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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug CNC Selbstbau


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Autor: 123456Fräse (Gast)
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Hallo Zusammen,
Ich weiß, dass ist hier zwar kein CNC Forum, aber vielleicht kann mir ja 
trotzdem jemand helfen.
Zu mir: Ich kenn mich mit Informatik und Elektronik aus - Mechanik ist 
kein Problem - null Erfahrung mit CNC

Kurz gesagt: Es geht um einen Umbau einer BF20 (oder ähnlich) auf CNC.
Geplant ist ein Tisch mit Kugelumlaufspindel und für die Z-Achse ein 
Schneckengetriebe.
So jetzt meine Frage: CAD Programm ist für den Entwurf, dieser wird in 
das CAM Programm geladen, das wiederum erzeugt den G-Code und der wird 
ins CNC Programm geladen (MACH4). Stimmt das soweit ?
Bohrer Durchmesser wird im CAM Programm angeben.
Das CNC Programm ist eigentlich nur für die Verbindung mit dem 
Controller da ?
Was mich interessieren würde, wäre wie der Werkzeugwechsel funktioniert 
- könnt ihr mir das bitte erklären (bitte jeden Schritt ;D).
Das nächste ist wenn ein Objekt beidseitig bearbeitet wird - sagt mir 
das Programm dann, dass ich umspannen soll ?
Das wars eigentlich.

Danke schonmal in Voraus!

Gruß

PS: Wenn ich Informationen unterschlagen habe, macht mich bitte darauf 
aufmerksam - wollte mich kurz halten.

: Verschoben durch Moderator
Autor: 123456Fräse (Gast)
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Hallo nochmal,
Ich habe vorhin etwas vergessen:
Wie funktioniert die Werkzeughöhenmessung ? Einfach nur einen 
Metallblock unter den Fräser und an beide Teile ein Kabelkleme (dann an 
den Controller) ?
Würde das so einfach gehen ?
Und gehört dieser Teil ins CAM oder in die CNC Software.

Danke und

Gruß

Autor: Space (Gast)
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Warum plenkst du?

Autor: MaWin (Gast)
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123456Fräse schrieb:
> Was mich interessieren würde, wäre wie der Werkzeugwechsel funktioniert

Zunächst mal: gar nicht.

Mach3 hält bei entsprechend geschriebenem G-Code an und sagt, welche 
Werkzeugnummer bestückt werden soll, umrüsten darfst du dann. Die 
Werkzeuglänge muss dann vom Programm neu eingemessen werden.


Hätte die Fräse SK30 Aufnahme wie bei Wabeco F1200 möglich, könnte der 
Werkzeugwechsel automatisch sein. Dazu gibt es ein YouTube Filmchen.

Aber viele Löcher (Platine) mit einer Fräse mit Schwalbenschwanzführung 
geht auf die Mechanik und verschleisst die Fräse schnell.

Autor: Domenik F. (domfra)
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123456Fräse schrieb:
> Hallo nochmal,
> Ich habe vorhin etwas vergessen:
> Wie funktioniert die Werkzeughöhenmessung ? Einfach nur einen
> Metallblock unter den Fräser und an beide Teile ein Kabelkleme (dann an
> den Controller) ?
> Würde das so einfach gehen ?
> Und gehört dieser Teil ins CAM oder in die CNC Software.

Dieser Teil gehört ins CNC, im CAM gibt's du aber dein zu verwendendes 
Werkzeug von der Art her an. Im Prinzip reicht zum Längenmessen ein 
Schalter, den du anfährst, alternativ kannst du auch ganz konventionell 
ankratzen. Im professionellen Bereich werden die Werkzeuge vermessen.

Autor: Christopher J. (christopher_j23)
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123456Fräse schrieb:
> CAD Programm ist für den Entwurf, dieser wird in das CAM Programm
> geladen, das wiederum erzeugt den G-Code

Korrekt, wobei man G-Code natürlich auch händisch erzeugen kann (d.h. 
man tippt seinen NC-Code in eine Tastatur).


