Wie kann man das am besten bewerkstelligen?
Falls es im Netz fertige Lösungen mit Schaltplan zum Nachbauen gibt,
würde mich das auch interessieren.
Ich selbst habe schon folgende Methode gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=D10-puZnsKg
Allerdings wäre mir eine Lösung ohne Oszilloskop und
Laborfunktionsgeneratorgerät lieber, wenn es so etwas gibt. Denn beide
Geräte müsste ich mir erst kaufen.
Die Frequenz müsste ich zwecks einer höheren Genauigkeit auch deutlich
erhöhen, weswegen ich an Ultraschall dachte, zumal der zu messende
Festkörper mit etwa 1,7 mm Dicke sehr dünn ist. Da dürften höhere
Frequenzen besser geeignet sein.
Ebenso würde mich interessieren, ob und wie man erkennen könnte, ab
welcher Strecke sich die Materialeigenschaft ändert.
Z.B. wenn das Material einen Haarriss hat oder ein Übergang von einem
Material in ein anderes vorhanden ist.
Z.B. weil der Festkörper aus einer Platte Aluminium und einer weiteren
aus bspw. Eisen besteht.
Wie würde man hier die Grenzschicht bzw. den Abstand dieser via
Ultraschall finden können?
Im Versuchsaufbau des Videos liegt das Mikro ja auf der anderen Seite
der Messstrecke. Wenn ich diesen Versuchsaufbau für die
Festkörpermessung verwenden würde, dann würde man als Messergebnis nur
eine Mischung der Schallgeschwindigkeit der beiden Materialtypen
erhalten, d.h. bei einer normierten Strecke eine Geschwindigkeit, die
irgendwo zwischen der Schallgeschwindigkeit der beiden Materialarten
liegt.
Was ich mich hier daher frage, ob man nicht auch irgendwie eine
Reflektion an der Grenzschicht nutzen könnte, so dass man direkt
bestimmen könnte, wie dick die Aluminiumschicht und wie dick die
Eisenschicht ist.
Dann würde mich noch interessieren, welcher Ultraschallsensor dafür
geeignet wäre.
Nano schrieb:> ... zumal der zu messende Festkörper mit etwa 1,7 mm Dicke sehr dünn ist.> Da dürften höhere Frequenzen besser geeignet sein.
Wie kommst du darauf? Schallwellen sind longitudinale Druckwellen.
Ein Bindfadentelefon mit Zwirnsfaden von weit weniger als 1mm Dicke
funktioniert bspw. bestens für Schallwellen im Sprachfrequenzbereich.
Also wenn man schon kein Oszilloskop anschaffen will, wird das wohl nix.
Ausserdem solltest Du Dir im Klaren sein, ob Du die
Schallgeschwindigkeit messen moechtest - dann muesstest Du die Dicke des
Pruefkoerpers kennen.
Oder ob Du die Dicke messen moechtest - dann sollte die
Schallgeschwindigkeit bekannt sein. Denn mit Ultraschall misst Du nur
Zeiten. Alles andere ist Berechnung daraus.
Dafür brauchst du dann richtige Ultraschall Technik in MHz Bereich.
Die Schallgeschwindigkeiten sind recht hoch, mit kHz sieht man da nix,
weil dann die Wellenlänge viel größer als die Materialdicke wird.
An den Grenzflächen oder an Ungänzen wird der Schall reflektiert und du
siehst im besten Fall ein Echo vor der Rückwand. In der Regel kannst du
dann dahinter nix mehr sehen.
Ich entwickle seit 15 Jahren solche Ultraschall Geräte, das ist in dem
Bereich nicht machbar mit Bastel Lösungen.
Achja, einen passenden Prüfkopf brauchst du natürlich auch.
Möchtest Du durch diese Platten (Folien) messen? Also eine Strecke im
mm-bereich?
Bei Stangen misst man die Schallgeschwindigkeit übrigens ganz einfach,
indem man oben Draufhaut, und schaut, wann das andere Ende sich bewegt.
Z.b. per Stromkreis den Start und piezo unten für Ende.
