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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik EtherCat - PHY Enhanced Link Detection


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Autor: Michael J. (jogibaer)
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Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage an die Ethercat Spezialisten.

Wir haben Probleme mit Ethercat Busmodulen.
Dies sind bis zu 120 Module, die hintereinander in Reihe geschaltet 
sind.
Laut Hersteller kein Problem.
Diese befinden sich alle in mehreren angereihten Schaltschränken.

Dort gehen sporadisch Module bis zu ca. 20 Mal am Tag auf Störung.
Die Störung ist immer Verbindungsverlust.
Es sind oft die gleichen Module, aber nach Tausch der Module und der
Verbindungskabel sind die Probleme an diesem Modul weg (aber nicht 
immer)
und plötzlich andere Module betroffen, die bisher keine Probleme 
machten.

Eine externe Firma hat EMV Messungen durchgeführt, aber keine Probleme 
mit
EMV oder dem Potentialausgleich gefunden.
Die Verkabelung ist auch OK.

Verschiedene Kabel (CAT6) von diversen Markenherstellern haben auch 
nicht wirklich zu einer Verbesserung geführt, aber manchmal sind die 
Probleme geringer geworden.

Wir verdächtigen ein wenig , das der Link zwischen 2 Geräten 
zusammenbricht, das Modul erkennt dies und sendet direkt über den 
Rückkanal
zum Master zurück. Dieser meldet dann einen Verbindungsverlust zwischen 
2 Modulen. Nach einem Softwarereset des EtherCats läuft es zu 95% 
wieder.

So wie ich mich eingelesen habe, wird der Link von den PHY in den 
Modulen mehr oder weniger unter sich ausgehandelt  und der Link wird 
regelmäßig überprüft: https://de.wikipedia.org/wiki/Autonegotiation

In der Hardware der Module ist als PHY ein DP83849 verbaut.
Dazu findet sich in der

>>>
Application Note
Ethercat Slave Controller
PHY Selection Guide
von Beckhoff
<<<

der Hinweis, daß die Enhanced Link Detection (ELD) benutzt werden muß.
(siehe Anhang)

In der :

>>>>
Application Note
Ethercat Slave Controller
Application Note PHY Selection Guide
von Beckhoff
<<<<

Finden sich die beiden anderen Anhänge zur ELD.

Leider steht mir überhaupt keine Doku über das Ethercat Modul zur
Verfügung und wie ich vermute, werde ich die auch nicht bekommen.
Und beim Hersteller nachfragen, na ja.
Wir sind auch schon länger mit diesem in Verbindung, aber das Problem
konnte bisher nicht gelöst werden.

Darum erst mal die grundsätzliche Frage:

Können unsere Probleme darauf zurückzuführen sein, daß die ELD nicht 
genutzt wird?
Hat jemand damit schon mal ähnliche Probleme gehabt?
Oder wo kann noch die Ursache liegen?

Mit der Hoffnung auf verwertbare Hinweise

Jogibär

Autor: Bernd (Gast)
Datum:

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Michael J. schrieb:
> Dort gehen sporadisch Module bis zu ca. 20 Mal am Tag auf Störung.
> Die Störung ist immer Verbindungsverlust.
> Es sind oft die gleichen Module, aber nach Tausch der Module und der
> Verbindungskabel sind die Probleme an diesem Modul weg (aber nicht
> immer)
> und plötzlich andere Module betroffen, die bisher keine Probleme
> machten.
So einer Art Heisenbug.
Das klingt für mich, als wenn da was prinzipiell am Limit läuft.


> Können unsere Probleme darauf zurückzuführen sein, daß die ELD nicht
> genutzt wird?
Kann sein, aber eigentlich sollte sich so ein Ethernet-Link nicht 
einfach verabschieden. Wenn ich das richtig lese, sorgt die ELD nur 
dafür, das der sich der Link schnell wieder aufbaut. Damit wird das 
Symptom beseitigt, aber nicht die Ursache.

Ich würde die Module auf zwei Teilketten aufteilen und schauen, ob es 
damit klappt.

Welche Zykluszeit wird momentan genutzt?

Autor: Jim M. (turboj)
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Michael J. schrieb:
> Eine externe Firma hat EMV Messungen durchgeführt, aber keine Probleme
> mit
> EMV oder dem Potentialausgleich gefunden.

Das ist es bei Ethernet meistens nicht, da nur selten UTP Kabel 
verwendet werden.

> Die Verkabelung ist auch OK.

Womit und wie gemessen?

Ich frage das, weil mich das schwerstens an Probleme mit "falsche 
Verdrillung des Kabels" erinnert. Kann passieren wenn man mit den Farben 
beim Auflegen nicht aufpasst.

Bei Ethernet müssen ja die "richtigen" Drähte miteinander verdrillt 
sein.

Daher ist "Durchgangsmessung" nicht ausreichend, und man muss HF messen 
(=teuer).

Autor: Michael J. (Gast)
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Hallo,

die verwendeten Kabel sind fertige Patchkabel.
Durchgemessen wurden die Kabel mit dem Meßgerät Fluke DSX600,
was diverse Parameter ermittelt.
Meßergebnis : OK

Jogibär

Autor: Michael J. (Gast)
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Hallo nochmals,

unser Programmierer ist heute nicht da.
Daher fehlen mir erstmal weitere Informationen.

Jogibär

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