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Forum: HF, Funk und Felder 433MHz Module für Modellschiff


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Autor: Johann R. (iwan)
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Hallo lieber Forum!

Ich habe 433,92MHz Funkmodule genommen und  ein einfaches 
Übertragungssystem von Sender zum Empfänger aufgebaut (mit µC's von 
Microchip). Damit sollte eine Ansteuerung eines langsames Schiffes 
(Fähre) realisiert werden, der nur gelegentlich ein digitales Kommando 
bekommt und drauf reagiert. Das übernimmt dann der Empfänger-µC.

Auf dem Feld haben sich mit 1/4 Lambda-Antennen die Reichweiten von 
160-170m ergeben. Dann habe ich für die Testzwecke auf die Schnelle eine 
Fähre aus Styropor-Platte zusammen gebastelt, Elektronik rutschfest 
drauf getan und ans Teich (so eine Art von Regen-Wasser-Sammler, also 
Süßwasser) damit rausgegangen.

Problem: Sobald das Modell Wasser berührt, gibt es kein Empfang mehr: 
30-50cm instabil. Vermute stark den Empfänger (MX-RM-5V). Elektronik 
sitzt ca. 8cm über Wasseroberfläche.

Ich habe etwas über HF und Reflektionen von leitenden (nassen) Boden 
nachgelesen. Andererseits braucht eine Antenne immer einen Gegengewicht 
und noch: Wasser ausgerechnet soll HF ganz schön Dämpfen. Heißt das 
Absorbieren? Irgendwie... Reflektieren ... Absorbieren???

Was kann ich machen um den Empfang hin zu kriegen? Würde das etwas 
bringen die 0V-Potential des Empfang-Moduls durch ein Draht (evt. 
Metallfläche) mit dem Wasser zu verbinden? Verstellt Wassernähe Resonanz 
der Antenne? Wenn ja, könnte man dann mit Längen der Antenne das 
ausgleichen. Wenn C der Antenne durch Bodeneigenschaften größer wird, 
dann soll L (und Länge) kleiner machen. Die Antenne würde dann kleinere 
Impedanz aufweisen...

Autor: FlorenzW (Gast)
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Die HF verschwindet nicht, wenn der Empfänger sich über der 
Wasseroberfläche befindet. Das muss andere Ursachen haben. Evtl. wird 
der Oszillator des Empfängers verstimmt durch die Nähe zum Wasser, dann 
stimmt die Empfangsfrequenz nicht mehr.
Um welche Funkmodule handelt es sich?
Hast du irgendwelche HF-Messmöglichkeiten?

Autor: FlorenzW (Gast)
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Da steht's ja MX-RM-5V, hatte ich überlesen.
Im Netz gibt's Schaltpläne dieses Empfängers. Ich kann gerade den Link 
nicht einfügen, weil ich am Handy tippe. Der Empfänger scheint keinen 
Quarz zu haben!
Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich da was verstimmt, 
erheblich.
Empfehlung: Besseres Funkmodul nehmen.

Autor: Stephan (Gast)
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Wie kommt man auf so eine Idee? 27 oder 40MHz 2 Kanal Anlage bekommt man 
vermutlich gebraucht hiterher geworfen. Schade um die Zeit.

Autor: Thomas W. (diddl)
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Ja es gibt bessere Empfänger, die haben das Problem nicht.

Such einfach nach dem Begriff "Superheterodyne".
Zb. dieses da:
https://www.amazon.de/gp/product/B07DK6VF3W/




Es gibt aber noch bessere Module: LoRA 433

Die wären absolut perfekt für deinen Einsatzfall.
Es geht bei optimalen Bedingungen mehrere Kilometer weit.
Und die Übertragung ist gesichert, ohne dass du Aufwand hast.

zB:
https://www.amazon.de/SODIAL-Bluetooth-Internet-Antenne-Entwicklungs-Schwarz/dp/B07P7179L6/

Autor: FlorenzW (Gast)
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Stephan schrieb:
> Wie kommt man auf so eine Idee? 27 oder 40MHz 2 Kanal Anlage bekommt man
> vermutlich gebraucht hiterher geworfen. Schade um die Zeit.

