Liebe Fachkräfte hier im Forum,
ich muss zwei CAT5e Lankabel mit einander verbinden und durch eine dünne
Maueröffnung ziehen. Die Verbindungsstelle muss mit hindurch. Eine
RJ45-RJ45 Kupplung wäre zu dick.
Gibt es nicht etwas schlankeres, etwa Verbinder, wo ich einfach an
beiden Enden mit meiner RJ45-Crimpzange je ein CAT5e Kabel anquetschen
kann? Gibt es das, oder hab ich's gerade erfunden? :-)
Und wenn ja, wie heißt es, wonach muss ich suchen?
Und warum muss die Verbindungsstelle beider Kabel ausgerechnet durch den
Mauerspalt gezogen werden? Lass die draußen, dann muss nur ein normales
Kabel durchgezogen werden. Wenn der RJ45-Stecker daran zu dick ist,
abschneiden, durchziehen und danach wieder einen anbringen.
Maueröffnung ist vielleicht zu allgemein formuliert, Bohrloch zu einem
toten Kaminzug wäre präziser. Von da aus geht es noch ca. 20 m weiter,
hauptsächlich nach unten.
Ich habe mir die Anleitung zum werkzeuglosen Kabelverbinder mal zu
Gemüte geführt. Löten scheint einfacher, zumal ich sowas schon mal
gemacht habe. Außerdem sagt der Hersteller nichts über die zulässige
Drahtstärke. Cat6 und Cat5e Kabel gibt es jeweils mit AWG24 (0,5mm) oder
AWG28 (0,3mm).
Ich werde die 8 Lötstellen längs versetzt platzieren und einzeln mit
Schrumpfschlauch isolieren. Und noch einen Schrumpfschlauch über alles
(nennt man das eine Schrumpfmuffe?).
Gibt es eigentlich Schrumpfschlauch, der beim Schrumpfen auch in
Längsrichtung ein wenig schrumpft oder zumindest Zugspannung aufbaut?
Sollte ich den mit dem Kabelmantel verkleben und mit welchem Kleber?
Sorry, aber das ist doch murx.
Kabel mit passender länge wäre die einzige saubere Lösung.
Löten dürfte für die stabile Funktion die absolut schlechteste Lösung
sein.
Sven L. schrieb:> Ist das schlankeste, ws ich kenne
Bei 20m hängendem Kabel wäre mir eine zuverlässige Zugentlastung SEHR
wichtig! Außerdem bekommt man für 16€ schon reichlich viel neues Kabel
und kann das besser im Ganzen durchziehen. Kabel flicken wird eher Murks
und hat bei späterer Fehlersuche Stemmarbeiten zur Folge. Übrigens dicke
Bohrer und Bohrhammer kann man im Baumarkt ausleihen.
"20m frei hängend" trifft es nicht ganz. Ich hab mir noch mal die
Zeichnung vom Haus angesehen, der vertikale Abschnitt ist nur etwa 10 m
lang. Aber insgesamt komme ich auf fast 25 m. Na, dann muss ich wohl mal
Verlegekabel kaufen und gleich das ganze alte Kabel von der Wand reißen.
Meine Frau wird begeistert sein :-)
Vielen Dank für eure Anregungen.
Gruß,
Kurt
oszi40 schrieb:> Bei 20m hängendem Kabel wäre mir eine zuverlässige Zugentlastung SEHR> wichtig! Außerdem bekommt man für 16€ schon reichlich viel neues Kabel
Das kann sein, mir ging es auch nur darum zu zeigen, was es gibt.
Am Ende stimme ich der Aussage zur, das ganze Kabel zu tauschen.
ps
Der 19mm-Bohrer liegt schon bereit...
