Hallo zusammen,
ich hoffe ich bin hier bei euch richtig und zwar interessiert mich, ob
mir eventuell einer oder mehrere von euch hier weiter helfen kann oder
können.
Ich habe einen Starter/Generator von Valeo aus einer Mercedes B-Klasse
und mich würde interessieren, wie ich den mit einfachen Mitteln im
ausgebauten Zustand prüfen kann, ob der Generator lädt oder als Motor
funktioniert.
Was ich weiß ist, dass der Starter/Generator einen zwei poligen Stecker
hat, wovon jeweils ein Anschluss an den oberen und ein Anschluss an den
unteren Schleifring geht und das der 6 Polige Stecker wohl für einen
Hall Sensor sein müsste. Weiterhin gehen die drei weiteren Anschlüsse
jeweils zu den Wicklungsenden.
Nun wäre meine Frage halt, ob bzw wie ich das Teil im ausgebauten
Zustand prüfen kann. (Das Passende Fahrzeug ist leider nicht zur Hand)
Über Antworten würde ich mich freuen.
Grüße
Matthias S. schrieb:> Schau mal hier:> http://www.kfz.josefscholz.de/Drehstrom-Lima.html>> Den Erregerstrom kann man auch mit einem Labornetzteil erzeugen.
Ja, aber allein der Bau einer Antriebsmechanik für den Generator
und eine mechanische Bremse für den Motor wird aufwändig. Solche
Geräte hat m.W. der Bosch-Dienst vor Ort.
Max schrieb:> wie ich den mit einfachen Mitteln im> ausgebauten Zustand prüfen kann, ob der Generator lädt
Das sollte schon möglich sein. Da reicht ein Voltmeter am Hauptausgang,
ein kleines Netzteil an der Erregerwicklung und die eingezeichnete
Ladelampe. Drehen mit der Bohrmaschine o.ä.. Es geht ja im Moment nicht
um den Aufbau eines Kraftwerkes, sondern um eine Funktionsprüfung.
Harald W. schrieb:> eine mechanische Bremse
Wofür soll die denn sein? Belastet man die LiMa, bremst sie schon von
alleine.
Matthias S. schrieb:> Harald W. schrieb:>> eine mechanische Bremse>> Wofür soll die denn sein? Belastet man die LiMa, bremst sie schon von> alleine.
Falls er auch den Starterbetrieb prüfen will. Es handelt sich
hier anscheinend um ein "Dual use"-Gerät.
Harald W. schrieb:> Es handelt sich> hier anscheinend um ein "Dual use"-Gerät.
Also, es gibt zwar von Valeo auch Startergeneratoren (früher mal
Dynastart genannt), diese werden aber in Hybridfahrzeugen verbaut und
haben rund 12kW Leistung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Startergenerator
12kW hat das im Foto abgebildete Teil aber nie im Leben, zumal die dafür
nötigen Phasenanschlüsse fehlen. Ausserdem wurde bisher keine B-Klasse
mit Dynastart hergestellt. Sucht man bei den üblichen Händlern nach
Generatoren für die B-Klasse, stösst man auf Geräte, die genauso
aussehen wie das Foto des TE.
Matthias S. schrieb:>> Es handelt sich hier anscheinend um ein "Dual use"-Gerät.> Also, es gibt zwar von Valeo auch Startergeneratoren (früher mal> Dynastart genannt), diese werden aber in Hybridfahrzeugen verbaut und> haben rund 12kW Leistung:> https://de.wikipedia.org/wiki/Startergenerator> 12kW hat das im Foto abgebildete Teil aber nie im Leben, zumal die dafür> nötigen Phasenanschlüsse fehlen. Ausserdem wurde bisher keine B-Klasse> mit Dynastart hergestellt. Sucht man bei den üblichen Händlern nach> Generatoren für die B-Klasse, stösst man auf Geräte, die genauso> aussehen wie das Foto des TE.
