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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Adapter/ Buchse drehen


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Autor: Ulrich U. (uli-dd-70)
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Hallo,

wer ist im Besitz einer Drehbank und würde mir aus einem Stück Rundstahl 
(Durchmesser 50mm) eine Buchse drehen. Innendurchmesser 43mm, 
Außendurchmesser 46mm, an einer Seite ein Bund ca. 2mm auf die vollen 
50mm Durchmesser? Gesamtlänge soll 30mm sein. Material würde ich zur 
Verfügung stellen.

Gruß Uli

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Bei einer Ziel-Wandstärke von nur 1,5mm wird das Einspannen IMHO 
anspruchsvoll - mit meiner kleinen Tischdrehe wird das nix, sorry.

Autor: Thomas F. (igel)
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Frag doch mal dort an:

https://gtwr.de/

Autor: Ryven (Gast)
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Mach mal ne Zeichung, aber machbar ist das schon.
Nicht ganz ohne aber herstellbar.
Für Stefan sind das schon große Teile ;-)

Autor: Dietrich L. (dietrichl)
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Ryven schrieb:
> Mach mal ne Zeichung,

... mit Angabe der Toleranzen.

Denn wenn es auf 1..2 zehntel mm nicht ankommt ist das wesentlich 
einfacher als wenn du z.B. Presspassungen brauchst.

Im ersten Fall könnte ich dir das machen.

Autor: Lothar J. (black-bird)
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.. Stück Rundstahl ...

Warum kein Rohr?
Welches Material, Stahl kann alles mögliche sein?
Welche Toleranzen, beim Durchmesser und bei der Länge?
Welche Oberflächengüte, schrupprau oder poliert?

Blackbird

Autor: Dr.Who (Gast)
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Wäre das nicht was für Chris D.? ;)

Ryven schrieb:
> Mach mal ne Zeichung,

Weißt du nicht wie ne Buchse definiert ist? So wie vom TO
beschrieben hier ein Beispiel:
https://www.igus.de/info/buchse-definition
Ohne Bund wäre es nur eine Hülse.

Matthias L. schrieb:
> Bei einer Ziel-Wandstärke von nur 1,5mm wird das Einspannen IMHO
> anspruchsvoll - mit meiner kleinen Tischdrehe wird das nix, sorry.

Dann unterschätzt du die Möglichkeiten.
-Rohling, z.B. Automatenstahl o. Cxx-Stahl(ST-xx gibt keine schöne und
genauen Oberflächen bei ohnhin schlechter Spanung)
da=50mm, l~100mm ablängen und im Futter einspannen.
-Stirnfläche plandrehen.
-Loch per Reitstock bohren (ca. 2-3mm tiefer als nötig) bis
zu einem Durchmesser eines Spiralbohrers, den man verfügbar hat,
nutzen kann. Nicht auf Nennmaß ausbohren, sondern höchstens di~1mm
weniger.(Zentrierbohrung sollte jeder Hobbydreher kennen).
-Dann mit einem Innendrehmeißel (DIN4973/74) auf Nennmaß di=43mm
ausdrehen.
-Innenkante ca. 0,5mm (Vorschlag) anfasen.
-Außendurchmesser ohne um zuspannen, auf da=46mm l=28mm mit normalen
Drehmeißel (DIN 4980) abdrehen.
-Kanten ebenfalls 0,5mm anfasen.
-Die Buchse mit einem Abstechstahl (DIN4981) abstechen.
-Wenn der Abstich von der Güte und Genauigkeit nicht zufriedenstellend
ist, kann man ein Stück Rundholz passend drehen und in das Werkstück 
einpassen. Mit Gefühl einspannen.
Das Holz nimmt Teile der Spannkräfte auf, aber für die Restarbeiten
braucht man keine hohen. Der Bund verstärkt die Wand ohnehin.
-An der Bundseite dann plandrehen auf das gewünschte Nennmaß.
-Kanten wie gewohnt anfasen. -Fertig-

https://www.wikiwand.com/de/Drehwerkzeug

Die Frage nach der Toleranz wurde noch nicht angerissen.
Messen mit Schieblehre ist nicht sonderlich genau.
Wenn das Teil auf eine Welle passen soll, wäre Toleranzfeld h6 oder h7
geeignet oder man gibt gleich ein Hunderstel oder Zehntel zu.
Das muss dann aber beim ersten/bzw. zweiten Arbeitsgang gleich gemacht 
werden. Mit Umspannen verliert man Genauigkeit.
Ebenso die Toleranz wenn die Buchse in eine Bohrung eingesetzt werden
soll. Dann muss im zweiten Arbeitsgang etwas mehr abgedreht werden.


