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Forum: Haus & Smart Home Gibt es inzwischen Lampensockel die für LEDs optimiert sind?


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Autor: Nano (Gast)
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Die ganzen alten Lampensockeln wurden ja mal entwickelt, als noch 
Glühbirnen, Halogenstrahler und Leuchtstoffröhren üblich waren.

Bezüglich der Kühlung ist aber keiner von denen auf LEDs optimiert.
Die LED Leuchtmittel, die in solche Sockel passen sollen, müssen somit 
immer ihre eigenen Kühlkörper mitbringen, was sie in der Regel größer 
macht
Dazu kommt noch, dass viele alte Lampen ein geschlossenes Gehäuse haben 
und daher für LEDs auch nicht besonders gut geeignet sind, den 
Glühbirnen war es egal, wenn es im Gehäuse > 80 °C heiß wurde, aber bei 
LEDs leidet die Lebensdauer schon bei Temperaturen über 40 °C deutlich.

Insofern wäre es doch sinnvoll, wenn es für auswechselbare Leuchtmittel 
einen neuen Sockeltyp geben würde, bei dem schon in der Lampe und deren 
Sockel auf eine gute Kühlung für LEDs gedacht wurde.
Aber gibt es so etwas inzwischen?

Ansonsten gibt's natürlich noch die Lampen, wo die LEDs schon fest 
einbaut sind und vom Laien nicht gewechselt werden können, aber das ist 
ja nicht das, wonach ich gefragt habe.

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Nano schrieb:
> Ansonsten gibt's natürlich noch die Lampen, wo die LEDs schon fest
> einbaut sind

Wenn's vernünftig gemacht wird, dann braucht eine LED auch nicht 
gewechselt zu werden.
Ansonsten gilt: Die Lampe ist wartungsfrei und die LED hält so lange wie 
die Lampe. Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, da eine defekte LED 
gleichzusetzen mit wirtschaftlichem Totalschaden ist.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Gerald B. schrieb:
> Wenn's vernünftig gemacht wird, dann braucht eine LED auch nicht
> gewechselt zu werden.

Blöd nur, dass auf den Lampen nicht drauf steht, ob sie vernünftig 
gemacht sind und wenn man die Lampe beim Kauf erstmal halb auseinander 
nehmen will, stößt das nicht bei jedem Händler auf Gegenliebe.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Früher war halt das Leuchtmittel der billigere Teil der Lampe.
Heute ist es umgekehrt. Somit lohnt sich das Wechseln nicht mehr.

Autor: Route 6. (route_66)
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Andreas B. schrieb:
> Früher war halt das Leuchtmittel der billigere Teil der Lampe.
> Heute ist es umgekehrt. Somit lohnt sich das Wechseln nicht mehr.

Der Begriff "Leuchtmittel" ist eine Erfindung des Handels, der Werbung 
und der Medien.
Korrekt heißt das Teil Lampe. Es gibt Glühlampen, Gasentladungslampen, 
Leuchtstofflampen, LED-Lampen...

Der Fachmann bezeichnet das was Du "Lampe" nennst, als Leuchte.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Nano schrieb:

> Ansonsten gibt's natürlich noch die Lampen, wo die LEDs schon fest
> einbaut sind und vom Laien nicht gewechselt werden können, aber das ist
> ja nicht das, wonach ich gefragt habe.

Bei einer richtig konzipierten LED-Leuchte ist eine Auswechslung
normalerweise auch nicht nötig, weil deren Lebensdauer genauso
gross wie die der übrigen Lampenteile ist. Vielleicht sollte man
eher das Netzteil so gestalten, das es durch den Kunden gewechselt
werden kann.

Autor: oszi40 (Gast)
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Harald W. schrieb:

> eher das Netzteil so gestalten, das es durch den Kunden gewechselt
> werden kann.

Es gibt nicht nur kaputte Elkos und Transistoren. Kaputte LEDs gibt es 
auch genug. Bei Reihenschaltungen reicht eine davon, was man bei 
TV-Hintergrundbeleuchtungen schon öfter erlebt hat.

So gesehen, sind NICHT austauschbare Leuchtmittel eine neue Umweltsünde 
der Industrie!

