Wir sind heute zufällig an einer Lagerhalle vorbeigekommen wo einige hundert von diesen hippen E-Scootern repariert und geladen wurden. Sie verwenden für jeden Scooter das normale Ladegerät um die 36V? Volt Akku Packs aufzuladen. Also letztlich hunderte Steckernetzteile. Wir haben dann darüber diskutiert ob dies eine effiziente Lösung ist, oder nicht größere Netzteile die immer mehrere Roller aufladen, eigentlich effizienter wären. Wir konnten uns nicht einigen :D Was sagen die Experten?
In dem Leistungsbereich ändert sich am Wirkungsgrad nicht mehr viel, wenn man "noch größere" Netzteile nimmt. Aber du brauchst dann lange Kabel mit 36V. mit hohen Strömen, die dann entweder dick, teuer und unhandlich werden. Oder hat mehr Zusatz-Verlust im Kabel, als das bessere "10 Scooter simultan" einspart.
Es macht wohl wirtschaftlich keinen Sinn, hier Sonderlösungen vorzusehen. Denn jede Station hat unterschiedliche Anzahl von Fahrzeugen. Für gemeinsame Ladung müsste trotzdem ein "Ladecontroller" irgendwo sein (der ist i.d.R. im Ladegerät). Die ultragroße Allesversorgung bräuchte zu jeder Ladedose ausserdem eine Absicherung, denn ca. 48 Volt und 100 Ampere (oder 300 ?) machen keinen Spaß mehr. Gruss
Der Hersteller bietet ein Ladegerät für 100 Scooter gleichzeitig an? Nein? Er erlaubt beliebige selbstgebaute Geräte anzuschließen ohne daß die Garantie verfällt? Nein? Dann ist der Orginallader nicht nur die effizienteste sondern auch die einzige Lösung!
Geht die grosse Zentralladeanlage kaputt hat man nen Problem. Den Ausfall einiger Einzelladegeräte kann man problemlos verschmerzen. Und vermutlich ist der Kauf (und die Installation) einer großen Zentralladestelle (grosser Schaltschrank inkl. Kühlung/Lüftung) kein Schnäpchen ;-)
Die Ladeelektronik ist in der Regel im Akku, angeschlossen werden muss nur eine Festspannungsquelle. Das Argument mit Garantie und Ausfallsicherheit ist natürlich zutreffend, aber es ging erst mal nur um die Effizienz.
A. B. schrieb: > Die Ladeelektronik ist in der Regel im Akku, Vermutung oder sicher? Ich würde spontan erstmal davon ausgehen das die nicht im Akku ist. Wäre irgendwie ungewöhnlich. Das e-Autos ein Ladegerät eingebaut haben ist je eher ein Sonderfall.
A. B. schrieb: > Die Ladeelektronik ist in der Regel im Akku, angeschlossen werden muss > nur eine Festspannungsquelle. Das habe ich noch in keinem Akku gesehen. Desweiteren müsste bei einem zentralem Grossladegerät für jeden Akku einzeln die CC Schaltung vorhanden sein. Viel zu viel Aufwand.
Werkzeug, Hooverboard und Fahrrad-Akkus usw. haben eigentlich alle ein BMS mit an Board welches je nach komplexität als "Ladeelektronik" zu bezeichnen ist. Mit der Stromregelung macht natürlich Sinn, das ist vermutlich der springende Punkt.
hirn schrieb: > Werkzeug, Hooverboard und Fahrrad-Akkus usw. haben eigentlich alle ein > BMS mit an Board welches je nach komplexität als "Ladeelektronik" zu > bezeichnen ist. Wenn man eine Schutzschaltung als "Ladeelektronik" missbraucht... Naja. Wenn die BMS in ihrer Funktion als Schutz das laden beendet haben die Zellen schon eine zu hohe Spannung. Wers mag...
hirn schrieb: > BMS mit an Board welches je nach komplexität als "Ladeelektronik" zu > bezeichnen ist. Ja, mit drei Augen zugekniffen und viel guten Willen könnte man das irgendwie so hinreden. Aber warum sollte man das tun? LiIon laden ist cc/cv, und wenn da nix drin ist was das macht dann ist da kein Ladegerät drin.
Zwischen einen gewöhnlichen Ladegerät und einem besonders effizienten liegen vielleicht 15% Einsparpotential. Eher weniger. Dafür lohnt es sich nicht, Sonderlocken zu entwickeln. Kümmere dich lieber darum, dass die Reifen richtig aufgepumpt sind. Wie begründest du denn die Annahme, dass ein zentrales großes Ladegerät effizienter sei?
test schrieb: > LiIon laden ist cc/cv Wobei ein Festspannungsnetzteil mit Strombegrenzung jetzt auch nicht umbedingt das ist was man unter "Ladeelektronik" verstehen könnte ;)
LiIon laden ist halt einfach :-) Man braucht dann nur noch die Abschaltbedingung (Strom unter XmA) und einige Sicherheitsfunktionen (nicht laden wenn Spannung unter soundsoviel V, max. Ladezeit, Temperatur usw.).
test schrieb: > LiIon laden ist halt einfach :-) > > Man braucht dann nur noch die Abschaltbedingung (Strom unter XmA) und > einige Sicherheitsfunktionen (nicht laden wenn Spannung unter > soundsoviel V, max. Ladezeit, Temperatur usw.). Und gerade das muss je Scooter individuell sein. Das Parallelschalten an einer gemeinsamen Spannungs/Stromquelle geht daher schlecht. Man müsste da in jeder "Steckdose" die passende Ladeelektronik haben. Dazu kommt noch: bei vielen angechlossenen Akkus ist die Energieübertragung bei 230V deutlich verlustarmer als bei 36V.
Peter R. schrieb: > Das Parallelschalten an einer gemeinsamen Spannungs/Stromquelle geht > daher schlecht. Und das andere Problem wäre das man damit auch die Akkus parallel schalten würde. Ist ne schlechte Idee bei unterschiedlichen Akkuspannungen ;-) Ein Zentralladegerät wäre ein grosser Schaltschrank mit x Lademodulen (also im Prinzip x Ladegeräte ohne Gehäuse in einen Schrank gepackt). Und Senseleitungen parallel zu den Ladeleitungen ;-) Ich sehe auch nicht was man damit gewinnen würde.
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