Subversion: Dateien mit Präfix ignorieren

#5936410
Lesenswert?

Guten Morgen,

in Subversion gibt es ja die Möglichkeit, ordnerweise Dateien mit einer 
bestimmten Endung, z.B. *.bak pder *.asv zu ignorieren. CorelDraw und 
Kumpane legen ihre Sicherheitskopien in Dateien mit dem Schema 
"Sicherheitskopie von XXX.cdr" an. Das hat Vorteile für Grafik-Designer, 
die die Endungen von Dateien ausgeblendet lassen. Hier stört es 
allerdings, weil ich jede Datei einzeln aus der Versionsverwaltung 
ausnehmen muß.

Habe ich die Möglichkeit, Dateien mit einem bestimmten Präfix oder 
Schema von der Versionierung auszunehmen?
#5936417
Lesenswert?

präfix:

etwas voran gestelltes (daher das PRÄ). z.b. be-laden, ent-gegnen. be- 
und ent- sind sogenannte präfixe, sie stehen VOR dem eigentlichen 
"Kern-Wort"

suffix:

sinngemäß das selbe, nur hintenan gestellt.

--> Was du meinst sind (Dateinamens-) Suffixe. Man könnte sie auch 
einfach Dateinamens-Endungen nennen.

Walter T. schrieb:
> Das hat Vorteile für Grafik-Designer,
> die die Endungen von Dateien ausgeblendet lassen.

Da haben Grafik-Designer aber ein merkwürdiges Verhältniss zu Dateien. 
Ich finde das halt sehr zweckmäßig, dass eine Datei a.txt, b.ini oder 
c.doc heisst, und auch so (mit Endung) aufgelistet wird. Insbesondere, 
wenn an einem Ordner vielleicht blubblub.exe, blubblub.ini, blubblub.doc 
und blubblub.cdr zusammen abgelegt sind, oder an anderer Stelle auf 
Dateinamen verwiesen würde.

dann studiere erst mal die Datei blubblub(.doc), und führe die 
notwendigen Änderungen in blubblub(.ini) durch, bevor du mit dem 
Programm blubblub(.exe) die Nutzdaten-Datei blubblub(.cdr) bearbeitest. 
Wenn da überall die Endung fehlt (z.B. bei der Auflistung an 
ihrgendeiner STelle), dann wirds .. kompliziert.

hier in unserem Umfeld wäre das z.B. tollesprogramm.c, tollesprogram.h, 
tollesprogramm.obj usw.


das brächte alles eher Nachteile, wenn man die Dateinamens-Endung 
ausblenden würde.
#5936456
Lesenswert?

Wegstaben V. schrieb:
> Da haben Grafik-Designer aber ein merkwürdiges Verhältniss zu Dateien.
> Ich finde das halt sehr zweckmäßig, dass eine Datei a.txt, b.ini oder
> c.doc heisst, und auch so (mit Endung) aufgelistet wird.

Je nun, Windwos wird seit dem letzte Jahrtausend mir defaultmässig 
ausgeblendeten Dateiendungen ausgeliefert, ebenso ist es beim Mac. 
Vermutlich lässt das der größte Teil der Nutzer auch so. Wer da jetzt 
ein merkwürdiges Verhältnis zu Dateien hat, ist da zumindest diskutabel.

Oliver
#5936475
Lesenswert?

Walter T. schrieb:
> Ich hab's gefunden. Man kann das ganz normal unter den "Properties"
> einstellen. Die Ignore-Liste ist nicht von den Wildcard-Varianten
> abhängig, die TortoiseSVN anbietet, sondern man kann manuell die Liste
> als Textfeld bearbeiten.

Tortoise ist nur ein Front-End für Subversion. Die "Ignore-Liste" ist 
einfach eine Property des Verzeichnisses mit Namen svn:ignore. Und da 
kann man einfach eine Reihe von Namen eintragen, wobei dort Wildcards 
unterstützt werden. Wenn man die Property dann eincheckt, wirkt sie 
danach für jeden, der den aktuellen Stand hat.
Die Wildcards arbeiten dabei auch in Tortoise nicht entsprechend der 
Windows-Konvention, sondern nach den glob-Stil, wie er in Unix-Systemen 
üblich ist.
https://en.wikipedia.org/wiki/Glob_(programming)

Oliver S. schrieb:
> Wer da jetzt ein merkwürdiges Verhältnis zu Dateien hat, ist da zumindest
> diskutabel.

Dazu muss man sich dann nur mal das anschauen:

Pluto25 schrieb:
> "Sicherheitskopie von *.*" ignorieren sollte funktionieren

und dann bedenken, dass der normale Benutzer unter Windows den Punkt und 
das dahinter nie sieht, weil das Betriebssystem es vor ihm versteckt, 
und dass es auch auf Dateien einen Match bringt, deren Name gar keinen 
Punkt enthält.
Dafür hätte man statt obigem aber auch "sicher~*" schreiben können, aber 
natürlich nicht "sicherheit~*".

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren