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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug 2 Möbelbretter 90 Grad verbinden - Bohrhilfe?


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Autor: Rainer U. (r-u)
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Liebe alle,

Der Profi würde so einen Fall wohl auf den Frästisch legen oder eine 
Ständerbohrmaschine benutzen - ich habe aber nur eine Hand-Bohrmaschine 
und 8mm Holzbohrer.

Ich möchte 2 kleine Holzplatten (20*10*2cm) an der langen Seite 
möglichst exakt passgenau 90Grad angeordnet verbinden - so dass also ein 
"langer rechter Winkel" draus wird, der belastbar ist (stumpf, keine 
Gehrung).

Im Möbelbau sieht man meist Zapfen und in der Mitte so Tonnen-Muttern. 
Das würde mir auch passen, aber dazu muss man ja die Zapflöcher exakt 
gegenüber bohren, und auch noch senkrecht.

Wie macht Ihr das - gibt es da so Führungen für den Bohrer, die man ans 
Brett zwingt? Aber das bräuchte man dann ja einmal rechts und einmal 
links.. Mit Bleistift anreißen und bohren geht meist etwas daneben und 
führt dazu, dass dann an der Außenseite etwas übersteht - also ist nicht 
genau genug, auch wenn die Zapfen minimal mit sich reden lassen..

: Bearbeitet durch User
Autor: EGS (Gast)
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Moin Rainer,

von Wolfcraft gibt es sogenannte Dübelhilfen (nein nicht die für das 
biologische Zeug 😅).

Die sind dafür da, dass die Löcher passen zueinander positioniert werden 
und auch lotrecht sind.

Der gängigste ist der Meisterdübler. Funktioniert und man bekommt 
schnell gute Ergebnisse erzielt. Vorher erstmal an einem Reststück üben.

Preislich bist du da bei 10-15 €.

Grüße

Autor: herbert (Gast)
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Da solche Bohrungen genau sein müssen gibt es Bohrlehren dafür zu 
kaufen.Guckst du Baumarkt oder Schreiner-Markt...

Autor: test (Gast)
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Gib mal bei ebay den Begriff "Pocket hole" ein.

Der Vorteil hier ist das die Schraube quer zur Faserrichtung 
eingeschraubt wird. Ist stabiler als Stirnseitig zu verschrauben 
(Schraube parallel zur Faserrichtung).


Ich sehe keinen Vorteil in der Nutzung dieser Pappmöbelverbinder die du 
nutzen willst. Oder soll es ständig auf-/abgebaut werden?

Autor: test (Gast)
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BTW: Bei den fertig verschraubten Brettern kannst du auch noch Löcher 
durch die Verbindungsstelle bohren und Dübel einleimen.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Rainer U. schrieb:
> Wie macht Ihr das

Lamellos mit der Lamelllofräse.

Das äussere Brett durchbohren darfst du nicht ?

Rainer U. schrieb:
> Im Möbelbau sieht man meist Zapfen und in der Mitte so Tonnen-Muttern.

Wenn die Verbindung wieder lösbar sein muss. Sonst eingeklebte Dübel.

Autor: Rainer U. (r-u)
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test schrieb:
> BTW: Bei den fertig verschraubten Brettern kannst du auch noch Löcher
> durch die Verbindungsstelle bohren und Dübel einleimen.

Ah jetzt sehe ich, was ich vergessen habe zu erwähnen: Die Dübellöcher 
soll man von außen nicht sehen :-)

Autor: Rainer U. (r-u)
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Danke für Eure Hinweise, da werde ich weiter kommen - mir fehlten eben 
die Suchbegriffe, nach denen ich suchen muss..

Autor: test (Gast)
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Rainer U. schrieb:
> test schrieb:
> BTW: Bei den fertig verschraubten Brettern kannst du auch noch Löcher
> durch die Verbindungsstelle bohren und Dübel einleimen.
>
> Ah jetzt sehe ich, was ich vergessen habe zu erwähnen: Die Dübellöcher
> soll man von außen nicht sehen :-)

Dann solltest du besser nicht durchbohren ;-)

Aber weiter oben wurden ja schon die Lehren für Dübel erwähnt. Man kann 
nicht sichtbare Dübel und Pocket Holes natürlich wunderbar kombinieren. 
Eliminiert das Problem mit dem Spannen nach dem Verleimen.


