Forum: Haus & Smart Home LWL Innenkabel in Leerrohr neben Stromkabel einziehen


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von Tobias S. (tobias79)


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Hallo Zusammen,

Folgendes Problem. In eine Altbau schaut es sehr schlecht aus mit 
bestehenden Leerrohren um vom Glasfaser Gebäudeverteiler zur 
Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose zu kommen.

Daher die Überlegung ob man auch Singlemode Glasfaserkabel mit einem 
Durchmesser von gerade mal 3,2 mm über die bestehenden Stromleerrohre 
parallel zu schon existierenden Stromkabeln einziehen könnte. Und in wie 
weit dies auch einschlägigen VDE Normen entspricht. Aktuell hätte ich 
wegen der isolierenden Wirkung von Kunststoff und Glasfaser hier keine 
Probleme erwartet.

Besten Dank für ein Feedback.

Schöne Grüße
Tobias

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von GEKU (Gast)


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Probleme wird es mit den Biegeradien geben.

von Tobias S. (tobias79)


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Die Faser die ich da aktuell im Auge hätte wäre eine G.657.A2. Sprich 
300 N Einzugskraft, 7,5 mm minimaler Biegeradius.

Würde eher technisch den Einzug neben einem bestehenden Kabel 
problematischer sehen als den eigentlichen Biegeradius. Müsste u.U. 
Bestandskabel aus und wieder eingebaut werden.

: Bearbeitet durch User
von Horst (Gast)


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Der VDE hat grundsätzlich nichts gegen Glasfaser direkt an Stromkabeln, 
die Physik hat aber was gegen Nachziehen von Kabeln.
Durch die Reibung beim Ziehen wird die Isolation problemlos bis aufs 
Kupfer abgeschliffen und damit hat auch der VDE wieder ein Problem.

von Gerald B. (gerald_b)


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Horst schrieb:
> Durch die Reibung beim Ziehen wird die Isolation problemlos bis aufs
> Kupfer abgeschliffen und damit hat auch der VDE wieder ein Problem.

Dafür gibt's "Flutschi", so ein Gel zum Kabel einziehen. Von oben nach 
unten ziehen und immer schön mit dem Zeug eindieseln. Das trocknet sogar 
rückstandsfrei (irgendwann) wieder weg.

von Tobias S. (tobias79)


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Horst schrieb:
> Durch die Reibung beim Ziehen wird die Isolation problemlos bis aufs
> Kupfer abgeschliffen und damit hat auch der VDE wieder ein Problem.

In dem Fall ist das Objekt ca. 40 Jahre alt. Würde also keine solch 
schlechten Kabel erwarten,

Glaub wenn es so weit kommen würd dann wäre
a) das verlegte Stromkabel so alt und die Isolierung derart porös dass 
man es sowieso mal austauschen sollte
b) die 300 Newton für das Einziehen der Glasfaser überschritten und der 
LWL dann u.U. unbrauchbar

Generell ja dass Einziehen ist nicht trivial bei 15 mm Innendurchmesser 
Leerrohr wenn schon 10 mm Kabel drin liegt. Würde in dem Fall von einem 
Elektriker gemacht.


Andere Frage. Ob eine LWL Faser 15 m lang ist oder 100 m lang spielt 
technisch (noch) keine Rolle oder? Sprich wenn die von der Telekom 
maximal vorgesehene Leitungslänge um ein paar Meter überschritten würde?

von Reinhard S. (rezz)


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Tobias S. schrieb:
> Hallo Zusammen,
>
> Folgendes Problem. In eine Altbau schaut es sehr schlecht aus mit
> bestehenden Leerrohren um vom Glasfaser Gebäudeverteiler zur
> Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose zu kommen.
>
> Daher die Überlegung ob man auch Singlemode Glasfaserkabel mit einem
> Durchmesser von gerade mal 3,2 mm über die bestehenden Stromleerrohre
> parallel zu schon existierenden Stromkabeln einziehen könnte.

