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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Womit Polycarbonatscheiben polieren?


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Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Hallöchen!

Die Schutzscheiben im obigen Bild haben über die Jahre sehr gelitten und 
hatten steinharte Verkrustungen (vom KSM), die sich nur per Flex und 
800er Papier entfernen liessen.

Nun sind sie matt und ich möchte die wieder glasklar aufpolieren 
(Schwabbelscheibe etc. ist vorhanden).

Mit welchem Zusatz poliert man PC-Scheiben am besten?

In einem älteren Thread über zerkratzte CDs wurde Scheuermilch empfohlen 
- eventuell gibt es noch bessere/andere Mittel?

Was hat sich bei dem einen oder anderen bewährt?

Vielen Dank für Tipps und Hinweise!

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Autor: John (Gast)
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Ich hab mal vergilbte Kunststoffscheiben  (Autoscheinwerfer) mit 
Zahnpasta ( und viel Geduld) wieder perfekt aufpolieren können.

Aber 800er riefen als Start ist wohl eher nicht so gut. Vielleicht 
erstmal auf 2000er hinschleifen.
Dann polieren.

Alternativ lackieren mit Klarlack (das wird auch bei 
Schweinwerferaufbereitungen gemacht, auch wenn es verboten ist...). Da 
brauchst nicht ewig polieren. Ein geeigneter lack wär sicher auch härter 
als das Grundmaterial.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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Habe mal einen Xenonscheinwerfer poliert da ging es mit verschiedenem 
Schleifpapier von 500, 1000, 2000, 5000 hoch, habe dann aber noch extra 
10000er gekauft ging optimal, eine Politurflüssigkeit war auch mit dabei 
brachte aber nach dem 10000er Papier nicht mehr. Polycarbonat sollte 
beim schleifen nicht heiß werden als mit ausreichend Wasser und wenig 
Druck arbeiten.

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Eine andere (dumme?) Idee:

Es gibt doch seit über 10 Jahren bei diversen KFZs Scheinwerfer mit 
Lampenglas aus Kunststoff. Dieses "Glas" wird mit der Zeit matt.
Ich habe bei einem Arbeitskollegen der viel an Autos bastelt ein 
selbstaufgenommenes Video gesehen: Da wird gezielt ein Lösemitteldampf 
auf die Scheibe strömen lassen und die "Scheibe" wird wie von Zauberhand 
wieder klar.
Ich weiss aber nicht ob diese Scheiben aus Polycarbonat sind, aber das 
wäre für dich zumindest mal eine Möglichkeit nachzuforschen.
Der Effekt war verblüffend. ich kann hier in der Firma nicht auf 
youtube, sonst hätte ich mal gesucht ob ich da was finde.
Falls du Infos zu dem Mittel haben willst kann ich gerne den 
Arbeitskollegen fragen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Na, das sind doch schon gute Tipps, vielen Dank!

Auf das Lackieren mit Klarlack bin ich noch nicht gekommen - aber das 
ist eine gute Idee. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
Gibt es bzgl. des Klarlacks Einschränkungen oder kann man es mal mit 
einer 1K-Spraydose versuchen?

Ich habe auch noch 2000er-Scheiben. Dann werde ich damit nochmal 
drübergehen.

@Udo: wenn Du das in Erfahrung bringen kannst - immer her mit den Infos 
:-)
Vermutlich handelt es sich um ein Lösungsmittel für PC mit einem 
ähnlichen Effekt wie Aceton bei ABS-3D-Drucken.

Autor: John (Gast)
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Damit das mit dem Lack funktioniert und hält wirst du dich mal bissl 
informieren müssen.
Denke da braucht man auch noch eine Art Haftvermittler. Sonst platzt der 
Lack evtl ab

2k Lack gibt es auch in SprayDosen. (Von colormatik)

Ich dachte da an irgendwas extrem strapazierfähiges. Parkettlack oder 
Bootslack. Naja am ende is das alles irgend n Epoxidharzlack.

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Kollege ist gerade Mittag machen, ich frage ihn dann später.

Autor: Arno (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Vielen Dank für Tipps und Hinweise!