BTW: Die oben erwähnten Lamellos sollen nicht wirklich viel für die 
Stabilität bringen.
Es gibt ein ähnliches System das fräst Schlitze für breite Dübel, aber 
das kostet einiges mehr.

Autor: A.S. (Gast)
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Man nimmt eine flache Holzleiste, legt die auf die schmale Seite und 
bohrt dort die ersten Dübellöcher.

Dann aufs andere Brett als bohrschablone.

Natürlich aufpassen, dass sie Holzleiste an der Außenseite und an einer 
Ecke bündig war UND auf dem anderen Brett richtig herum angelegt wird.

Autor: Sebastian S. (amateur)
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Für den Gelegenheitsbastler gibt es, wenn es unsichtbar werden soll, 
Hilfen.
Sollten eigentlich in jedem gut sortierten Baumarkt zu haben sein.

Die sehen auch wie zu kurz geratene Regalauflagestifte, die an einem 
Ende spitz auslaufen.

Die Handhabung ist ebenfalls recht einfach:
Du bohrst einfach an sinnvoller Stelle Deine Löcher. Am besten in die 
Schmalseite der  Bretter. Jetzt steckst Du einfach die Stifte in die 
Löcher. Im Anschluss hältst Du die zwei Bretter so zusammen, wie sie 
Später befestigt werden sollen.
Ein kräftiger schlag auf die Schmalseite des bereits gebohrten Brettes 
und schon hinterlassen die Spitzen Vertiefungen dort, wo die Widerparts 
gebohrt werden müssen.

Wichtig ist bei diesem Verfahren nur, so Du es mit Spanplatten zu tun 
hast, dass Du zuerst die raue, schmale Kante bohrst wo sowieso der 
Bohrer etwas verläuft und dann die Markierungen in die glatte, gepresste 
Oberfläche presst. In der Kante wären sie kaum zu sehen während sie auf 
der glatten Oberfläche leicht zu finden/sehen sind.

Eine vollständige Preisklasse höher findest Du bestimmt auch Bohrhilfen, 
die verstellbar sind und wie ein Anschlag arbeiten. Am selben Ort.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Man kann auch einfach eine Leiste mit einem Anschlag versehen und die 
als Bohr-/Markierhilfe benutzen.

Autor: Rainer U. (r-u)
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Also ich hab jetzt viel gelesen, und diese Pocket Hole / WOLFCRAFT 
Undercover Jig Idee gefällt mir gut, auch wenn sie nicht für alle meine 
Fälle geeignet sein mag.

Eine Frage noch dazu: wenn ich sowas für Hartholz nehme (Buche, 
Leimholzbinder), dann muss ich da ohne Vorbohren mit einer 
Spanplattenschraube ins Holz (also der vordere Bereich) ?? Ich bohre 
eigentlich gerne vor, damit es nicht splittert.. oder mach ich mir zu 
viele Sorgen?

: Bearbeitet durch User
Autor: Dieter W. (dds5)
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In Hartholz solltest Du unbedingt mit dem Durchmesser des 
Schraubenschafts vorbohren. Andernfalls spaltet sich das Holz oder die 
Schraube reißt ab.

Autor: Rainer U. (r-u)
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Aber wie vorbohren, da bräuchte ich ja einen langen dünnen Spezialbohrer 
für diesen Fall?

Beitrag #5899694 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Lurchi (Gast)
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Für nur ein paar Löcher in Holz kann man normale Eisenbohrer nehmen. 
Wenn die Schrauben nicht besonders lang sind reichen die normalen 
DIN338, wenn es länger sein soll gibt es noch die Reihe DIN340 - ist 
aber schon etwas schwerer zu bekommen, aber oft noch nicht so teuer 
(z.B. 5 mal der Preis der billigen).