Autor: Olaf (Gast)
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> Aber gibt es so etwas inzwischen?

Ja, gibt es:

https://www.molex.com/molex/products/group?key=chip_on_board_cob_led_holder&channel=products

Problem ist aber das jeder Hersteller noch gerne was eigenes macht. 
Ungefaehr als wenn Osram Gluehbirnen mit Linksgewinde herstellen wuerde, 
seufz.

Olaf

Autor: Claus M. (energy)
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Nano schrieb:
> Glühbirnen war es egal, wenn es im Gehäuse > 80 °C heiß wurde, aber bei
> LEDs leidet die Lebensdauer schon bei Temperaturen über 40 °C deutlich.

Naja, wenn es mit Glühbirne 80 Grad warm wurde, dann mit LED ja auch 
höchstens 40. Die alten sockel sind auch für LED OK.

Autor: oszi40 (Gast)
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Claus M. schrieb:
> Naja, wenn es mit Glühbirne 80 Grad warm wurde, dann mit LED ja auch
> höchstens 40. Die alten sockel sind auch für LED OK.

Eine Wolframwendel stören 20 Grad mehr nicht, aber ein Elko im Netzteil 
der LED  trocknet bei 40 Grad schneller aus als bei 20.

Autor: Nano (Gast)
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Claus M. schrieb:
> Nano schrieb:
>> Glühbirnen war es egal, wenn es im Gehäuse > 80 °C heiß wurde, aber bei
>> LEDs leidet die Lebensdauer schon bei Temperaturen über 40 °C deutlich.
>
> Naja, wenn es mit Glühbirne 80 Grad warm wurde, dann mit LED ja auch
> höchstens 40. Die alten sockel sind auch für LED OK.

Ne, bei zu hohen Temperaturen verschlechtern sich die LEDs zunehmend und 
die geschlossenen alten Lampen sind hier ein großer Nachteil.
Glühbirnen funktionieren dagegen auch noch im Backofen tadellos.

Siehe dazu folgende Doku, da wird das angesprochen:
Youtube-Video "Das Geschäft mit LED-Lampen"

Autor: Nano (Gast)
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Olaf schrieb:
>> Aber gibt es so etwas inzwischen?
>
> Ja, gibt es:
>
> 
https://www.molex.com/molex/products/group?key=chip_on_board_cob_led_holder&channel=products
>
> Problem ist aber das jeder Hersteller noch gerne was eigenes macht.
> Ungefaehr als wenn Osram Gluehbirnen mit Linksgewinde herstellen wuerde,
> seufz.
>
> Olaf

Danke für den Hinweis.

Autor: GEKU (Gast)
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Claus M. schrieb:
> Die alten sockel sind auch für LED OK.

Speziell bei der neuen Filament-Technologie, bei der die Elektronik eine 
wesentlich kleinere Verlustleistung hat und die Leds auf einem Faden 
aufgereiht sind.

Autor: J. S. (pbr85)
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Harald W. schrieb:
> Nano schrieb:
>
>> Ansonsten gibt's natürlich noch die Lampen, wo die LEDs schon fest
>> einbaut sind und vom Laien nicht gewechselt werden können, aber das ist
>> ja nicht das, wonach ich gefragt habe.
>
> Bei einer richtig konzipierten LED-Leuchte ist eine Auswechslung
> normalerweise auch nicht nötig, weil deren Lebensdauer genauso
> gross wie die der übrigen Lampenteile ist. Vielleicht sollte man
> eher das Netzteil so gestalten, das es durch den Kunden gewechselt
> werden kann.

Diese Idee hatte ich vor 2 Jahern auch und mir auch einige Sockel 
überlegt und in einem CAD-Programm auch erstellt, die auf eine gute 
Wärmeabfuhr bei kleinem Delta-T optimiert sind. Die kleinsten hatten 
10mm x 10mm Querschnitt und eine Tiefe von ebenfalls 10mm zum 
reinstecken. Größere Querschnitte von 15mm x 15mm oder gar 20mmm x 
20mmm. Material Kupfer oder Al99 bzw AlMgSi0,5.