> der [G-Code] wird ins CNC Programm geladen (MACH4)

Die Bezeichnung "CNC-Programm" für Mach4 halte ich für problematisch. 
Unter einem "NC-Programm" versteht man eher den G-Code selbst. Mach4 ist 
besser gesagt ein G-Code-Interpreter.

Früher (in Zeiten von WinXP und Mach3) war das so, dass man den LPT-Port 
benutzte um die Schrittimpulse auf die Schrittmotorendstufen zu 
bekommen. Wie das bei Mach4 ist weiß ich nicht. Als Alternative würde 
ich noch GRBL einwerfen. Das ist ein G-Code Interpreter und 
Interpolator, der auf einem Arduino Uno läuft. Auf der Hardware des 
Arduino werden dann auch gleich die Schrittimpulse für die 
Treiberendstufen erzeugt. Die Kommunikation mit dem PC läuft eine 
serielle Schnittstelle (über USB) und es gibt verschiedene GUIs, welche 
GRBL unterstützen, z.B. CNCjs.


> Was mich interessieren würde, wäre wie der Werkzeugwechsel funktioniert
> - könnt ihr mir das bitte erklären (bitte jeden Schritt ;D).

Da eine Spindel mit automatischem Werkzeugwechsler definitiv fünfstellig 
wird läuft das ganze (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) 
von Hand ab, d.h. Spindel anhalten, Werkzeug auswechseln, neues Werkzeug 
einwechseln und weiter gehts. Da wo dir das CAM-Programm einen 
Werkzeugwechsel einbauen würde, muss es dann eben stattdessen einen 
bedingten Halt generieren (im G-Code). Das gleiche gilt für

> Das nächste ist wenn ein Objekt beidseitig bearbeitet wird - sagt mir
> das Programm dann, dass ich umspannen soll ?

Wenn du keine vierte Achse hast, dann musst du deinen CAM-Job eben auf 
zwei Durchläufe splitten und es dazwischen manuell drehen.

Autor: 123456Fräse (Gast)
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Hallo,
danke für eure schnellen Antworten.

@Space: Was ist "plenken" ?

@MaWin: Ich meinte gar keinen automatischen Wechsel, selber Umspannen 
stört mich nicht ;)

Platinen oder so etwas mache ich eher nicht - dazu ist die Fräse auch 
over-powered. Eher Alu - manchmal vielleicht Holz.


@Domenik F.: Errechnet das Programm (CAM) selber wo und wann welches 
Werkzeug verwendet werden muss ?
Zum Längenmessen: Schalter scheint mir ein wenig ungenau - mit Kontakt 
so wie ich es geschrieben hab, müsste es doch auch gehen ?

Gruß

Autor: Walter T. (nicolas)
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123456Fräse schrieb:
> Errechnet das Programm (CAM) selber wo und wann welches
> Werkzeug verwendet werden muss ?

Andersherum: Du wählst das Werkzeug aus und das CAM sagt Dir dann, ob es 
die entsprechenden Geometrien mit diesem Werkzeug herstellen kann.

Autor: 123456Fräse (Gast)
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Hallo Christopher,
Danke für deine Zusammenfassung (klingt jetzt zwar kurz - aber mehr kann 
ich nicht dazu sagen, du hast mir alles beantwortet - danke).
Hast recht, Interpreter passt besser - sollte ich als Hobbyprogrammierer 
aber eigentlich wisse... :D
 Gruß

Autor: 123456Fräse (Gast)
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Hi,
@ Walter:
THX

@Christopher:
Tja, 4. Achse wäre schon lustig - müsste sich auch leicht hinzufügen 
lassen - entsprechende Bauteile (Motor + Futter) gibts schon billig. 
Aber fürn Anfang reicht mir normales 3 Achsen CNC.
Ne, automatisch wechseln will ich nicht . zu teuer.
Ich meine aber, dass ich ein Video gesehen habe, in dem sich der einen 
auto Wechsel gebaut hat - Selbstbau Portalfräse.

