Hallo,
ich möchte gerne eine (Rad-) Tour planen, am liebsten am heimischen PC.
Diese Tour möchte ich dann als .gpx exportieren und auf ein
Android-Gerät mit installiertem OsmAnd (und anderen nützlichen Tools wie
GPX-Viewer) laden.
Am liebsten wäre mir der Verzicht auf google-Services.
Mit https://maps.openrouteservice.org lassen sich Routen inklusive
Zwischenziele ganz gut planen.
Im exportieren .gpx sind die Zwischenziele aber nicht als Waypoint
hinterlegt.
Dadurch zeigt OsmAnd zwar den richtigen Track (also genau die
Straßenführung die ich vorher geplant habe), die Zwischenziele sind als
solche aber nicht sichtbar.
Ich bin mit Sicherheit ja nicht der erste der ab und zu Routen planen
möchte. Irgendwie sind die ganzen Online-Tools aber nicht so das Wahre.
Und Offline-Anwendungen sind heute auch eher rar oder fummelig.
Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?
Bei der Menge an Spaßbeiträgen kann ich ja mal
http://brouter.de/brouter-web/
in den raum werfen, auch wenn ich vermute, daß Du den längst probiert
hast und die gewünschte Funktion dort auch nicht geht. Ich kenne mich
mit GPS-Dateiformaten und so weiter eh überhaupt nicht aus.
Locus Maps kann das auch direkt auf dem Handy, und komplett offline wenn
man den BRouter installiert hat. Sehr praktisch wenn man unterwegs
feststellt dass man doch woanders lang möchte.
Hallo
Radlfahrer schrieb:> Hallo,>> ich möchte gerne eine (Rad-) Tour planen, am liebsten am heimischen PC.> Mit https://maps.openrouteservice.org lassen sich Routen inklusive> Zwischenziele ganz gut planen.
In bekanntem oder unbekanntem Terrain?
Tom H. schrieb:> Bei der Menge an Spaßbeiträgen kann ich ja mal> http://brouter.de/brouter-web/GeraldB schrieb:> Hast du dir auch OpenStreetMap schon mal angeschaut?
Alle drei Services basieren auf dem Kartenmaterial von Openstreetmap.
Ich habe mir jetzt von allen Dreien mal einen Vorschlag für eine von mir
hier im Mittelgebirge häufig gefahrenen Strecke machen lassen.
Der Vorschlag von routing.openstreetmap.de mit Einstellung "Fahrrad" ist
SCHROTT. Da werde ich die ersten 2km auf einem Waldweg durch ein Tal
geführt, den sicher 90% aller Radfahrer nicht hochkommen, da er viel zu
steil (teiweile 20%) ist. Den Rest der Strecke geht's 40km die z.T.
4-spurig ausgebaute Bundesstraße. Unschön. Gesamthöhenmeter werden nicht
angezeigt.
maps.openrouteservice.org: Wow, kein km Straße, alles befestige Wege
oder Waldwege, keine Autos im weg! Trotzdem SCHROTT, da die Route z.B.
eine Downhillstrecke bergauf geht. Die ist a) zu steil und b) freuen
sich sicher alle Abfahrer, wenn ihnen ein Geisterfahrer entgegen kommt.
Danach kreuzt die Route wirklich jedes Tal und kommt somit auf stolze
1100 Höhenmeter, wo man bei manueller Streckensuche mit max. 500
Höhenmetern auskommt. Dabei wird dann auch noch eine ambitionierte
Fahrtzeit angegeben, die man allenfalls mit dem E-Bike erreicht (wegen
der Höhenmeter).
brouter.de: Die Strecke ist tatsächlich fast so, wie ich sie manuell
vorgeschlagen hätte. Zwar 10km weiter als die beiden anderen Vorschläge
(jeweils etwa 45km), dafür aber knapp 600 Höhenmeter, die nicht zu steil
"erfahren" werden und dabei nahezu die ganze Strecke Fahrrad- bzw.
befestigte Feld- und Waldwege.
