Solaranlage für Balkon

Gast #5911236
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Wie soll/ kann das elektrisch funktionieren?

Woher soll mein Fernseher nun „wissen“ den Strom von der Anlage zu 
beziehen und nicht von meinem Energieversorger?

Ist mir ein Rätsel.
Wer kann es erklären?





https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/bild-1277042-1448728.html
Gast #5911243
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Muss er nicht. Strom ist Strom
Dein Stromzähler bildet die Summe und berücksichtigt dabei das 
Vorzeichen.
Je mehr die Solaranlage einspeist, desto langsamer dreht sich der 
Stromzähler und desto weniger musst du bezahlen.
Gast #5911244
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In der Praxis läuft das so, dass der Strom von deiner Solaranlage ins 
Netz eingespeist wird, und deine Geräte beziehen den Strom vom Netz.

Vergleich:
Dein Smartphone bezieht seinen Strom vom Akku, und das Ladegerät speist 
Strom in diesen Akku ein.

In beiden Fällen entfällt eine Umschaltvorrichtung.
#5911252
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stell dir vor, anstelle von Strom reden wir über Wasser.

Du hast eine Wasser-Einspeisung von den Stadwerken. Am 
Haus-Übergabepunkt hast du eine Wasseruhr, die zählt, wieviel Wasser du 
abnimmst (also wieviel Wasser ins Haus hinein gelangt). Damit versorgst 
du dein Klo, deine Waschmaschine etc., und du bewässerst deinen Rasen 
damit.

Nun willst du ökonomisch werden, und deine eigene Wasserversorgung 
nutzen. Also sammelst du das Regen-Wasser des Daches in einem Regenfass, 
und bewässerst damit deinen Rasen. Wenn das Fass leer ist, musst du 
"irgendwie" den Schlauch wieder an die Zentraleinspeisung umklemmen 
(vielleicht schafft dieses auch eine schlaue Ventilsteuerung 
automatisch). Schon hast du eine Insel-Lösung.

Vielleicht hast du auch ein kleines Bächlein, welches direkt durch dein 
Grundstück fliesst, und du möchtest dir gar keine großen Tanks aufs 
Grundstück stellen. Also schaffst du dir eine Pumpe an, welche in etwa 
den Wasserdruck "von draussen" (=Stadtwerke) generiert. Solange der 
Gegendruck "von drinnen" hoch genug ist, hat das Wasser "von draussen" 
gar keine Lust, in dein Haus hinein zu gelangen. Du verbrauchst also 
dann nur das Wasser, was du auch selber aus deinem Bächlein einspeist 
"in dein Haus".

Den gedanklichen Übergang von Wasser zu Strom solltest du wohl 
hinbekommen. Anstelle Wasserfass setze Batterie, anstelle Pumpe setze 
Spannungs-Inverter, fertig ist deine Solar-Einspeisung.
Gast #5911453
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Stefanus F. schrieb:
> In der Praxis läuft das so, dass der Strom von deiner Solaranlage
> ins
> Netz eingespeist wird, und deine Geräte beziehen den Strom vom Netz.
>


Na hier ist das aber nicht so, es soll auch nichts eingespeist werden, 
die Gründe sind wohl bekannt.

Der Zähler darf demnach auch nicht rückwärts laufen.

Daher weisen die Hersteller auf den Einsatz elektronischer Zähler hin, 
sollen ca. 50€ kosten.
Das glaube ich allerdings nicht...

Also ich hab da Platz für und finde es sehr interessant.

Danke für die anschaulichen Darstellungen!
#5912335
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MiMa schrieb:
> Wer sagt denn überhaupt das da nix zurück gespiesen wird? Im Text
> steht
> nur es sei nicht erlaubt. Es ist die Verantwortung des Endverbrauchers
> (Laien) dies sicherzustellen ;-)

Nieman, und soweit mir bekannt gibt es aber kein Verbot der Einspeisung. 
(anzeigepflicht beim Netzbetreiber oder Energieversorger?)

Man muss sich eventuell jedoch darum kümmern das der Zähler nicht 
rückwärts läuft, also Zähler mit Rücklaufsperre verbauen lassen. Liegt 
daran das bezug und verkauf nicht gleich verrechnet und besteuert wird.

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