Ich bohre im Wohnbereich staubfrei mit einem Absaug-Trichter, den ich
mal aus einer abgeschnittenen Plastikflasche gebaut habe. Für den dicken
Bohrer mach ich mir einen neuen. Ich kann ja mal ein Foto posten.
pps
Der Adapter von Metz Connect scheint genial, hatte ich noch nie von
gehört, Danke für den Hinweis! Aber jetzt habe ich mich ja schon
entschlossen ein langes Kabel zu kaufen.
Kurzschluss-Kurt schrieb:> Aber jetzt habe ich mich ja schon entschlossen ein langes Kabel zu> kaufen.
Das ist die beste Entscheidung. So eine Flickstelle mit Zugbelastung
wird dir eher früher als später auseinander fliegen.
Bei 10m Länge könnte es auch sinnvoll sein die Leitung unterwegs
abzufangen (Seil)
Löten, Schrumpfschlauch und gut.
Das Kabel liegt anscheinend in einem toten Schacht und wird nicht
bewegt. Da passiert doch nichts mit.
GBit ist sogar für ungeschirmtes Kabel spezifiziert das funktioniert
ganz gut, wenn man das ordentlich lötet und die Verdrillung nicht auf
einen Meter aufrippelt.
So eine Situation habe ich bei mir auch, das läuft seit 5 Jahren
problemlos.
Gruß
Axel
Kurzschluss-Kurt schrieb:> Der 19mm-Bohrer liegt schon bereit..
Etwas größer ist nie von Schaden und dauert mit dem großen BOHRHAMMER
kaum 5 Minuten. Etwas schräg bohren verhindert Regenwasser in der
Wohnung.
Ich konnte bislang keine Begründung dafür finden, warum in drei Teufels
Namen die Verbindungsstelle ausgerechnet im Kaminschacht untergebracht
werden muss, und warum nicht vor der Wand verbunden werden kann.
Regenwasser im zugemauerten Kaminzug kann ich ausschließen, und Erdbeben
sind hier auch eher selten.
Die Idee das Ende eines in der Wohnung bereits verlegten Kabel in den
Kamin zu ziehen entspringt meinem minimalinvasiven Ansatz möglichst
wenig Staub aufzuwirbeln ;-)
Rufus Τ. F. schrieb:> Ich konnte bislang keine Begründung dafür finden, warum in drei Teufels> Namen die Verbindungsstelle ausgerechnet im Kaminschacht untergebracht> werden muss, und warum nicht vor der Wand verbunden werden kann.
Du bist in letzter Zeit irgendwie etwas schlecht/aggro drauf, so rein
von der Formulierung her?
Axel L. schrieb:> GBit ist sogar für ungeschirmtes Kabel spezifiziert
Gibts dafür nicht auch 10G? Zumindest gibts auch Cat6a als UTP.
Kurzschluss-Kurt schrieb:> Kamin zu ziehen entspringt meinem minimalinvasiven Ansatz möglichst> wenig Staub aufzuwirbeln ;-)
Dann lass von oben einen Bindfaden bis an die Bohrung und zieh ein
frisches Kabel am Faden hoch. Dann kommt weniger Ruß aus dem Schacht und
eine Dose setzt Du neben/über das Loch.
Hoch ziehen ist glaub ich keine so gute Idee. Immer in Richtung
Erdmittelpunkt, geht viel leichter und kabelschonender :-)
Ruß? Der Kamin ist seit mindestens 70 Jahren kalt, wenn er überhaupt
jemals befeuert wurde. Das Haus ist im Krieg ausgebrannt und wurde
wieder aufgebaut. Die Kaminmauern sind aber stehen geblieben. Der
betroffene Kaminzug ist teil eines 10-zügigen Blocks, der immer schon
für Ver- und Entsorgungsleitungen sowie zur Bad- und Küchenentlüftung
genutzt wurde. Ich kann aber nicht ausschließen, dass da auch mal jemand
einen Ofen angeschlossen hatte. Im Keller sind solche herausnehmbaren
Schornsteinklappen aus Formbeton, da muss ich mal reinschauen bzw.
-riechen.