Es geht ja nur um kleinere Projekte, die ich mir händisch einfach nicht 
zutraue.

Gru0

PS: Sorry für die einzelnen Beiträge - hab die Antwort erst nachher 
gesehen - und dann auch noch was vergessem... Verzeiht mir bitte

Autor: Christopher J. (christopher_j23)
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Muss mich korrigieren. Es gibt z.B. von Elte eine Spindel mit 2,2kW bis 
24000 U/min mit automatischem Werkzeugwechsel für 3200€ (SK20), 4600€ 
(SK30) bzw. 5600€ (HSK25). Bisher hatte ich jedoch nur mit HSK63 bzw. 
HSK100 zu tun und da gilt (für HSK63) so als Faustregel 1€/rpm. 5000€ 
bezahlt man da alleine für die Lager ;)

PS: Bei Jäger ist man mit 9500€ nahezu fünfstellig (HSK25/2kW/40000rpm) 
und natürlich brauchen alle diese Spindeln einen passenden Umrichter

: Bearbeitet durch User
Autor: 123456Fräse (Gast)
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Hi,
Wie gesagt, das ganze Projekt soll zimelich billig sein - am liebsten 
unter 2000€. Kugelumlaufspindeltische gibts schon um ca 500€ - Fräse 
dann halt wahrscheinlich 1500€.
Plus Schneckengetriebe und Motoren.
Treiber sind eh nicht teuer. Software wird dann auch für Laser 
portalcutter verwenden, deswegen rechne ich die jetzt mal nicht dazu.
An Auto-Wechsel habe ich nie gedacht...
4. Achse wird irgendwann sicher hinzugefügt. Aber das hat Zeit ;)

Danke.
Gruß

Autor: Sven B. (scummos)
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Nimm dir einfach mal Fusion360 oder sowas ähnliches und generiere ein 
paar CAM-Jobs für irgendwelche Modelle. Dann bekommt man schnell ein 
Gefühl, wie das abläuft. Es ist deutlich manueller, als man sich das als 
Neuling so vorstellt. Geht auch einiges an Denkarbeit rein, in welcher 
Reihenfolge, von welcher Seite, in welchem Koordinatensystem, mit 
welchem Werkzeug etc etc man das Werkstück bearbeitet.

Autor: Pieter (Gast)
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Angehängte Dateien:

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der Teufel steckt im Detail!
Die Spindel braucht keine 24.000U/min, damit kann man Alu zerstäuben.
Ein G-Code-Interpreter ist kein Hexenwerk, anbei ein kleines Demo dazu.
Wie soll die Z-Achse mit Schneckengetriebe vermessen werden?

Autor: Dirk B. (dirkb2)
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123456Fräse schrieb:
> Was ist "plenken" ?

Wenn du das nicht selber raus finden kannst, ist so ein Projekt nichts 
für dich.

Autor: 123456Fräse (Gast)
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Hallo,

Ja, mit Fusion 360 probiere ich schon rum. Das waren ja nur ein paar 
grundsätzliche Fragen.
Klar, einfach ists sicher nicht, aber ich hab Geduld ;)
Wenn ich mich recht entsinne sind solch hohe Drehzahlen eher für GFK und 
ähnliche Werkstoffe?

Danke für die Demo Pieter.

Nach meinen INformationen unterstützen viele Interpreter 
Motorübersätzungen.
Mach 4 auf jeden Fall, ich hab nachgefragt...



So, jetzt mal kurz was an Space und Dirk:
Habt ihr etwas zum Thema gebracht? Nein!
Nervt ihr? JA!!!!
Was gehts euch an wenn ich hier und da mal ein Leerzeichen zu viel mache 
?
Dann schreibt doch ihr als erstes nach allen Rechtschreibnormen...
@Dirk: Weißt du warum ich nicht nachgesehen habe? Genau, weils mir 
sch*** egal ist.