Für eine 4 mm Schraube sollte etwa ein 2,5-3 mm Bohrer zum Vorbohren 
reichen. Für den ersten Teil wo die Schraube nicht greifen soll 4 mm 
oder ggf. 3,5 mm. Mit Schrauben die am Kopfende kein Gewinde haben gehen 
ggf. auch 3 mm.

Autor: Dirk B. (dirkb2)
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von Wolfcraft gibt es auch Werbevideos.

Da sind auch Markiernadeln (Körner) dabei. Die steckt man in die 
gebohrten Löcher vom 1. Brett und kann damit die Markierungen beim 2. 
Brett machen.

Autor: test (Gast)
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Rainer U. schrieb:
> Aber wie vorbohren, da bräuchte ich ja einen langen dünnen
> Spezialbohrer für diesen Fall?

Ich denke Pocket Holes mit Vorbohren ist problematisch. Du musst ja auch 
den Winkel treffen.

Ich denke du brauchst Schrauben mit flacher Kopfunterseite (generell bei 
Pocket Holes) und (für deinen Fall) und der Eigenschaft das Holz nicht 
zu spalten (es gibt Schrauben die selbst das Vorbohren übernehmen). Aber 
ich habe da nun auch keine Empfehlung für ein konkretes Schraubenmodell 
parat.

Also Spanplattenschrauben sind generell nicht die beste Wahl bei Pocket 
Holes.

Autor: Rainer U. (r-u)
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Dirk B. schrieb:
> Da sind auch Markiernadeln (Körner) dabei.

Ach so - das leuchtet ein. Ich hab die in den Videos / den Kisten  nicht 
gesehen.

Autor: Rainer U. (r-u)
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test schrieb:
> (es gibt Schrauben die selbst das Vorbohren übernehmen).

Ach - das wäre ja optimal - aber wo tun die die Späne hin?

Autor: Rainer U. (r-u)
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test schrieb:
> Ich denke Pocket Holes mit Vorbohren ist problematisch. Du musst ja auch
> den Winkel treffen.

Ah stimmt! wenn der falsch ist, zieht es ja doch wieder zur Seite, was 
ich mit der Methode verhindern wollte. Vielleicht ist Taschenloch für 
Hartholz nicht geeignet?

Autor: Paule, Bademeister (Gast)
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Rainer U. schrieb:
> Der Profi würde so einen Fall wohl auf den Frästisch legen oder eine
> Ständerbohrmaschine benutzen

Nein, der Profi würde es kleben. Und jeden Stabilitätsvergleich mit 
reinen Schraublösungen gewinnen.

Autor: Holzwurm (Gast)
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Schrauben alleine reicht nicht. Auf alle Fälle leimen. Zur Stabilität 
gehören noch Holzdübel dazu. Geht einfach:
https://www.amazon.de/Wolfcraft-Durchmesser-Dübelsetzer-Hartmetall-WFC2912/dp/B0001P19F4/ref=sr_1_5?keywords=dübelhilfe&qid=1562560984&s=diy&sr=1-5

Autor: Dirk B. (dirkb2)
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Rainer U. schrieb:
> Dirk B. schrieb:
>> Da sind auch Markiernadeln (Körner) dabei.
>
> Ach so - das leuchtet ein. Ich hab die in den Videos / den Kisten  nicht
> gesehen.

https://www.amazon.de/dp/B0001P19Q8/ref=sspa_dk_detail_1?psc=1

Da ist alles dabei. Bohrer mit Tiefeneinstellung, Bohrlehre (damit du 
mittig in die Stirnseite bohren kannst) und die Dübelmarkierer (die 
Holzwurm extra markiert hat).

Gibt es auch in eigentlich jedem Baumarkt.

Für Einzelstücke reicht es.