[OT]Nur am Rand die Info: KSM sorgt auch dafür, dass das Polycarbonat 
(unsichtbar) versprödet und dann - zumindest laut BG / DGUV - die 
Schutzwirkung gegen fliegende Teile nachlässt / verloren geht.

Wenn es nur um Schutz vor KSM geht, ist das sicher egal, wenn die 
Scheibe vor brechenden Fräsern / Drehmeißeln schützen soll, lieber 
einmal zu oft als einmal zu selten tauschen: 
https://www.dguv.de/medien/fb-holzundmetall/publikationen-dokumente/infoblaetter/infobl_deutsch/040_schutzscheiben.pdf[/OT]

MfG, Arno

Autor: uxdx (Gast)
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Autor: Michael K. (Firma: Knoelke Elektronik) (knoelke)
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Chris D. schrieb:
> Mit welchem Zusatz poliert man PC-Scheiben am besten?

In Abstufungen mit bis zu 1200er Papier (nass) schleifen.
Danach Schwabbel oder Drehteller mit Polierwachs.
Das billige Zeug aus dem KFZ Zubehör.

So habe ich meine Scheinwerfer aufpoliert.
Wie neu.

Zahnpasta und Scheuermilch hatte ich vorher probiert.
Extrem beschissenes Ergebniss mit maximalem Aufwand.
Super um ein glasklares Material matt zu machen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Arno schrieb:
> Wenn es nur um Schutz vor KSM geht, ist das sicher egal, wenn die
> Scheibe vor brechenden Fräsern / Drehmeißeln schützen soll, lieber
> einmal zu oft als einmal zu selten tauschen:
> 
https://www.dguv.de/medien/fb-holzundmetall/publikationen-dokumente/infoblaetter/infobl_deutsch/040_schutzscheiben.pdf[/OT]

Danke für die Info.

Ja, die Problematik ist mir bewusst (ist ein CNC-Feindrehautomat). 
Leider gibt es diese Scheiben nicht mehr, sonst hätte ich einfach neue 
gekauft. Man könnte so etwas zwar auch selbst anfertigen, aber das 
Erwärmen, Biegen, Fräsen und Bohren sind einfach ein zu großer Aufwand.

Ich arbeite fast ausschließlich mit Spannzangen, da ist die Gefahr nicht 
ganz so groß wie mit Keilstangenfutter bzw. die Kräfte geringer und 
hauptsächlich soll es verhindern, dass Späne umherfliegen (MMS ist 
installiert).

Ich denke, es ist eine gute Idee (wenn die Scheiben poliert sind) mit 
vier kleinen Bohrungen/Schrauben innen eine 8mm-"Opferscheibe" aus PC zu 
montieren, zumindest auf der Futterseite, also dort, wo es im 
Zweifelsfall kracht.

Michael K. schrieb:
> In Abstufungen mit bis zu 1200er Papier (nass) schleifen.
> Danach Schwabbel oder Drehteller mit Polierwachs.
> Das billige Zeug aus dem KFZ Zubehör.

Danke, ich denke, so werde ich das probieren.

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Autor: Dr.Who (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Schwabbelscheibe etc. ist vorhanden

Dann brauchst du nur so einen Block gegen die Scheibe halten und
kannst dann dein Plexiglas polieren.
https://www.mototechnica-shop.de/Polierpaste--gelb-fuer-Acrylglas-Kunststoff-Plexiglaspolitur.html

Ein Lackiermethode macht nur Sinn, wenn das Werkstück wieder Tip-top
ist.

Autor: Olaf (Gast)
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> Ich habe auch noch 2000er-Scheiben. Dann werde ich damit nochmal
> drübergehen.

Au backe!

Arbeite dich vom 800er, 1000er und dann 1200er langsam hoch. Und zwar am 
besten von Hand. Dabei eine Bewegung in Form einer acht ausfuehren. Am 
besten auch Nass! Mit Maschine geht natuerlich auch, aber wenn man das 
nicht kann dann macht man schnell einen Fehler den man bereut. Vor allem 
Kunststoff darf nicht warm werden.
Danach mit Fluessigpolitur die fuer Kunststoff geeignet ist. Sowas gibt 
es z.B im Motorradladen weil man damit die Windschilder der Motorraeder 
poliert.

