Hallo,
ich weiss nicht ob ich hier richtig bin, aber es geht um mehrkanalige
Digital-nach-Analog-Konverter. Konvertiert sollen Audiospuren aus einem
DAW-Programm in analoge Signale. In Sachen Tontechnik nehmen die Leute
so Interface wie Behringer UMC1820. Aber es ist ein klobriges Teil und
die sind auch begrenzt. Ich brauche kein Steckersystem, sondern nur
Lötkontakte und schnelle Datenübertragung. Am besten USB 3.0 ? Es soll
nur eine Platine sein. Gibt es sowas ? So 64 oder 128 digitale
Audiosignale sollen in analog umgewandelt werden und dann weiter an den
Verstärker. Es geht noch nicht mal um Ton, sondern um
Vibrationselemente. Deshalb soll es sich nur zwischen 10 und 1000 Herz
bewegen.
> Es geht noch nicht mal um Ton, sondern um> Vibrationselemente. Deshalb soll es sich nur zwischen 10 und> 1000 Herz bewegen.
Also mit anderen Worten runter bis DC, darum kein Audiokram und trotzdem
sehr hohe Dynamik. Es wird dich ueberraschen aber dafuer gibt es extra
Kisten von Agilent im $$$$ Bereich.
Olaf
Vibrotechniker schrieb:> Gibt es sowas ? So 64 oder 128 digitale> Audiosignale sollen in analog umgewandelt werden
Nur mal, um das klarzustellen - du möchtest dann auf 64 bzw. 128 analoge
Kanäle wandeln ? Oder möchtest du 128 digitale Signale auf z.B. 2
Kanälen analog ausgeben?
Matthias S. schrieb:> Nur mal, um das klarzustellen - du möchtest dann auf 64 bzw. 128 analoge> Kanäle wandeln ?
... und hast dann 128 Verstärker oder nur einen?
Ja auf 64 bzw. 128 analoge Kanäle wandeln und dann an 128 Verstärker.
Richtig.
Wenn das blödsinnig ist, vielleicht geht es auch mit Transistor und PWM
? DC ist aber glaube ich nicht so gut für Lautsprecher und
LRA-Vibratoren. Wie gesagt, es soll nur von 10Hz bis 1000Hz arbeiten.
Ist das wirklich ein 128-kanaliges Audio-Signal (.WAV oder so)? Nur bis
1 kHz ist für Audio ein bisschen wenig, und der mögliche hohe
Dynamikbereich ist offensichtlich auch nicht notwendig. (Kanonen und
Spatzen...)
Ihr müsst also eine spezielle Software zur Generierung der Signale
haben. Was ist das? Wie kommen die Daten da 'raus? Irgendwelche
Standards, File-Formate?
Hinweis: Über USB 1 sind bereits mehr als 200 Kanäle bei 2 kHz
Sample-Rate und 16 Bit Auflösung möglich. USB 2 ist also nicht unbedingt
notwendig, USB 3 ist - na ja, siehe oben, Stichworte Waffen und Vögel.
Schon 8-Kanal Audiokarten sind schweineteuer, wenn man solche Mengen
braucht.
Aber wenns nur um Shaker o.ä. geht, dann reicht evtl. ein kleines STM32
Board, welches 16 Kanäle oder so bearbeitet und sich als Audiodevice am
USB ausgibt. Davon dann 4 oder 8 Stück.
Prinzipiell sollte es zumindest klappen, denn m.W. gibt es keine grosse
Beschränkung, wenn man z.B. mit Cubase 24 oder 48 Kanäle ausgeben will -
nur die Rechenleistung des Hauptrechners geht irgendwann in die Knie.
Vibrotechniker schrieb:> Ja auf 64 bzw. 128 analoge Kanäle wandeln und dann an 128 Verstärker.> Richtig.>> Wenn das blödsinnig ist, vielleicht geht es auch mit Transistor und PWM?
Ähmmm... Ob die Aufgabestellung Blödsinn ist, kann ich nicht beurteilen,
aber diese Frage ist es schon eher: PWM ersetzt keinen Verstärker, ein
Transistor auch nicht.