Nun gut, ich habe mich da einfach auf die Angaben des TEs verlassen.
Danke schon mal für die zahlreichen antworten es sei aber noch dazu
gesagt das der hier gezeigte Starter/Generator nur im warmen Zustand des
Fahrzeugs als Starter benutzt wird, beim kaltstart wird ein
herkömmlicher anlasser genutzt. Warum die das so machen verstehe ich
aber auch nicht. :)
Max schrieb:> Warum die das so machen verstehe ich aber auch nicht.
Bestimmt wegen der beknackten Start Stop Automatik. Da ist es für die
Lebensdauer des Anlassers schon sinnvoll wenn nicht im Stadtverkehr alle
paar Sekunden das Ritzel einspuren muss.
Max schrieb:> das der hier gezeigte Starter/Generator nur im warmen Zustand des> Fahrzeugs als Starter benutzt wird, beim kaltstart wird ein> herkömmlicher anlasser genutzt
Dann wäre die einzige Erklärung, das diese Maschine interne Endstufen
hat, die die Leistung für den Starter liefert, denn über die kleinen
Steckverbindungen kann auf keinen Fall der zum Starten (auch eines
warmen Verbrenners) nötige Strom geführt werden.
Du brauchst in diesem Fall unbedingt die Schaltungsunterlagen des
Fahrzeugs. Ohne die glaube ich erstmal nicht, das das Dings zum Starten
benutzt wird. Ausserdem solltest du mal in einem Benz Forum vorstellig
werden und andere Besitzer dazu befragen.
Also die OE nummer ist Valeo ST35C015 die Kabel der Maschine gehen halt
alle ein die Steuergeräte, wo dann wahrscheinlich auch die hier
erwähnten Entstufen sein könnten. Mein Gedanke war nur das es doch
eigentlich wie eine herkömmlichen Maschine funktionieren müsste das tut
es aber leider nicht. Bei einer herkömmlichen Maschine ohne Regler kommt
ja auch die volle ladeleistung raus wenn man direkt an die schleifringe
geht aber warum bei der hier nicht?
Hi!
Da hilft wohl nur der Stromlaufplan des Fahrzeugs. Und wenns blöd läuft
geht alles über ein Zentralsteuergerät, ausser OBD Diagnose gibts dann
nix zu prüfen.
VG
So ein Startergenerator hat als Gleichrichter einen vollgesteuerten
Gleichrichter, nicht nur Dioden.
Diese Halbleiterschalter werden im Startermodus dann als
Frequenzumrichter benutzt.
Ich fürchte das Gerät wird kaum für eine andere Anwendung
wiederverwertbar sein.
Könnte es nicht sein, dass man dieses Teil gar nicht selbst zum Starten
verwenden kann? Vielleicht ist es "nur" eime LiMa für Fahrzeuge mit
Start/Stop...
Ich hatte mal so ein Fahrzeug und im warmen Zustand ist halt deutlich zu
hören das der Motor über den Riemen gestartet wird und nicht mit dem
normalen Anlasser.
Ok vielen dank für die zahlreichen Antworten. Denke dann werde ich es
auch nicht weiter probieren wie gesagt war aus reinem Interesse wie so
was angesteuert wird bzw funktioniert.
Beste Grüße Max
Die Sache wird gerade interessant. Freunde von mir haben eine B-Klasse,
die bei warmem Motor massiv Probleme macht, wenn man den Motor starten
will. man hört nur ein "Klack" wie von einem größeren Relais, aber es
dreht sich nichts... Bei kaltem Motor geht's meist problemlos. Aufgrund
der engen Konstruktion des Motorraums und des damit zu erwartenden hohen
Preises der Reparatur hat man sich da bisher nicht drangewagt...
Max schrieb:> in die Steuergeräte, wo dann wahrscheinlich auch die hier> erwähnten Entstufen sein könnten.