Ich hab schon oft in diesem Forum bemerkt, dass Threads ausarten, oder 
ständig irgendwelche Offtopic Bemerkungen oder Anfeindungen von Leuten, 
die zu Thema keinen sinnvollen Beitrag leisten konnten kommen.
Ihr zieht das ansonsten sehr interessante und informative Forum in den 
Dre*k!
Warum fragt ihr euch ?
Weil ich jetzt aus Prinzip antworte (eigentlich gehört ihr ignoriert), 
ihr euch beleidigt fühlt undsoweiterundsofort.

Danke an alle die mir bis jetzt geholfen haben!
Wenn jemand noch Informationen für mich hat, nur raus damit ;-)

Gruß

Autor: Walter T. (nicolas)
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123456Fräse schrieb:
> Plus Schneckengetriebe und Motoren.

Schneckengetriebe haben üblicherweise einen Wirkungsgrad unter 50%. 
Bevor Du Komponenten merkwürdig zusammenstückelst: Ein CNC-Umbau einer 
BF20 hat alles andere als Seltensheitswert, und es gibt viele, viele, 
viele Erfahrungen dazu im Netz.

123456Fräse schrieb:
> am liebsten unter 2000€.

Keine Chance, wenn es halbwegs gut werden soll. Selbst wenn die Maschine 
schon fertig eingerichtet auf Deinem Tisch stünde und Du Deine eigene 
Drehbank hättest und damit umgehen könntest, wäre das sehr knapp.

: Bearbeitet durch User
Autor: Christopher J. (christopher_j23)
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123456Fräse schrieb:
> Wenn ich mich recht entsinne sind solch hohe Drehzahlen eher für GFK und
> ähnliche Werkstoffe?

Das hat nicht unbedingt etwas mit dem Werkstoff zu tun, sondern viel 
mehr mit der gewünschten Schnittgeschwindigkeit und dem gewünschten 
Zahnvorschub.

Hat man einen kleineren Fräser, benötigt man mehr Drehzahl für gleiche 
Schnittgeschwindigkeit. In der Dentaltechnik sind 24000rpm daher eher 
noch niedrig.

Will man hohe Vorschübe bei konstantem Zahnvorschub, benötigt man 
entweder einen Fräser mit vielen Zähnen oder man geht mit der Drehzahl 
hoch.

Man kann also auch Aluminium mit einem 16mm Vierschneider mit 40000rpm 
zerspanen ohne das da etwas schmiert. Man muss lediglich den Vorschub 
anpassen. In unserem Fall waren das 20m/min (d.h. 20000mm/min!). Das 
geht natürlich nicht mit Hobbywerkzeug. Die Spindel hatte ca. 60kW.

Autor: 123456Fräse (Gast)
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Das Schneckengetriebe wäre, dafür, dass der Motor für Z nicht allzu 
stark sein muss... war nur so eine Idee.

ich komme langsam drauf, dass die BF20 schon groß ist, ich glaub so ein 
Gerät brauche ich garnicht.
ich muss jetzt schauen, ob ich etwas kleineres finde (keine Sorge, ich 
nehm kein billig Baumarktgerät - vielleicht gibts gebrauchte ?).

Den Koordinatentisch mit Kugelumlaufspindeln kaufe ich übrigens, da sind 
wahlweise Motoren auch montiert... 500€

Ich könnte theoretisch ja auch eine Tischbohrmaschine nehmen, da zahl 
ich nicht unnötig den Tisch mit. Aber ich denke die haben eine nicht so 
optimale Lagerung...


Drehbank hab ich zwar keine, kenn aber Leute die eine haben. Die machen 
mir auch was zum Freundschaftspreis ;)

Ich erhöhe meinen Rahmen auf 2500€ - mit einer kleineren Maschine 
natürlich.

