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Forum: Offtopic Woher bekomme ich die Ahnung


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Autor: Soulip (Gast)
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Moinsen Fachmänners,

Ich mache gerade eine Ausbildung als Elektroniker für Geräte und Systeme 
und lunger hier ab und zu im Forum. Ich sehe hier oft so antworten zu 
fragen wo ich mir denke wie kommt man da jetzt drauf und warum bin ich 
darauf nicht gekommen (wenn ich denn mal verstehe). Ich frage mich wie 
kann ich mein Horizont meines Wissen erweitern. Mir ist natürlich klar 
das hier viele Ingenieure sind die Jahre studiert das kann ich jetzt 
natürlich nicht einfach machen. Ich hoffe Ihr versteht was ich meine.

schöne grüße

: Verschoben durch Moderator
Autor: icke (Gast)
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Auf deutsch: du weisst nicht wie man lernt.
Ist das dein Problem?

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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Soulip schrieb:
>
> Ich mache gerade eine Ausbildung

Also stehst du noch am Anfang.

> Ich sehe hier oft so antworten zu
> fragen wo ich mir denke wie kommt man da jetzt drauf und warum bin ich
> darauf nicht gekommen

Was dir fehlt, ist nicht "Ahnung", sondern Erfahrung. Die kommt mit der 
Zeit, wenn du es zuläßt. Aber eben nicht von allein.

Autor: In diesem Vierte wird die Achtelnote halb geterzt (Gast)
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Soulip schrieb:
> Ich frage mich wie
> kann ich mein Horizont meines Wissen erweitern.

Mache jede Menge Fehler und lerne daraus!
Youtube-Video "Secret to Learning Electronics - Fail and Fail Often"

Autor: HerrMann (Gast)
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Joode Daach, leeve Jung!

Hast Du denn schon als Kind viel mit Elektronikkram gespielt oder wie 
bist Du in diese Richtung gekommen?

Autor: rmf (Gast)
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- Ein Teil der Ahnung sollte aus der Ausbildung kommen.
- Dann noch Weiterbildung durch Kurse, viel Lesen.
- Idealerweise gibt es einen Erfahrungsaustausch mit erfahrenen Kollegen 
in der Firma, Bekanntenkreis, Internetmedien, die einem gerne 
weiterhelfen. Dabei sollte niemand ein Zacken aus der Krone brechen wenn 
man eine  Frage hat.
Wenn ich so den Umgangston hier mitbekomme ist das wohl eher am 
Aussterben.
- Und dann gibt es auch noch die eigenen Fehler die man macht und aus 
denen man lernen kann.

Autor: husip (Gast)
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HerrMann schrieb:

> Hast Du denn schon als Kind viel mit Elektronikkram gespielt oder wie
> bist Du in diese Richtung gekommen?

Ja Hab immer (laut meinem Vater alles Kaputt gemacht) alles auseinander 
genommen weil ich das total Interessant fande.

Axel S. schrieb:

> Also stehst du noch am Anfang.

2 Lehrjahr


> Mache jede Menge Fehler und lerne daraus!

Kein Problem das passiert schon oft

Autor: Fresh Franziskus (Gast)
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Heute ist Dienstag, wollte es nur gesagt haben. :)

Ansonsten: Fang an zu basteln. Vielleicht nicht direkt an 230V, aber 
beispielsweise ne Steuerung für ein paar LED-Birnchen wären eine nette 
Einstiegsdroge.

Autor: In diesem Vierte wird die Achtelnote halb geterz (Gast)
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rmf schrieb:
> Idealerweise gibt es einen Erfahrungsaustausch mit erfahrenen Kollegen
> in der Firma, Bekanntenkreis, Internetmedien, die einem gerne
> weiterhelfe
> Wenn ich so den Umgangston hier mitbekomme ist das wohl eher am
> Aussterben.

Mumpitz, da manche Zeitgenossen von vielen Eigenlob taub geworden sind, 
muß man eben manche Erfahrung durch gezielte Stromschläge weitergeben 
...

Autor: Tipptipp (Gast)
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Schlau wird man nur wenn man schlaue Fragen stellt und die Antworten 
kritisch prüft.


Aber Vorsicht!

 Manchmal werden hier schlaue Fragen von der Moderation einfach 
gelöscht!

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Hier im Forum werden immer wieder interessante Bauteile diskutiert.

Also lies hier mit, kaufe diese Bauteile und probiere sie aus.