Ich gehe davon aus, dass du das auch nicht so gemeint hast. Wenn ich es
machen sollte, würde ich ein FPGA nehmen, aber nicht mit 128 x PWM,
sondern mit 128 Delta-Sigma-Modulatoren (und nachgeschalteten
Tiefpässen). Das ist in einem FPGA wesentlich effizienter. Ich bin halt
kein Einkäufer, ich bin Entwickler.
Matthias: Kann man ein vielkanaliges (Audio-)Signal über mehrere
(gleiche oder ungleiche) Audiokarten synchron ausgeben, also Spur 1-8
auf Device 1, 9-16 auf Device 2 usw.? Unterstützt das irgendeine
Software? (Und soll ich dir mal eine Bild von meinen derzeitigen Degus
schicken?)
Vibrotechniker schrieb:> So 64 oder 128 digitale> Audiosignale sollen in analog umgewandelt werden und dann weiter an den> Verstärker
Das soll wohl genauer heissen, ein Audio-Signal mit 128 Kanälen? Die
sollen doch wohl synchron laufen, was hat das ganze sonst für einen
Sinn?
Also ist die Frage, wie sieht dieses 128kanalige Audiosignal aus? Da
müssen so alle 100µs 128 Digitalwerte kommen, wie sieht das aus?
Und die 128 Verstärker sind schon vorhanden, was brauchen die für ein
Eingangssignal?
Georg
Der Zahn der Zeit schrieb:> Kann man ein vielkanaliges (Audio-)Signal über mehrere> (gleiche oder ungleiche) Audiokarten synchron ausgeben, also Spur 1-8> auf Device 1, 9-16 auf Device 2 usw.?
Ja, das geht - zumindest mit meinem Studiorechner, in dem 2 Stück 8
Kanal Audiokarten der alten Firma Terratec stecken, die mit
Synchronkabel verbunden sind. Es handelt sich um PCI Karten des Types
Phase 88.
Da sind pro Karte 8 Ein- und Ausgänge drauf (plus einmal SPDIF und
einmal MIDI IN/OUT).
Die Band hat damals 16 analoge Inputs benutzt, dazu einen SPDIF aus
meiner Bassanlage (Eigenkonstruktion mit DSP) und einmal SPDIF aus einem
ADC24 ADC eines dir gut bekannten Konstrukteurs :-) Insgesamt also 20
Kanäle.
Bei der Wiedergabe wurden immer 2 Kanäle für die Hauptanlage, 2 Kanäle
für Monitor, dazu 2 für PFL und 2 für den Kopfhörer des Sängers parallel
betrieben. Cubase hat dabei immer alle 16 Kanäle als Ausgabe angeboten,
hat also 1-8 auf eine Karte und 9-16 auf der zweiten Karte gelegt.
Verzögerungen zwischen den beiden Karten waren dabei nie zu bemerken.
georg schrieb:> Das soll wohl genauer heissen, ein Audio-Signal mit 128 Kanälen?
Muss nicht sein, die Signale können auch aus einem Multitracker kommen -
wie z.B. Protools oder Cubase.
Der Zahn der Zeit schrieb:> (Und soll ich dir mal eine Bild von meinen derzeitigen Degus> schicken?)
Och, süss... Aber ich dachte, es sind jetzt Chinchillas?
Es wird nur bis 1khz benötigt weil nur Bass-Ebene (Shaker). Wie die
Verstärker aussehen ist noch nicht bekannt. Es soll halt einfach
Audioklinken angeschlossen sein, oder verlöten.
Wie Daten rauskommen ist eine gute Frage. Normalerweise kann man in
DAW-Programmen auswählen wo Audiosignale rausgehen. Ob ASIO oder anderen
Treiber. Ich glaube eigenen Treiber schreiben ist zu aufwändig. Da
müsste doch sicherlich was Fertiges geben? Es gibt zum Beispiel MADI.
