Hat jemand Erfarungen mit Haarglättern

OP (Firma: ---) #5942140
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Hallo !!

Heute morgen kam meine Schwester zu mir und jammerte, dass ihr teurer 
Haarglätter nicht funktioniert.
Nun habe ich ihn auseinander genommen und gleich auf den ersten Blick 
das Problem erkannt.
Doch leider kann ich das Teil nicht bestellen, da ich nicht genau weiss, 
um welches Bauteil es sich handelt.
Meine Recherche vom Aussehen des Teils ergab entweder einen Varistor 
oder ein Pptc Sicherung. Ich poste mal die Bilder dazu.

Besten Dank im voraus.

Gruss Marijo
Gast #5942163
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Marijo schrieb:
> Aber die Lage gleich am Anfang der Platine

... ist genau richtig so. Das Teil ist ja selbst eine Sicherung, und 
zwar gegen Überspannungspitzen aus dem Netz.

Das Gerät muß auch einwandfrei funktionieren, wenn der Varistor 
testweise entfernt ist. Tut es das nicht, dann solltest Du mal den 
dicken, roten Kondensator C1 aus dem Kondensatornetzteil prüfen.

Möglicherweise hat das Gerät auch einen größeren elektrischen Schlag von 
außen abbekommen, z.B. bei einem Gewitter. Dann kann auch allerhand mehr 
kaputt sein, und dann würde ich es im Interesse der Gesundheit Deiner 
Schwester in die Wertstofftonne verabschieden.

Es sei denn sie träumt insgeheim schon länger von einer Starkstromfrisur 
à la Don King...
Gast #5942167
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Diodenes schrieb:
> Huch, laut Google kostet so ein Ding ja locker mal 200 Euro, ich
> glaub' ich spinn'!
>
> Jetzt wird mir erst klar, warum die Schwester jammert... ;-)

Ja, die Marke kann ich im Moment nicht sagen, aber stimmt das Teil hat 
230.- Euro gekostet. Hat noch so ne Oelzufuhr, um die Haare zu pflegen.

Gruss Marijo
#5942228
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Marijo schrieb:
> Aber die Lage gleich am Anfang der Platine liess
> mich nach Sucherungen suchen ?

Schau mal auf der Unterseite zwischen der roten Leitung und dem Varistor 
(Bild IMG_20190609_085858.jpg). Ist diese mäanderförmige 
Leiterbahn-Struktur durchgebrannt? Falls ja, war das die Sicherung, die 
der Hersteller vorgesehen hat (sofern du davor keine mehr findest, Kabel 
mal bis zur Netzzuleitung absuchen).

Kannst du uns sagen, ob die Leiterbahn, die dann weiter auf die Platine 
führt, an dem Pad des Varistors oder direkt am Pad des roten Kabels 
angeschlossen ist?
Gast #5942249
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Diodenes schrieb im Beitrag #5942163

> ... ist genau richtig so. Das Teil ist ja selbst eine Sicherung, und
> zwar gegen Überspannungspitzen aus dem Netz.

Und sitzt daher nicht seriell im Strompfad, sondern zwischen P und N.

hinz schrieb:
> Ganz offensichtlich ein Varistor mit 390V Durchbruchspannung, was etwas
> wenig ist.

Weshalb er auch relativ schnell kaputt gegangen sein könnte.

Sam W. schrieb:
> diese mäanderförmige Leiterbahn-Struktur

= klassische Überstrom-Sicherung (seriell)? Möglich. Zumindest
kann ich keine Glassicherung o.ä. entdecken. Guter Tipp.


Der Varistor kann evtl. mit Ohmmeter (bzw. DMM im R/Ohm Bereich)
überprüft werden, nach vielen Spannungsspitzen könnte der schon
niederohmig geworden sein.

Ist das der Fall, entsteht ein Kurzschluß, der die Sicherung
auslöst.

Die Leiterbahnstruktur ist entweder intakt (und leitet noch)
oder durchgebrannt (womit der Strom unterbrochen wäre).

