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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ansteuerung Laser - Leistung und Linearität


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Autor: Jan D. (muehendis)
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Erstmal vielen Dank an alle, die hier Antworten und Hilfe geben! Seit 
Jahren finde ich hier oft DEN Hinweis oder DIE Lösung!
Vielen Dank dafür an alle!!!


Mein Thema:
Ich möchte einen Laser ansteuern, möglichst einfach mit AM.
Signalquellen:
1. MP3 Player, Amplitude ca. 200mV
2. Sinusgenerator, Amplitude auf 200mV eingestellt, f von 4 Hz bis 20 
kHz, möglichst linear

Ich gebe das Signal durch einen OPV (LF 356, mit +5V und -5V aus DC/DC 
Wandler, Massen verbunden) und koppel es dann über 2 Elkos ein. Der 
Schaltplan zeigt einen stabilen Zustand, das Oszi zeigt den Ausgang des 
Signalgenerators in gelb, den Punkt hinter den Kondensatoren in dunkel 
blau, in hellblau den Strom durch den Laser (mit Shunt gemessen, etwas 
breiig...,10 kV Leitung in der Nähe!) und in rosa das Signal einer 
kleinen Solarzelle, die ich mit dem Laser (rot, ca. 15 mA) beleuchte.
Mit diesem Ergebnis wäre ich ganz zufrieden....

Mein Problem:
Wenn ich einen Arbeitspunkt wähle, bei dem die Schaltung über den 
gewünschten Frequenzbereich linear ist, komme ich nur auf ca. 6 mA durch 
den Laser. Für mehr Leistung büße ich Linearität ein. Außerdem habe ich 
dann massive Rückwirkungen in die Ansteuerung hinein, d.h. nur das gelbe 
Signal bleibt sauber, der Rest wird verzerrt.

Wie bekomme ich mehr Leistung auf den Laser (bis 300 mA) ohne die 
Ansteuerung zu beeinflussen?

Versuche bisher:
- Darlington BDX35B statt BC337, nicht der gewünschte Erfolg.
- Mosfet, 1. Laser tot......

Ideen:
- Trennung mit Optokoppler - erscheint mir etwas übertrieben....
- Betriebsspannung erhöhen - löst nicht wirklich mein Problem.

Wer hat eine Lösung?

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Jan D. schrieb:
> - Trennung mit Optokoppler - erscheint mir etwas übertrieben....

Wüsste auch nicht, wie das hier helfen könnte.

Eine Laserdiode hat zur Gegenkopplung eine Fotodiode, die zur Begrenzung 
des Laserstromes dient. Die solltest du verwenden und eine echte 
Stromquelle statt der Simpel-Endstufe benutzen.
Dazu geeignet ist bspw. eine Konstantstromquelle mit Opamp, die du dann 
modulieren kannst.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Jan D. schrieb:

> Ich möchte einen Laser ansteuern, möglichst einfach mit AM.
> Signalquellen:
> 1. MP3 Player, Amplitude ca. 200mV
> 2. Sinusgenerator, Amplitude auf 200mV eingestellt, f von 4 Hz bis 20
> kHz, möglichst linear

...und warum brauchst Du da einen Laser?

Autor: MaWin (Gast)
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Jan D. schrieb:
> Der Schaltplan zeigt einen stabilen Zustand

Wohl eher nicht, so lange keine Feedback-Photodiode genutzt wird ist ein 
Laser alles andere als stabil.

Autor: nachtmix (Gast)
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Jan D. schrieb:
> Wenn ich einen Arbeitspunkt wähle, bei dem die Schaltung über den
> gewünschten Frequenzbereich linear ist, komme ich nur auf ca. 6 mA durch
> den Laser. Für mehr Leistung büße ich Linearität ein.

Weil er offenbar bis 6mA als LED arbeitet und dort ein linearer 
Zusammenhang zwischen Strom und Lichtmenge existiert.
Wenn der Schwellstrom überschritten wird, setzt die eigentliche 
Lasertätigkeit ein und dort ist der elektrooptische Wirkungsgrad sehr 
viel höher.
Je nach Art der Laserdiode reichen dann u.U. schon einige mA um die 
spiegelnden Endflächen der Laserdiode optisch zu zerstören (bei 
Leistungsdichten um 10MW/cm²).