Jein... macht durchaus Spaß, sowas zu bauen und eröffnet viele neue 
Möglichkeiten: Man kann soviele Funktionen steuern, wie man will, mit 
besseren Funkmodule kann man auch Daten vom Modell zur Fernsteuerung 
übertragen. Man kann einen Computer steuern lassen...

Autor: Johann R. (iwan)
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Danke für die schnelle Antworten.

Mir geht es auch um Verständnis der Sachen, was da los ist...

Ich habe etwas bessere Bild von MX-RM-5V (Empfänger, 433MHz) angehängt. 
Unten auf der Platine sind keine Bauteile. Scheint ein 
Eintransistor-Pendler zu sein. Zweiter Transistor – Demodulator. Chip 
ist LM358. Erster OP macht sich wahrscheinlich Sorgen um den Mittelwert 
der Rauschen, zweiter macht digitalen Ausschlag daraus: liegt kein 
Empfang vor – sind digitale Rauschen an seinem Ausgang; sonst sauber 
empfangener Manchesterkode.

Die Lackdrahtspule ermöglicht empfang unter 3m ohne externer Antenne 
–Nahfeld (<= 4 * Lambda); Hier wird wahrscheinlich Magnetfeld von HF 
genutzt. Die 1/4Lambda-Antenne soll dann den Empfang von Fernfeld 
ermöglichen, nutzt dabei elektrischen Feld aus. Vielleicht täusche ich 
mich aber damit.

Ich kann mir schon vorstellen, dass wenn das Modul in die Nähe von 
Wasser kommt, dass die Eigenschaften von Lackdrahtspule (und des 
Eingang-Schwingkreises) geändert werden, Resonanz würde sich verstellen! 
An dem Modulen darf ja nichts geändert werden. Man kann aber versuchen 
dem Modul in ein Metallgehäuse zu verpassen. Weiß aber nicht ob das gute 
Idee ist. Nahfeld würde wahrscheinlich verloren gehen. Würde mit festem 
Potential (HF-Masse) verbundene Metallgehäuse nicht wie Wasser für 
Erhöhung der Kapazitäten sorgen? Nur das es eine bestimmte Änderung ist 
gegenüber von unbekannten durchs Wasser...

Autor: Michl (Gast)
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Mach mal ein stück Kabel vom GND nahe der Antenne und lass es ins Wasser 
hängen. Probiere mal und berichte!

Autor: FlorenzW (Gast)
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Hier ist der Schaltplan:
https://gemischtwaren-haendler.de/shopdateien/5299_1.pdf

Diese Konstruktion überzeugt mich nicht.
Einen Empfänger für 433MHz ohne Quarz zu bauen, hätte ich bis vor Kurzem 
für nicht machbar gehalten :-)

Es schaut so aus, als könne man den Empfänger abstimmen - aber dann 
funktioniert er außerhalb des Wassers nicht mehr. Meine Befürchtung ist, 
dass man da sehr viel Zeit reinsteckt ohne dass was vernünftiges dabei 
rauskommt.

Autor: Uwe D. (monkye)
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Der Empfänger ist einfach „billig“... Es gibt im Web einige Vorschläge 
den Rauschanteil zu verringern, das geht aber zu Lasten der 
Empfindlichkeit.

Es gibt für 1 € mehr deutlich bessere Module zu kaufen, zum Beispiel: 
RXB6 oder RXB8 oder RXB12 oder SYN470R oder SRX 882...

Und selbst bei den letztgenannten Teilen gibt es viele Fälschungen bei 
eBay, das merkt man dann eben z.B. beim SYN470R an der fehlenden RSSI 
Funktion, die das Original hat.

Hatte ich 
https://www.roboternetz.de/community/threads/72803-Suche-Beispiel-XY-MK-5V-433-Empfang?highlight=433MHz 
schon einmal getextet.