Das würde ich erst mal prüfen. (Evtl. mit Durchgangstester DMM,
die Einstellung "bei mir piept's"... also.)
Gast #5942283
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hm. schrieb:
> Diodenes schrieb im Beitrag #5942163
>
> ... ist genau richtig so. Das Teil ist ja selbst eine Sicherung, und
> zwar gegen Überspannungspitzen aus dem Netz.
>
> Und sitzt daher nicht seriell im Strompfad, sondern zwischen P und N.
>
> hinz schrieb:
> Ganz offensichtlich ein Varistor mit 390V Durchbruchspannung, was etwas
> wenig ist.
>
> Weshalb er auch relativ schnell kaputt gegangen sein könnte.
>
> Sam W. schrieb:
> diese mäanderförmige Leiterbahn-Struktur
>
> = klassische Überstrom-Sicherung (seriell)? Möglich. Zumindest
> kann ich keine Glassicherung o.ä. entdecken. Guter Tipp.
>
> Der Varistor kann evtl. mit Ohmmeter (bzw. DMM im R/Ohm Bereich)
> überprüft werden, nach vielen Spannungsspitzen könnte der schon
> niederohmig geworden sein.
>
> Ist das der Fall, entsteht ein Kurzschluß, der die Sicherung
> auslöst.
>
> Die Leiterbahnstruktur ist entweder intakt (und leitet noch)
> oder durchgebrannt (womit der Strom unterbrochen wäre).
>
> Das würde ich erst mal prüfen. (Evtl. mit Durchgangstester DMM,
> die Einstellung "bei mir piept's"... also.)

Hallo Sam !!

Ja, hab einen Multimeter und bei mir piepst er auch. Werd mal die Bahnen 
durchgehen und sehen, wo es hackt. Melde mich am Montag wieder.
Dank allen für eure Inputs.

Gruss Marijo
Gast #5942312
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Marijo schrieb:
> Melde mich am Montag wieder.

Dann geben wir dir noch ein paar Hausaufgaben übers Wochenende mit :-)

- die Platine um den angeschmutzten Bereich gründlich säubern, danach 
auch gerne wieder ein Bild machen,

- Netzzuleitung durchklingeln,

- Thermosicherungen der Heizplatten prüfen,

- den Kondensator C1 auslöten, ein gut sichtbares Bild davon einstellen 
und seine Kapazität messen,

- uns mal den genauen Namen des Geräts mitteilen. Der muß dóch irgendwo 
auf dem Typenschild stehen, sollte man meinen...,

- und abschließend noch die Frage beantworten, ob das Gerät 
üblicherweise EIN- oder AUSgesteckt war, also z.B. wegen quasi täglicher 
Benutzung im Bad fest eingesteckt war und dann bei Bedarf eingeschaltet 
wurde oder ob es in einer Schublade lag und eher alle Jubeljahre 
hervorgezaubert wurde.

Schönes Wochenende ;-)
Gast #5942412
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Diodenes schrieb:
> Marijo schrieb:
> Melde mich am Montag wieder.
>
> Dann geben wir dir noch ein paar Hausaufgaben übers Wochenende mit :-)
>
> - die Platine um den angeschmutzten Bereich gründlich säubern, danach
> auch gerne wieder ein Bild machen,
>
> - Netzzuleitung durchklingeln,
>
> - Thermosicherungen der Heizplatten prüfen,
>
> - den Kondensator C1 auslöten, ein gut sichtbares Bild davon einstellen
> und seine Kapazität messen,
>
> - uns mal den genauen Namen des Geräts mitteilen. Der muß dóch irgendwo
> auf dem Typenschild stehen, sollte man meinen...,
>
> - und abschließend noch die Frage beantworten, ob das Gerät
> üblicherweise EIN- oder AUSgesteckt war, also z.B. wegen quasi täglicher
> Benutzung im Bad fest eingesteckt war und dann bei Bedarf eingeschaltet
> wurde oder ob es in einer Schublade lag und eher alle Jubeljahre
> hervorgezaubert wurde.
>
> Schönes Wochenende ;-)

Hallo Diodenes !!

Dank dir für die Augabenzuteilung. Leider kann ich gewisses erst am 
Montag machen, da das Gerät an meinem Arbeitsplatz ist.
Aber anderes kann ich jetzt schon beantworten, da meine Schwester es mir 
mitgeteilt hat.