: Bearbeitet durch User
Autor: Tonja S. (Firma: SVK) (tonja_st)
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quatsch genau....bohr das Loch an eine stelle..dort steckst Du dann 
Markierspitzen rein und legst das andere Brett darauf ..ein kurzer 
Schlaf..dann hast Du die Markierungen auf dem anderen Brett..bohren und 
fertig...denke wie ein Tischler, nicht wie ein Maschinenbauer

Autor: MaWin (Gast)
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Tonja S. schrieb:
> anderen Brett..bohren

Wenn ihm denn das Loch bei der handgeführten Bohrmaschine nicht 
verrutscht, dann hat er nämlich den Salat.
Eigentlich geht das - wie bei Metall - nur mit Kurzbohrer im guten 
Bohrständer ( in das Brett welches nicht in die Stirnseite gebohrt wird 
).

Autor: Stone (Gast)
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Der Meisterdübler ist ok, aber ich bevorzuge den Universaldübler von 
Wolfcraft. Damit hat man halt mehr Kontrolle. Wenn es bei einer 
einmaligen Aktion bleibt, würde ich es genau anzeichen und möglichs 
grade bohren. Geht auch ohne Hilfsmittel, blos bei vielen Dübel gehts 
halt schneller mit ner Hilfe. Mit den Bohrhilfen sollte man auch zuvor 
etwas üben weil ganz Idiotensicher sind die auch nicht.
Was auch wichtig ist das die Schnittkante 90° hat sonst zieht es dir das 
Brett immer schieft oder lässt sich nicht verkleben.

Autor: Thomas M. (langhaarrocker)
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Pah, ein echter "Maker" sucht auf Thingiverse mal nach "dowel jig". Da 
gibts diverse Modelle, die der Maker durch seinen 3D Drucker jagen kann. 
Das dauert kaum länger als die Lieferzeiten von Amazon.
Drei Tage später prahlt er dann mit einem fast geraden Werkstück!

:D

Autor: Walter K. (walter_k488)
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Wenn es wirklich stabil und fachgerecht werden soll und auch noch gut 
aussehen soll - dann musst Du weder bohren noch „kleben"!

Google mal nach halberverdeckte  Schwalbenschwanz-Zinkung oder Gratung!

Fräsen brauchst Du dabei dann auch nicht.
Es reicht eine Handsäge, Stecheisen und Hammer.

Und Holz klebt man nicht, sondern leimt es!

Vorher einfach mal ein paar Probestücke machen zum üben!

Das geht alles natürlich nur dann, wenn die „Möbelbretter“ wirklich aus 
Holz sind - und kein Müll, wie Spanplatte oder MDF!

Autor: Paule, Bademeister (Gast)
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Stone schrieb:
> Was auch wichtig ist das die Schnittkante 90° hat sonst zieht es dir das
> Brett immer schieft oder lässt sich nicht verkleben.

Das passiert nur, wenn man die Klebung mit Schraubzwingen oder so 
verspannt.

Man bereitet die Klebeflächen vor, verleimt mit reichlich Holzkalt, und 
verspannt die Klebung mit drei, vier normalen Schrauben. Die ziehen die 
beiden Bretter genau an den Schnitt, ob dieser nun exakt rechtwinklig 
ist, oder nicht. zum Schluss den überschüssigen leim  wie ne Silikonfuge 
abziehen, feucht nachwischen, fertig...

Dübel und solchen Quatsch kann man sich gerade hier bei nur einem 
einzigen Winkel sparen. Holz ist nicht stabiler als Holz...
Dübel machen nur bei nem ganzen Korpus Sinn, oder z.B. einem Boden. Und 
vor allem natürlich bei beschichteten Platten.

Autor: Achim H. (anymouse)
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Back To Topic:

Für so einen Zweck habe ich  mir mal eine "Wolfcraft Dübelhilfe" 
zugelegt.

--> https://wendyswohnzimmer.de/duebel-setzen-wolfcraft-universalduebler

Ist zweiteilig, daher bleiben die Bretter auch in Position.