Ich nehme mal an, dass dem TO die Mühe, die sich da jemand macht, auch
ein Trinkgeld wert ist?
Material bereit zu stellen, ist da nicht so vorteilhaft, wenn man
es nicht kennt.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Dr.Who schrieb:
> Dann unterschätzt du die Möglichkeiten.

Nö. Aber ich kenne die Grenzen meines Equipments (und meiner Erfahrung). 
Ich versuche natürlich trotzdem gelegentlich, diese vorsichtig zu 
überschreiten, aber nicht bei Fremdaufträgen mit gestelltem Material und 
unbekannten Anforderungen an die Genauigkeit...

Deine Vorgehensweise ist sehr gut nachvollziehbar, bei einer kleinen 
Tischdrehe wirds aber hier kitzlig:

Dr.Who schrieb:
> -Die Buchse mit einem Abstechstahl (DIN4981) abstechen.
> -Wenn der Abstich von der Güte und Genauigkeit nicht zufriedenstellend
> ist, kann man ein Stück Rundholz passend drehen und in das Werkstück
> einpassen. Mit Gefühl einspannen.
> Das Holz nimmt Teile der Spannkräfte auf, aber für die Restarbeiten
> braucht man keine hohen. Der Bund verstärkt die Wand ohnehin.

Abstechen ist bei den kleinen und mäßig steifen Maschinchen Glückssache, 
da wäre in jedem Fall Nacharbeit nötig. Dass der Bund die Wand 
verstärkt, stimmt natürlich - aber das hilft nur dann, wenn man auch nah 
am Bund spannen kann. Das kann man mit einem kleinen Futter aber nicht, 
sondern muss für die Restarbeiten auf der anderen, unverstärkten Seite 
spannen. Auch mit Hartholz drin muss man da mit VIEL Gefühl einspannen, 
wenn man das Rohrstück nicht verformen will.

Also, grundsätzlich kann man sowas natürlich drehen. Aber für "mal eben 
schnell" mit Heimwerker-Equipment lauern da doch ein paar Tücken.

: Bearbeitet durch User
Autor: MaWin (Gast)
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Matthias L. schrieb:
> Deine Vorgehensweise ist sehr gut nachvollziehbar, bei einer kleinen
> Tischdrehe wirds aber hier kitzlig

Na ja, man kann, nachdem man innen ausgedreht hat und aussen noch 50 
sind, auch die abgest(stochen/sägte) Hülse auf den noch eingespannten 
50mm Rest auf einen auf 43mm runtergedrehten Stumpf aufkleben und erst 
dann aussen auf 46mm und damit 1.5mm Wandstärke verkleinern, so ist das 
kein empfindliches Rohr sondern schön massiv und bleibt masshaltig. 
Hinterher den Loctite-Kleber per Wärme lösen.

Autor: Walter T. (nicolas)
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Dr.Who schrieb:
> Ohne Bund wäre es nur eine Hülse.

Der Link behauptet übrigens, daß es auch Buchsen ohne Bund gäbe. Mußt Du 
Igus mal erklären, daß sie falsch liegen.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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MaWin schrieb:
> Hülse auf den noch eingespannten
> 50mm Rest auf einen auf 43mm runtergedrehten Stumpf aufkleben

Ja, das klingt gut, ist fester als ein Holzkern.

MaWin schrieb:
> Hinterher den Loctite-Kleber per Wärme lösen.

Und restlos bei Beibehaltung des Innen-Fertigmaßes der Hülse entfernen - 
geht das? Ist eine ernst gemeinte Frage - ich musste bisher noch jeden 
zu entfernenden Kleber irgendwie mechanisch wegpopeln, aber ich habe bei 
weitem nicht das komplette Loctite-Sortiment durch.

Autor: Hans (Gast)
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>anspruchsvoll - mit meiner kleinen Tischdrehe wird das nix, sorry.