Also der Name des Gerätes ist :
Agave - Healing Vapor Iron
Link dazu darf man ja nicht posten wegen versteckter Werbung. In Google 
eingeben und man sieht das grüne Teil.
War nicht immer eingesteckt, sondern nur bei Bedarf etwa 1 x 
Wöchentlich. Beim letzten Gebrauch hörte sie nur einen Ton wie beim 
Überbrennen einer Glühbirne.
Beim Auseinandernehmen sah ich eben die schware Verbrennung wie auf Bild 
: IMG_20190609_085858.jpg und auf Unterseite wie auf Bild : 
IMG_20190609_081156.jpg.

Die letztere Aufgabe mache ich am Montag ---> putzen und Bild machen !!

Was verstehst du unter Netzzuteilung, die Volt und Ampere Angaben ?
Muss ich auch am Motag schicken.

Danke für alles.

Gruz Marijo
Gast #5942518
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Diodenes schrieb:
> Huch, laut Google kostet so ein Ding ja locker mal 200 Euro, ich
> glaub' ich spinn'!

Es geht auch kostengünstiger. Nämlich mit einem handelsüblichen
Bügeleisen, das wohl in den meisten Haushalten vorhanden sein
dürfte. Die Alte sollte gefälligst ihre Ansprüche herunterschrauben.
:-)

Früher(TM) haben das die Mädels bei uns so gemacht. Anderswo ist
dies auch heute noch gängige Praxis:

https://www.youtube.com/watch?v=YwJqij8iEhc
Gast #5942933
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Wie schon geschrieben: Die Leiterbahn zum Varistor sieht sch... aus. Das 
soll eine Sicherung sein, die den Varistor nicht zum Feuerzeug wwerden 
lässt.

=> Schmeiss weg und gut. Besser als wenn SAchwesterchen sich Hände und 
Haare verbrennt.
#5943026
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In dem Bild IMG_20190609_090513.jpg ist neben bzw oberhalb der Platine 
ein schwarzes Kunststoffteil in das zwei Schrumpschlauchverbindungen 
eingebettet sind. Am oberen davon meine ich Schmauchspuren zu erkennen.
Denn der Fehler sieht nicht danach aus, als dass der Folienkondie einen 
Schlußgehabt hätte. Die sterben in den Anwendungen als ESR normalerweise 
durch Hochohmigkeit. Wie auch der kleine Elko daneben.
Gast #5943030
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NL schrieb:
> Es geht auch kostengünstiger. Nämlich mit einem ... Bügeleisen

Zeig'. Demonstriere visuell live / zeichne auf & lade hoch, wie.

Bruder meinte im Beitrag #5942933:
> => Schmeiss weg und gut. Besser als wenn SA-Schwesterchen
> zukünftig noch vielen armen Opfern Hände und Haare verbrennt.
> Das Teil ist sicher der reinste Flammenwerfer - und spuckt
> einem noch nebenbei ins Genick, wenn man nicht aufpaßt!

Schmeiß doch Du_ so ein teures Teil von _Deiner Schwester weg.

Ist das hier jetzt "The Masked Idiotism Writer", oder so etwas?
OP (Firma: ---) #5945926
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hm. schrieb:
> Diodenes schrieb:
>> hinz schrieb:
>>> Marijo schrieb:
>>>> Was verstehst du unter Netzzuteilung, die Volt und Ampere Angaben ?
>>>
>>> Nicht "teilung", sondern "leitung"!
>>
>> Oh, peinlich, sorry :-)
>
> Wenn Du nicht gleichzeitig Marijo bist (was ich bezweifle),
> dann hast Du Dein "sorry" hier doch eher grundlos gespendet.
>
> Diodenes schrieb:
>> Netzzuleitung
>
> (hüstel)

Hallo !!

Hatte nicht vorher die Möglichkeit mich zu melden. Und zum Beitrag, das 
war ich nicht. Bin noch nicht durch mit allen Aufgaben, die mir Diodones 
gab, aber werde dies noch in nächsten Tagen angehen. Und zu allen, die 
mir raten das Teil in die Müllhalde zu werfen, das werde ich tun, wenn 
ich alles versucht habe und gescheitert bin. Anbei das Bild nach dem 
Säubern der Platine.

Gruss Marijo
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