@Christoph:

Danke für dein Zusammenfassung!
Geschwindigkeit ist mir relativ egal. "Handfräsgeschwindigkeit" reicht 
mir aus.

Gruß

Gruß

Autor: Lothar J. (black-bird)
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Im Forum von www.zerspanerbude.net gibt es viele derartige Umbauten. Und 
Hilfe gibt es dort auch.


Blackbird

Autor: 123456Fräse (Gast)
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Danke Lothar.
Ich habe schon nach cnc Foren gesucht, aber nur ziemlich kleine und alte 
gefunden.

Dort werde ich mich mal melden.

Gruß

Autor: Dr.Who (Gast)
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123456Fräse schrieb:
> "Handfräsgeschwindigkeit"

So was gibts nicht. Die Fräsgeschwindigkeit ist ein fiktives
Produkt aus Drehzahl, Vorschub und Zustellung des Materialabtrags
und vom Material abhängig.

Weiche Werkstoffe bedürfen hoher Drehzahlen und harte Werkstoffe
niedrige Drehzahlen. Manchmal muss auch gekühlt werden.

Ich habe eine BF30 und habe auch schon über einen Umbau nachgedacht,
aber wieder verworfen. Die hat doch für die Z-Achse schon ein 
Schneckengetriebe. Ein Umbau wäre so fundamental, dass ein Neubau
mit Polymerbeton erfolgversprechender wäre.
Eine Kugelumlaufspindel allein reicht da nicht.
Steife Führungsschienen sind unverzichtbar.
Umbauanleitungen sollte man mit Vorsicht genießen, weil da oft
viel Erfahrung, wenn nicht sogar Expertenwissen dahinter steckt.
Wenn es zu Problemen kommt, wird so ein Projekt schnell zum
Rohrkrepierer. Ich würde, bei deinem Kenntnisstand wohl lieber
was Fertiges kaufen.

Autor: Franz (Gast)
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Schau dir mal Estlcam an kostet nur 50,- EUR beinhaltet CAM und 
Steuerprogramm oder LinuxCnc ist kostenlos.

Autor: Rote T. (tomate)
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Such dir lieber irgend eine alte Isel oder Datron und bau die wieder auf 
bzw auf LinuxCNC um, zum Platinenfräsen. Oder eine 
Deckel/Maho/Mikron/Hermle zum Metall fräsen.

Schrottige Selbstbau-Käsefräsen und der gleichen gibts genug, ein 
schönes Beispiel z.B. hier:
Ebay-Artikel Nr. 133127829004

: Bearbeitet durch User
Autor: Walter T. (nicolas)
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Dr.Who schrieb:
> Umbauanleitungen sollte man mit Vorsicht genießen, weil da oft
> viel Erfahrung, wenn nicht sogar Expertenwissen dahinter steckt.

Die Umbauanleitung von Christop Seelig ist im mechanischen Bereich schon 
gut und laientauglich - insbesondere mit dem kommerziell erhältlichen 
Umbausatz. Nur eben nicht im Budget, wenn noch die Elektronik dazukommt. 
Für die Elektronik gibt es heute modernere Varianten.

Autor: Ryven (Gast)
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Naja wer bereit ist ne 3er Fräser oder kleiner zu nehmen, ist mit den 
China HF Spindeln gut bedient auch in Stahl.
Aber da kann man auch Schrott bekommen.
Und kleine Fräser hätten gerne nen steifen Aufbau.
Dafür ist VHM nicht so bruchempfindlich wie viele annehmen.

Aber Schlagzahn in einer HF Spindel habe ich noch nicht gesehen.

Nur ist SK50/40 doch eine andere Welt.

Autor: Käsefräser (Gast)
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Rote T. schrieb:
> Schrottige Selbstbau-Käsefräsen und der gleichen gibts genug, ein
> schönes Beispiel z.B. hier:
> Ebay-Artikel Nr. 133127829004

Wieso, das Teil hat über die gesamte Länge (knapp 1 Meter) eine 
Genauigkeit unter 0.01mm und wiegt 2 Tonnen. Zum Käsefräsen gibt es 
CNC-Fräsen aus Plastik unter 10kg Gewicht. Mit denen kann man auch gut 
Alu fräsen.

