alte Kienzle Parkuhr elektronisch

OP #5944512
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Hallo Forum,
Ich habe eine alte Kienzle Parkuhr geschenkt bekommen. Das Modell ist 
eine elektronische Parkuhr.
Jetzt würde ich die Uhr gerne betreiben allerdings weiß ich nicht wie 
die Spannungslage und die Belegung der Uhr ist.
Am Sockel kommt ein Kabel mit drei Litzen heraus. Die Farben sind braun, 
blau und rosa.
Folgt man der der Leitung ist die braune Litze mit einer Feinsicherung 
abgesichert. Danach gehen die Litzen auf einen Stecksockel
und mehr kann ich leider nicht dazu sagen. Kann mir einer mit einer 
Belegung oder Vorgehensweise helfen?
Netzteil und elektronische Grundkenntnisse sind vorhanden.
Danke
Gerd
: Gesperrt durch Moderator
Persönliche Seite #5944587
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Gerd S. schrieb:
> Kann mir einer mit einer
> Belegung oder Vorgehensweise helfen?

Einfach irgend was dran hängen. Wenn es geht, war es richtig. Wenn es 
nicht geht oder sogar nach Rauch riecht, was es falsch.

Ich kann mir aber vorstellen, dass dies nicht die Hilfe ist, die du 
erhoffst.

Wenn Du keinen Schaltplan bekommst, musst Du wohl selber einen 
aufnehmen.
Gast #5945154
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Michael U. schrieb:
> HildeK schrieb:
>> Im Zweifel: den roten Draht nicht zuerst durchschneiden :-)
>
> gilt das nicht erst, wenn die Uhr läuft und unaufhaltsam auf 0 zu
> wandert?

Bestimmt ist das so. In mir kam nur sofort das Bild einschlägiger 
Thriller hoch, als ich das hier las:

Gerd S. schrieb:
> Am Sockel kommt ein Kabel mit drei Litzen heraus. Die Farben sind braun,
> blau und rosa.
Gast #5946298
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Ich denke 2 Drähte sind für Versorgung, ich tippe da auf +braun und 
-blau.

Rosa ist dann die Tarifumschaltung. Die Parkuhr kennt nämlich selbst die 
aktuelle Uhrzeit gar nicht, oder?

Ist da wo die Leitung rein geht, irgendwie Schutzbeschaltung zu sehen?
OP #5956416
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Hallo, entschuldigt die verspätete Rückmeldung. Hier nochmal ein Bild. 
Darauf ist zu sehen dass die Elektronik irgendwie Wechselspannung und 
noch eine andere Spannung braucht. Die braune Leitung welche abgesichert 
ist geht zu der einen Seite der Wechselspannung die blaue zur anderen 
Seite. Die rosa Leitung geht zu 0V  ich hoffe das hilft weiter.
Danke
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Gast #5956490
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Versorgt wird die Einheit über die vier dicken Dioden in der
Bestückungsansicht. Drei Drähte, von denen man nicht erkennen
kann, wo die angeschlossen sind, werden wohl für die ganze Uhr
nicht reichen.
Da wird wohl noch eine Zentralsteuereinheit vor Ort nötig sein,
wo mehrere Uhren angeschlossen werden.

Nun mal zum Sinn und Zweck dieser Aktion. Die Technik dürfte so
aus den Achtzigern sein und somit kaum noch zu gebrauchen sein.
Aufstellen tun nur Kommunen solche Geräte. Also was will der TO
damit?
(Firma: matzetronics) #5956492
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Wenn man die Bahnen verfolgt, sieht man, das zuerst mal aus der 
Wechselspannung die -40V gemacht werden. Dann produziert der dicke 
Transistor mit Kühlblech daraus die -15V, mit denen die CMOS und der 
Prozessor betrieben werden. (Energiesparen war wohl nicht so das Ding 
bei Kienzle)
Wenn der TE nun noch sagt, an welchen Kontakt der Leiste das dritte 
Kabel ging, dann ists so gut wie fertig. Man benötigt also einen Trafo 
mit etwa 30V, um die Uhr zum Leben zu erwecken.
(Firma: matzetronics) #5956524
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Roland E. schrieb:
> Die Versorgung reicht als Zeitbasis.