Mal allgemein: Wenn ich eine Fahradstrecke plane, nehme ich mir
zusätzlich zu Webdiensten mindestens eine Fahrradkarte der Region
(gibt's oft online) und eine Karte des Landesvermessungsamtes (auch
online) zur Hilfe um abzuschätzen, wie die Strecke aussieht und ob sie
z.B. nicht zu steil (Höhenlinien) ist.
MfG
hi,
ich hab grad ein ähnliches Problem:
seit letztem Jahr habe ich gpsies.de verwendet - leider hat der
Betreiber aus Zeitgründen aufgegeben. Ansonsten hat das genau meinen
Anforderungen entsprochen.
Als Alternative schaue ich mir derzeit folgende Anbieter an:
- naviki.org - letztes WE eine Tour für mich und meine Frau in
Österreich planen lassen - tadellos (wie gesagt: Stichprobe = 1)
- www.gps-tour.info - bin ich bei der Suche nach Alternativen drauf
gestossen, habe es aber noch nicht ausprobiert
Auf dem Rad lass ich mich dann mit Locus-Maps führen (gpx-Track
runterladen und bei Locus-Maps importieren).
Ich hoffe, ich konnte dir helfen.
mfg
foikei
> Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?
Wenn du auf deinem PC noch veraltete Microsoft-Betriebssysteme nutzt
dann kannst du von Garmin die Software Basecamp runterladen. .-)
Die ist kostenlos und eigentlich dafuer gedacht das du dir bei Garmin
teure Karten kaufst. Es ist aber auch moeglich Openstreetmap Karten zu
importieren.
In der Hauptsache soll die Software dann eigentlich mit Navis von Garmin
reden, sie kann aber auch gpx exportieren und das kann man dann auch in
Osmand importieren.
Soweit so gut. Die Nachteile:
Das Bedienkonzept von Basecamp liegt irgendwo zwischen eigenartig und
bizarr und ist keines intuitiv oder selbsterklaerend.
Der Import von Osmand ist keinesfalls intuitiv und hat mit jeder Version
irgendwelcher lustigen kleinen Aenderungen.
Du musst die intellektuelle Leistung erbringen zu verstehen was der
Unterschied zwischen einer Route und einem Track ist, eventuell
verkompliziert dadurch das andere nicht-Garmin Software/Geraete das
schonmal irgendwie anders sehen.
Es ist also alles moeglich, aber es besteht die Moeglichkeit das du auf
dem Weg zum Ziel irgendwann erkennst warum der schlichter konstruierte
Teil der Menschheit heute google/maps verwendet.
Olaf
Nicht“Gast“ schrieb:> Komoot meine ich natürlich.
Hallo
Bei Komot sind die offline-Karten riesig. Das routing geht nur mit
online-Verbindung, was in irgendwelchen Bergtälern auch eher suboptimal
ist. Das routing geht was blödsinnige Steigungen angeht auch sehr
skurrile Wege.
Nochmal würde ich mir das nicht kaufen.
Gruß Ulf
M.M.M schrieb:> Alle drei Services basieren auf dem Kartenmaterial von Openstreetmap.> Ich habe mir jetzt von allen Dreien mal einen Vorschlag für eine von mir> hier im Mittelgebirge häufig gefahrenen Strecke machen lassen.
Wenn auch Halb-OT: Würdest du auch cycle.travel (basiert ebenfalls auf
OSM-Daten) einmal ausprobieren? Damit habe ich in unbekannter, aber
flacher Gegend recht gute Erfahrungen gemacht, daher interessiert mich,
ob ich nur mehrfach Glück hatte (oder anspruchslos bin) oder ob das
tatsächlich etwas taugt.
MfG, Arno
Danke für das Feeback.
Also ob die Offline-Karten groß sind stört mich jetzt nicht.
Mein Usecase ist eher folgender:
Ich habe eine mehrtägige Tour, kein unbekanntes Gelände. Auch kein
Querfeldein sondern gut ausgebaute Straßen (im Prinzip von Dorf zu Dorf,
dazwischen paar Sehenswürdigkeiten).