Autor: Teo D. (teoderix)
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nachtmix schrieb:
> Je nach Art der Laserdiode reichen dann u.U. schon einige mA um die
> spiegelnden Endflächen der Laserdiode optisch zu zerstören (bei
> Leistungsdichten um 10MW/cm²).

Also vor ~25J gabs, brauchte es, keinen Spiegel. Da reichte die plane 
Kristallfläche?!
Gelernt hatte ich auch, das es zu partieller, überproportionaler 
Steigerung der LASER-Leistung kommt und sich der Kristall quasi selbst 
zerstrahlt (thermisch zerlegt). Er muss also garnicht sofort und 
komplett zerstört werden, er wird nur immer schwächer....

Autor: Wolfgang (Gast)
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Jan D. schrieb:
> Ich möchte einen Laser ansteuern, möglichst einfach mit AM.
> Signalquellen:
> 1. MP3 Player, Amplitude ca. 200mV
> 2. Sinusgenerator, Amplitude auf 200mV eingestellt, f von 4 Hz bis 20
> kHz, möglichst linear

Dir fehlt für Amplitudenmodulation eine Trägerfrequenz.
Eine Laserdiode so zu betreiben, dass durch die Modulation sowohl der 
Bereich unterhalb des Schwellstromes, als auch Laserbetrieb genutzt 
wird, schafft zwangsläufig extreme Nichtlinearitäten und eine Änderung 
der Strahlgeometrie. Wenn du den Laser nicht sowieso als Optokoppler 
benutzen willst, was i.A. wenig sinnvoll ist, kommt also noch das 
Geometrieproblem dazu, i.e. die Nichtlinearität wird, je nach 
Transportweg evtl. entfernungsabhängig und lässt sich nicht über eine 
Monitordiode kompensieren.

Autor: ArnoR (Gast)
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Jan D. schrieb:
> Mein Problem:
> Wenn ich einen Arbeitspunkt wähle, bei dem die Schaltung über den
> gewünschten Frequenzbereich linear ist, komme ich nur auf ca. 6 mA durch
> den Laser. Für mehr Leistung büße ich Linearität ein.

Deine Schaltung und deren Dimensionierung lässt ja auch gar nichts 
anderes zu. Ist also vollkommen in Ordnung so ;-)

Für maximale Aussteuerbarkeit muss der DC-Arbeitspunkt der LD auf die 
Mitte zwischen Schwellstrom und Maximalstrom eingestellt werden. Um 
diesen AP herum wird dann moduliert.

Im Anhang eine Schaltung, die den DC-Arbeitspunkt auf 150mA festlegt und 
um diesen herum moduliert. Im Bild ist das Eingangssignal 1kHz Rechteck 
mit +-25mV. Sinus geht natürlich auch, obere Grenzfrequenz etwa 200kHz.

Autor: ArnoR (Gast)
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ArnoR schrieb:
> Im Anhang eine Schaltung...

Irgendwie hab ich oben eine Null beim Eingangssignal übersehen. Hier im 
Anhang nun die Dimensionierung auf +-200mV Eingangsspannung.

Autor: Jan D. (muehendis)
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Danke für die vielen hilfreichen Antworten.

@ArnoR:

Danke für die Bestätigung, dass meine Schaltung so in Ordnung ist ;-) 
Beruhigt sehr.....

Die Ansteuerung der LD sehe ich wie Du. Da ich mir das Einbinden der 
Kontrolldiode sparen möchte, sehe ich meinen Arbeitspunkt knapp über der 
Schwelle. Das gibt Luft nach oben, wenn sich der Laser erwärmt.

Danke für deinen Schaltplan, ArnoR. Ich hätte den Ausgang gern mit 
geringerer Amplitude, siehe Skizze. Dann bleibt der Strom immer über der 
Schwelle.
Dazu folgende Fragen:
- Die Amplitude stelle ich über die Gegenkopplung am LF 411 ein, also 
der 1,1k Widerstand?
- Worüber stelle ich die Höhe des Stroms, also die Nulllinie der 
Schwingung, bei Dir 150 mA ein? Nur über den 3,3 Widerstand?
- Du hast die Gegenkopplung mit 11k auf -5V gelegt. Warum?

Autor: ArnoR (Gast)
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Jan D. schrieb:
> - Die Amplitude stelle ich über die Gegenkopplung am LF 411 ein, also
> der 1,1k Widerstand?