Autor: Walter K. (walter_k488)
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Paule, Bademeister schrieb:
> Stone schrieb:
> Was auch wichtig ist das die Schnittkante 90° hat sonst zieht es dir das
> Brett immer schieft oder lässt sich nicht verkleben.
>
> Das passiert nur, wenn man die Klebung mit Schraubzwingen oder so
> verspannt.
> Man bereitet die Klebeflächen vor, verleimt mit reichlich Holzkalt, und
> verspannt die Klebung mit drei, vier normalen Schrauben. Die ziehen die
> beiden Bretter genau an den Schnitt, ob dieser nun exakt rechtwinklig
> ist, oder nicht. zum Schluss den überschüssigen leim  wie ne Silikonfuge
> abziehen, feucht nachwischen, fertig...
>
>

Wenn irgendwas nicht exakt winklig ist, dann am besten PU - Leim, der 
quillt etwas auf und füllt kleinere Hohlräume!

Ansonsten weißen Kaltleim - und wenn es nach Aushärtung korrigierbar 
werden soll: Knochenleim wie ganz ganz früher!

Autor: Jens P. (jensp)
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Mit dem Wolfcraft-Jig hab ich schon recht anspruchsvolle Möbel aus 
Multiplex gebaut, geht sehr gut!

Autor: Skeptiker (Gast)
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Walter K. schrieb:
> Es reicht eine Handsäge, Stecheisen und Hammer.

Zeige uns doch mal ein paar von dir per Hand gemachte halbverdeckte 
Schwalbenschwanzverzinkungen.

Ich behaupte mal: Ohne daß man da viele Tage in üben investiert und 
nebenbei sehr gute und rasiermesserscharfe Stecheisen hat (und die 
Dinger auch noch perfekt selber nachschleifen kann) wird das nix werden. 
Vor allem nicht falls es Fichte oder Tanne ist.
Das ist der Mercedes unter den Holzverbindungen und entsprechend 
aufwändig per Hand zu realisieren.

Autor: Jemand (Gast)
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Hallo

ich schließe mich mal deiner Vermutung an.
Eine Tischler- Schreinerlehre soll laut ersten Google Treffern 3 Jahre 
dauern, und das was du vorgeschlagen hast gehört sicherlich zu solch 
einer Lehre dazu und ist bestimmt nicht in einer Woche wirklich gut 
erlernt.

Theoretisch wirklich super simpel (siehe auch die schulischen 
Voraussetzungen für solch eine Lehre) aber handwerklich praktisch ganz 
bestimmt eine deutliche Herausforderung und hoher Bedarf an Erfahrung 
und Übung wenn es wirklich optisch ansprechend und 100% stabil werden 
soll.
Nebenbei musste ich (für eine andere Holzarbeit die ich mal durchführen 
wollte und auch um "einfach" mal entsprechendes Werkzeug vor Ort im 
eigenen Bestand zu haben) feststellen das Stecheisen trotz einfachen 
Prinzip und obwohl da nicht besonderes dran ist (wohl nur scheinbar...) 
richtig teuer sind, übrigens genauso auch wie ein Hobel, und deren 
Pflege und "Scharf halten" bei weiten nicht so trivial ist wie man es 
als "Holzfremder" erst mal Vorurteilsbelastet wie man nun mal ist ;-) 
vermutet bzw. meint zu wissen.

Jemand

Autor: Stone (Gast)
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Paule, Bademeister schrieb:
> Das passiert nur, wenn man die Klebung mit Schraubzwingen oder so
> verspannt.
>
> Man bereitet die Klebeflächen vor, verleimt mit reichlich Holzkalt, und
> verspannt die Klebung mit drei, vier normalen Schrauben. Die ziehen die
> beiden Bretter genau an den Schnitt, ob dieser nun exakt rechtwinklig
> ist, oder nicht. zum Schluss den überschüssigen leim  wie ne Silikonfuge
> abziehen, feucht nachwischen, fertig...

Holzleim ist nicht dafür gemacht Spaltfüllend zu sein. So viel Vertrauen 
hätte ich nicht in die Verleimung

Autor: Paule, Bademeister (Gast)
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Jemand schrieb:
> ich schließe mich mal deiner Vermutung an.

Und ich erst. Denn wer auf "Leim" pocht, na der ist generell ein 
Theoretiker. Das ist ein Kleber, so wie es andere auch sind. Von mir aus 
kann Walter sein Holz sogar kleistern, wenn er das irgendwo so gelesen 
hat.