Warum schreibt man dann sowas, wenn man es eh nicht kann? Hilft dem TO 
genau nix

Autor: Dr.Who (Gast)
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Walter T. schrieb:
> daß es auch Buchsen ohne Bund gäbe.

Wenn der bestimmungsgemäße Zweck fest steht, ist das ja auch okay,
aber das Verändern einer elementaren Eigenschaft (Bund) eines Teils
setzt dann die Bestimmung erst mal außer Kraft, bis eine neue
Bestimmung definiert wird. Das neue Teil kann ja die selbe Aufgabe
u.U. nicht übernehmen wie das alte Teil.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Hans schrieb:
> Warum schreibt man dann sowas,

Um dem TE zu erklären, warum ihm die Hilfswilligen nicht gerade die Bude 
einrennen.

Hans schrieb:
> Hilft dem TO
> genau nix

Dein Posting ist natürlich hochgradig konstruktiv, mit den zahlreichen 
enthaltenen Tipps ist der TE quasi schon fertig und zufrieden. Wirklich 
top!

: Bearbeitet durch User
Autor: Dr.Who (Gast)
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Matthias L. schrieb:
> Dein Posting ist natürlich hochgradig konstruktiv

Konstruktive Beiträge nützen dem TO sowieso nichts, sondern
nur Jemanden, der das Teil anfertigt.
Wie so oft, wird das hier wohl auch wieder nichts,
also nur Zeitverschwendung. ;)

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Dr.Who schrieb:
> Wie so oft, wird das hier wohl auch wieder nichts,

Tja, wenn der TE nach dem Ursprungsposting auf Tauchstation geht und 
keine Nachfrage zu Toleranzen, Oberfläche und ggf. Aufwandsentschädigung 
beantworten mag, wird es auch für maschinell besser ausgestattete 
Hilfswillige schwierig...

Die Frage

Matthias L. schrieb:
> Und restlos bei Beibehaltung des Innen-Fertigmaßes der Hülse entfernen -
> geht das? Ist eine ernst gemeinte Frage - ich musste bisher noch jeden
> zu entfernenden Kleber irgendwie mechanisch wegpopeln, aber ich habe bei
> weitem nicht das komplette Loctite-Sortiment durch.

habe ich bei passender Gelegenheit auch in der Zerspanungsbude gestellt 
und vom oben erwähnten Stefan eine gute Antwort bekommen, die ich euch 
nicht vorenthalten möchte:

"Wärme, Aceton, Ultraschallbad bei 80°.
In Aceton muss man die Teile einlegen, der Sekundenkleber wird dann 
weich (löst sich nicht ganz auf) und kann dann abgerubbelt werden.
Im Ultraschallbad fällt der Kleber als ganzes Stück ab."

Er bevorzugt Loctite 496, Sicomet85 oder Wekem WK2400, meint aber, dass 
notfalls sogar der "Superglue" in den 3g Alutuben aus dem 
Restpostenladen geht.

Tja, mit Aceton hatte ich das Ablösen natürlich auch schon probiert, war 
aber offenbar zu ungeduldig. Also beim nächsten Mal länger einwirken 
lassen.

Autor: MaWin (Gast)
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Matthias L. schrieb:
> Und restlos bei Beibehaltung des Innen-Fertigmaßes der Hülse entfernen -
> geht das?

Bei Heisskleber problemlos per Waschbenzin.

Allerdings muss man bei der Bearbeitung aufpassen, daß die Hülse nicht 
zu heiss wird, und sich der Kleber vorzeitig löst.

Autor: Route 6. (route_66)
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Dr.Who schrieb:
> Wenn der bestimmungsgemäße Zweck fest steht,

Das wird wohl ein Reduzierring für Bohrmaschinen sein.
43 mm und 46 mm waren gängige Durchmesser an Bohrmaschinen und 
Bohrständern in der DDR.

Autor: Walter T. (nicolas)
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Route 6. schrieb:
> Das wird wohl ein Reduzierring für Bohrmaschinen sein.

Stimmt. Das könnte passen. So ein Teil habe ich mal aus einem 
Alu-L-Profil gerollt. Als Form diente einfach ein Stück Rundstahl, als 
Matrize die Kante meines Arbeitstisches.