Nicht nur. Der 1k1 und der 1k bestimmen die Spannungsverstärkung vom 
Eingang zum Stommeßwiderstand (3R3). Daraus ergibt sich die 
Spannungsamplitude am 3R3 und die Stromamplitude in der LD.

> - Worüber stelle ich die Höhe des Stroms, also die Nulllinie der
> Schwingung, bei Dir 150 mA ein? Nur über den 3,3 Widerstand?

Der 11k-Widerstand speist einen negativen Strom in den Summierknoten des 
OPV ein und zwingt ihn dadurch, dies durch einen positive Gegenreaktion 
aufzuheben --> Ruhestrom durch die LD.

> - Du hast die Gegenkopplung mit 11k auf -5V gelegt. Warum?

Siehe vorhergehende Frage.

Autor: Jan D. (muehendis)
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@ArnoR:
D.h. ich kann bei abgeschalteter Signalquelle über Veränderung des 11k 
Widerstandes den Ruhestrom einstellen. Über Variation von 1k und 1k1 
dann anschließend bei eingeschaltetem Signal die Amplitude wählen.
Da war ich mit dem Vorspannen des Transistors auf dem falschen Weg....
Danke für Deine Erklärung, der Groschen beginnt zu fallen!

Ist der LF411 zwingend zu verwenden? Oder ist er ein guter Freund von 
Dir? Der LF356 scheint mir vom Prinzip nicht so weit weg zu sein.

Mit welcher Software hast Du den Plan erzeugt?

Autor: ArnoR (Gast)
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Jan D. schrieb:
> D.h. ich kann bei abgeschalteter Signalquelle über Veränderung des 11k
> Widerstandes den Ruhestrom einstellen. Über Variation von 1k und 1k1
> dann anschließend bei eingeschaltetem Signal die Amplitude wählen.

Im Prinzip ja, aber alle Widerstände beeinflussen alles. Der 11k 
beeinflusst die Verstärkung und bei Änderung der Verstärkung mit den 
1k/1K1 ändert sich auch der Ruhestrom.

Man kann dazu eine Gleichung aufstellen und das ausrechnen, dazu bin ich 
zu faul und mache das mit dem Simulator, da ich weiß welcher Widerstand 
wie wirkt. Vielleicht ist Helmut S. in der Stimmung die Gleichungen 
herzuleiten.

Du kannst auch schreiben welchen Ruhestrom und welche Aussteuerung du 
brauchst, dann dimensioniere ich das.

> Ist der LF411 zwingend zu verwenden? Oder ist er ein guter Freund von
> Dir?

Den LF356 habe ich nicht als Modell.

> Der LF356 scheint mir vom Prinzip nicht so weit weg zu sein.

Deswegen habe ich den genommen. Die Schaltung funktioniert auch mit dem 
LF356.

Autor: ArnoR (Gast)
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Jan D. schrieb:
> Mit welcher Software hast Du den Plan erzeugt?

Plan und Simulation mit TINA von ti.com.

Autor: Jan D. (muehendis)
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@ArnoR:
Danke für die Erklärungen und deine Zeit. Am Montag habe ich hoffentlich 
Zeit am Steckbrett. Ich werde mit Potis und LEDs testen. Bin sehr 
gespannt und melde mich wie es läuft.

Autor: Jan D. (muehendis)
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@ArnoR:
Die Schaltung läuft auf dem Steckbrett wie verrückt!
Das Anpassen an den Laser, dass dieser auch einen sauberen Sinus abgibt, 
ist aber sehr schwierig. Um den Arbeitspunkt herum verzerrt er stark.

- Spricht etwas dagegen, in Reihe zum Shunt ein Poti zu legen, um den 
Strom etwas anpassen zu können?
- Gern nehme ich dein Angebot an, mir noch Paarungen im Simulator zu 
erzeugen. Bitte für Laser mit 10mA, 80mA, 150mA.
- Die Amplitude hätte ich gern flach. Bei niedrigen Frequenzen entsteht 
sonst ein sichtbares Flackern. Das möchte ich vermeiden.

Habe versucht die Schaltung mit falstad zu simulieren, kriege aber keine 
sinnvollen Ergebnisse.
Gruß, Jan

Autor: ArnoR (Gast)
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Jan D. schrieb:
> Das Anpassen an den Laser, dass dieser auch einen sauberen Sinus abgibt,
> ist aber sehr schwierig. Um den Arbeitspunkt herum verzerrt er stark.

