Hallo,
Ich bastel mir gerade ein RGB-Scart Kabel für meine alte Spielekonsole
die Sega Megadrive.
Da diese aber nur Stereo über eine extra Klinke ausgiebt, wollte ich
dort mit einem Audio-Kabel den Stereo-Ton abgreifen und dies dann auf
den Scart-Stecker führen.
Da ich mir Kabellänge sparen will dachte ich, ich gehe mit dem Kabel vom
Stereo-Ausgang auf den Stecker der an der Konsole angesteckt wird und
gehe dann ja ohnehin weiter auf den Scart. Nur habe ich jetzt nur mehr
eine einzelne Leitung verfügbar für Stereo.
Kann ich das Stereosignal auf eine Leitung zusammenführen und dann beim
Scart auf beide (links und rechts eingang) legen oder nicht?
Ich finde dazu im Netz bisher nichts.
Vielen Dank
Simon
Der Scart schon, nur müsste ich dann mit einem langen Kabel von der
Konsole bis zum Scart. Würde ich über das RGB Kabel gehen können wär
dies für mich sauberer.
@karadur Das würde also funktionieren oder habe ich dann ein gemischtes
Signal am TV?
Danke dir, das dachte ich mir schon.
(Hab diese Lösung in einem Tutorial gesehen und war mir nicht 100%
Sicher ob das nicht wieder Mono wird.)
Danke. :)
Simon schrieb:> Kann ich das Stereosignal auf eine Leitung zusammenführen und dann beim> Scart auf beide (links und rechts eingang) legen oder nicht?
Nein.
Aus Stereo wird bei einer Leitung nur Mono.
Ein späteres auftrennen auf links/rechts ist nicht mehr möglich.
Einen UWK Stereo-Encoder und -Decoder mit Trägerfrequenzen braucht eine
Betriebsspannung die du nicht hast.
Nimm ein ordentiches Kabel.
Kannst du ja an das Scart-Kabel drantackern mit Isolierband oder so.
D.h. du hast irgend eine Leitung genommen, die rumlag und hast zu wenig
Adern?
Normalerweise ermöglicht selbst ein SCART-Kabel in Mindestbeschaltung
Audio Links und Rechts und in beide Richtungen gleichzeitig:
https://de.wikipedia.org/wiki/SCART#Mindestbeschaltung
Vielleicht gibt es ja aus der Telefontechnik was, wie man zwei Signale
über ein Leitungspaar übertragen kann? Stichwort: Phantomschaltung oder
Gabelschaltung.
Anselm 6. schrieb:> Stereo sind 2 getrennte Signale, wie soll das gehen?
Mit einer i/q-Modulation (komplexen Modulation). Ob der Aufwand einen
iq-(De-)Modulator zu bauen im Verhältnis steht, sei mal dahingestellt.
Martin S. schrieb:> Mit einer i/q-Modulation (komplexen Modulation). Ob der Aufwand einen> iq-(De-)Modulator zu bauen im Verhältnis steht, sei mal dahingestellt.
Stereo-Encoder/Decoder wie bei UKW wurde ja oben schon vorgeschlagen.
Gibts fertige Steine dafür. Aber passendes Scart-Kabel kaufen und
anstöpseln wird trotzdem einfacher sein.
Martin S. schrieb:> Anselm 6. schrieb:>> Stereo sind 2 getrennte Signale, wie soll das gehen?>> Mit einer i/q-Modulation (komplexen Modulation). Ob der Aufwand einen> iq-(De-)Modulator zu bauen im Verhältnis steht, sei mal dahingestellt.
Toll.
Du meinst also, dass sowas dem OP vorschwebt, bei dem es schon an einem
zu kurzen/zu dünnen/ zu wenige Adern - Kabel scheitert?
Man könnte noch vorschlagen, dass ers halt mit einem BT
Sender/Empfängerpaar ganz ohne Kabel versuchen könnte.
Oder mit einem geschlachteten IR-Stereo-Kopfhörer ausm letzten
Jahrhundert.
Marek N. schrieb:> Vielleicht gibt es ja aus der Telefontechnik was, wie man zwei Signale> über ein Leitungspaar übertragen kann? Stichwort: Phantomschaltung oder> Gabelschaltung.
Gabelschaltung?
Das ist sicher der beste Tipp des Threads und kann nicht mehr getoppt
werden.
