bleifrei_bestücken

#5917108
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Hallo,

Leiterplatten sollen ROHS-konform bleifrei bestückt werden.
Da es Probleme beim Auflöten von vernickelten Kontakten gibt, hatte ein 
Freund die Idee, dafür einfach bleihaltiges Zinn zu nehmen.
Er meint, die Menge sei so gering, daß man die bestückte Leiterplatte 
insgesamt trotzdem noch als „bleifrei“ verkaufen könne.
Er habe gelesen, daß 0,1% Blei zulässig seien.
Gibt es tatsächlich einen Grenzwert, der zuläßt, daß stellenweise 
bleihaltig gelötet werden kann, ohne die Bezeichnung „bleifrei“ zu 
verletzen?
Wie hoch ist dieser Grenzwert? Wofür gilt dieser Grenzwert?
Wo kann man das nachlesen?
#5917132
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Hier werden tatsächlich 0.1% für Blei erwähnt: 
https://de.wikipedia.org/wiki/RoHS-Richtlinien
ABER: "Die Prozentangaben stellen nach Anhang II der Richtlinie 
2011/65/EU (RoHS 2) die maximal zulässigen Höchstkonzentrationen in 
homogenen Werkstoffen in Gewichtsprozent dar."
Nehme daher stark an, die Prozentangabe bezieht sich somit nicht auf die 
Gesamtmasse der Leiterplatte, sondern auf jede Zinnlegierung die 
verwendet wird.
Selbst eine einzelne Lötung mit bleihaltigem Zinn wäre wohl daher gegen 
die Richtlinie, da dies ein eigener, "homogener Werkstoff" ist.

So oder so, notwendig ist das mit aktuellen Herstellungsverfahren bzw. 
brauchbarem bleifrei Lot eigentlich nicht.

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