Aber letztendlich ist das ein widersprüchliches Konzept, da gut gekühlte 
LED locker 5 Jahre Dauerbetrieb bei kaum wahrnehmbaren Verlust der 
Lichtausbeute besitzen. Im Intervalbetrieb und möglicherweise sogar 
größeren annehmbaren Lichtverlust ist die Lebensdauer sogar ein 
Vielfaches davon.

Was will man da eigentlich wechseln? Meine Uralt Leuchten mit den Cree 
XR-E laufen seit 2007 und sind fest verklebt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Einer (Gast)
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Harald W. schrieb:
> weil deren Lebensdauer genauso
> gross wie die der übrigen Lampenteile ist.

Meine Badezimmerleuchte ist über 60 Jahre alt.
Und könnte bestimmt noch ein paar hundert Jahre halten.

Autor: Brodo Feutel (Gast)
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Meine Bienenkorbglimmlampe ist noch viel viel älter!

Na gut, vielleicht nicht so hell.

Autor: Simon A. (raster_a)
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Angenommen eine Glimmlampe wäre mit den Betriebsstunden einer normalen 
Zimmerbeleuchtung betrieben würden, wäre diese schon lange verschlissen.

In einer heilen Welt würden LED ewig halten. Auf die kleinen Signaltypen 
trifft das bei richtiger Ansteuerung durchaus zu. aaber wir reden hier 
von hochbelasteten Typen, die ganz andere ströme und Temperaturen 
verkraften müssen. Diese zusammen mit einem Netzteil und oft 
suboptimaler Ansteuerung in ein Gehäuse gepresst ist keinesfalls eine 
Lösung für die Ewigkeit. Durch die Temperaturzyklen reißen gerne die 
Bonddrähte außerdem mag es sein, dass die Dioden unter optimalen 
Umständen 60,000 h (Was ich nicht als ewig betrachte) Betriebsdauer 
erreichen, die üblicherweise verbauten Netzgeräte aber nicht.

Ich denke bei aller Diskussion über das für und wieder sind zwei dinge 
auf jeden fall fakt

- Die gängigen Lampensockel sind aufgrund der schlechten Wärmeabfuhr 
nicht besonders gut zum betrieb von LED Lampen geeignet

- Lampen mit fest verbauten Leuchtmitteln sind eine 
Ressourcenverschwendung und halten im überwiegenden teil der Fälle 
deutlich kürzer als welche mit konventionell tauschbarem Leuchtmittel.

Autor: D. C. (gnd)
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Autor: Jemand (Gast)
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Hallo

"- Lampen mit fest verbauten Leuchtmitteln sind eine
Ressourcenverschwendung und halten im überwiegenden teil der Fälle
deutlich kürzer als welche mit konventionell tauschbarem Leuchtmittel."

Richtig und doch so wie es herüberkommt, kotzt mich dieses Argument so 
langsam aber dafür mächtig an (Ist nicht persönlich gemeint sondern den 
Medien und einigen sehr lauten Weltrettern geschuldet die ihre Ideologie 
andern Aufdrücken wollen und gerne auch verurteilen).

Die Ressource dein und mein Geld ist der viel wichtigere Punkt.
Ansehnliche Leuchten sind leider immer sehr teuer, und wie es jeder 
Praktiker kennt ist die Installation auch oft recht bis sehr aufwendig 
(besonders bei Deckenleuchten).
Wenn man jetzt mehrere hundert Euro für eine Leuchte ausgibt muss das 
Teil mindestens 25 Jahre halten (ob es so lange genutzt wird ist eine 
andere Sache - aber dann ist der Austausch freiwillig und gewollt), da 
ist ein fest verbautes Leuchtmittel und meist auch angepasstes ,von 
Laien nicht auswechselbares und selbst für einen erfahrenen Bastler sehr 
oft aufwendig und tricky, "Vorschaltgerät" (Konstantstromnetzteil) doch 
ein gewisses "Hindernis"

Für Geld muss man arbeiten, arbeit kostet Lebenszeit und macht auch 
nicht immer Spaß - soweit nichts neues.
Aber das ist eben die Ressource die wirklich an erster Stelle stehen 
muss und mal in den Medien und von den "Weltrettern" an prominenter und 
erster Stelle aufgeführt werden sollte und nicht der "Schei..." mit den 
man aktuell immer genervt wird.

Jemand

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