....ja, und außer dem Prüfkopf noch das Kontaktgel, das zwischen
Prüfkopf und Materiel geschmiert wird, damit der Ultraschall überhaupt
in das Material eindringt.
Vielleicht nimmt dich deine schwangere Freundin/Frau
zur nächsten Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall mit. Ein freundlicher
Doktor gibt dir dort sicher hilfreiche Hinweise....!
Statt Gel kann man auch angerührten Tapetenkleister nehmen. Machen die
Prüfer in den Schmiedewerken auch so. Da wäre das Gel auf Dauer viel zu
teuer...
Christian R. schrieb:> Statt Gel kann man auch angerührten Tapetenkleister nehmen. Machen die> Prüfer in den Schmiedewerken auch so. Da wäre das Gel auf Dauer viel zu> teuer...
Oder Babyöl aus dem Drogeriemarkt, das richt besser. Bei Gussstahl ist
Motoröl noch ein Tipp, das kriecht gut in die Poren und koppelt so den
Schall gut ein.
Die 1,7mm Materaldicke erfordern eine Vorlaufstrecke. Z.b.
Plexiglaszylinder mit 1cm Höhe. Das grösste Problem ist der Schallkopf.
Dieser muss wie eine Linse gekfümt sein.
Ein flacher Piezo geht keinesfalls. Ohne Oszi ...keine Chance.
Leierkastenonkel schrieb:> Oder man wechselt von Ultraschallprüfung gleich auf Eddy current.
Ja für Ungänzen, aber sie Schallgeschwindigkeit oder Materialdicke
lassen sich damit nicht messen.
Nur ein Oszilloskop reicht da auch nicht, man braucht noch einen Sender
der einen Hochspannungspuls erzeugt, der nur ein paar ns lang und
entsprechend steil ist sowie einen Empfangsverstärker. Oder halt ein
Ultraschall Gerät.
max123 schrieb:> Die 1,7mm Materaldicke erfordern eine Vorlaufstrecke. Z.b.> Plexiglaszylinder mit 1cm Höhe. Das grösste Problem ist der Schallkopf.
Wenn man vor hat, die Schallgeschwindigkeit in einem Festkörper zu
messen, wird man das eher in Längsrichtung tun. Je länger die
Messstrecke, um so weniger wirken sich Zeitfehler bei der
Signalerkennung aus.
Nano schrieb:> Ebenso würde mich interessieren, ob und wie man erkennen könnte, ab> welcher Strecke sich die Materialeigenschaft ändert.> Z.B. wenn das Material einen Haarriss hat oder ein Übergang von einem> Material in ein anderes vorhanden ist.
Ein Haarriss streut Signal zurück, an einem Materialübergang wird ein
Teil des Signals reflektiert (je nach Impedanzverhältnis).
Im Internet gibt es für viele Materialien Listen mit der zugehörigen
Schallgeschwindigkeit. Ich würde mich aber wundern, wenn es so einfach
wäre, die genaue Zusammensetzung des aktuellen Materials zu erfahren.
Das könnte ... (zutreffendes hier eintragen) ist genauso gut wie der
gute, alte Würfel.
Sebastian S. schrieb:> Im Internet gibt es für viele Materialien Listen mit der zugehörigen> Schallgeschwindigkeit. Ich würde mich aber wundern, wenn es so einfach> wäre, die genaue Zusammensetzung des aktuellen Materials zu erfahren.> Das könnte ... (zutreffendes hier eintragen) ist genauso gut wie der> gute, alte Würfel.
Das geht schon. Siehe Ultraschall Goldprüfer. Da Wolfram eine deutlich
andere Schallgeschwindigkeit hat als Gold kann man das bei bekannter
Dicke leicht entlarven. Der in falschen Barren meist vorhande
Materialübergang im Inneren tut sein übriges dazu.
Leierkastenonkel schrieb:
> ....
Danke für die beiden Links. Die PDFs werde ich mir auf jeden Fall
durchlesen.
So beim Durchblättern sieht das schon recht gut aus.
Für das Buch fehlt mir allerdings das Geld.