Olaf

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Ich habe meinen Arbeitskollegen gesprochen. Es sagt das war ein Zeug von 
einer Autozubehörmesse, evt. bekomme ich den Handelsnamen morgen.
Es bestand aus Aceton und zusätzlichen leicht flüchtigen Stoffen.
Vorgehensweise:
Erst schleifen von 600 bis 2000er Körnung. Dann mit dem Zeug bedampfen, 
das ging dann in dem Video in Sekundenschnelle.
Es sagte er hätte das auch mit reinem Aceton versucht, das hätte dann 
aber beschlagen und es hätte Tröpfchenbildung gegeben die das Ergebnis 
verschlechtert hätte.

Eine 2000 geschliffene matte Scheibe mal über Aceton zu hängen wäre ja 
einen Versuch wert und nicht aufwändig. Vieleicht funktioniert das bei 
ausreichend hoher Lufttemperatur auch ohne Tröpfchenbildung.

Ansonsten, wenn er mir den Namen morgen nennt poste ich ihn hier.

Viel Erfolg, und halte uns auf dem Laufenden :-)

Nachtrag: Das Zeugs war es allerdings in einem kleinen preiswerten 
Gebinde
https://www.amazon.de/Scheinwerfer-Bedampfen-Hauptscheinwerfer-beiliegende-Fl%C3%BCssigkeit/dp/B07QMZRZX2/ref=asc_df_B07QMZRZX2/

: Bearbeitet durch User
Autor: Maik S. (Gast)
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Bei Aceton :

Einwirkzeit im einstelligen Sekundenbereich - gerade verdampft ist 
Aceton ein Höllenzeug. (Nutze ich auch für die Glättung von ABS-3D 
Druck)

Beim polieren gerne naß arbeiten - überhitzen geht relativ fix und dann 
schmiert das PC (man ruiniert sich sein Ergebnis)

Autor: W.S. (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Mit welchem Zusatz poliert man PC-Scheiben am besten?

Mit Polierpaste weiß und dann mit Polierpaste hellblau. Eventuell 
vorpolieren mit rotbrauner Paste. Die Alternative wären Diamantpasten, 
siehe Bild.

Allerdings hab ich Zweifel, ob bei deinen total vergilbten Scheiben 
überhaupt noch was zu retten ist.

W.S.

Autor: Mariella M. (mauriella)
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Xerapol ist das beste, vorher mit 800 dann 1000er Papier nass schleifen
Du kannst auch 3m Schleipolitur verwenden(Maschinenpolistur wenn Du eine 
Maschine hast,, aber das Finish dann auch mit Xerapol)

: Bearbeitet durch User
Autor: John (Gast)
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Michael K. schrieb:
> Zahnpasta und Scheuermilch hatte ich vorher probiert.
> Extrem beschissenes Ergebniss mit maximalem Aufwand.
> Super um ein glasklares Material matt zu machen.

Scheuermilch ist ne ziemlich dumme idee.
Zahnpasta hat bei mir funktioniert.

Autor: Walter T. (nicolas)
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Hallo Chris,

ich weiß, es ist Off-Topic, aber: Makrolon biegen geht bei anständigen 
Materialstärken (3...8 mm) einfacher, als man vor dem ersten Versuch 
glaubt. (Das Rückfedern ist übrigens auch größer, als man vor dem ersten 
Versuch glaubt, aber das ist eine andere Geschichte.) Matrizen habe ich 
bislang immer aus Holz gemacht. Dann kühlt das nicht zu schnell wieder 
ab.

Wirklich kompliziert sieht die Geometrie nicht aus, und wenn man die 
Platten erst nach dem Biegen zuschneidet, sollte sich das mit moderatem 
Aufwand wieder genau einpassen lassen.

Die Biegeform muß auch nicht besonders groß sein, weil das mit Heißluft 
doch recht lokal erhitzt wird. Bis 60 cm Breite habe ich das auch schon 
alleine mit dem Heißluftfön erfolgreich gemacht. Darüber noch nicht 
probiert.

Nachtrag: Wichtiger Punkt: Es nach dem Biegen auf Breite schneiden. 
Unter Umständen schnüren die Ränder etwas ein.