: Bearbeitet durch User
Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Wenn Du jetzt anfängst Dich mit ferngesteuertem Modellbau zu 
beschäftigen wirst Du Dir früher oder später ohnehin ne "richtige" 
Fernsteuerung kaufen mit passenden Empfängern die ebenfalls zu 
chinesischen Preisen erhältlich sind. Die meisten Systeme haben auch 
einen Rückkanal für Telemetrie, arbeiten auf 2.4GHz so daß Du kleinere 
Antennen verbauen kannst, handeln zufällige Spreizcodes aus damit 
mehrere Leute sich nicht gegenseitig stören und alle reichen soweit wie 
das Auge sehen kann (und sogar noch weiter). Früher oder später kaufst 
Du das sowieso, also kauf es doch gleich.

Schließlich ist es ja nicht so daß Du in dem Falle der von Dir 
verwendeten Module irgendwas zwecks Lerneffekt selber entwickeln mußt, 
in beiden Fällen kaufst Du eine chinesische Blackbox, nur würde ich mir 
dann halt diejenige kaufen die für genau den Einsatzzweck schon 
vorgesehen und darauf optimiert ist.

Und ich hab auch noch keinen Modellbauer gesehen der sich das Gehäuse 
für den Sender und die Steuerknüppel selber gebaut und dann billige 
Funkmodule reingestopft hat, nur um am Ende was zu haben was schlechter 
funktioniert und weniger kann als ne x-beliebige FrSky oder Spektrum 
oder Futaba oder Graupner oder wie sie alle heißen oder auch selbst das 
billigste Noname-System.

: Bearbeitet durch User
Autor: Johann R. (iwan)
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Wie ich schon sagte, es geht mir um Verständnis der Sache.
Aufgebautes Model ist dabei nur Mittel für Zweck. Ich könnte 's viel 
besser aufbauen. Es würde mir auch viel mehr Spaß machen, nur wegen Zeit 
nicht also... Styropor Schiff! - ha-ha! Füllung höchstens aus dem 
Material!
Reichweiten?.. nur für den Testvergleich über Feld und über Wasser,
ob es 20% oder eher 50% sind...

Ich vermute aber, dass Styropor, als Dielektrikum HF (Elektrofeld) 
anzieht und ins Wasser ableitet, und Wasser „braucht“ es auf. Für die 
vertikale Lambda/4-Antenne, die Elektrofeld nutzt, bleibt nicht mehr 
viel über aus nächster Umgebung. Ich bin mir nicht sicher, ob da etwas 
machbar wäre... man müsste die Ableitung von HF-Energie durch Styropor 
stark mindern. Ich google mich aber noch bisschen dumm.

Dass die Resonanzfrequenz des Moduls sich geändert hat ist dagegen 
weniger wahrscheinlich: Resonanzspule hat Kern und ist reichlich weg von 
Wasser. Lackdrahtspule dann auch nicht...

Autor: FlorenzW (Gast)
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Johann R. schrieb:
> Ich vermute aber, dass Styropor, als Dielektrikum HF (Elektrofeld)
> anzieht und ins Wasser ableitet, und Wasser „braucht“ es auf. Für die
> vertikale Lambda/4-Antenne, die Elektrofeld nutzt, bleibt nicht mehr
> viel über aus nächster Umgebung.

Gnade! Gefunkt wird mit elektromagnetischen Wellen, nicht mit 
"Elektrofeldern"! Das Styropor ist einer solchen elektromagnetischen 
Welle ziemlich egal und ins Wasser abgeleitet wird garnichts...

>Dass die Resonanzfrequenz des Moduls sich geändert hat ist dagegen
>weniger wahrscheinlich: Resonanzspule hat Kern und ist reichlich weg von
>Wasser.

Die ist definitiv nicht weit weg vom Wasser und ein Kern bringt nur was, 
wenn es sich um einen Ringkern handelt.

Du hast da keine ernstzunehmende Empfängerschaltung vor dir. Es ist ein 
absolutes Wunder, dass das Ding selbst unter optimalen Bedingungen 
funktioniert. Das ist ganz ganz lausiges Gerümpel.