Es gibt tausende falsche Bezeichnungen, die sich dennoch hartnäckig 
halten. Sie entstammen meist irgendwelchen Altvorderen, die so helle wie 
drei Dunkle waren...Wer sich an sowas festhalten will, bitteschön.

Autor: Paule, Bademeister (Gast)
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Stone schrieb:
> Holzleim ist nicht dafür gemacht Spaltfüllend zu sein.

Natürlich nicht, genau daher ja auch das mit den Schrauben, statt 
Zwingen. Wenn der Schnitt nicht rechtwinklig ist, ziehen die Schrauben 
die Verbindung auch auf 89 oder 91° fest. Unschön, aber ohne Spalt.
Das kann mit Zwingen weit eher misslingen (ups, das reimt sich).


Es gibt zwar Kleber, die spaltfüllend sind. Selbst diese kleben aber um 
so besser, je kleiner der Spalt ist.

Autor: Johannes S. (jojos)
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heisst es nicht 'nur geleimtes geht aus dem Leim'? :)
Ich fand den Hinweis auf die Lamellos gut, habe dazu jetzt auch einiges 
gelesen und YT Videos angesehen. Sieht auch für Anfänger einfach aus, 
nachteilig ist nur das man eben spezielles Werkzeug braucht. Und die 50€ 
Klasse kann man da auch vergessen weil zu wackelig und unpräzise.

Autor: Thomas M. (langhaarrocker)
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Sind die Holzdübel nicht nur dazu da etwas Halt und Führung während des 
Verleimens zu geben?

Autor: Stone (Gast)
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Rainer U. schrieb:
> Ich möchte 2 kleine Holzplatten (20*10*2cm) an der langen Seite
> möglichst exakt passgenau 90Grad angeordnet verbinden - so dass also ein
> "langer rechter Winkel" draus wird, der belastbar ist (stumpf, keine
> Gehrung).

Paule, Bademeister schrieb:
> Natürlich nicht, genau daher ja auch das mit den Schrauben, statt
> Zwingen. Wenn der Schnitt nicht rechtwinklig ist, ziehen die Schrauben
> die Verbindung auch auf 89 oder 91° fest. Unschön, aber ohne Spalt.
> Das kann mit Zwingen weit eher misslingen (ups, das reimt sich).

Meine Aussage war eher auf die "Passgenau 90°" ausgerichtet. 1° Hin oder 
her macht auch bei der Zwinge nichts aus.
Du kannst allerdings die beste Dübelhilfe der Welt haben wenn die 
Stirnseite 10° Schief ist wird das nie gut d.h. die Schnitte müssen 
möglichst gut sein dann ist die Grundlage dafür geschaffen es gut 
verbinden zu können.

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Thomas M. schrieb:
> Sind die Holzdübel nicht nur dazu da etwas Halt und Führung während des
> Verleimens zu geben?

Du hast damit:
1. eine vergrößerte Leimfläche
2. eine exakte Zentrierung (wenn die Dübellöcher genau gebohrt wurden)
3. eine deutlich höhere Festigkeit vor allem bei Weichholz wie 
Fichte/Kiefer). Die Zug und Scherkräfte die ein Buchen-Holzdübel abkann 
sind nicht von schlechten Eltern.

Autor: Paule, Bademeister (Gast)
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Stone schrieb:
> 1° Hin oder
> her macht auch bei der Zwinge nichts aus.

Umgekehrt ist es. Mit ner Zwinge muss man sogar bei einem sauberen 
90°-Schnitt noch sehr aufpassen, daß die Verbindung auch 90° behält. 
Weil die Zwingen allein schon durch ihr nicht mittiges Gewicht ganz 
woanders hin wollen. Da spielen noch min. 5 weitere Faktoren mit ein, 
warum sie die Bretter nicht auf 90° ausrichten wollen. Ihre 
Aufdruckflächen z.B. wollen gern mal "irgendwohin", ihre 
Gesamtkonstruktion erlaubt auch keine exakt senkrechten Kräfte, usw.
Für Schrauben gilt das nicht, die ziehen mittig im Brett an, die Hölzer 
richtet sich exakt nach dem Schnitt aus. Sprich, immer ideale 
Voraussetzung für den Kleber.