Wolfgang schrieb:> Nano schrieb:>> ... zumal der zu messende Festkörper mit etwa 1,7 mm Dicke sehr dünn ist.>> Da dürften höhere Frequenzen besser geeignet sein.>> Wie kommst du darauf? Schallwellen sind longitudinale Druckwellen.
Wegen dem Sonar bei modernen U-Booten vs. dem von U-Booten aus dem 2.
WK.
Bei letzterem haben die Zerstörer noch einen für das menschliche Ohr
wahrnehmbaren Ping ausgesendet.
Bei Modernen U-Booten ist das ein nicht mehr mit dem menschlichen Ohr
hörbarer hochfrequenter Ping und der Grund warum man das heute anders
macht, dürfte wohl in der besseren Präzision liegen das U-Boot zu Orten.
Was im Wasser gilt, das dürfte dann auch für Festkörper gelten.
Je genauer den man also ausmessen möchte, desto höher sollte die
Frequenz sein.
Das war meine Überlegung dahinter.
Und in anderen Bereichen der Physik ist es ja nicht viel anders.
Da helfen höhere Frequenzen auch in der Regel.
> Ein Bindfadentelefon mit Zwirnsfaden von weit weniger als 1mm Dicke> funktioniert bspw. bestens für Schallwellen im Sprachfrequenzbereich.
Klar, aber ich will ja keinen Ton übertragen, sondern die
Schallgeschwindigkeit des Festkörpers messen.
Mark W. schrieb:> Also wenn man schon kein Oszilloskop anschaffen will, wird das wohl nix.
Die Anschaffung ist geplant, besser wäre es aber, wenn es auch ohne
geht.
Da ich das zu bauende Messgerät auch unabhängig vom Oszilloskop nutzen
können möchte.
> Ausserdem solltest Du Dir im Klaren sein, ob Du die> Schallgeschwindigkeit messen moechtest - dann muesstest Du die Dicke des> Pruefkoerpers kennen.
Ich weiß, die ungefähre Dicke habe ich ja oben angegeben.
Genau messen werde ich es noch mit dem Messschieber.
> Oder ob Du die Dicke messen moechtest - dann sollte die> Schallgeschwindigkeit bekannt sein. Denn mit Ultraschall misst Du nur> Zeiten. Alles andere ist Berechnung daraus.
Ist die Auflösung mit Ultraschall nicht besser als mit hörbarem Schall?
Nano schrieb:> Wegen dem Sonar bei modernen U-Booten vs. dem von U-Booten aus dem 2.> WK.
Die Sonar-Frequenz hängt von gewünschter Reichweite und
Winkelauflösung/Antennengröße ab.
Wie sieht denn nun deine Messgeometrie aus?
Christian R. schrieb:> Dafür brauchst du dann richtige Ultraschall Technik in MHz Bereich.> Die Schallgeschwindigkeiten sind recht hoch, mit kHz sieht man da nix,> weil dann die Wellenlänge viel größer als die Materialdicke wird.
Danke, das war auch meine Vermutung.
> An den Grenzflächen oder an Ungänzen wird der Schall reflektiert und du> siehst im besten Fall ein Echo vor der Rückwand. In der Regel kannst du> dann dahinter nix mehr sehen.
Hm, okay,aber ich könnte zumindest feststellen, ob das Material aus
einem Stück ist oder ob dahinter noch ein anderes Material ist.
Das würde mir schon reichen.
> Ich entwickle seit 15 Jahren solche Ultraschall Geräte, das ist in dem> Bereich nicht machbar mit Bastel Lösungen.> Achja, einen passenden Prüfkopf brauchst du natürlich auch.
Woran liegt es genau?
Am Know How das dahinter steckt oder an der fehlenden Verfügbarkeit für
entsprechende Sensoren?
Ich frage deswegen, weil ich vor ein paar Monaten bspw. im EEVBlog ein
Video über ein do it yourself EMC Prüfkopf gesehen habe.
Ein gewerblich professionel entwickelter Prüfkopf kostet da > 250 €
aufwärts, die im Video gezeigte 10 € Bastellösung ist aber genauso gut.
https://www.youtube.com/watch?v=nImoQcoqkuQ
Oft sind die Dinger ja nur deswegen so teuer, weil die Stückzahlen so
gering sind, aber dahinter steckt oftmals nur einfache Technik.