Autor: MaWin (Gast)
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Matthis, bist du es? :-)

Autor: MaWin (Gast)
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Tipptipp schrieb:
> Schlau wird man nur wenn man schlaue Fragen stellt und die Antworten
> kritisch prüft.

Im uc.net kommen dann aber dumme Antworten. Wie meine z.b.

Autor: kleiner Tipp (Gast)
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Tipptipp schrieb:
> Schlau wird man nur wenn man schlaue Fragen stellt und die Antworten
> kritisch prüft.

Nee, schlau wird man nur, wenn man sich selbst schlaue Fragen stellt und 
die Antworten durch Nachdenken und ggfs. Experiment auch selbst findet.

Autor: Beobachter (Gast)
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MaWin schrieb:
> Matthis, bist du es?

Soulip, Husip und Beedee sind ein und die selbe Person! Habe ich 
jemanden vergessen?

Autor: Jason (Gast)
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@Soulip

Abgesehen davon, dass du vermutlich ein Troll bist, um etwas zu lernen 
sind dies hier garantiert die falschen Foren.

Empfehlung zur Einarbeitung in die Elektronik: 
https://www.elektronik-kompendium.de

Autor: Ola V. (Gast)
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In diesem Vierte wird die Achtelnote halb geterzt schrieb im Beitrag 
#5900711:
> Soulip schrieb:
>> Ich frage mich wie
>> kann ich mein Horizont meines Wissen erweitern.
>
> Mache jede Menge Fehler und lerne daraus!

Die meisten eigenen Fehler kannst du dir (er)sparen, wenn du nicht nur 
aus deinen eigenen sondern auch aus den Fehlern anderer lernst. Also 
genau hinschauen.

Apropos hinschauen: Oft hilft auch "bei anderen abschauen", sich also 
anschauen, wie jemand ein bestimmtes Problem schon gelöst hat.

Bei Software lese ich z.B. Linux- und glibc-Quellcode. Nicht immer 
schön, oft aber sehr interessante und effiziente Dinge :)

Autor: Platinenzerkratzer (Gast)
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Also ich konnte am effektivsten lernen indem ich immer wieder 230V 
Stromschlag bekommen habe. Das haut so richtig ins Schmerzzentrum rein, 
dass es dann auch im Gedächnis bleibt, um besser denken zu können.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Soulip schrieb:

> Ich frage mich wie kann ich mein Horizont meines Wissen erweitern.

Viel lesen, am besten in einer Leihbücherei. Für das Kennenlernen
von neuen Bauelementen und deren Verhalten haben mir oft sog.
Kennziffer-Zeitschriften weitergeholfen.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Es hilft auch, wenn man bei Physik und evtl. Mathe in der Schule 
aufgepasst hat. Am besten ist aber immer noch unermüdliches Basteln und 
das Auseinandernehmen von altem Elektronikkram. Fortschritte merkt man 
dadurch, das man die Sachen auch wieder zusammen bekommt :-P
Mir hat damals das 'Werkbuch Elektronik' trotz einiger Fehler im Buch 
gut geholfen. Aber heute gibts das Internet...

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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Ola V. schrieb:
> In diesem Vierte wird die Achtelnote halb geterzt schrieb im Beitrag
>>
>> Mache jede Menge Fehler und lerne daraus!
>
> Die meisten eigenen Fehler kannst du dir (er)sparen, wenn du nicht
> nur aus deinen eigenen sondern auch aus den Fehlern anderer lernst.

Ganz recht. "Lernen durch Schmerz" ist zwar sehr tiefenwirksam (im Sinne 
von: das vergißt man nie wieder) aber nicht sonderlich effizient.

> Apropos hinschauen: Oft hilft auch "bei anderen abschauen", sich also
> anschauen, wie jemand ein bestimmtes Problem schon gelöst hat.

Definitiv ja. Ich habe als Jugendlicher Bücher zum Thema regelrecht 
verschlungen. Heute hat man es einerseits einfacher, andererseits aber 
auch schwerer. Man findet sehr viel im Internet. Aber man kann schlecht 
einschätzen, was davon gut ist und was nicht. Für den Anfang sollte man 
sich deswegen auf seriöse Quellen beschränken. Z.B. das 
Elektronik-Kompendium. Oder das EEV-Blog. Appnotes der Hersteller (die 
letzten beiden erfordern Englischkenntnisse, aber ohne die geht sowieso 
nichts).

Oder eben doch Papier. The Art of Elektronics. Oder den Tietze Schenk. 
Im Zweifel baut man die Schaltungen selber auf und mißt nach.