Autor: Lurchi (Gast)
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Super genau wird es mit Holz sowieso nicht. Holz reagiert auf 
Feuchtigkeit und quillt anisotrop. D.h. wenn man nicht genau auf die 
Jahresringe achtet (stehende Jahresringe oder Hirnholz) bleibt die Kante 
eine Vollholz-brettes nicht bei genau 90 Grad. Ideal solle die 
Verbindung als also am Hirnholz erfolgen (genau stehende Jahresringe 
sind eher schwer zu bekommen), auch wenn dann die Verleimung eher nicht 
so gut hält.

Als Bohrlehre für einen rechten Winkel eignet sich z.B. ein Bohrständer.
Damit die Bohrer nicht weglaufen gibt es Holzbohrer mit Spitze.

Autor: MaWin (Gast)
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Rainer U. schrieb:
> Der Profi würde so einen Fall wohl auf den Frästisch legen oder eine
> Ständerbohrmaschine benutzen

Ja, aber du bist kein Profi und ich habe keine Ahnung um dir helfen zu 
können.

Autor: Rainer U. (r-u)
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Also ich hab mir so ein Taschenloch-Jig bestellt und werde wohl 
zusätzlich leimen. Und wenns mir eine Schraube verzieht, dann bohr ich 
halt noch ein Taschenloch daneben für einen 2. Versuch.

Ich hab viele Videos gesehen, und das gefällt mir weil es schnell geht 
und anfängertauglich ist. Und ich werde Kiefer statt Buche nehmen, dafür 
etwas dicker.

Ich werde an Reststücken testen bis ich den Bogen raus habe.

Danke für alle Hinweise.

Autor: Dirk B. (dirkb2)
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Rainer U. schrieb:
> Also ich hab mir so ein Taschenloch-Jig bestellt und werde wohl
> zusätzlich leimen.

Wenn du dann noch Holzdübel nimmst sollte es halten.

Die Schrauben nehmen die Längskräfte, die Dübel die Querkräfte auf.

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Dirk B. schrieb:
> Wenn du dann noch Holzdübel nimmst sollte es halten.

Wenn er leimt und das mit Schrauben zusammenzieht, dann bricht das eher 
im Holz als in der Leimfuge.
Auch ohne Holzdübel.

Autor: Paule, Bademeister (Gast)
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Udo S. schrieb:
> Wenn er leimt und das mit Schrauben zusammenzieht, dann bricht das eher
> im Holz als in der Leimfuge.
> Auch ohne Holzdübel.

Genau so sieht es aus.
Aber die Leute verstehen es nicht, denn sie haben bei völlig anderen 
Konstruktionen schon so oft Dübel gesehen. Also müssen auch hier welche 
rein.
Oder sie haben schon mal geklebt, aber das hielt nicht. Weil sie von 
sicher 20 Fettnäpfchen, die beim Kleben nun mal auftreten, min. eines 
mitgenommen haben. Das sehen sie aber nicht, sondern Kleben ist einfach 
generell sche**e.

Diese ganzen neumodischen Super-Verschraubhilfen sind erst für 
ungeschickte und ängstliche Leute erfunden worden! Auch der TO fällt 
darauf rein. Immerhin will er inzwischen auch Kleber nutzen. Daß er sich 
das mit den Superschrauben gleich hätte sparen können, nun 
ja...vielleicht beim nächsten Holzwinkel.

Seine Konstruktion wird nicht aufgrund dieser schrägen Schrauben halten, 
sondern, obwohl er diese nutzt.

Autor: Rainer U. (r-u)
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Paule, Bademeister schrieb:
> Auch der TO fällt
> darauf rein. Immerhin will er inzwischen auch Kleber nutzen. Daß er sich
> das mit den Superschrauben gleich hätte sparen können, nun
> ja...vielleicht beim nächsten Holzwinkel.