: Bearbeitet durch User
Autor: T-SQL (Gast)
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Mariella M. schrieb:
> Xerapol ist das beste, vorher mit 800 dann 1000er Papier nass schleifen
> Du kannst auch 3m Schleipolitur verwenden(Maschinenpolistur wenn Du eine
> Maschine hast,, aber das Finish dann auch mit Xerapol)

Anderes Produkt, gleicher Prozess: Novus 2

Autor: Joachim B. (jar)
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Chris D. schrieb:
> Mit welchem Zusatz poliert man PC-Scheiben am besten?
>
> In einem älteren Thread über zerkratzte CDs wurde Scheuermilch empfohlen
> - eventuell gibt es noch bessere/andere Mittel?

Scheuermilch nach dem letzten feinsten schleifen, danach Sidol 
Messingpolitur

Damit habe ich eine blindgewordene LCD Abdeckung -> sharp PC1500 wieder 
echt klar bekommen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Walter T. schrieb:
> Wirklich kompliziert sieht die Geometrie nicht aus, und wenn man die
> Platten erst nach dem Biegen zuschneidet, sollte sich das mit moderatem
> Aufwand wieder genau einpassen lassen.

Leider sind die Scheiben nicht ganz so einfach aufgebaut. Es gibt einige 
Einfräsungen, sowohl in der Kontur als auch als Lauffläche. Die Scheiben 
müssen exakt in die Rahmen der Türen und auch übereinander passen 
(Schiebetüren). Der Aufwand dafür ist mir einfach zu groß.

Ich habe eben mal eine Scheibe bearbeitet.

Zuerst nur mit Wasser und 2000er-Klettscheibe auf Bohrmaschine soweit 
vorgeschliffen und dann mit "Sonax Lackreiniger" (hatten wir noch hier 
in der Garage) und Klettfilzscheibe einfach mal die Politur versucht.

Das Ergebnis ist schon nicht übel. Die ganz tiefen Riefen vom 
Übereinanderschieben der Türen (vermutlich mit Span dazwischen) an den 
Rändern bekommt man natürlich nicht weg, aber man kann schonmal wieder 
durchschauen und erkennt auch etwas (siehe Buchtitel :-).

Das leichte Vergilben ist bei PC wohl nach der langen Zeit normal. Damit 
kann ich leben.

Wenn ich richtiges Polierwachs habe, dann werde ich da nochmal 
drübergehen.

Nochmal Danke für die vielen Tipps! :-)

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Autor: 2 Cent (Gast)
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Udo S. schrieb:
> Eine 2000 geschliffene matte Scheibe mal über Aceton zu hängen wäre ja
> einen Versuch wert und nicht aufwändig.
Womöglich schreibe ich (wieder mal :D) totalen Unsinn (soll einer 
Diskussion ja eine würdige Basis geben): ich nutze Policarbonat bisher 
nur als tragendes Teil/Einschlagschutz für einen optischen Diffusor 
(Umbau einer Leuchtlupe, Diffusor ist dünne Laminierfolie AFAIK aus PP 
und Mikrogerastertem PE, Mikroklebestellen mit PE-Heissschmelzkleber 
pappt an fast jedem Kunststoff, funzt seit Jahren... also erstens wollte 
ich einen Diffusor, zweitens ist dieses meine Teil nicht wirklich 
Sicherheitsrelevant wegen Kleinspannung).
Hier (Aceton am Splitterschutz) hätte ich "German-Angst" vor 
Mikrorissen, also der totalen Unbrauchbarmachung des Bauteils.

Chris D. schrieb:
> Ich denke, es ist eine gute Idee (wenn die Scheiben poliert sind) mit
> vier kleinen Bohrungen/Schrauben innen eine 8mm-"Opferscheibe" aus PC zu
> montieren, zumindest auf der Futterseite, also dort, wo es im
> Zweifelsfall kracht.
Brainstorm: Die "Opferscheibe" aus PC (oder was auch immer als Material 
zum mechanischem Schutz vor wegfliegenden Teilen) besser nach aussen, 
innen ist der "Trefferbereich" aka Winkel kleiner, und du hast den 
"Problemsaft" zwischen den beiden Scheiben kapillar eingesaugt, mit 
allen Folgeproblemen.