Autor: Johann R. (iwan)
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Entschuldigung,
ich sollte vielleicht E-Anteile von Elektromagnetischen Wellen 
schreiben, die auf eine Stabantenne im Ferne Auswirkung haben sollen. 
Magnetische Anteile sollen angeblich auf vertikale Stabantennen im 
Fernfeld keine Auswirkung haben.

Autor: FlorenzW (Gast)
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Das war jetzt nicht so ernst gemeint.
E-Feld Antennen gibt es. Die sind im Verhältnis zur Wellenlänge kurz und 
brauchen einen speziellen Verstärker, weil sie hochohmig sind.
Deine Draht hat mit ~Lambda/4 die ideale Länge. Wenn du das noch 
verbessern willst, kannst du es mit 4 Lambda/4-Radials gegen Masse zu 
einer Groundplane erweitern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Groundplane-Antenne

Dein Problem ist aber nicht die Antenne sondern mit an Sicherheit 
grenzender Wahrscheinlichkeit der Empfänger, der bei zu großer Nähe zum 
Wasser auf einer falschen Frequenz lauscht.

Das ist wirklich ein sehr schönes Projekt aber mit diesen Funkmodulen 
wirst du nicht glücklich. Nimm Module, die die Minimalforderung der 
Frequenzstabilität erfüllen (das sind vermutlich Alle, mit Ausnahme von 
dem, das du erwischt hast)
Mir fällt jetzt spontan der RFM69 ein, da finden sich mit Sicherheit 
auch Programmierbeispiele für die Arduino-IDE. Bei den Funkmodulen habe 
ich nicht so den Überblick. Kennt jemand einfache ON/OFF-Keying-Module, 
die etwas mehr taugen?

Autor: Thomas W. (diddl)
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Ich sag ja von Anfang an, es braucht nur einen besseren Empfänger um 2€ 
...


Thomas W. schrieb:
> Ja es gibt bessere Empfänger, die haben das Problem nicht.
>
> Such einfach nach dem Begriff "Superheterodyne".
> Zb. dieses da:
> https://www.amazon.de/gp/product/B07DK6VF3W/

Autor: Florian W. (florenzw)
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Thomas W. schrieb:
> Ja es gibt bessere Empfänger, die haben das Problem nicht.
>
> Such einfach nach dem Begriff "Superheterodyne".
> Zb. dieses da:
> https://www.amazon.de/gp/product/B07DK6VF3W/

Vermutlich ist dieser Empfänger der einfachste Weg, dieses Problem zu 
lösen. Einen Schaltplan habe ich leider nicht gefunden, sehe aber 
immerhin einen Quarz auf der Platine. Sende- und Empfangsfrequenz stimmt 
auch überein. Ich glaube auch, dass das einen Versuch Wert ist.

Die moderneren Funkmodule RFM69 o.ä. haben halt mehrere Vorteile:
Es sind SDRs, da gibt's keine Schwingkreise mehr, da verstimmt sich 
nichts mehr. Sie können sehr schmalbandig betrieben werden, was zu einer 
höheren Reichweite führt. Und sie können sowohl senden als auch 
empfangen.
Nachteil: Viel komplexer, müssen aufwendig konfiguriert werden.

Autor: Johann R. (iwan)
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Ich bin noch mal am Teich (Regenwasser) mit meiner Fähre gewesen. Der 
Test mit Antenne im Bild war auf kleinen Abstand (3-5m) erfolgreich. 
Leider hat Wind das Model immer verdreht und ich müsste abbrechen. Bei 
stillem Wetter dann irgendwann noch mal wegen Reichweite raus... Ich 
erwarte aber kein Wunder erst mal.
Diese Antenne hat übrigens über Feld auf 160 m funktioniert; mit 
normaler
L/4 waren es 170 m. Wenn ich mich nicht täusche ist die abgestrahlte 
Leistung 160µW.

