Serienwiderstand nach OPV gegen Overshoot

OP #5940606
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Hallo zusammen,

ich verstehe nicht so ganz die Zusammenhänge:

1. Wie es bei einer kapazitiven Last nach einem OPV zu einem 
Überschwingen kommen kann?

2. Wieso dabei ein Serienwiderstand hilft?


Der Serienwiderstand bildet mit der Kapazität einen Tiefpass, der das 
Schwingen begrenzen soll. Aber wenn ich mir das Beispiel aus dem Anhang 
(Datenblatt des ADA4807) anschaue sehe ich, dass die entstehende fg des 
TP bspw. bei 8pF und 95R bei ca. 210MHz liegt. Das erscheint mir 
irgendwie extrem hoch.

Oder entstehen bei einer kapazitiven Last von 8pF Schwingungen erst über 
210MHz?


Ich bin darauf gestoßen, weil ich an einen ADA4807 
(https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/ADA4807-1_4807-2_4807-4.pdf) 
einen ADC mit dem AD7771 
(https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/AD7771.pdf) 
(Cin = 8pF) bauen möchte und nun überlegt hatte, ob ich dazwischen 
vielleicht einen Serienwiderstand einsetzen sollte.

Und bleibt es bei den 8pF oder spielen parasitäre Kapazitäten, die durch 
den Anschluss (sagen wir 30cm Kabel) dann auch mit rein?

Vielen Dank! :)
Angehängte Dateien:
Gast #5940610
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ElecEddy R. schrieb:
> 1. Wie es bei einer kapazitiven Last nach einem OPV zu einem
> Überschwingen kommen kann?

Die Lastkapazität bildet mit der Ausgangsimpedanz des OPV einen 
Tiefpass, der zu einer zusätzlichen Phasenverschiebung in der 
Rückkoppelschleife führt. Deswegen sinkt die Phasenreserve des OPV ab 
und es kommt zum Überschwingen.

> 2. Wieso dabei ein Serienwiderstand hilft?

Der Serienwiderstand entkoppelt die Lastkapazität vom OPV-Ausgang, der 
OPV "sieht" die Lastkapazität nicht mehr und die o.g. Phasenverschiebung 
tritt nicht auf (oder nur vermindert, je nach Dimensionierung).

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