Just my name.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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2 Cent schrieb:
> Hier (Aceton am Splitterschutz) hätte ich "German-Angst" vor
> Mikrorissen, also der totalen Unbrauchbarmachung des Bauteils.

Ja, das müsste man beachten. Mit Opferscheibe wäre das aber nicht mehr 
so kritisch.

> Brainstorm: Die "Opferscheibe" aus PC (oder was auch immer als Material
> zum mechanischem Schutz vor wegfliegenden Teilen) besser nach aussen,
> innen ist der "Trefferbereich" aka Winkel kleiner

Da kann ich nicht ganz folgen (vielleicht ist es auch schon zu spät ;-)
Bitte erklären.

, und du hast den
> "Problemsaft" zwischen den beiden Scheiben kapillar eingesaugt, mit
> allen Folgeproblemen.

Ja, aber das würde den wesentlichen Vorteil, nämlich das simple Tauschen 
einfacher Rechteckzuschnitte aus PC, nehmen, weil dann doch wieder die 
Originalscheibe zerkratzen würde.

Die KSM-Problematik habe ich auch im Hinterkopf gehabt. Ich würde der 
durch eine dünne transparente Dichtfolie quasi als Rahmen begegnen. 
Eventuell könnte man auch eine Nut in die Opferscheibe fräsen und dort 
eine Dichtung einlegen.

Autor: 2 Cent (Gast)
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Chris D. schrieb:
> 2 Cent schrieb:
>> Hier (Aceton am Splitterschutz) hätte ich "German-Angst" vor
>> Mikrorissen, also der totalen Unbrauchbarmachung des Bauteils.
>
> Ja, das müsste man beachten. Mit Opferscheibe wäre das aber nicht mehr
> so kritisch.
Ja, und nach deiner Beschreibung (in deinem Fall) erstmal sowieso nicht 
sokritisch :D


>> Brainstorm: Die "Opferscheibe" aus PC (oder was auch immer als Material
>> zum mechanischem Schutz vor wegfliegenden Teilen) besser nach aussen,
>> innen ist der "Trefferbereich" aka Winkel kleiner
>
> Da kann ich nicht ganz folgen (vielleicht ist es auch schon zu spät ;-)
> Bitte erklären.
Es ist wirklich spät, und einge Kommentare (nicht in diesem Thread) sind 
extrem ermüdend, aber alles no problem :D
Zusatzscheibe "innen":= näher dran+kleiner:= wird öfter (also auch an 
der Kante) getroffen.
Angedachte Verbesserung  ("Brainstorm"): Zusatzscheibe "aussen":= 
Trefferproblematik (Trübung) ändert sich nicht, ist also bekannt. Die 
(neue) Aussenscheibe bekommt nix ab (KSM), und bleibt mechanisch (ewig) 
stabil.

> , und du hast den
>> "Problemsaft" zwischen den beiden Scheiben kapillar eingesaugt, mit
>> allen Folgeproblemen.
...Einwirkzeit der Flüssigkeit? Verdunstet dein KSM schnell? Ich denke: 
Eher sehr langsam, oder liege ich falsch? Einwirkzeit ist nach meinem 
Verständnis fast immer "ungut", je länger desto schlimmer. Aber 
möglicherweise irre ich mich hier fürchterbar.

> Ja, aber das würde den wesentlichen Vorteil, nämlich das simple Tauschen
> einfacher Rechteckzuschnitte aus PC, nehmen, weil dann doch wieder die
> Originalscheibe zerkratzen würde.
Ja. Und nein. Wenn du das Originalteil jetzt "klarsichtig" bekommst wird 
dir das auch in Zukunft (hoffentlich vergleichbar) gelingen. Zeitfenster 
Planbar. Pro aussenmontage:  die "Zweitscheibe" verliert nicht ihre 
Fangkraft gegenüber durchschlagenden Teilen, weil immer trocken+sauber.

> Die KSM-Problematik habe ich auch im Hinterkopf gehabt. Ich würde der
> durch eine dünne transparente Dichtfolie quasi als Rahmen begegnen.
Ob das mit Folie was gescheites/haltbares sein wird?