Autor: Rote T. (tomate)
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Käsefräser schrieb:
> Wieso, das Teil hat über die gesamte Länge (knapp 1 Meter) eine
> Genauigkeit unter 0.01mm und wiegt 2 Tonnen.

Das schreibt der Verkäufer. Wenn man sowas ohne Normalglühen aus 
Stahlplatten zusammenschweisst, dann verzieht sich das mit der Zeit in 
allen Ebenen. Und bei Stahl kann man nichtmal gescheit schaben. 
Ausserdem ist die Vibrationsdämpfung bei Stahl miserabel, sodass das 
Ding bereits schwingt, während eine Fräse aus Guss, Mineralguss oder 
Granit noch kein bisschen vibriert.

Und bei einem Materialeinsatz von 15k€ hätte man diverse, um Klassen 
bessere Gebrauchtmaschinen kaufen können.

Autor: Sven B. (scummos)
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Rote T. schrieb:
> Käsefräser schrieb:
>> Wieso, das Teil hat über die gesamte Länge (knapp 1 Meter) eine
>> Genauigkeit unter 0.01mm und wiegt 2 Tonnen.

> Und bei einem Materialeinsatz von 15k€ hätte man diverse, um Klassen
> bessere Gebrauchtmaschinen kaufen können.

Ich finde das Projekt auch etwas kurios, aber es ist kein typischer 
Vertreter der Kategorie von Maschinen, die üblicherweise als 
"Käsefräsen" bezeichnet werden. ;)

Autor: Dr.Who (Gast)
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Rote T. schrieb:
> Und bei einem Materialeinsatz von 15k€ hätte man diverse, um Klassen
> bessere Gebrauchtmaschinen kaufen können.

Und dann noch sich über unverschämte Angebote beschweren bei einem
Startpreis von 1€ ohne Mindestpreis.

Sven B. schrieb:
> Ich finde das Projekt auch etwas kurios, aber es ist kein typischer
> Vertreter der Kategorie von Maschinen, die üblicherweise als
> "Käsefräsen" bezeichnet werden. ;)

Daher ist das Vorurteil Schrottfräse auch der passende Terminus.
Deswegen versucht der Verkäufer den Schrott wohl auch los zu werden.
Diejenigen die da mit bieten sind auch kein Deut besser.

Aufgrund der relativ sauberen Verdrahtung vermute ich einen Elektriker
oder einem verwandten Beruf. Rote Drähte sind schon seit Mitte der
70er dafür nicht mehr erlaubt, aber bei einer Privatbastelei
nimmt man das nicht so genau und hin was an Material da ist.
Die Maschine ist nach den Indizien wohl noch nie gelaufen und ein Bild
von der Nutenplatte fehlt auch.
Unglaublich, wofür manche Menschen ihr Geld ausgeben.

Autor: Tany (Gast)
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Dr.Who schrieb:
> Daher ist das Vorurteil Schrottfräse auch der passende Terminus.
> Deswegen versucht der Verkäufer den Schrott wohl auch los zu werden.
> Diejenigen die da mit bieten sind auch kein Deut besser.

Bin gespannt, was dabei rauskommt...
Ich schätze, mehr wie 1k wird die Maschine nicht wert.

Autor: Rote T. (tomate)
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OMG, 2100€ für das Ding?!?
Für die Hälfte gibts dann wieder nahezu funktionsfähige Maschinen
Ebay-Artikel Nr. 223554757415

Wenn ich auch nur immer Idioten finden würde, die mir für Schrott so 
viel Geld geben....
Klappt bei mir irgendwie nie wirklich, vieleicht bin ich zu ehrlich....