Einfach den rechten Kanal mit einem Mischer um 20kHz nach oben schieben
und mit dem linken Kanal addieren. Am anderen Ende das genauso einfach
wieder rückgängig machen. ;-)
Hm, lass mich raten, es handelt sich um eine Sega Megadrive 1, und Du
willst den Stereo-Ausgang auf die 8-polige DIN-Anschluss der Leitung,
die auf der anderen Seite den Scart-stecker hat?
Vermutlich wäre es besser, das Scart-Verbindungskabel durch ein
9-poliges zu ersetzen, wo auch Stereo durch kann, wie es für Sega
Megadrive 2 verwendet würde.
Mampf F. schrieb:> Einfach den rechten Kanal mit einem Mischer um 20kHz nach oben schieben> und mit dem linken Kanal addieren.
Oder besser das Differenzsignal (L-R) mit einem Mischer um 38kHz nach
oben schieben, zum Monosignal (L+R) addieren und dann am anderen Ende
einen billigen fertigen Stereodecoder (wie bei UKW Rundfunk) verwenden
den es fertig zu kaufen gibt.
Oder alternativ: Zum Mediamarkt fahren, ein passendes Kabel kaufen,
einstöpseln und fertig.
hinz schrieb:> Bernd K. schrieb:>> einen billigen fertigen Stereodecoder (wie bei UKW Rundfunk) verwenden>> den es fertig zu kaufen gibt.>> Die gibts noch?
Restbestände der alten findet man noch hier und da. Vielleicht gibts
auch neue irgendwo mit anderen Bezeichnungen, UKW ist ja noch nicht
abgeschafft.
Bernd K. schrieb:>> Einfach den rechten Kanal mit einem Mischer um 20kHz nach oben schieben>> und mit dem linken Kanal addieren.>> Oder besser das Differenzsignal (L-R) mit einem Mischer um 38kHz nach> oben schieben, zum Monosignal (L+R) addieren und dann am anderen Ende> einen billigen fertigen Stereodecoder (wie bei UKW Rundfunk) verwenden> den es fertig zu kaufen gibt.
Das hat man ja nur so gemacht, um zu den alten Monogeräten
kompatibel zu sein. Wenn man das nicht braucht, wäre die
"Mampf"-Lösung denauso gut.
Harald W. schrieb:> Das hat man ja nur so gemacht, um zu den alten Monogeräten> kompatibel zu sein. Wenn man das nicht braucht, wäre die> "Mampf"-Lösung denauso gut.
Trotzdem muß er weiter hoch mit der Frequenz damit das untere Seitenband
des hochgemischten Signals nicht mit dem anderen Signal im Basisband
kollidiert.
Das Differenzsignal zu nehmen hatte aber auch andere Vorteile, so
verteilen sich eventuelle Beeinträchtigungen der höheren Frequenzen auf
dem Übertragungsweg hinterher auf beide Kanäle gleichmäßig, es wird
symmetrischer, beide Kanäle werden dem gleichen Verarbeitungsweg
unterzogen und nicht nur einer davon.
Und auch die technische Eleganz gebietet daß wenn man ein Verfahren
nimmt das es eh schon gibt und weit verbreitet ist daß man dann nicht
irgendwelche nutzlosen minimalen inkompatiblen Abwandlungen einbaut nur
um dem Ding seinen eigenen Stempel aufzudrücken sondern man macht es
kompatibel zu dem was es schon gibt. Einfach weil es so eleganter und
schöner ist. Er könnte dann zum Beispiel noch einen kleinen UKW-Sender
dranhängen und hat dann auch in der Küche oder auf dem Klo den
Stereo-Sound. Oder im Kopfhörer mit nem tragbaren UKW-Empfänger.
MeierKurt schrieb:> Martin S. schrieb:>> Anselm 6. schrieb:>>> Stereo sind 2 getrennte Signale, wie soll das gehen?>>>> Mit einer i/q-Modulation (komplexen Modulation). Ob der Aufwand einen>> iq-(De-)Modulator zu bauen im Verhältnis steht, sei mal dahingestellt.>> Toll.> Du meinst also, dass sowas dem OP vorschwebt, bei dem es schon an einem> zu kurzen/zu dünnen/ zu wenige Adern - Kabel scheitert?>> Man könnte noch vorschlagen, dass ers halt mit einem BT> Sender/Empfängerpaar ganz ohne Kabel versuchen könnte.> Oder mit einem geschlachteten IR-Stereo-Kopfhörer ausm letzten> Jahrhundert.
Nein dem OP hilft das nicht. Aber die Aussage, auf die sich meine
Antwort bezieht, war halt auch leider einfach schlichtweg falsch. Nicht
mehr, und nicht weniger.