Meine Annahme wäre bezüglich dem Ultraschall
Schallgeschwindigkeitstester daher, wenn ich an einen geeigneten
Ultraschallsensor herankomme, dann dürfte der Prüfkopf keine besondere
Raketentechnik sein.
Was anders wäre es natürlich, wenn der Prüfkopf speziell, wie bswp. ein
neuer IC in der Chipfabrik gefertigt werden müsste und so der Sensor
daher nicht kaufbar wäre.
A. S. schrieb:> Möchtest Du durch diese Platten (Folien) messen? Also eine Strecke im> mm-bereich?
Die Alu- und Eisenplatten sollen erst einmal nur mein anfängliches
Testobjekt sein, um überhaupt zu testen, ob das Gerät, das mir
vorschwebt, so überhaupt funktioniert wie ich mir das vorstelle.
Wenn es dann wie gedacht funktioniert, dann möchte ich mir einen kleinen
Miniaturgoldbarren kaufen und den messen, damit ich feststellen kann ob
das reines Gold ist oder der Barren einen Wolframkern enthält.
Mein Problem ist, dass mir die Zeit davon rennt. Der Goldpreis steigt
und so günstig wie jetzt, wird man das bald nicht mehr bekommen.
Insofern ist Eile geboten.
Natürlich gibt es auch fertige Messgeräte, aber die sind für
Normalbürger viel zu teuer, die lohnen sich höchstens für Millionäre,
die gleich für mehrere Tausend Euro Gold einkaufen.
Tja und beim Goldhändler vor Ort mit seinem Testgerät messen lassen ist
wenig sinnvoll, da man ja nicht weiß, ob der sein Testgerät manipuliert
hat.
Also bliebe nur das Messen bei einem weiteren Goldhändler, aber dann
hätte man das Gold ja schon gekauft.
Deswegen dachte ich jetzt an eine Bastellösung, die ich mit zum
Goldhändler nehmen kann um dann vor Ort zu messen.
Aus dem Grund wäre mir auch eine Lösung ohne Oszilloskop lieber, denn
ohne Oszi ist man mobiler.
Ein Notebook würde ich noch mitnehmen.
Hier sieht man ein paar Fotos, wie solche gefälschen Goldbarren innen
aussehen. Das dürften überwiegend 1 Unze Goldbarren sein.
http://www.aurotest.de/counterfeit_gold.htm
Nano schrieb:> Für das Buch fehlt mir allerdings das Geld.Nano schrieb:> dann möchte ich mir einen kleinen Miniaturgoldbarren kaufen
Das passt irgendwie nicht...
max123 schrieb:> Die 1,7mm Materaldicke erfordern eine Vorlaufstrecke. Z.b.> Plexiglaszylinder mit 1cm Höhe. Das grösste Problem ist der Schallkopf.> Dieser muss wie eine Linse gekfümt sein.> Ein flacher Piezo geht keinesfalls.
Das wusste ich nicht. Mir war auch noch nicht bekannt, dass man
Schallwellen bündeln kann, aber gut zu wissen.
Aus welchem Material muss die Linse sein?
Könnte man die kaufen oder, wie bei den Hobbyamateurteleskopbauern
selber schleifen?
Einen Plexiglaszylinder wird man sicher irgendwo kaufen können.
Aber wenn das Gerät eine Vorlaufstrecke hat, dann hätte man ja schon am
Plexiglas eine Grenzschicht und oben heißt es jetzt, dass hinter der
Grenzschicht kaum noch etwas zurückkommt.
Wolfgang schrieb:> Wie sieht denn nun deine Messgeometrie aus?
Der Messaufbau war Teil der Threadfrage.
Das Video des WDR Computerclub zeigt eine Möglichkeit, bei der ich mir
vorstelle, dass die funktionieren könnte.
Wenn jetzt aber an der Grenzschicht das Schallsignal reflektiert wird,
dann kommt auf der anderen Seite natürlich nichts mehr an.
