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Forum: Platinen 2 through hole übereinander darf man das?


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Autor: Thomas G. (thomas_g760)
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Die Frage ist wohl dieselbe wie hier: 
Beitrag "2 Relais "übereinander" anordnen"

Spricht irgendetwas dagegen 2 durchkontaktierte pads wie im Bild gezeigt 
halb übereinander zu legen? Schön sieht es nicht aus, aber damit kann 
ich leben.
Ich habe 2 verschiedene Sorten Batteriehalter, die abwechselnd verwendet 
werden sollen.

Autor: Timmo H. (masterfx)
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Solange es der Design Rules des Platinenherstellers entspricht... Why 
not

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Die PCB Hersteller fordern einen Mindestabstand um Bruch der Bohrer zu 
verhindern. Siehe hier als Beispiel:

https://jlcpcb.com/capabilities/Capabilities

https://www.eurocircuits.com/pcb-design-guidelines/

Autor: Thomas G. (thomas_g760)
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bei jlcpcb.com käme dann vielleicht "annular ring" in Frage, aber der 
ist größer als 0.3mil

Autor: Thomas G. (thomas_g760)
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Nun überdeckt aber die Cu Schicht des einen pads das Loch des anderen 
wenn man das auswählt.
Wie machen die sowas, ich nehme an, die bohren zuerst und machen dann 
die pads und Durchkontaktierungen? - also so hoffe ich

Autor: Timmo H. (masterfx)
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Denen ist das ziemlich wumpe. Die bohren da einfach wie es das DRL 
vorgibt. Wenns murks wird ist das dein Problem. Du hast uns ja noch 
nicht einmal Maße gegeben. Ist das eine 0.9er Bohrung? und die andere?

: Bearbeitet durch User
Autor: Base64 U. (6964fcd710b8d77)
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Thomas G. schrieb:
> bei jlcpcb.com käme dann vielleicht "annular ring" in Frage, aber der
> ist größer als 0.3mil

Der sagt nur aus was du machen musst, darunter garantiert der hersteller 
ned das es ein Ring wird. Hängt davon ab das der bohrer eine kleine 
Abweichung hat von der Positionierung.

Autor: MaWin (Gast)
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Thomas G. schrieb:
> Spricht irgendetwas dagegen

Nein, ist ja elektrisch Absicht. Wenn die Löcher nicht zu dicht 
aneinander oder gar ineinander sind geht das und ist als 
Bestückungsalternative üblich.

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Prinzipiell ist es kein Problem so etwas zu fertigen. Auch die Gefahr 
des Bohrerbruchs besteht nicht, denn die CAM Abteilung wird für so etwas 
sogenannte Nibbelbohrer einsetzen. Vereinfacht gesagt sind das 
Stirnfräser die dafür gedacht sind, kleine Schlitze zu fertigen die zum 
Leiterbild passen müssen. Aber das eben durch viele, sich überlappende 
Bohrungen statt einer Fräsung.

Die Platinen werden erst gebohrt und anschließend in einem Chemischen 
und anschließend galvanischen Prozess verkupfert. Was nicht gehen würde 
währe ein nicht durchkontaktiertes Loch so nah an einem 
Durchkontaktierten.

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Thomas G. schrieb:
> Spricht irgendetwas dagegen 2 durchkontaktierte pads wie im Bild gezeigt
> halb übereinander zu legen? Schön sieht es nicht aus, aber damit kann
> ich leben.
> Ich habe 2 verschiedene Sorten Batteriehalter, die abwechselnd verwendet
> werden sollen.

Nennen manche Bestückvariante und stacked footprint. Kritisch ist hier 
das Löten, weil nicht das Pad/Solder mask die Geometrie der Lötstelle 
bestimmt.
Du wirst also mehr Lot benötigen weil immer durch ein Loch das Lot 
wegfliesst. Oder eben nicht, dann muss da extra Lot vom Draht 
aufgenommen werden.

Und natürlich ist eine solche Stelle ein Sollbruch. Wenn in dem 
Batteriehalter eine Batterie gewechselt wird, ist da schon eine starke 
mechanische Beastung an der Bohrung. Und auch nach dem Wechseln ist da 
"Druck" auf der Stelle (Batteriegewicht, Anpressdruck der Kontaktfeder).
Und wo auf der Platine was bricht resp. "scheuert" werden wandernde 
Metallspäne entstehen -> Kurzschluss, Kriechstrom, ...

Ich persönlich würde einen grösseren Abstand vorsehen.

Autor: Thomas G. (thomas_g760)
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C. A. Rotwang schrieb:

> Und natürlich ist eine solche Stelle ein Sollbruch. Wenn in dem
> Batteriehalter eine Batterie gewechselt wird ...

Na dann liege ich ja im Trend der Zeit, die moderne Ökonomie fordert 
Sollbruch.Aber Du hast vollkommen Recht.
Leider geht es hier nur häßlich, oder wie im Bild gezeigt. Ich könnte 
den einen Halter mit den pads "1" weiter nach links schieben und den 
anderen "2"nach rechts, aber dann hängt der erste Halter links über dem 
Ausschnitt des PCB in der Luft.

Die Löcher sind 0.8 und 1mm.

Danke für alle Antworten,ich will Euch nicht weiter langweilen.

Autor: John P. (brushlesspower)
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Nur mal so nebenbei:

Kann man an der Stelle nicht ein DK Langloch einsetzen?

Autor: Wolfgang (Gast)
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Timmo H. schrieb:
> Denen ist das ziemlich wumpe. Die bohren da einfach wie es das DRL
> vorgibt. Wenns murks wird ist das dein Problem.

Quatsch. Wenn die Bohrungen so dicht beieinanderliegen, dass der Bohrer 
ausbrechen kann, hätte erstmal der Fertiger das Problem, weil ihm seine 
Bohrer geschrottet werden. Der wird also erstmal tunlichst auf 
Einhaltung seiner Design Rules achten.

Autor: Timmo H. (masterfx)
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Wolfgang schrieb:
> Quatsch. Wenn die Bohrungen so dicht beieinanderliegen, dass der Bohrer
> ausbrechen kann, hätte erstmal der Fertiger das Problem, weil ihm seine
> Bohrer geschrottet werden. Der wird also erstmal tunlichst auf
> Einhaltung seiner Design Rules achten.
DRL sollte DRC heißen

Autor: soul e. (souleye)
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Thomas G. schrieb:

> Leider geht es hier nur häßlich, oder wie im Bild gezeigt.

Welchen Mindestabstand zwei Bohrlöcher zueinander haben müssen gibt Dir 
Dein Leiterplattenhersteller in seinen Design Rules vor. Auf Deinem Foto 
sieht es nach 1 - 1,2 mm aus --  das ist absolut in Ordnung.

Solche Doppelpads sind gängige Praxis, z.b. für Netzfilter oder 
X2-Kondensatoren. Da will man flexibel sein und verbauen können was 
gerade am billigsten ist.

Autor: Thomas G. (thomas_g760)
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Ja, vielen Dank für Eure Antworten. Ich werde das so fertigen lassen, 
und wenn es doch ein Problem geben sollte, hier berichten.
Langloch ist nicht ideal, weil ein Durchmesser kleiner ist, und mir die 
Stabilität dann schlechter zu werden scheint.

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Das geht auch mit einem Langloch, nach dem Löten ist das stabil genug. 
Allerdings wird sich der Bestücker dann evtl. nicht freuen, denn 
zwischen Bauteil bestücken und festlöten sind einige Transporte zu 
machen, dabei kann sich ein so lose liegendes Bauteil dann leicht lösen 
und produziert Mehrkosten.

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