Verstehe ich nicht, die Kennlinie ist doch total linear, siehe Anhang. 
Irgendwas stimmt dann bei dir nicht. Hast du die Dimensionierung 
geändert?

Jan D. schrieb:
> Bitte für Laser mit 10mA, 80mA, 150mA.

Soll das heißen 10mA Schwellstrom, 80mA DC-Arbeitspunkt und 150mA max? 
Dazu fehlt aber noch die Eingangsamplitude.

> Die Amplitude hätte ich gern flach.

Leider kann damit gar nichts anfangen. Versuchs nochmal mit den 
richtigen Begriffen.

Autor: Achim S. (Gast)
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ArnoR schrieb:
> Jan D. schrieb:
>> Das Anpassen an den Laser, dass dieser auch einen sauberen Sinus abgibt,
>> ist aber sehr schwierig. Um den Arbeitspunkt herum verzerrt er stark.
>
> Verstehe ich nicht, die Kennlinie ist doch total linear, siehe Anhang.
> Irgendwas stimmt dann bei dir nicht.

Vielleicht hat Jan den Arbeitspunkt so liegen, dass bei der Modulation 
der Laser zwischendurch unter die Schwelle gerät. Dann wird aus einer 
linearen Stromänderung eine stark nichtlineare Änderung der emittierten 
Lichtleistung.

Jan D. schrieb:
> Da ich mir das Einbinden der
> Kontrolldiode sparen möchte, sehe ich meinen Arbeitspunkt knapp über der
> Schwelle. Das gibt Luft nach oben, wenn sich der Laser erwärmt.

Aber wenn die Modulation symmetrisch zum Arbeitspunkt erfolgt gerätst du 
regelmäßig unter die Schwelle und bekommst eine starke Nichtlinearität.

Autor: Werner H. (werner45)
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Deine Versuche sind Zeitverschwendung.

Warum haben wohl die Laserdioden-Hersteller eine Fotodiode mit 
integriert, wenn es die nicht braucht? Einfach so, weil die übrig 
waren?.
Wenn es die Gegenkopplung nicht brauchen würde, hätte man die nie 
gemacht. Sogar der billigste CDplayer nutzt das aus - weil es eben ohne 
nicht vernünftig geht.
Man kann einige einfache Schaltungen ohne OpV-Grab im Netz finden, die 
trotzdem eine Gegenkopplung haben. Schau mal nach denen und schmeiß 
Deine Schaltung weg.
Ein Steckbrett ist übrigens eine brauchbare Einrichtung, um eine 
Laserdiode zu killen.

Autor: ArnoR (Gast)
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Werner H. schrieb:
> Warum haben wohl die Laserdioden-Hersteller eine Fotodiode mit
> integriert, wenn es die nicht braucht? Einfach so, weil die übrig
> waren?.

Ich kenne etliche Laserdioden und habe für einige schnelle Treiber 
gebaut (>100MHz), keine einzige von denen hat eine Monitordiode.

Ein paar Beispiele

HL40023
HL63603
PL450
PLTB450
PL520
SLD3237
WSLD-405

Autor: Werner H. (werner45)
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Ok Arno, aber vermutlich nicht amplitudenmoduliert betrieben.

Autor: ArnoR (Gast)
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Werner H. schrieb:
> aber vermutlich nicht amplitudenmoduliert betrieben.

Doch, reiner Analogbetrieb über den vollen Aussteuerbereich.

Autor: Jan D. (muehendis)
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@ArnoR:
Mit 165mA läuft die Schaltung sehr sauber.

- Der Widerstand in Reihe zum Shunt verzerrt, wenn er zu groß wird (über 
30R). Warum?
- Ich bekomme die Amplitude nicht so flach, wie ich möchte. Bei 7 Hz ist 
ein EIN/AUS zu sehen. Wie bekomme ich sie flacher?
- Habe über falstad Wertepaare um 100k gefunden. Aber auch die mit 
großer Amplitude. Ich finde den Regler nicht... ;-)
- Machen hohe Widerstände nicht generell Sinn, um den DC DC nicht so 
stark zu belasten?

Fragen über Fragen.... Wäre toll, wenn Du Antworten hättest!

Gruß, Jan

Autor: ArnoR (Gast)
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Jan D. schrieb:
> - Der Widerstand in Reihe zum Shunt verzerrt, wenn er zu groß wird (über
> 30R). Warum?