Dann müsste wohl der Sensor für die Mikrofoneigenschaft auf die gleiche
Seite, wie der Sender, oder der Sender macht beides sofern möglich.
Johannes S. schrieb:> Nano schrieb:>> Für das Buch fehlt mir allerdings das Geld.>> Nano schrieb:>> dann möchte ich mir einen kleinen Miniaturgoldbarren kaufen>> Das passt irgendwie nicht...
Das Problem ist, dass sich das alles zusammenläppert und ich sehr knapp
kalkuliere.
Ich brauche noch:
Ein Oszilloskop
Ein zweites aber gutes Digitalmultimeter
Ein Labornetzteil
noch ein paar andere Bücher
und am Ende will ich mir noch einen kleinen Goldbarren leisten können.
Und zum Leben oder für Notfälle, z.b. Schaden beim Auto, braucht man ja
auch noch etwas Geld über.
Nano schrieb:> Wenn jetzt aber an der Grenzschicht das Schallsignal reflektiert wird,> dann kommt auf der anderen Seite natürlich nichts mehr an.
Es wird nicht "das Schallsignal" reflektiert, sondern ein Bruchteil
davon. Wie groß dieser Teil ist, hängt direkt vom Impedanzunterschied
zwischen den Materialien vor und nach der Grenzschicht ab.
Natürlich kommt da noch was an, solange der Reflektionsfaktor nicht 100%
ist.
Du hast schon viele gute Informationen bekommen.
- Einen Fokusprüfkopf brauchst Du für Deine Anwendung nicht
- Eine Vorlaufstrecke dagegen schon (aufgrund der geringen Wanddicke).
Da Dein Testobjekt rostfrei ist, würde ich das ganze unter Wasser
machen. Das löst auch das Problem der Einkopplung.
- Die Einkopplung ist bei Longitudinalwellen nicht so kritisch wie es
hier dargestellt wurde. Bei Transversalwellen muss man ziemlich viskoses
(und daher schwer wieder zu entfernendes) Zeug nehmen, ist aber hier
nicht das Problem.
- Bei der Laufzeitmessung unter Wasser musst Du die Zeit zwischen der
Reflexion an der Grenzfläche beim Eintritt in das Material und der
Reflexion an der Rückwand messen. Die Frequenz muss so bemessen sein,
dass die Wellenlänge eine klare Trennung dieser beiden Echos auf Deinem
Scope erlaubt. Die Wellenlänge lambda = c/f (Geschwindigkeit L-Welle
c=3200m/s in Gold). Unter 10MHz (lambda = 0.32mm) wird das nichts. Die
Dämpfungswerte von Gold kenne ich nicht, aber ich denke, bei so geringer
Dicke ist das kein Problem.
- Bei korrekter Frequenzwahl sollten alle Echos trennbar sein, dann
kannst Du die Genauigkeit erhöhen, indem Du z.B. die Zeit zwischen
Eintrittsecho und 4. Reflexion misst.
- Ultraschallprüfköpfe werden mit einem Puls angesteuert, den Du
generieren musst. Üblich sind Spannungen von 100V bis zu 400V (bei
grossen Wanddicken und viel Dämpfung). Für Deine Anwendung muss man
nicht so hoch gehen, aber mit TTL kann man so einen Prüfkopf jedenfalls
nicht ansteuern.
- Ultraschallprüfköpfe werden mit einem Puls angesteuert, den Du
generieren musst. Üblich sind Spannungen von 100V bis zu 400V (bei
grossen Wanddicken und viel Dämpfung).
Im Bau (ja auch da wird ge-ultraschallt) nimmt man zur Schallerregung
einen Hammer (Hammerschlagprüfung):
http://www.gsp-mannheim.de/pdfs/downloads/2005_Ultraschallpr%C3%BCfung%20und%20Hammerschlagpr%C3%BCfung_Pfahlsymposium.pdf
Für nen einzelnen Versuch wäre das vielleicht auch eine Variante. Aber
zum Empfang kommst du um einen Piezo wohl nicht umhin.