Autor: ~Mercedes~  . (lolita)
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Axel S. meinte:

> Man findet sehr viel im Internet. Aber man kann schlecht
> einschätzen, was davon gut ist und was nicht.

Genau!!

Gerade der Nachbau der "Freie Energie" - Generatoren
von "Youtube" bildet ungemein!

2X 4 Windungen auf Schraubenschlüssel gewickelt,
alles auf ein Lautsprecherchassis geklebt,
25 Watt - Birne dran und dann 2 Magnete
auf den Schraubenschlüssel geklebt

GEIL!!, die Birne leuchtet  ;--P

mfg

Autor: Dieter (Gast)
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Tabellenbuch von Westermann, Europa Verlag etc. besorgen und ganz in 
Ruhe durchblaettern. Elektor ELV ab und zu lesen, über Fernleihe in der 
Buecherei ab und zu ein Buch reinziehen ...

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Besorge Dir neben den Lehrbüchern am Besten irgendwelche elektronischen 
Geräte aus den 1980er Jahren. Zu der Zeit wurden noch recht viele 
diskrete Bauelemente und ICs mit einfach nachvollziehbarer Funktion 
verwendet. Mit Glück gibt es für solche Geräte auch noch Stromlaufpläne. 
Gerade bei Hifi-Geräten und Fernsehgeräten lagen sie manchmal sogar 
schon dabei.

Und dann kann man sich tagelang damit beschäftigen, diese Schaltungen 
nachzuvollziehen und dabei die Grundschaltungen aus den Lehrbüchern in 
den großen Schaltungen zu entdecken.

Nichtsdestotrotz solltest Du aber auch eigene Schaltungen aufbauen.

Autor: Nichtsalsverdrus (Gast)
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Stefanus F. schrieb:
> Hier im Forum werden immer wieder interessante Bauteile diskutiert.

Boah, ein Widerstand in schwarz-rot-gold, wie interessant!!!
Was ein stefanus interessant findet, ödet die meisten anderen ziemlich 
an.

>
> Also lies hier mit, kaufe diese Bauteile und probiere sie aus.

Ja, vor allem die mit ebay-, amazon-, conrad- oder 
reichelt-Affiliatelinks. Damit wird nämlich der Seitenbetreiber reich 
(und du arm).

Selten so einen Schwachsinn gelesen. Das ist selbst für unser stefanus 
noch eine Steigerung.

Autor: Dödel (Gast)
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Soulip schrieb:
> Ich frage mich wie
> kann ich mein Horizont meines Wissen erweitern.

Dir kann geholfen werden. Google mal nach

Nürnberger Trichter

Autor: ~Mercedes~  . (lolita)
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Nö.

Nach Heinz Richter, Hagen Jakubaschk,
Klaus Streng mußt Du googeln!

mfg

Autor: Dödel (Gast)
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~Mercedes~  . schrieb:
> Nö.
>
> Nach Heinz Richter, Hagen Jakubaschk,
> Klaus Streng mußt Du googeln!

und danach nach Lolita

Autor: Jedzia D. (Firma: Rast und Ruh) (jedzia)
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@Soulip
Genies die Zeit der Metall-Ausbildung am Anfang. Schätze die Grundlagen, 
die dir in deiner Ausbildung vermittelt werden.
Was dir wie Magie vorkommt ist einfach die Anwendung dieser Grundlagen 
auf konkrete Probleme, gepaart mit Erfahrung, Datenblättern und 
spezialisiertem Fachwissen.
Hab nie Angst zu Fragen, bleib neugierig. Ich wünsch dir viel Freude auf 
deinem Weg. Bis dann, bis zur Zwischenprüfung:)

Edit: Investiere deine komplette Ausbildungsvergütung in MCU's, 
Transistoren, IGBTs, etc. und Hefte voller SMD-Widerstände. Das wird so 
verlangt...

: Bearbeitet durch User
Autor: In diesem Vierte wird die Achtelnote halb geterzt (Gast)
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Andreas S. schrieb:
> Besorge Dir neben den Lehrbüchern am Besten irgendwelche elektronischen
> Geräte aus den 1980er Jahren.