Der Versuch (oben von Michl(Gast) vorgeschlagen) einen mit Masse 
verbundenen Drahtstück ins Wasser zu führen (bei normaler voller 
L/4-Antenne) hat nichts gebracht: kein Empfang überhaupt, was ich auch 
erwartet habe.
Den Test den Empfänger abzuschirmen kann ich mir wohl sparen:
Die Frequenz des Empfängers wegen Wassernähe, wie es aussieht, habe sich 
eher nicht verstellt gehabt. Antenne war das eher:
'Boden' mit anderen Eigenschaften führte zur Kapazitätsänderung der 
L/4-Antenne. Ich vermute dass bei 'Spiralen'-Antennen sich die Kapazität 
zwischen Windungen mehr konzentriert; Es hätte größeren C-Wert als bei 
einem geraden Drahtstuck. Demnach würde Kapazität zum Boden kleineren 
Einfluß auf die el. verlängerte 'Spiralen'-Antenne haben als auf 
Antennen voller L/4-Länge. Das ist aber meine Vermutung, die von einem
Antennennichtkenner.

Und deswegen auch wegen Einsatz von anderen (und besseren) Empfänger 
folgendes: Was nutzt es wenn die Antenne es nicht mehr tut? Für mich 
wäre das auch zusätzlicher Aufwand und Kosten auch wegen Stecker für 
anderen Empfänger, der dann natürlich nicht passt. Komplette Neuaufbau 
auf neuen Platinen wäre notwendig, die dann auch auf die alte Stelle 
(Plattform von Modell) passen soll.

Postet lieber ein Paar guten Links für "Spiralen-Antennen für Anfänger" 
(ist ein/kein Scherz!) Da gibt es glaube ich auch unterschiedliche 
Betrachtungs- und Funktionsweisen. Wie viele Sorten gibt es den davon?

Autor: Beo Bachta (Gast)
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Johann R. schrieb:
> Andererseits braucht eine Antenne immer einen Gegengewicht

Richtig. Ganz am Anfang sagtest du es schon. Aber aus der Sicht
einer Antenne finde ich in deinen Aufbauten kein anständiges
Gegengewicht.

Vielleicht solltest du dich mal dahingehend schlau machen.

Autor: Arno K. (radiosonde)
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Warum benutzt du nicht einen der 1000 verfügbaren Sender?
Eine Spektrum Dx6 und ein orange RX, fertig.

LG

Autor: my2ct (Gast)
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Johann R. schrieb:
> Ich habe etwas über HF und Reflektionen von leitenden (nassen) Boden
> nachgelesen. Andererseits braucht eine Antenne immer einen Gegengewicht
> und noch: Wasser ausgerechnet soll HF ganz schön Dämpfen. Heißt das
> Absorbieren? Irgendwie... Reflektieren ... Absorbieren???

Wie sieht dein Gegengewicht zur Antenne aus?
Eine anständige Metallfläche (Durchmesser λ/2), die nahe am 
Antennenanschluss mit dem Gnd deines Empfänger verbunden ist, würde 
wahrscheinlich definiertere Bedingungen schaffen.

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Arno K. schrieb:
> orange RX

Es gibt sogar noch kleinere und preiswertere Spektrum kompatible RX für 
weniger als 10€. Mir ist auch nicht ganz klar was das Rumgewurschtel mit 
diesen untauglichen Modulen soll. Wenn er eh fertige Module kaufen muss 
weil er nichts mit HF selber machen will/darf kann er doch auch gleich 
was kaufen was für genau den Zweck vorgesehen ist.

: Bearbeitet durch User
Autor: Johann R. (iwan)
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Wie ich schon sagte - Zeit und Kosten! Das sind für mich mehr als 
Modulkosten. Vor allem, was nutzt ein deutlich besseres Modul, wenn die 
Antenne nicht das tut, was sie tun soll? Amateurfunker würden das 
wahrscheinlich verstehen...

Antenne ist eher Schwerpunkt.