Also für 10€ ist da definitiv nix gemacht, auch wenn das Oszilloskop
vorhanden sein sollte. Ganz ohne Oszi oder schnellen ADC wird das eh
nix, wie willst du denn sonst die Laufzeit so genau messen? Bei 15 MHz
Signal-Frequenz müsstest du mindestens mit 100 MS/s abtasten, damit du
die Laufzeit noch sinnvoll bestimmen kannst. Dazu kommt, dass die Echo
Signale viel viel kleiner sind als der Sendepuls. Mit einem
empfindlichen Oszilloskop wird es gehen, aber den Sender brauchst du
trotzdem.
Die Chips und Bauteile gibts alle, das ist keine Raketenwissenschaft,
aber kosten halt Geld. Software, Firmware, FPGA usw. kosten natürlich
auch. Das billigste mit bekannte US Gerät für sowas wäre der US-Key von
unserem Marktbegleiter: http://www.lecoeur-electronique.net/us-key.html
aber der kostet netto auch etwa 1000€. Und die Prüfköpfe beim Herrn
Többen sind schon recht günstig, billiger geht nur in China, von Doppler
oder SCLead. kannst ja mal Olympus oder Karl Deutsch anfragen, was die
richtigen Köpfe da kosten ^^
Such dir einen Dienstleister der das macht, oder wenn du es unbedingt
selber mal machen willst, kannst du glaub ich bei United NDT auch mal
ein Gerät ausleihen.
Wolfgang schrieb:> Und wie willst du damit bei weichem Material wie Gold eine Anregung mit> ausreichend hochfrequentem Spektralanteil hinkriegen?
'Dirac-Stoß' mit Hartgummistößel oder Stößel mit dünn gummierter
Auflage.
so "butterweich" ist Gold nun auch nicht. Abgesehen davon, das der TO
von Alu und Eisen spricht. Aus der Härteorüfung könnte man sich auch
einen "Hammer" abschauen. Die haben da was was mit definierte Kraft auf
die Oberfläche knallt. So ne Art mechanisches Bolzenschussgerät.
Nano schrieb:> Mark W. schrieb:>> Also wenn man schon kein Oszilloskop anschaffen will, wird das wohl nix.>> Die Anschaffung ist geplant, besser wäre es aber, wenn es auch ohne> geht.> Da ich das zu bauende Messgerät auch unabhängig vom Oszilloskop nutzen> können möchte.
Hier hat jemand mal so etwas Aehnliches gebaut. Da kann man mal den
Aufwand abschaetzen.
https://www.tindie.com/products/kelu124/un0rick-open-ice40-ultrasound-imaging-dev-board/>> Oder ob Du die Dicke messen moechtest - dann sollte die>> Schallgeschwindigkeit bekannt sein. Denn mit Ultraschall misst Du nur>> Zeiten. Alles andere ist Berechnung daraus.>> Ist die Auflösung mit Ultraschall nicht besser als mit hörbarem Schall?
Ja, je hoeher die Frequenz, umso duenner kann man messen. Vorausgesetzt
man hat ein gutes System. Aber die Daempfung nimmt auch mit der Frequenz
zu.
Ich wuerde das in einem Wasserbad machen.
Als Schallwandler kannst ja mal einen Blick auf den NDT1-220K von TE
werfen. Das ist ein PVDF, hat den Vorteil, dass Du relativ wenig
Nachschwingen hast, also sehr gute Daempfung. Der ist auch nicht so
teuer wie normale Transducer. Piezo Transducer sind teuer, weil da
ziemlich viel Knoff-Hoff in der Daempfung steckt.
Das angehaengte Echo ist von 3mm Edelstahl und mit 5MHz PVDF.
Pink: Pulserausgang
Blau: nach Verstaerker.
Also ich wurde sagen fuer 200 Euro bekommt man schon einen Messaufbau
hin.
Glaubst du ehrlich, dass ein Händler dir vor dem Kauf den Barren
überlässt, um den in Deine Apparatur einzugspannen?
Vor allem bei Minigoldbarren? Der spread zwischen Materialwert und
Verkaufspreis ist nur durch perfekte Unversehrtheit zu erzielen.