Kann natürlich sein, obwohl ich im Moment keine Abzapfung der 100Hz 
sehe. Meiner einer würde vermutlich mal 30V~ aus einen Trafo anlegen und 
dann ein wenig mit dem Oszi in der Schaltung stochern.
Mir fehlt ein Bedienfeld, wo man die Uhrzeit und den Wochentag 
einstellen kann. Evtl. war das ein Zusatzteil, das bei der Einrichtung 
an die Steckleiste angeschossen wurde.
Darauf weisen die Busstrukturen hin, die nahe des MC an diese 
Dioden/Widerstandskombinationen führen.
Gast #5956555
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Nur Spannung an diese Leiterplatte anlegen, wird wohl erst die halbe 
Miete sein. An dem Steckverbinder sind bestimmt noch weitere Komponenten 
angeschlossen wie Münzprüfer, Zeit, Beleuchtung ...? Evtl. hatte ebay 
eine ganze zur Ansicht?
#5956610
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Da Pin3 und Pin5 direkt auf einen Brückengleichrichter gehen, vermute 
ich mal dass hier rund 30V AC anliegen müssten.
Diese werden dann gleichgerichtet, was ca 40V DC ergibt. Der große 
Transistor stabilisiert das noch auch 15V

Da es eine reine Gleichrichtung ist, sollte auch DC funktionieren. Du 
kannst ja mal langsam 20-30 VDC mit aktivierter Strombegrenzung drauf 
geben. Solltest dann zwischen 0 und - 15V die entsprechende Spannung 
messen können. Der andere Pin ist wohl ein Taktpin, wobei mir das etwas 
komisch vorkommt, weil aufgrund der Bruckengleichrichtung dieser kein 
sauberes GND Potential hat (ach ja, so wie es aussieht, sind alle 
Spannungen negativ. GND = +0V)

Gruß Roland
Gast #5956615
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Roland P. schrieb:
> Der andere Pin ist wohl ein Taktpin, wobei mir das etwas
> komisch vorkommt, weil aufgrund der Bruckengleichrichtung dieser kein
> sauberes GND Potential hat

Das ist nur eine Frage der Eingangsbeschaltung. Das Signal von der 
Mutteruhr ist dem DCF77 Signal vergleichbar.
(Firma: matzetronics) #5957037
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Dr.Who schrieb:
> Die Technik dürfte so
> aus den Achtzigern sein und somit kaum noch zu gebrauchen sein.
> Aufstellen tun nur Kommunen solche Geräte. Also was will der TO
> damit?

Einfach Freude am freien Basteln? Ich finds jedenfalls mal interessant, 
das Innere eines Schröpfautomaten zu sehen, den man sonst ja nur mit 
Füßen tritt :-P

hinz schrieb:
> Das Signal von der
> Mutteruhr ist dem DCF77 Signal vergleichbar.

Ach, echt jetzt? Das würde heissen, das alle diese Uhren über 
irgendeinen Bus verbunden wären? Oder ist es auch möglich, das das Dings 
tatsächlich im Sockel DCF77 empfängt und dann an den TMS1000 schickt?

Es ist jedenfalls deutlich zu sehen, das der Pin 10 wie die anderen 
digitalen Signale etwas gefiltert wird und dann Richtung der CMOS 
Bausteine geht, die vermutlich sowas wie Input- und Output Buffer für 
den TI MC sind. Interessant wäre jedenfalls mal das Innere des 
Uhrenaufstellers/Sockel, da muss ja noch was anderes drin sein. Wie oben 
schon Einer bemerkte

Einer schrieb:
> Die Beschriftung Anzeigeplatte legt nahe das da noch mehr (gewesen)sein
> muß.
#8016364
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So schaut die Uhr aus, nachdem man 30VAC angelegt hat, die Münze wird über eine elektrische Mechanik nach oben befördert und fällt dann aber sofort in die Münzrückgabe. Die Zeit oder die roten LEDs ändern sich nicht. Wenn das Gehäuse aufgeschlossen wird, werden 2 Doppelstriche angezeigt. Die Uhr hat nur noch eine rosa Litze am orginal Kabelbaum. Es fehlt an dem Impuls, der die Münze hält und die Uhrzeit anzeigt.

Viele Grüße

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: Bearbeitet durch User
#8016375
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Moin,

koennte mir vorstellen, dass so eine olle Uhr auch nicht ganz bloede ist und ja merkt, dass ihr die Zeitinfo via rosa Strippe fehlt. Dann waere es nur vernuenftig, in so eine Art Selbstschutzmodus zu gehen, und keine Kohle mehr anzunehmen, um Vandalismus vorzubeugen. Musste halt an der rosa Strippe forschen, wie's da aufm Board weitergeht...

Gruss WK

#8016418
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Moin,

Ich koennte auch noch ein 234.5 MByte grosses .png, .tiff oder .avif von einer schoenen, grossen Tischplatte mit irgendeinem kleinen, staubigen Schrottfund hier anhaengen, wenns dich gluecklich macht. Haette ich im Volkhochschulkurs "Wahrsagen" besser aufgepasst, haette ich gewusst, dass der Kollege gleich noch einen neuen Schrett fuer seine Parkuhr aufmacht.

scnr, WK

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