Ich habe nach Gegengewicht der Antenne gesucht, (danke, Beo Bachta!):
Das Gegengewicht soll angeblich Kurzschluss für HF sein. In meinem Fall 
ist das eine L/4 vertikale Antenne, die ihren Gegengewicht braucht. 
Gegengewicht, vermute ich mal, ist dafür da, damit der Strahler 
E-Feld-Anteile definiert und Frequenz-selektiv aufzubauen kann. Ohne 
Gegengewicht würde sich der Strahler irgend eine HF-Masse in Ferne 
"suchen", die irgend eine Kapazität mit Strahler bildet und irgendwie 
Redonanz verstellt. Ist so eine HF-Masse von Strahler weit entfernt, so 
habe es kleine Auswirkung auf Resonanz. Das betrifft aber nicht die 
Selektivität: man würde bei großen Frequenzbereich bleiben. Die 
Kapazität zwischen Strahler und gut ausgelegten Gegengewicht soll sich 
durch so eine undefinierte HF-Masse nicht sonderlich beeinflussen 
lassen. Funkamateure bauen ihre Kurzwellenantennen so hoch es geht auf, 
um die Erdboden-Einflüsse beim Schön und Regen zu reduzieren.

Andererseits auf einem Schiff-Model von unter 50 cm Länge habe ich 
keinen Platz um Gegengewicht, wie Radials bei Groundplane-Antenne (je 17 
cm) unterzubringen. Dabei sollen sie noch auf -45° von waagerecht 
stehen, was zusätzliche Aufbauhöhe kostet und zusätzliche mechanische 
Stabilisierung bräuchte. 4 Radial sind um 90° untereinander versetzt 
(wenn man von oben guckt), was bei kleinem Abstand über Erdboden, Süß- 
oder Salz-Wasser nicht für ausreichend selektive HF-Erdung sorgen kann. 
Eher würde man beim Alten landen: Unbekannte Kapazität zum "Boden" und 
Verstellung von Resonanz.

Ich suche eher andere Möglichkeit, wenn es denn möglich ist? Scheint 
vielleicht lächerlich für Kenner, aber trotzdem: Gegengewicht mit Hilfe 
von spiralenförmiger Anordnung innerhalb des Strahlers anzuschaffen...
Gibt es so was?

Autor: Arno K. (Firma: advanced microsystems) (radiosonde)
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Johann R. schrieb:
> Wie ich schon sagte - Zeit und Kosten!

Genau, Zeit und Kosten, verschwendet durch dein Gewurschtel.
Ein Handesender und Empfänger kostet gebraucht vlt. 60-100 Euro, den 
hättest du schon längst.
Und der funktioniert auch, ich hatte selbst ein Modellboot.
Diese Module taugen höchstens (!) zum Lampen Steuern.

Warum macht man sich eigl. immer selbst das Leben schwer?
Es gibt gefühlt Tausende Schiffmodellbauer die mit einer 2.4Ghz Anlage 
keine Probleme haben, warum redet man sich dann nicht existente Probleme 
ein?

Außerdem bin ich Funkamateur, darum verstehe ich auch, dass das mit 
einem Empfänger auf Basis einen LM358 (!) nicht funktionieren wird.

LG

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5941002 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Johann R. (iwan)
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Arno K. schrieb:

> Außerdem bin ich Funkamateur, darum verstehe ich auch, dass das mit
> einem Empfänger auf Basis einen LM358 (!) nicht funktionieren wird.

LM358 ist kein HF-Empfänger, er dient nur zur Digitalisierung eines 
NF-Signals. Max. Übertragungs-Geschwindigkeit liegt allerdings um 1 
kB/s. Und meine Kosten bis hier liegen unter 20 €. Wenn Sie Funkamateur 
sind, dann sollen Sie eigentlich wissen, wie ich das mit Antenne gemeint 
habe. LG.

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Johann R. schrieb:
> LM358 ist kein HF-Empfänger, er dient nur zur Digitalisierung eines
> NF-Signals.

