Hallo Forum, Ich habe eine alte Kienzle Parkuhr geschenkt bekommen. Das Modell ist eine elektronische Parkuhr. Jetzt würde ich die Uhr gerne betreiben allerdings weiß ich nicht wie die Spannungslage und die Belegung der Uhr ist. Am Sockel kommt ein Kabel mit drei Litzen heraus. Die Farben sind braun, blau und rosa. Folgt man der der Leitung ist die braune Litze mit einer Feinsicherung abgesichert. Danach gehen die Litzen auf einen Stecksockel und mehr kann ich leider nicht dazu sagen. Kann mir einer mit einer Belegung oder Vorgehensweise helfen? Netzteil und elektronische Grundkenntnisse sind vorhanden. Danke Gerd
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Gerd S. schrieb: > Kann mir einer mit einer > Belegung oder Vorgehensweise helfen? Einfach irgend was dran hängen. Wenn es geht, war es richtig. Wenn es nicht geht oder sogar nach Rauch riecht, was es falsch. Ich kann mir aber vorstellen, dass dies nicht die Hilfe ist, die du erhoffst. Wenn Du keinen Schaltplan bekommst, musst Du wohl selber einen aufnehmen.
Christian H. schrieb: > Wenn Du keinen Schaltplan bekommst, musst Du wohl selber einen > aufnehmen. Wenigstens ein, zwei aussagekräftige Fotos könnten ein erster Ansatz für eine Hilfe sein. Im Zweifel: den roten Draht nicht zuerst durchschneiden :-)
Hallo, HildeK schrieb: > Im Zweifel: den roten Draht nicht zuerst durchschneiden :-) gilt das nicht erst, wenn die Uhr läuft und unaufhaltsam auf 0 zu wandert? Ansonsten ist die Frage nach Fotos sehr berechtigt, die Chance, daß jemand sowas hat und/oder sich damit auskennt, ist wohl doch sehr gering. Gruß aus Berlin Michael
Michael U. schrieb: > HildeK schrieb: >> Im Zweifel: den roten Draht nicht zuerst durchschneiden :-) > > gilt das nicht erst, wenn die Uhr läuft und unaufhaltsam auf 0 zu > wandert? Bestimmt ist das so. In mir kam nur sofort das Bild einschlägiger Thriller hoch, als ich das hier las: Gerd S. schrieb: > Am Sockel kommt ein Kabel mit drei Litzen heraus. Die Farben sind braun, > blau und rosa.
Rosa könnte der Schutzleiter sein (alt), mal gegen das Gehäuse durchpiepen. Die anderen beiden 220V~. Wenn da ein Trafo oder Moter hinter sitzt, kann man den Wicklungswiderstand messen.
Hallo, schon mal danke für die Tipps. Anbei ein paar Bilder der Uhr Gruß Gerd
Für 220V sehen die Drähte zu dünn aus. Werden dann wohl 5V oder 24V sein.
Ich denke 2 Drähte sind für Versorgung, ich tippe da auf +braun und -blau. Rosa ist dann die Tarifumschaltung. Die Parkuhr kennt nämlich selbst die aktuelle Uhrzeit gar nicht, oder? Ist da wo die Leitung rein geht, irgendwie Schutzbeschaltung zu sehen?
Die 4 Dioden und der Elko riechen nach Wechselspannung. Daneben, unter der Metallplatte, ein Spannungsregler? Mal nachsehen, welches Bauteil das ist. Um sonst noch was zu erkennen, ist insbesondere das letzte Foto zu unscharf.
Hallo, entschuldigt die verspätete Rückmeldung. Hier nochmal ein Bild. Darauf ist zu sehen dass die Elektronik irgendwie Wechselspannung und noch eine andere Spannung braucht. Die braune Leitung welche abgesichert ist geht zu der einen Seite der Wechselspannung die blaue zur anderen Seite. Die rosa Leitung geht zu 0V ich hoffe das hilft weiter. Danke
anstelle eines Fotos deiner Turnschuhe hättest du vielleicht besser mal eine vollständige (perspektivisch unverzerrte) Ansicht der Vorderseite und Rückseite der Platine einstellen können
Das Foto ist unzureichend. Ich lese nur 0V und 40V. Man müßte mehr sehen.
Gerd S. schrieb: > und Rückseite Wenn man sie Kontaktleiste sieht, so scheint Einiges belegt zu sein?
schraub doch mal die Pertinax-Platte auf der Rückseite ab, und mache dann mal ein Foto der Platine ...
Gerd S. schrieb: > Kann man das erkennen? Schlechte Fotos sind Dir gut gelungen. Wenn ich in der Finsternis richtig gelesen habe, sind da einige Spannungen wie 40V und 15V nötig oder da. Irgendwie fehlt da mehr hinter der Kontaktleiste?