Nein, wie gesagt, können über die Steckverbindungen höchstens
Steuerströme/-spannungen geführt werden, die Endstufen müssen, wie von
'Starter' beschrieben, im Gehäuse des Generators sein.
Im Fahrbetrieb fungieren sie, wenn ich es richtig kapiert habe, als
gesteuerte Gleichrichter und beim Starten dann als 3-Phasen Endstufe zum
Stator.
Das könnte schon ein interessantes Teil zum Basteln sein. Allerdings ist
dazu doch etwas Kenntnis über die Innereien des Dingens nötig.
Nachdenklicher schrieb:> man hört nur ein "Klack" wie von einem größeren Relais
Das klingt eher nach dem konventionellen Starter. Das Klack wäre dann
der Einrückmagnet, und das sich der Anlasser nicht dreht, ist entweder
der Schaltbrücke hinten am Einrückmagnet oder einem defekten
Startermotor geschuldet.
Start/Stop ist m.M.n. zeitgesteuert und wird nach einer langen Ruhepause
des Motors nicht benutzt, sondern dann wird wieder konventionell
gestartet.
Max schrieb:> Danke schon mal für die zahlreichen antworten es sei aber noch dazu> gesagt das der hier gezeigte Starter/Generator nur im warmen Zustand des> Fahrzeugs als Starter benutzt wird, beim kaltstart wird ein> herkömmlicher anlasser genutzt. Warum die das so machen verstehe ich> aber auch nicht. :)
Weil beim Kaltstart mehr bis viel mehr Leistung benötigt wird. Der
klassische Anlasser ist halt kräftiger.
Zum Warmstart dreht man den Motor so dass ein Zylinder kurz hinter OT
steht (das Motorsteuergerät weiss sowas), spritzt doppelt ein und
zündet. Quasi wie Mofa antreten.
Das geht sogar ohne Anlasser, nennt sich dann "Direktstart".
Matthias S. schrieb:> Das könnte schon ein interessantes Teil zum Basteln sein. Allerdings ist> dazu doch etwas Kenntnis über die Innereien des Dingens nötig.
Hier noch ein Bild falls das hilft.
Max schrieb:> Hier noch ein Bild falls das hilft.
Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Sind das da abgeschnittene
Leitungen mit grossem Querschnitt? Dann könnten die mal zu einer
externen Endstufe geführt haben.
Aber wie o.a., wirst du den Schaltplan der B-Klasse brauchen.
Matthias S. schrieb:> Sind das da abgeschnittene Leitungen mit grossem Querschnitt
Nee die sind nicht abgeschnitten die sind an der oberen Kappe verlötet
und gehen dann zu den 3 Kontakten auf dem ersten Bild an dem in der
Mitte das Gewinde rausschaut.
Max schrieb:> und gehen dann zu den 3 Kontakten auf dem ersten Bild an dem in der> Mitte das Gewinde rausschaut.
Ah - es war mir nicht bewusst, das das insgesamt 3 Kontakte sind und
nicht nur einer mit robuster Verschraubung.
Gut, dann ist das ein echter 3-Phasen Motor, nur nicht permanent erregt,
sondern über Erregerstrom.
Ist eigentlich die Riemenscheibe noch dran?
Lichtmaschinen haben heutzutage meist einen Freilauf in der
Riemenscheibe um Motorruckeln zu vermeiden.
Beim rSG muss das wieder eine starre Verbindung sein weswegen Daimler
wohl die "koaxiale Riemenspannung" erwähnt.
Armin X. schrieb:> Ist eigentlich die Riemenscheibe noch dran?> Lichtmaschinen haben heutzutage meist einen Freilauf in der> Riemenscheibe um Motorruckeln zu vermeiden. Beim rSG muss das wieder> eine starre Verbindung sein weswegen Daimler wohl die "koaxiale> Riemenspannung" erwähnt.
Ja es ist ein starre dran und die ist auch verschweißt weil eine
Verschraubung nicht halten würde.