Das ist wahrscheinlich eine völlig beknackte Modulationsart die das Ding 
benutzt wenn da NF im Spiel ist oder wahrscheinlich verwendet das Ding 
eh nur A1D (also technisch wie Morsetelegraphie, nur für Schieberegister 
statt menschliche Ohren) und dann noch nen miesen Geradeausempfänger 
davor. Oder gar ein Pendelaudion!

Mit richtigen Transceivern und der passenden Firmware dazu würdest Du 
bei der selben Leistung wahrscheinlich kilometerweit kommen statt nur 
ein paar Meter. Und die gibts auch für wenig Geld zu kaufen und dann 
kann man seine Modelle so weit steuern bis man sie nicht mehr sehen 
kann. Und man hat vernünftige Knüppel in der Hand in einer schicken 
Fernbedienung mit Träger zum Umhängen wenns sein muß und keine 
improvisierte Lochrasterplatine mit 2 Potis.

Autor: Johann R. (iwan)
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Eingangsstufe - scheint Pendler zu sein... mir geht es nicht darum was 
für Empfänger da ist. Ich wollte einen alten Übertragungsalgorithmus 
testen, dem 4% der empfangenen Daten reichen um Rest zu regenerieren.

Was ist den mit Antennen bei diesen "Super"-Modulen, die mir alle hier 
ausdrücklich empfählen. Sind welche dran, oder braucht man sowiso eine 
externe?

Autor: Larry (Gast)
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Zum Testen könntest du das Empfangsmodul sicher auch ohne
Modell betreiben. Eine 1/4-Welle sind 17.3 cm. Für einen
Dipol brauchst du 2 davon.
Das ist doch nun wirklich keine Raketenwissenschaft.

Wenn das dann funktioniert, kannst du auch die "spiralenförmige
Anordnung" probieren, und die Antennenhälften auf einen
10 mm Dorn aufwickeln. Das ist dann zwar nicht ganz exakt,
sollte aber auch genügend gut funktionieren.

Pentelaudions sind auch nicht unbedingt unempfindlicher als
Einfachsuper. Nur sie müssen u.U. auf die Empfangsfrequenz
abgeglichen werden.

Der Nachteil des Pendelaudions ist die erhebliche Störstrahlung
die einen Parallelbetrieb mehrerer Fernsteuerungen verhindert.

Autor: my2ct (Gast)
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Johann R. schrieb:
> Andererseits auf einem Schiff-Model von unter 50 cm Länge habe ich
> keinen Platz um Gegengewicht, wie Radials bei Groundplane-Antenne (je 17
> cm) unterzubringen.

Dann lass dir etwas bessere einfallen. Zwei mal 17cm sind bei mir 34cm 
und das ist deutlich weniger als 50cm.
Die Antennenspitze geschätzt λ/2 über dem Wasser zu plazieren, ist 
jedenfalls die schlechteste Möglichkeit.

Autor: MaWin (Gast)
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Johann R. schrieb:
> Wenn Sie Funkamateur
> sind, dann sollen Sie eigentlich wissen, wie ich das mit Antenne gemeint
> habe. LG.

Er ist nur ein Amateurfunker! Was erwartest du von ihm?

Autor: Andreas R. (daybyter)
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Find ich ein ziemlich cooles Projekt. Meine erste Idee für einen Sender 
Eigenbau wäre sowas gewesen:

http://www.vk2zay.net/article/235

Muss man nicht soviel fertige Komponenten verwenden?

Autor: Arno K. (Firma: advanced microsystems) (radiosonde)
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Johann R. schrieb:
> Was ist den mit Antennen bei diesen "Super"-Modulen,

Hast du dich  30 Jahre lang nicht weitergebildet?