Wenn du das schaffst gerne. Wie erwähnt dürfte das kniffelig werden, wie 
allgemein beiziehen von Kabel.

Tobias S. schrieb:
> Andere Frage. Ob eine LWL Faser 15 m lang ist oder 100 m lang spielt
> technisch (noch) keine Rolle oder? Sprich wenn die von der Telekom
> maximal vorgesehene Leitungslänge um ein paar Meter überschritten würde?

Die Länge ist für den Betrieb ziemlich egal.

: Bearbeitet durch User
von schUk0 (Gast)


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Ich kann aus Erfahrung sagen: Jedes noch so neue Kabel kann innerhalb 
von Sekunden bis aufs Kupfer durchgeschliffen werden, wenn man nicht 
aufpasst.

Und mit besonders dünnen gezogenen Leitungen geht das noch viel besser.

Also ordentlich Flutschi rein und im Nachgang Iso bei den betroffenen 
Stromkreisen messen.

von chris (Gast)


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Und Datenblatt lesen, ob das Kabel Armiert (Stahlkabel) oder mit 
Karbonfasern
verstärkt ist. Beides ist leitend.

von Andre (Gast)


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schUk0 schrieb:
> Also ordentlich Flutschi rein und im Nachgang Iso bei den betroffenen
> Stromkreisen messen.

Und: Isolation möglichst zeitnah messen. Das Flutschi leitet, also 
fallen Fehler schnell auf. Leitet aber halt nur solange es noch nicht 
verdunstet ist.

von Isofix (Gast)


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schUk0 schrieb:
> Ich kann aus Erfahrung sagen: Jedes noch so neue Kabel kann
> innerhalb
> von Sekunden bis aufs Kupfer durchgeschliffen werden, wenn man nicht
> aufpasst.
>
> Und mit besonders dünnen gezogenen Leitungen geht das noch viel besser.
>
> Also ordentlich Flutschi rein und im Nachgang Iso bei den betroffenen
> Stromkreisen messen.

Isolieren eignet sich vielleicht besser.

von Isofix (Gast)


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Isolieröl ...

von schUk0 (Gast)


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Mit Flutschi wollte ich mich extra nicht auf ein bestimmtes Produkt 
festlegen... Materialverträglichkeit ist selbstverständlich zu 
gewährleisten.

von P. W. (deneriel)


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Glasfasereinzeladern mit dieser Dicke haben eine Verstärkung aus 
Aramidfasern zum Schutz der Ader und um eben die Zugkräfte aufnehmen zu 
können.
Die reine Faser hat gerade mal 0,125mm Durchmesser, mit 300N ist die an 
der ersten Ecke abgerissen. (Und Glasfaserstückchen in der Hand machen 
sich nicht gut).

Wenn in deinem Rohr genug Platz ist und nicht viele Biegungen, dann geht 
das. Technisch isses kein Problem das gemeinsam zu verlegen, wie du 
selsbt festgestellt hast, isoliert das Zeug ja.

Wenns eh schon proppevoll ist 'oder um zig Ecken geht, bekommste sowieso 
KEIN Kabel nachgezogen. Egal ob Kupfer oder Glas.


Aber: Willst du eine fertig konfektionierte Leitung ziehen? Dann musst 
du auch den (dickeren) Stecker mit durch das Rohr bekommen.

von Tobias S. (tobias79)


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P. W. schrieb:
> Aber: Willst du eine fertig konfektionierte Leitung ziehen? Dann musst
> du auch den (dickeren) Stecker mit durch das Rohr bekommen.


Nein kein fertig konfaktioniertes Kabel. Sprich ein FTTH LWL Kabel ohne 
Stecker. Sonst sinkt Chance gegen 0 da LWL reinzubekommen. Und da dann 
sowieso ein Kabelende n Pigtail mit Spleiß bekommen muss warum in dem 
Fall nicht auch das zweite Kabelende.

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