Ich hab irgendwo aus dem Netz eine gpx gezogen, da sind alle
Zwischenstopps schon als Wegpunkt vorhanden. Die Datei enthält keinen
Track.
Das heißt, wenn ich die gpx in OsmAnd oder sonstwo importiere ist es
immer Aufgabe der Software, aus den vorhandenen Wegpunkten eine Route zu
berechnen.
Je nach Software oder Optionen kann die Route dann auch variieren.
Aus diesem Grund, und weil ich nur ein Teilstück der Route fahren möchte
wollte ich mir meine eigene gpx zimmern.
Das schon mal verlinkte https://maps.openrouteservice.org war vom
handling her noch am Besten. Es basiert, wie die meisten anderen
Anbieter, auf OpenStreetMaps.
Ich kann dort, wie bei google maps ein Start, ein Ziel und beliebig
viele Zwischenziele angeben. Auserdem kann ich per drag&drop die
Straßenführung anpassen, wenn mir die vorgeschlagene Route nicht
gefällt.
So weit, so gut.
Leider enthält die resultierende gpx nur eine statische
Track-Information, aber keine Wegpunkte.
Das heißt, OsmAnd und alle anderen Viewer zeigen mir nur exakt die Route
an die ich davor online geplant habe. Ich kann also nur genau diesen
Track nachfahren.
Dagegen fehlen mir alle Informationen über die Zwischenziele.
Ich kann z.B. nicht mehr die Lage von einzelnen Stopps ansehen oder
Entfernungen zwischen Stopps ausrechnen weil das gpx diese Infos nicht
mehr enthält.
Man könnte sagen, die Route ist bereits zu einem Track "gerendert", aus
diesem kann nicht mehr auf die ursprünglichen Wegpunkte geschlossen
werden.
Kurzfristig bin ich dazu übergegangen mir 4 gpx zu bauen um wenigstens
für die Tagesetappen-Ziele die Wegpunkte mit dabei zu haben.
Aber irgendwie muss es ja auch gehen eine gpx zu erzeugen die einfach
nur Wegpunkte enthält, aber keinen starren Track.
Ich werd mir mal die anderen Planer ansehen.
Fummelig sind sie irgendwie alle.
Hallo
Arno schrieb:> Wenn auch Halb-OT: Würdest du auch cycle.travel (basiert ebenfalls auf> OSM-Daten) einmal ausprobieren? Damit habe ich in unbekannter, aber> flacher Gegend recht gute Erfahrungen gemacht, daher interessiert mich,> ob ich nur mehrfach Glück hatte (oder anspruchslos bin) oder ob das> tatsächlich etwas taugt.
Schöne Strecke und von der Qualität für Radfahrer etwa mit der von
brouter.de, auch in der Kilometerzahl, vergleichbar. Zuerst geht's auf
Radwegen 22km durch ein Flußtal, der Aufstieg ins Mittelgebirge erfolgt
10km über eine mäßig befahrene Landstraße und damit auch nicht allzu
steil hinauf. Dann geht's 2km Bundesstraße, die bei der Streckenführung
kaum zu vermeiden, aber durchaus zu verschmerzen sind, um dann den Rest
der Strecke über eine stillgelegte und als Radweg ausgebaute
Eisenbahntrasse zu führen.
Ungeübte Radfahrer haben bei dieser Streckenführung zudem die
Möglichkeit, den Aufstieg vom Flußtal auf die Höhe und damit auch Land-
sowie Bundesstraße mittels des auf dem Rest der Bahnstrecke verkehrenden
Zuges zu umgehen.
Einziges kleines Manko: cycle.travel zeigt 28km Radwege und 28km Straße
an, obwohl es tatsächlich 44km Radwege und 12km Straße sind.
MfG
Hast Du Dir schonmal QMapShack angesehen? In Kombination mit brouter
bzw. Routino wäre eine komplette offline-Planung möglich. Habe ich
damals als offline-Alternative zu gpsies gefunden und bin dabei
geblieben.