: Bearbeitet durch User
Autor: Alex G. (dragongamer)
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Eine ganze Achse ausgefallen nennst du nahezu funktionsfähig?

Autor: Tany (Gast)
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Rote T. schrieb:
> OMG, 2100€ für das Ding?!?

JA!!! Sachen gibt....

> immer Idioten finden
Lt. Bieterliste waren 5 dabei. :-)

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Rote T. schrieb:
> OMG, 2100€ für das Ding?!?

Ich denke, dass diejenigen sich das schon genauer angesehen haben. Und 
für das Geld ist es durchaus ok, zumal alles neu ist.

> Für die Hälfte gibts dann wieder nahezu funktionsfähige Maschinen
> 
Ebay-Artikel Nr. 223554757415

Naja, da ist eine Achse platt.

Aber wie immer "ist es nichts Großes, kriegt ein Bastler vermutlich 
leicht wieder hin" ;-)

Man kann davon ausgehen, dass da Reparaturversuche unternommen wurden, 
aber der Schaden offenbar größer ist. Je nach Alter der Maschine und der 
Komponenten gibt es eventuell keinerlei Unterlagen mehr dazu 
(Ersatzteile sowieso nicht bzw. zu unverschämten Preisen vom Verwerter), 
oftmals sind wichtige Einstellungen verloren gegangen (Pufferbatterie 
platt etc.). Hilft der Hersteller dann nicht weiter 
(Siemens/Bosch/Heidenhain nehmen dafür richtig Geld), dann hat die 
gesamte Steuerung praktisch nur noch Schrottwert.

Und dann hat man noch keine genauen Zustandsbeschreibung der Führungen, 
Vorschubspindeln, Arbeitsspindellager etc.

Im Gegensatz dazu wird es bei dem Selbstbau umfangreiche Unterlagen 
geben und der Verkäufer die Maschine in- und auswendig kennen, was bei 
eventuell auftretenden Problemen unbezahlbar ist.

Ich sage nicht, dass man keine Industriemaschinen kaufen soll (ich kaufe 
die ausschließlich, mittlerweile stehen hier vier) - aber man sollte 
genau wissen, was man tut oder jemanden mitnehmen, der davon wirklich 
Ahnung hat.

Und man muss wissen, dass man in solch eine alte Maschine mindestens 
viel, viel Arbeit stecken muss, mit etwas Pech auch noch viel Geld. Hier 
war es glücklicherweise nur Arbeitszeit, aber letztendlich steckt man 
nie in so einem alten Schätzchen drin. Es hätte bei mir durchaus auch 
sein können, dass ich die komplette Steuerung ersetzen muss. 
Letztendlich musste ich nur säubern/lackieren und neu justieren und die 
angesprochenen elektrischen Fehler durch eigene Hilfsplatinen 
eliminieren. Jemand ohne tiefgreifende Elektronik-/Programmierkenntnisse 
hätte keine Chance gehabt.

Und trotzdem sehe ich jetzt zu, dass ich mir Ersatzplatinen für die 
gesamte Steuerung besorge. Denn die Komponenten gibt es schon lange 
nicht mehr neu.

Auch das muss man bei einer alten Maschine im Hinterkopf haben: was ist, 
wenn Elektronik ausfällt? Bin ich in der Lage, Ersatz zu beschaffen oder 
zu reparieren?

Also: immer genau gucken, was man kauft und/oder jemand mitnehmen, der 
auf Herz und Nieren prüft - und wenn man ihm dafür nen Hunni in der Hand 
drückt.

> Wenn ich auch nur immer Idioten finden würde, die mir für Schrott so
> viel Geld geben....

Nach Schrott sieht mir das nicht aus. Klar hat er zu viel ausgegeben, 
aber bei 2100€ halte ich das für eine gute Grundlage.

> Klappt bei mir irgendwie nie wirklich, vieleicht bin ich zu ehrlich....