Das ist richtig dass da einige Spannungen auf der Platine abgedruckt sind. Allerdings gehen nur die genannten 3 Leitungen aus dem Gehäuse raus.
Ein TMS1100... schöner alter 4-Bit-Microcontroller mit Mask-ROM. Auch verbaut in diversen Handheld-Games und in der Microvision...
Peter D. schrieb: > Gerd S. schrieb: >> Kann man das erkennen? > > Nein. Hallo Peter was soll ich denn genauer fotografieren?
Versorgt wird die Einheit über die vier dicken Dioden in der Bestückungsansicht. Drei Drähte, von denen man nicht erkennen kann, wo die angeschlossen sind, werden wohl für die ganze Uhr nicht reichen. Da wird wohl noch eine Zentralsteuereinheit vor Ort nötig sein, wo mehrere Uhren angeschlossen werden. Nun mal zum Sinn und Zweck dieser Aktion. Die Technik dürfte so aus den Achtzigern sein und somit kaum noch zu gebrauchen sein. Aufstellen tun nur Kommunen solche Geräte. Also was will der TO damit?
Wenn man die Bahnen verfolgt, sieht man, das zuerst mal aus der Wechselspannung die -40V gemacht werden. Dann produziert der dicke Transistor mit Kühlblech daraus die -15V, mit denen die CMOS und der Prozessor betrieben werden. (Energiesparen war wohl nicht so das Ding bei Kienzle) Wenn der TE nun noch sagt, an welchen Kontakt der Leiste das dritte Kabel ging, dann ists so gut wie fertig. Man benötigt also einen Trafo mit etwa 30V, um die Uhr zum Leben zu erwecken.
Die Beschriftung Anzeigeplatte legt nahe das da noch mehr (gewesen)sein muß. Und der Münzer wird ja auch nicht drahtlos funktionieren.
Wolfgang R. schrieb: > Ein TMS1100... schöner alter 4-Bit-Microcontroller mit Mask-ROM. Huch, das Ding läuft ja mit -15V. Dann könnten auch die -40V stimmen, d.h. da gehen etwa 30V~ rein.
Peter D. schrieb: > Dann könnten auch die -40V stimmen Warum sollte Kienzle da auch was falsches draufdrucken? Da auf der ganzen Platine keine Zeitbasis zu entdecken ist (Quarz oder so), wird die dritte Leitung woll ein Taktsignal führen.
Roland E. schrieb: > Die Versorgung reicht als Zeitbasis. Kann natürlich sein, obwohl ich im Moment keine Abzapfung der 100Hz sehe. Meiner einer würde vermutlich mal 30V~ aus einen Trafo anlegen und dann ein wenig mit dem Oszi in der Schaltung stochern. Mir fehlt ein Bedienfeld, wo man die Uhrzeit und den Wochentag einstellen kann. Evtl. war das ein Zusatzteil, das bei der Einrichtung an die Steckleiste angeschossen wurde. Darauf weisen die Busstrukturen hin, die nahe des MC an diese Dioden/Widerstandskombinationen führen.
Nur Spannung an diese Leiterplatte anlegen, wird wohl erst die halbe Miete sein. An dem Steckverbinder sind bestimmt noch weitere Komponenten angeschlossen wie Münzprüfer, Zeit, Beleuchtung ...? Evtl. hatte ebay eine ganze zur Ansicht?
Matthias S. schrieb: > Wenn der TE nun noch sagt, an welchen Kontakt der Leiste das dritte > Kabel ging, dann ists so gut wie fertig. Man benötigt also einen Trafo > mit etwa 30V, um die Uhr zum Leben zu erwecken. Das dritte Kabel (rosa) geht an Pin 10
Wenn ich nun 30V ~ anlege leuchten kurz die LEDs auf und der Doppelpunkt an der Uhr leuchtet. Eine Uhrzeit wird nicht angezeigt.
Gerd S. schrieb: > Wenn ich nun 30V ~ anlege leuchten kurz die LEDs auf und der > Doppelpunkt > an der Uhr leuchtet. Eine Uhrzeit wird nicht angezeigt. Kein Signal von der Mutteruhr vorhanden.