Kauf doch Münzen, da ist wimre 25€+Porto auf dem Materialpreis, +
strafbewehrte staatliche Hoheit.
Mark W. schrieb:> Ich wuerde das in einem Wasserbad machen.> Als Schallwandler kannst ja mal einen Blick auf den NDT1-220K von TE> werfen. Das ist ein PVDF, hat den Vorteil, dass Du relativ wenig> Nachschwingen hast, also sehr gute Daempfung. Der ist auch nicht so> teuer wie normale Transducer. Piezo Transducer sind teuer, weil da> ziemlich viel Knoff-Hoff in der Daempfung steckt.> Das angehaengte Echo ist von 3mm Edelstahl und mit 5MHz PVDF.> Pink: Pulserausgang> Blau: nach Verstaerker.> Also ich wurde sagen fuer 200 Euro bekommt man schon einen Messaufbau> hin.
Danke für die Tipps, der NDT1-220K ist sogar halbwegs bezahlbar.
A. S. schrieb:> Glaubst du ehrlich, dass ein Händler dir vor dem Kauf den Barren> überlässt, um den in Deine Apparatur einzugspannen?
Ich glaube, dass ich vor Ort beim Händler die Messung mit meinem Gerät
durchführen darf. Der Test schadet dem Goldbarren ja nicht.
Ansonsten würde ich ansonsten den Goldbarren ohne die Gewissheit, dass
das echtes Gold ist, ja nicht kaufen.
Ich gehe daher davon aus, dass ein aufrichtiger Händler nichts gegen den
Test haben wird, weil er ja nur echte Goldbarren verkauft und bei den
anderen, die das dann verweigern steht dann im Raum, ob die echte
Goldbarren verkaufen.
Wer sich also nichts zu Schulden kommen lassen hat, der wird gegen den
Test nichts haben. Er kann den Goldbarren ja selber auf die
Messapparatur legen, so ist er immer im Besitz von diesem.
Noch hat niemand einen Transporter zum Beamen erfunden. :)
Problematisch wäre halt nur, wenn man den Barren zum Messen in Öl,
Silikongel oder vergleichbares legen müsste und man das schwer sauber
bekommt.
Bei Wasser könnte man destilliertes Wasser nehmen. Gold rostet ja nicht
und das sollte dem Goldbarren dann auch nichts anhaben.
> Vor allem bei Minigoldbarren? Der spread zwischen Materialwert und> Verkaufspreis ist nur durch perfekte Unversehrtheit zu erzielen.
Goldbarren und Anlagemünzen (Bullionmünzen) sind keine Gedenkmünzen.
Goldbarren und Anlagemünzen erhalten ihren Wert dadurch, dass das Gold
ist und die Masse stimmt. Auf Kratzer kommt es da im Prinzip gar nicht
an, denn Gold bleibt Gold.
Wenn dir der Goldhändler beim Ankauf da was anderes erzählt, dann will
er den Preis drücken.
Bei Gedenkmünzen ist das anders, deren Materialwert kommt vom Aufdruck
und nicht vom Materialwert, der Aufdruck sollte daher bei denen
möglichst unversehrt bleiben.
> Kauf doch Münzen, da ist wimre 25€+Porto auf dem Materialpreis, +> strafbewehrte staatliche Hoheit.
Meinst du Kursmünzen wie den Euro? Da könnte ich das Geld auch gleich
auf dem Konto lassen.
Nano schrieb:> Auf Kratzer kommt es da im Prinzip gar nicht> an, denn Gold bleibt Gold.
Ergänzung:
Natürlich unter der Bedingung, dass möglichst kein Material abgetragen
wurde, sondern bspw. das Gold nur zur Seite gedrückt wurde.
Am Ende kommt es auf die Masse des Goldes an, das bestimmt den Wert.
Dass man das Gold in standardisierte Barengrößen, Münzen und Co
einschmilzt dient letzten Endes ja nur der einfacheren Handhabung und
Definierung auf ein bestimmtes Volumen, Außenmaße und Gewicht, dass der
Barren dann am Ende haben sollte.