Du baust 30R in Reihe zu den 3R3 ein? Wenn ja, dann geht die Schaltung 
spannungsmäßig an den Anschlag. Wie sollen denn 33R*150ma+UfLD an 5V 
funktionieren?

> - Ich bekomme die Amplitude nicht so flach, wie ich möchte. Bei 7 Hz ist
> ein EIN/AUS zu sehen. Wie bekomme ich sie flacher?

Ich verstehe nicht was flache Amplitude bedeuten soll. Meinst 
Amplitudenfrequenzgang?

> - Habe über falstad Wertepaare um 100k gefunden. Aber auch die mit
> großer Amplitude. Ich finde den Regler nicht... ;-)

Ich verstehe dich nicht.

> - Machen hohe Widerstände nicht generell Sinn, um den DC DC nicht so
> stark zu belasten?

Was spielen 0,5mA für eine Rolle bei 300mA LD-Strom?

> Fragen über Fragen.... Wäre toll, wenn Du Antworten hättest!

Wäre toll, wenn du Fragen verständlich formulieren würdest.

Autor: Jan D. (muehendis)
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Ohps, da habe ich nicht richtig aktualisiert und eine ganze Menge 
verpasst.
Sorry...

Also, ich habe mehrere Laserdioden zur Auswahl: rot mit ca. 10mA, 
violett mit ca. 80mA und die grüne nimmt 200mA. Daher meine Frage.

Mit der Schaltung von ArnoR läuft der grüne mit ca. 170mA Mittelwert. 
Die Amplitude liegt bei ca. 20mA bei 1kHz. Ein Audiosignal wir sehr klar 
übertragen. Bei niedrigen Frequenzen, 7 Hz, ist ein Flackern zu sehen. 
In diesem Bereich flacht die Amplitude am OPV auch schon leicht ab.
Ja, vermutlich rutscht er dort unter die Schwelle.

Autor: ArnoR (Gast)
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Jan D. schrieb:
> Also, ich habe mehrere Laserdioden zur Auswahl: rot mit ca. 10mA,
> violett mit ca. 80mA und die grüne nimmt 200mA. Daher meine Frage.

Die LD "nehmen" nicht irdendeinen Strom. Vielleicht verlinkst du mal 
besser die Datenblätter, mit deinen Aussagen kann Niemand was anfangen.

Jan D. schrieb:
> Bei niedrigen Frequenzen, 7 Hz, ist ein Flackern zu sehen.

7Hz ist so gering, dass das Auge dem folgen kann, man sieht direkt die 
Modulation, ja, normal.

> In diesem Bereich flacht die Amplitude am OPV auch schon leicht ab.

Auch normal, die untere Grenzfrequenz legt der Eingangskoppelkondensator 
fest. Mach ihn einfach größer.

> Ja, vermutlich rutscht er dort unter die Schwelle.

Unwahrscheinlich. Normalerweise ist das Verhältnis 
Maximalstrom/Schwellstrom~5. Bei der geringen Modulation von 20mA bei 
170mA Ruhestrom kommst du nicht unter die Schwelle.

Autor: Jan D. (muehendis)
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War gerade nochmal im Keller.
Bei 1kHz nimmt der Laser 174 mA auf. Wenn ich auf 6 Hz runtergehe, 
sodass das Messgerät einigermaßen mitkommt, schwankt die Stromaufnahme 
zwischen 162 und 189 mA.

Du hast Recht, dann ist er noch über der Schwelle. Ich hatte nicht 
erwartet, dass man die Modulation dann direkt sehen kann.

Autor: Jan D. (muehendis)
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ArnoR schrieb:
>> - Der Widerstand in Reihe zum Shunt verzerrt, wenn er zu groß wird (über
>> 30R). Warum?
>
> Du baust 30R in Reihe zu den 3R3 ein? Wenn ja, dann geht die Schaltung
> spannungsmäßig an den Anschlag. Wie sollen denn 33R*150ma+UfLD an 5V
> funktionieren?

Ja, da habe ich zu kurz gedacht. Es ist ein "Angstpoti", das ich für das 
Einschalten drin hatte. Gehe dann, wenn sich die Nerven beruhigt haben, 
damit auf 0 runter.