Naja, keine 15% vom Geld, das er reingesteckt hat, wieder rauszukriegen, 
halte ich nicht für "viel Geld".

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Tany (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Nach Schrott sieht mir das nicht aus

Ansichtssache!
2 Tonen für nen Käserfräser eindeutig zuviel. Ein Teil Gestell wird aus 
Stahl zusammen geschweißt--> nicht besonders elegant.
Für Stahlberarbeitung ist das Ding eindeutig zu wackelig, 
schwingungsfreudig...
Die "Maschine" hat keine "möchte gern" 1/100 Genauigkeit...

Autor: Rote T. (tomate)
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Alex G. schrieb:
> Eine ganze Achse ausgefallen nennst du nahezu funktionsfähig?

Zufällig steht bei mir eine sehr ähnliche Maschine in der Werkstatt, 
kenne ich die Dinger ziemlich genau, da ich damals direkt nach dem Kauf 
den Spindelumricher reparieren musste.

Da ist zu 90% die Endstufe vom AC-Servo ausgefallen. 3x Transistormodul 
für je ca. 30€ gewechselt (und Kollateralschaden davor reparieren) und 
das Ding läuft wieder.

: Bearbeitet durch User
Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Tany schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Nach Schrott sieht mir das nicht aus
>
> Ansichtssache!
> 2 Tonen für nen Käserfräser eindeutig zuviel.

Das ist in meinen Augen keine Käsefräse mehr. Alu wird man damit schon 
gut bearbeiten können.

> Ein Teil Gestell wird aus
> Stahl zusammen geschweißt--> nicht besonders elegant.
> Für Stahlberarbeitung ist das Ding eindeutig zu wackelig,
> schwingungsfreudig...

Ich maße mir nicht an, das aus der Ferne zu beurteilen.
Jede Fräse hat eben ihren Einsatzzweck. Mit meinem Selbstbau  würde ich 
auch kein Stahl bearbeiten wollen, aber Alu klappt hervorragend.

> Die "Maschine" hat keine "möchte gern" 1/100 Genauigkeit...

Die haben selbst neue Bearbeitungszentren nur unter ganz bestimmten 
Bedingungen. Trotzdem ist es gut, wenn die Achsen sauber ausgerichtet 
sind.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Rote T. schrieb:
> Alex G. schrieb:
>> Eine ganze Achse ausgefallen nennst du nahezu funktionsfähig?
>
> Zufällig steht bei mir eine sehr ähnliche Maschine in der Werkstatt,
> kenne ich die Dinger ziemlich genau, da ich damals direkt nach dem Kauf
> den Spindelumricher reparieren musste.
>
> Da ist zu 90% die Endstufe vom AC-Servo ausgefallen. 3x Transistormodul
> für je ca. 30€ gewechselt (und Kollateralschaden davor reparieren) und
> das Ding läuft wieder.

Das ist das, was ich meinte: man muss jemanden mitnehmen, der sich damit 
auskennt und das Ding wirklich testen kann. Wenn derjenige die Maschine 
selbst hat: umso besser! :-)

Aber weil Du schreibst, dass Du die Dinger ziemlich genau kennst: auch 
da muss man bzgl. Ausstattung sehr vorsichtig sein. Ich dachte auch, 
dass mein Feindrehautomat nur einer von vielen ist und die baugleich 
sind. Von wegen. Auch damals wurde verbaut, was verfügbar war. Und eine 
Maschine mit gleicher Bezeichnung hat deshalb noch lange nicht dasselbe 
Innenleben. In einem Monat hatte man die Endstufen, ein halbes Jahr 
später ganz andere (weil preiswerter) usw.

Teilweise hab ich den Schaltschrankaufbau der anderen Maschinen nicht 
wiedererkannt, und das, obwohl beide Maschinen Baujahr 1990 waren und 
nur drei weitere dazwischen gefertigt wurden (laut Typnummern).

Das nur als Hinweis :-)

: Bearbeitet durch Moderator

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