Also ich hab mich schon umfangreich informiert. Ich hab halt keine 
Tischlerwerkstatt und will auch nicht nach jeder Klebung erstmal wie 
Meister Eder ein paar Stunden mit dem Pumuckl spielen - insofern finde 
ich die Kombination für mich gut passend - es erleichtert mir eben auch 
das Spannen/fixieren während der Kleber trocknet.

Aber schön zu wissen, dass es funktionieren wird :-)

Autor: Lurchi (Gast)
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Leim kann schon recht gut halten, oft (guter Leim und richtig 
verarbeitet) besser als das Holz selber. Allerdings ist auch die 
Stabilität des Holzes selber begrenzt. Je nach Orientierung spaltet das 
Holz an der Kante relativ leicht - die Dübel verstärken nicht nur der 
Leimfläche, sondern auch dem Holz selber.
Im Prinzip könnte da auch versteckte Schrauben (vor dem Verleimen in der 
Leimfuge) helfen.

Etwas dicker hilf auch einiges, einfach weil die Hebel besser werden.

Autor: 2 Cent (Gast)
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Pro Dübel: Spielfreiheit
Aus Erfahrung mit Durchgangsschrauben (trotz Senkkopf): es besteht die 
Möglichkeit die Stirnseite während des Festschraubens minimal zu 
versetzen, in Folge passt dann die Kante nicht mehr exakt. Im Vorteil 
ist, wer das sofort bemerkt, die Schraube wieder etwas lockert, die lage 
der Kante korriegiert, und die Schraube wieder festzieht, bevor der 
Leim anzieht :D

Contra Dübel: Spielfreiheit
Wenn auch nur eine einzige Bohrung nicht exakt plaziert ist gibts Ärger.

Autor: Bastler (Gast)
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2 Cent schrieb:
> es besteht die
> Möglichkeit die Stirnseite während des Festschraubens minimal zu
> versetzen,

ösung:

Vor dem Verschrauben wird alles miteinander verspannt und ausgerichtet. 
Danach vorgebohrt und dann geschraubt. Da bewegt sich nix!

Das macht man eigentlich immer so: Fixieren, ausrichten, und dann 
verbinden. Nur so wird's genau. Egal ob Holz, Metall, Stein. Egal ob 
Schrauben, Löten, Schweißen, Kleben, Nieten, Nageln, etc.

Autor: Bastler (Gast)
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Es fehlt ein "L"...

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Bastler schrieb:
> Fixieren, ausrichten

Eher umgedreht ;)

Autor: 2 Cent (Gast)
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Bastler schrieb:
> 2 Cent schrieb:
>> es besteht die
>> Möglichkeit die Stirnseite während des Festschraubens minimal zu
>> versetzen,
>
> ösung:
>
> Vor dem Verschrauben wird alles miteinander verspannt und ausgerichtet.
> Danach vorgebohrt und dann geschraubt. Da bewegt sich nix!
Wenn es dabei sofort verleimt wird ist ja alles Prima, damit wird wohl 
das Problem des TO auch völlig erschlagen sein.

Ich wollte auf folgendes hinaus: Aufbau wie du es beschrieben hast, in 
der Werkstatt, ohne Leim. Danach zerlegen, kleinfalten, verpacken, 
transportieren, schliesslich am Zielort fertigzusammenbauen mit Leim... 
sagen wir es so: ohne einige Dübel ist das eher nicht 
"Endkundentauglich". Die Dinger haben schon eine Daseinsberechtigung.

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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Warum werden die Holzteile nicht mit Metallwinkeln verschraubt?

Autor: Holzwurm (Gast)
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Dirk J. schrieb:
> Warum werden die Holzteile nicht mit Metallwinkeln verschraubt?

Sieht Sch... aus und hält nur bedingt.

Leim! Leim! Leim!

Autor: Mehmet K. (mkmk)
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Walter K. schrieb:
> Knochenleim wie ganz ganz früher

Man muss es schon selbst ausprobiert haben; sonst glaubt man es einfach 
nicht, was das Zeug haelt.
Aber sehr mühsam zu verarbeiten.

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