Auch heute noch erscheinene noch brauchbare Elektrobastelbücher:
ISBN: 978-3864903687
ISBN: 978-1449344047

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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In diesem Vierte wird die Achtelnote halb geterzt schrieb im Beitrag 
#5901484:
> Andreas S. schrieb:
>> Besorge Dir neben den Lehrbüchern am Besten irgendwelche elektronischen
>> Geräte aus den 1980er Jahren.
>
> Auch heute noch erscheinene noch brauchbare Elektrobastelbücher:
> ISBN: 978-3864903687
> ISBN: 978-1449344047

Aus Bastelbüchern lernt man den Aufbau von Bastelbuchschaltungen, was 
für einen Teil der Grundlagen durchaus wichtig ist. Wenn man jedoch 
verstehen will, wie kommerzielle Schaltungen aufgebaut sind und worin 
sie sich von den idealisierten Grundschaltungen und Bastelschaltungen 
unterscheiden, muss man selbst Reverse Engineering solcher Schaltungen 
durchführen. Heutzutage erhält man aber kaum noch entsprechende 
Schaltpläne, und falls man sie erhalten sollte, sähe man, dass nur ein 
Haufen hochkomplexer Bausteine miteinander verbunden wird; dann wird man 
die Grundschaltungen nicht wiedererkennen.

Alte Fernsehgeräte hingegen decken sehr viele Bereiche der Elektronik 
ab: Stromversorgung, Leistungselektronik, Hochfrequenztechnik, analoge 
Signalverarbeitung, einfache Digitalelektronik, usw.. Und man findet 
deren Stromlaufpläne! Die in den 1980er Jahren eingesetzten Bauelemente 
und Schaltungstechniken entsprechenden weitgehend den heutigen 
Bauelementen, abgesehen von der wesentlich höheren Integrationsdichte. 
Damals wurden bloß kaum diskrete MOSFETs eingesetzt, wohingegen sie 
heutzutage häufig anzutreffen sind.

Damals wurden auch zu vielen Heim- und Bürocomputern die kompletten 
Stromlaufpläne offengelegt. Meisterstücke der minimalistischen 
Digitalelektronik sind Rechner wie der Sinclair ZX80; der ZX81 ist schon 
viel zu hochintegriert. Auch heute noch befassen sich noch etliche Leute 
damit, die damaligen Schaltungen zu analysieren, vermessen, simulieren 
und (in CPLD/FPGA) nachzubauen:

https://www.sinclairzxworld.com/viewtopic.php?f=6&t=653

Oh, nochmals etwas besser:
http://searle.hostei.com/grant/zx80/zx80.html

Und hier eine ganz besondere Perle! Jemand hat ein ganzes Buch über die 
Schaltungstechnik des Apple II verfasst, wobei er jedes Bit und jeden 
Transistor fünfmal umdreht und von allen Seiten beleuchtet:

https://mirrors.apple2.org.za/Apple%20II%20Documentation%20Project/Books/W.%20Gayler%20-%20The%20Apple%20II%20Circuit%20Description.pdf

: Bearbeitet durch User
Autor: Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite
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Soulip schrieb:

husip schrieb:


Bitte bei einem Nutzernamen innerhalb desselben Threads bleiben. Danke.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Martin V. (oldmax)
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Hi

Soulip schrieb:
> Ich sehe hier oft so antworten zu
> fragen wo ich mir denke wie kommt man da jetzt drauf und warum bin ich
> darauf nicht gekommen (wenn ich denn mal verstehe). Ich frage mich wie
> kann ich mein Horizont meines Wissen erweitern.