Da Pin3 und Pin5 direkt auf einen Brückengleichrichter gehen, vermute ich mal dass hier rund 30V AC anliegen müssten. Diese werden dann gleichgerichtet, was ca 40V DC ergibt. Der große Transistor stabilisiert das noch auch 15V Da es eine reine Gleichrichtung ist, sollte auch DC funktionieren. Du kannst ja mal langsam 20-30 VDC mit aktivierter Strombegrenzung drauf geben. Solltest dann zwischen 0 und - 15V die entsprechende Spannung messen können. Der andere Pin ist wohl ein Taktpin, wobei mir das etwas komisch vorkommt, weil aufgrund der Bruckengleichrichtung dieser kein sauberes GND Potential hat (ach ja, so wie es aussieht, sind alle Spannungen negativ. GND = +0V) Gruß Roland
Roland P. schrieb: > Der andere Pin ist wohl ein Taktpin, wobei mir das etwas > komisch vorkommt, weil aufgrund der Bruckengleichrichtung dieser kein > sauberes GND Potential hat Das ist nur eine Frage der Eingangsbeschaltung. Das Signal von der Mutteruhr ist dem DCF77 Signal vergleichbar.
OK ich baue die Uhr nochmal komplett zusammen und werfe mal eine Münze. Leider kann ich das erst am Wochenende machen. Ich melde mich sobald ich weiß was dann passiert. Schon einmal vielen Dank für die tolle Unterstützung
Dr.Who schrieb: > Die Technik dürfte so > aus den Achtzigern sein und somit kaum noch zu gebrauchen sein. > Aufstellen tun nur Kommunen solche Geräte. Also was will der TO > damit? Einfach Freude am freien Basteln? Ich finds jedenfalls mal interessant, das Innere eines Schröpfautomaten zu sehen, den man sonst ja nur mit Füßen tritt :-P hinz schrieb: > Das Signal von der > Mutteruhr ist dem DCF77 Signal vergleichbar. Ach, echt jetzt? Das würde heissen, das alle diese Uhren über irgendeinen Bus verbunden wären? Oder ist es auch möglich, das das Dings tatsächlich im Sockel DCF77 empfängt und dann an den TMS1000 schickt? Es ist jedenfalls deutlich zu sehen, das der Pin 10 wie die anderen digitalen Signale etwas gefiltert wird und dann Richtung der CMOS Bausteine geht, die vermutlich sowas wie Input- und Output Buffer für den TI MC sind. Interessant wäre jedenfalls mal das Innere des Uhrenaufstellers/Sockel, da muss ja noch was anderes drin sein. Wie oben schon Einer bemerkte Einer schrieb: > Die Beschriftung Anzeigeplatte legt nahe das da noch mehr (gewesen)sein > muß.
Matthias S. schrieb: > Das würde heissen, das alle diese Uhren über > irgendeinen Bus verbunden wären? Ja. > Oder ist es auch möglich, das das Dings > tatsächlich im Sockel DCF77 empfängt und dann an den TMS1000 schickt? Nein.
Hast Du das Teil mittlerweile richtig angeschlossen bekommen? Ist habe das gleiche Ding und stehe kurz vor einer Verzweifelungstat.
Matthias S. schrieb: > Ach, echt jetzt? Das würde heissen, das alle diese Uhren über > irgendeinen Bus verbunden wären? Ich gehe stark davon aus. Nach einem Stromausfall wird sicherlich niemand alle Uhren durchgehen und die Zeit nachstellen. Weiterhin müssen die Uhren sicherlich aus rechtlichen Gründen auch die selbe Zeit haben.
So schaut die Uhr aus, nachdem man 30VAC angelegt hat, die Münze wird über eine elektrische Mechanik nach oben befördert und fällt dann aber sofort in die Münzrückgabe. Die Zeit oder die roten LEDs ändern sich nicht. Wenn das Gehäuse aufgeschlossen wird, werden 2 Doppelstriche angezeigt. Die Uhr hat nur noch eine rosa Litze am orginal Kabelbaum. Es fehlt an dem Impuls, der die Münze hält und die Uhrzeit anzeigt. Viele Grüße
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Moin, koennte mir vorstellen, dass so eine olle Uhr auch nicht ganz bloede ist und ja merkt, dass ihr die Zeitinfo via rosa Strippe fehlt. Dann waere es nur vernuenftig, in so eine Art Selbstschutzmodus zu gehen, und keine Kohle mehr anzunehmen, um Vandalismus vorzubeugen. Musste halt an der rosa Strippe forschen, wie's da aufm Board weitergeht... Gruss WK
Dergute W. schrieb: > dass ihr die Zeitinfo via rosa Strippe fehlt *Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt* Thread vom 19.08.2019 17:01 *Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt* Thread vom 19.08.2019 17:01
Moin, Ich koennte auch noch ein 234.5 MByte grosses .png, .tiff oder .avif von einer schoenen, grossen Tischplatte mit irgendeinem kleinen, staubigen Schrottfund hier anhaengen, wenns dich gluecklich macht. Haette ich im Volkhochschulkurs "Wahrsagen" besser aufgepasst, haette ich gewusst, dass der Kollege gleich noch einen neuen Schrett fuer seine Parkuhr aufmacht. scnr, WK