RME unterstützt sowas. Aber das ist halt sehr teuer. Deswegen dachte ich
an irgendwas mit USB auf Mikroprozessor, der wiederrum die Signale in
Analog umwandelt.
Gibt es echt keine fertige Protokolle? Ähnlich wie VGA nur in Audio?
Statt für jeden Pixel eine Farbe ausgegeben, wird stattdessen ein Ton
ausgegeben.
Vibrotechniker schrieb:> Gibt es echt keine fertige Protokolle?
Doch, natürlich. USB Audio Class zum Beispiel. USB Audio Class 1 (UAC1)
kann recht wenig, aber mit UAC2 sollte das gehen. Unter Windows 10 habe
ich das schon mit 32 Kanälen gemacht, ob es ein Limit nach oben mit der
Kanalzahl oder nach unten mit der Sample Rate gibt, weiß ich nicht. Und
welches Betriebssystem was unterstützt, kann ich auch nicht sagen -
Windows unterstützt UAC2 jedenfalls nicht komplett.
Auf der PC-Seite kann man also davon ausgehen, dass das gelöst ist, aber
geräteseitig muss natürlich auch etwas geschaffen werden, was 128 Kanäle
auf UAC2 umsetzt. Ich glaube nicht, dass es da etwas Fertiges gibt.
MADI ist ein Protokoll, mit dem man physikalisch meines Wissens nach
durchaus 128 Kanäle übertragen kann, aber ein PC unterstützt MADI
natürlich nicht nativ, wie USB bzw. UAC2 unterstützt wird. Da muss man
dann RME o.Ä. einsetzen - wenn die bei 128 Kanälen mitspielen. Und auf
der DAC-Seite ist das auch noch keine Lösung.
Also wenn fertig kaufen, dann vielleicht, wie es Matthias vorgeschlagen
hat, bis zu 16 8-kanal DACs, die sich entsprechend synchronisieren
lassen und eine (DAW-)Software, die dabei mitspielt. Mit UAC2 bräuchte
man dann keine zusätzliche Hardware im PC.
(Matthias S. schrieb:> Aber ich dachte, es sind jetzt Chinchillas?
Die Chinchillas mit dem Laufteller sind mein Töchterlein ihre, die Degus
meine seine.)
Vibrotechniker schrieb:> Aber es ist ein klobriges Teil und> die sind auch begrenzt.
Warum ist das eigentlich so, dass sich so manch ein Threadersteller
gleich selbst widersprechen muss?
Ist die Auflösung egal? Reichen 4 Bit? Kann das "DAW"-Prg vermutlich gar
nicht.
Nur eine kleine Platine?
klar, ..-> https://www.thomann.de/de/audient_asp_8024_24_he_dlc.htm
Vibrotechniker schrieb:> Also mehrere Interfaces mit mehreren USB-Kabel an den PC anschließen?
Genau so. Ich würde mich allerdings noch mal mit den Studiojungs von
Thomann in Verbindung setzen und fragen, ab sie schon mal 4 oder 8 Stück
der Dinger am PC hatten. Fragen kostet nix.
Dein Rechner braucht dazu auf jeden Fall ein wenig Power und gute
Anbindung der USBs. Mal eben mit dem alten Netbook wirds eher nicht
klappen. Das war natürlich mit meinen PCI Karten nie ein Problem.
Vibrotechniker schrieb:> In Sachen Tontechnik nehmen die Leute> so Interface wie Behringer UMC1820. Aber es ist ein klobriges Teil und> die sind auch begrenzt.
Dazu reicht ein 19" Rack mit entsprechend vielen Höheneinheiten.
Bei RME ist zwar entsprechendes verfübar z.B. 4 x m32 da und passende
PCIE Interface-Karte aber ca. 15k Euro sprengt wohl etwas das
vorgesehene Budget.
Theoretisch sollte das mit asio4all und mehreren Soundkarten
funktionieren... aber das könnte schon ein edge-case sein - ich wette es
hängt von der Kombi CPU<->USBBridgechip<->Soundkartenmikrocontroller
ab...