ArnoR schrieb:
> Jan D. schrieb:
>> Also, ich habe mehrere Laserdioden zur Auswahl: rot mit ca. 10mA,
>> violett mit ca. 80mA und die grüne nimmt 200mA. Daher meine Frage.
>
> Die LD "nehmen" nicht irdendeinen Strom. Vielleicht verlinkst du mal
> besser die Datenblätter, mit deinen Aussagen kann Niemand was anfangen.

Bin in der Testphase. Habe daher Laserpointer ausgeschlachtet, vorher 
den Strom gemessen. Steuere die Laser jetzt hinter der bauseitigen 
Strombegrenzung an. Daher kein Datenblatt....

ArnoR schrieb:
>> - Machen hohe Widerstände nicht generell Sinn, um den DC DC nicht so
>> stark zu belasten?
>
> Was spielen 0,5mA für eine Rolle bei 300mA LD-Strom?

Mit dem DCDC Wandler versorge ich den LF356. Der Laser hängt direkt an 
5V. Da der Wandler nur 100mA kann habe ich mal nachgemessen. Er war mit 
50mA also bei der Hälfte seiner Leistung. Daher meine Frage nach hören 
Widerständen.

ArnoR schrieb:
>> Fragen über Fragen.... Wäre toll, wenn Du Antworten hättest!
>
> Wäre toll, wenn du Fragen verständlich formulieren würdest.

Ich gebe mir Mühe.... Ich weiß, reicht nicht....;-)

ArnoR schrieb:
> Jan D. schrieb:
>> Bitte für Laser mit 10mA, 80mA, 150mA.
>
> Soll das heißen 10mA Schwellstrom, 80mA DC-Arbeitspunkt und 150mA max?
> Dazu fehlt aber noch die Eingangsamplitude.

Dann meine ich damit den DC-Arbeitspunkt.

ArnoR schrieb:
>> - Ich bekomme die Amplitude nicht so flach, wie ich möchte. Bei 7 Hz ist
>> ein EIN/AUS zu sehen. Wie bekomme ich sie flacher?
>
> Ich verstehe nicht was flache Amplitude bedeuten soll. Meinst
> Amplitudenfrequenzgang?

Ja, ich habe versucht, die Amplitude um den Arbeitspunkt herum kleiner 
einzustellen. Ohne nennenswerten Erfolg. Ich würde den Laser als Test 
gern ca. 5% um den Arbeitspunkt schwingen lassen.


Mit der Hoffnung mich verständlich gemacht zu haben - Gute Nacht!

Autor: ArnoR (Gast)
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Jan D. schrieb:
> Bin in der Testphase. Habe daher Laserpointer ausgeschlachtet, vorher
> den Strom gemessen. Steuere die Laser jetzt hinter der bauseitigen
> Strombegrenzung an. Daher kein Datenblatt....

Auf den Strom, mit dem die LD in Laserpointern läuft, würde ich gar 
nichts geben, sondern den Schwellstrom bestimmen. Bei guten Laserdioden 
ist der max. Strom etwa das 5-fache, bei miesen nur etwa 1,5-fach, und 
in LP sind sicher nicht die besten verbaut. Ohne Datenblatt sieht´s also 
schlecht aus.

Jan D. schrieb:
> Ich würde den Laser als Test
> gern ca. 5% um den Arbeitspunkt schwingen lassen.

Was soll das bringen? Die Slope Efficiency nimmt mit steigendem Strom 
ab, dein optisches Signal wird also schwächer und die Belastung der LD 
und der Stromverbrauch höher.

Jan D. schrieb:
> ich habe versucht, die Amplitude um den Arbeitspunkt herum kleiner
> einzustellen. Ohne nennenswerten Erfolg.

Du brauchst doch einfach nur das Eingangssignal kleiner machen.

Autor: DanVet (Gast)
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Wenn es nicht unbedingt eine gebastelte Analogschaltung sein muss würde 
ich mal ichaus.de probieren
http://ichaus.de/product/iC-WJ%20Series
Im Datenblatt ist beschrieben, wie man auch analog modulieren kann.

Autor: Jan D. (muehendis)
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Hallo Arno,
die Laser funktionieren alle wie gewünscht. Saubere Signale vom 
Frequenzgenerator bis zur Solarzelle! Vielen Dank für deine Hilfe.

Zu meinem Projekt würde ich gern ein paar knifflige Fragen außerhalb des 
Forums ansprechen. Meine Adresse ist jan.muehendis@gmx.de Wär klasse, 
wenn Du dich bei mir meldest - Danke!

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