> Eventuell könnte man auch eine Nut in die Opferscheibe fräsen und dort
> eine Dichtung einlegen.
Also die (kleinere) Opferscheibe innen: Die Idee klingt sehr gut, aber 
nach "X" Aufwand eine passend lange Dichtung zu "finden". Wobei "X" eine 
kritische Zeit++Preisfrage darstellen dürfte.

Die scheinbar einfachsten Entscheidungen sind oftmals sehr schwierig :D

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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2 Cent schrieb:

> Es ist wirklich spät, und einge Kommentare (nicht in diesem Thread) sind
> extrem ermüdend, aber alles no problem :D
> Zusatzscheibe "innen":= näher dran+kleiner:= wird öfter (also auch an
> der Kante) getroffen.
> Angedachte Verbesserung  ("Brainstorm"): Zusatzscheibe "aussen":=
> Trefferproblematik (Trübung) ändert sich nicht, ist also bekannt. Die
> (neue) Aussenscheibe bekommt nix ab (KSM), und bleibt mechanisch (ewig)
> stabil.

Ok, jetzt verstehe ich :-)

>> , und du hast den
>>> "Problemsaft" zwischen den beiden Scheiben kapillar eingesaugt, mit
>>> allen Folgeproblemen.
> ...Einwirkzeit der Flüssigkeit? Verdunstet dein KSM schnell? Ich denke:
> Eher sehr langsam, oder liege ich falsch? Einwirkzeit ist nach meinem
> Verständnis fast immer "ungut", je länger desto schlimmer. Aber
> möglicherweise irre ich mich hier fürchterbar.

MMS heisst hier: 20ml pro Stunde eines sehr schnell und vollständig 
verdunstenden Schmiermittels. Die Späne sind also quasi schon trocken, 
bevor sie irgendwo aufschlagen ;-)

>> Ja, aber das würde den wesentlichen Vorteil, nämlich das simple Tauschen
>> einfacher Rechteckzuschnitte aus PC, nehmen, weil dann doch wieder die
>> Originalscheibe zerkratzen würde.
> Ja. Und nein. Wenn du das Originalteil jetzt "klarsichtig" bekommst wird
> dir das auch in Zukunft (hoffentlich vergleichbar) gelingen. Zeitfenster
> Planbar. Pro aussenmontage:  die "Zweitscheibe" verliert nicht ihre
> Fangkraft gegenüber durchschlagenden Teilen, weil immer trocken+sauber.

Aber ich müsste die Originalscheibe dazu immer komplett ausbauen und sie 
wird ja auch nicht besser. Und: für die gibt es keinen (schnellen) 
Ersatz, falls es mal richtig kracht. Bei einer simplen rechteckige 
PC-Scheibe legt man sich eine auf Lager und die Sache ist gegessen.

>> Die KSM-Problematik habe ich auch im Hinterkopf gehabt. Ich würde der
>> durch eine dünne transparente Dichtfolie quasi als Rahmen begegnen.
> Ob das mit Folie was gescheites/haltbares sein wird?

Ich habe mir eine dünne Silikondichtungsfolie für die Abdichtung der 
Edelstahlbleche unter der Spindel und auf dem Maschinenbett besorgt und 
zurechtgeschnitten. Bisher konnte ich (vor Umstellung auf MMS) nicht 
klagen, das Zeug dichtet einwandfrei ab. Ich müsste nach Möglichkeit 
eine klare Folie finden, aber zur Not ginge es auch in Weiss. Sind ja 
nur 2-3 mm Breite.

>> Eventuell könnte man auch eine Nut in die Opferscheibe fräsen und dort
>> eine Dichtung einlegen.
> Also die (kleinere) Opferscheibe innen: Die Idee klingt sehr gut, aber
> nach "X" Aufwand eine passend lange Dichtung zu "finden". Wobei "X" eine
> kritische Zeit++Preisfrage darstellen dürfte.
>
> Die scheinbar einfachsten Entscheidungen sind oftmals sehr schwierig :D

Ja ;-)
Ich probiere es erstmal innen, ganz ohne Dichtung, und sehe ja dann, was 
passiert.

Ich bearbeite gerade die zweite Scheibe und noch die Polycarbonat-Röhre 
der Maschinenleuchte. Wenn die soweit fertig sind, mache ich nochmal 
Bilder.

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