deutlich Verstanden werden wenn sie ihre Verbraucherinformation 
verbreiten.
Inhalt, Tiefgang, Wortbeiträge jenseits der 3 Minuten, 
Wissensvermittlung usw. hat nichts im Rundfunk (sowohl Bild als auch 
Ton) zu suchen und echte Radiovollprogramme deren Inhalt nicht(!) 
während der Tages immer wieder Recycelt werden wie es bei den drei 
Programmen des DLF bzw. Radio 4 der BBC ist, sind ein Anachronismus der 
unbedingt abgeschafft werden muss - aber keine Angst das schaffen wir 
noch - wie es geht haben ja von die dritten Programme der ARD Anstalten 
im TV Bereich schon vor 20 Jahren gezeigt, 3Sat hat es erst seit etwa 5 
Jahren geschafft und ARTE wird es sicherlich auch schaffen den 
zeitgemäßen Weg zu beschreiten...

Autor: Peter (Gast)
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Marek N. schrieb:

> Oh, welches Radio/Auto ist denn das?

Ein zwei Jahre alter 3er BMW. Der KW Empfang wird nicht groß erwähnt, 
ich habe ihn beim "Spielen" gefunden. Vielleicht gibt es ja irgendwo auf 
der Erde eine Ecke, in der das 49 m Band im Auto nützlich/gebräuchlich 
ist. Mir wäre jedenfalls die LW lieber.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Marek N. schrieb:
> Peter schrieb:
>> Dafür das 49 m Band
>
> Oh, welches Radio/Auto ist denn das?

das Radio in der A-Klasse kann Kurzwelle

: Bearbeitet durch User

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