Diese "Super Module" sind seit über 10 Jahren der absolute Standard in 
so gut wie jedem Modellbau Bereich.
Du brauchst keinen Algorithmus  implementieren, moderne Handsender 
benutzen unter anderem "hoping" dh. sie wechseln andauernd die Frequenz 
um Störungen aus dem Weg zu gehen, so etwas entwickelt man nicht einfach 
so, da sind ganze Teams beteiligt.
Jedenfalls wirst du mit einem Eigenbau nicht einmal Ansatzweise an 
heutige Produkte herankommen.

https://hobbyking.com/de_de/orangerx-r615x-dsm2-dsmx-compatible-6ch-2-4ghz-receiver-w-cppm.html?___store=de_de

als Beispiel, wie du siehst sind die Antennen schon fix fertig da.

MaWin schrieb:
> Johann R. schrieb:
>> Wenn Sie Funkamateur
>> sind, dann sollen Sie eigentlich wissen, wie ich das mit Antenne gemeint
>> habe. LG.
>
> Er ist nur ein Amateurfunker! Was erwartest du von ihm?

ja, unglaublich witzig, der nächste bitte

LG

: Bearbeitet durch User
Autor: Larry (Gast)
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> Diese "Super Module" sind seit über 10 Jahren der absolute Standard in
> so gut wie jedem Modellbau Bereich.

Die Modellbauer tun sicherlich auch gut daran, mit ihren im
Elektronikbereich nicht sonderlich ausgeprägten Kenntnissen,
solche, fertigen und abgleichfreien Module zu benutzen.

Der TO will ja gerade seine "eigenen" Protokollideen umsetzen
und testen.

Autor: Arno K. (Firma: advanced microsystems) (radiosonde)
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Larry schrieb:
> Die Modellbauer tun sicherlich auch gut daran, mit ihren im
> Elektronikbereich nicht sonderlich ausgeprägten Kenntnissen,

Das ist sehr unterschiedlich, es gibt auch im Modellbaubereich sehr gute 
Elektroniker, natürlich auch sehr viele die keinen Plan haben.

Much stört einfach die ewig-gestrigkeit mancher Leute hier.
Es ist egal welche Antenne du an dein Modul hängst, es wird trotzdem 
nicht funktionieren, da die Module Schrott sind.

Autor: Johann R. (iwan)
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MaWin schrieb:
> Er ist nur ein Amateurfunker! Was erwartest du von ihm?

Ich bin nicht ganz einverstanden: Viele Amateurfunker haben tiefere 
Kenntnisse und nicht nur im HF-Bereich. Dabei kommt noch alte Lehre mit 
anderen Ansichtspunkten auf die Welt, die heute zu Tage in den 
Hochschulen leider höchstens nur noch kurz erwähnt werden, wenn 
überhaupt. Viele haben auch mehrjährige Erfahrungen, eigene 
Entwicklungen und ich finde man kann von diesen Menschen einiges lernen.

Autor: Arno K. (Firma: advanced microsystems) (radiosonde)
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Johann R. schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Er ist nur ein Amateurfunker! Was erwartest du von ihm?
>
> Ich bin nicht ganz einverstanden: Viele Amateurfunker haben tiefere
> Kenntnisse und nicht nur im HF-Bereich. Dabei kommt noch alte Lehre mit
> anderen Ansichtspunkten auf die Welt, die heute zu Tage in den
> Hochschulen leider höchstens nur noch kurz erwähnt werden, wenn
> überhaupt. Viele haben auch mehrjährige Erfahrungen, eigene
> Entwicklungen und ich finde man kann von diesen Menschen einiges lernen.

ich war mir immer sicher, dass es auch Leute gibt die dieses Hobby nicht 
unnötigt verunglimpfen.
Generell wundert es mich doch sehr, wie oft negativ und teilweise sogar 
ausfallend über den Amateurfunk geredet wird.
Derweil kann sich doch jeder an dieser Sache beteiligen.
Außerdem schaden Amateurfunker eigentlich niemanden, außer 
Antennenhassern.
Vlt. ist es halt einfach der Neid, wer darf sonst quer von Kurzwelle bis 
in den Ghz Bereich senden, und das mit Leistungen im oft dreistelligem 
Wattbereich.
Aber was solls, es gibt ja auch Angel und Schrebergartengegner

LG/73

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