Nun, alle haben auf die Frage: "Wie bekomme ich Wissen?" geantwortet und 
nicht "wie bekomme ich Ahnung?".
Nett, bezüglich Wissen korrekt, bezüglich Ahnung aber nicht hilfreich. 
Ahnung ist das, was man neben dem Wissen braucht, um unter anderem in 
der Reparatur von Gerätschaften erfolgreich zu sein. Schwer vorstellbar 
in einer Wegwerfgesellschaft, aber ab und zu noch nützlich. zur Ahnung 
gehört neben erlernbarem Wissen eine Art Gespühr für die Materie. Schwer 
zu beschreiben, aber da mischt sich Können, Logik, Erfahrung, Vermutung, 
auch Phantasie und ein bischen Glück. Für einen Außenstehenden ist das 
dann "Ahnung". So wird denn bei komplizierten Fehlern oft gesagt: "ruf 
den mal, der hat Ahnung". Ich habe Jahrzehnte in der Reparatur von 
Großanlagen meinen Job gemacht und nicht immer war Wissen der Schlüssel 
zum Erfolg, sondern die Ahnung. Wie bekommt man diese? Natürlich durch 
Basiswissen, was in der Lehre vermittelt und im Beruf später gefestigt 
wird. Dazu eine Beobachtungsgabe, die sich nicht nur auf den Teller, 
sondern über den Tellerrand hinaus richtet. Hab ich leider sehr oft 
erlebt, das Probleme abgetan wurden mit dem Agrument: das geht nicht. 
Doch, es ging bei mir fast immer. Aber ich war nicht der einzige und 
damit einer von Vielen, die (noch) Ahnung hatten.
Auch die Kenntnis von Funktionsweise, Chemie, Physik, alles was 
vorstellbar ist und nicht immer mit dem Problem in direktem Zusammenhang 
gesehen werden kann. Manchmal ist es sogar die Wetterlage. Es gibt 
Meßsysteme und Überwachungsgeräte, die darauf reagieren und erstaunliche 
Ergebnisse liefern. Um dir die Frage so zu beantworten, damit du etwas 
damit anfangen kannst, Jeder kann Ahnung bekommen, aber dazu kann man 
sich nicht zwingen. Wichtig ist ein gegebenes und nicht erzwungenes 
Interesse über ein normales Maß hinaus, eine gute Beobachtungsgabe, 
Verstehen von Zusammenhängen und viel Geduld. Ahnung kommt im gegensatz 
zum Wissen praktisch von selbst.
Gruß oldmax

Autor: Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)
Datum:
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Dödel schrieb:
> Nürnberger Trichter

Den Nürnberger Trichter scheint es ja wirklich zu geben und der 
funktioniert schon seit dem Mittelalter!? Es wurde sogar eine Briefmarke 
mit diesem Trichter produziert!

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Martin V. schrieb:

> Nun, alle haben auf die Frage: "Wie bekomme ich Wissen?" geantwortet und
> nicht "wie bekomme ich Ahnung?".
> Nett, bezüglich Wissen korrekt, bezüglich Ahnung aber nicht hilfreich.
> Ahnung ist das, was man neben dem Wissen braucht, um unter anderem bei
> Reparaturen erfolgreich zu sein.

Nun, Ahnung ohne Wissen funktioniert nicht. Wissen in Ahnung
umzusetzen kann man m.E. nicht lernen. Entweder man kann es
oder man kann es nicht. Vermutlich spielt dabei der eigene
IQ eine Rolle.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Harald W. schrieb:
> Martin V. schrieb:
>
>> Nun, alle haben auf die Frage: "Wie bekomme ich Wissen?" geantwortet und
>> nicht "wie bekomme ich Ahnung?".
>> Nett, bezüglich Wissen korrekt, bezüglich Ahnung aber nicht hilfreich.
>> Ahnung ist das, was man neben dem Wissen braucht, um unter anderem bei
>> Reparaturen erfolgreich zu sein.
>
> Nun, Ahnung ohne Wissen funktioniert nicht. Wissen in Ahnung
> umzusetzen kann man m.E. nicht lernen. Entweder man kann es
> oder man kann es nicht. Vermutlich spielt dabei der eigene
> IQ eine Rolle.

Da stimme ich vollständig zu. Wenn man sich lange mit Themen 
beschäftigt, aber zu uninteressiert oder zu blöd ist, entsteht 
bestenfalls Erfahrung, schlimmstenfalls Verbohrtheit. Nur wenn Wissen, 
Intelligenz, Interesse und Erfahrung zusammentreffen, entsteht daraus 
Ahnung. Sehr passend ist auch das folgende Zitat von David Dunning, 
einem der Begründer des Dunning-Kruger-Effekts: "Wenn jemand inkompetent 
ist, dann kann er nicht wissen, dass er inkompetent ist. [...] Die 
Fähigkeiten, die man braucht, um eine richtige Lösung zu finden, [sind] 
genau jene Fähigkeiten, die man braucht, um eine Lösung als richtig zu 
erkennen."

Ein weiterer wichtiger Punkt besteht darin, dass man jungen, 
unerfahrenen Menschen noch eine gewisse Inkompetenz zubilligt. Ab einem 
Alter von maximal 40 Jahren endet jedoch dieser Welpenschutz. Wer in dem 
Alter immer noch ahnungslos ist, ist inkompetent, wohingegen die Leute 
mit Ahnung ihren Vorsprung immer weiter ausbauen. Wer mittelmäßig ist, 
kann sich zwar mit der erworbenen Erfahrung gut durchschlängeln, wird 
aber verbohrt: "Das haben wir schon immer so gemacht!"

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