Hier zu sehen:

http://dl1dow.de/blog/index.htm#28_08_2014

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Matthias L. schrieb:
> Dr.Who schrieb:
>> Wie so oft, wird das hier wohl auch wieder nichts,
>
> Tja, wenn der TE nach dem Ursprungsposting auf Tauchstation geht und
> keine Nachfrage zu Toleranzen, Oberfläche und ggf. Aufwandsentschädigung
> beantworten mag, wird es auch für maschinell besser ausgestattete
> Hilfswillige schwierig...

Ja, das sehe ich auch so.

Ulrich sollte sich wirklich mal wieder melden. Er möchte, dass ihm 
geholfen wird. Sich dann aber nach dem Eröffnungspost (mittlerweile fast 
zwei Tage) gar nicht mehr zu äußern, das fördert die Hilfsbereitschaft 
nicht gerade.

Autor: Philipp G. (geiserp01)
Datum:

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Ulrich U. schrieb:
> wer ist im Besitz einer Drehbank und würde mir aus einem Stück Rundstahl
> (Durchmesser 50mm) eine Buchse drehen. Innendurchmesser 43mm,
> Außendurchmesser 46mm, an einer Seite ein Bund ca. 2mm auf die vollen
> 50mm Durchmesser? Gesamtlänge soll 30mm sein. Material würde ich zur
> Verfügung stellen.

Kann ich tun. Sofern du die Versandkosten in die Schweiz nicht scheust.

Ohne Zeichnung mache ich aber genau null.

Autor: michael_ (Gast)
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Route 6. schrieb:
> Das wird wohl ein Reduzierring für Bohrmaschinen sein.
> 43 mm und 46 mm waren gängige Durchmesser an Bohrmaschinen und
> Bohrständern in der DDR.

Die Dinger gab es aus Plaste.
Ich hatte da einfach ein Stück Blech rumgelegt.

Autor: Old P. (old-papa)
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Route 6. schrieb:
> Dr.Who schrieb:
>> Wenn der bestimmungsgemäße Zweck fest steht,
>
> Das wird wohl ein Reduzierring für Bohrmaschinen sein.
> 43 mm und 46 mm waren gängige Durchmesser an Bohrmaschinen und
> Bohrständern in der DDR.

Das war auch mein erster Gedanke. Bei mit tat es Jahrzehntelang ein 
Stück Plastikrohr mit 1,5mm Wandstärke. Davon solange längst was 
rausgeschnippelt, bis es reinpasste.

Ich hätte ihm das Ding ja gedreht, dochner ist offenbar verschollen....

Old-Papa

Autor: Dieter W. (dds5)
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Old P. schrieb:
> Ich hätte ihm das Ding ja gedreht, dochner ist offenbar verschollen....

dito, auch auf PN schon vor 2 Tagen keine Reaktion.

Autor: Dr.Who (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Ja, das sehe ich auch so.

Vielleicht siehst du noch was anderes?

Wer etwas gemacht haben will, muss erst mal in Vorleistung treten
und eine möglichst kritikresistente Dokumentation vorlegen.
Einen materiellen Anreiz sollte es schon geben.
Wer nicht angemeldet ist, deren Threads sofort löschen, weil
ja ein Kontakt nicht möglich ist und private Daten nicht in
einen Thread gehören.
Außer einer Diskussion bringen solche Threads nichts und sind nur
Zeitverschwendung.
Eigentlich sollte man ernstzunehmende (hier nicht wirklich) Threads
in das Markt-Unterforum verschieben oder Andreas überzeugen einen
neues Unterforum (kann er ja Schwarz-Spezial nennen ;) )einzurichten,
was wohl wegen zu geringer Nachfrage wohl nur ein frommer Wunsch
bleiben wird.
Zumindest wäre das Fehlen einer Kontaktmöglichkeit so gelöst.

Autor: Dieter W. (dds5)
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Dr.Who schrieb:
> Wer nicht angemeldet ist, deren Threads sofort löschen, weil
> ja ein Kontakt nicht möglich ist und private Daten nicht in
> einen Thread gehören.

Trifft in diesem Fall aber nicht zu da der thredstarter seit fast 7 
Jahren angemeldet ist.

Autor: Ulrich U. (uli-dd-70)
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Hallo in die Runde,

ich war nicht auf "Tauchstation" sondern einfach drei Tage dienstlich 
unterwegs.

Ich benötige das Teil tatsächlich für eine Führung eines Stahlrohres 
42,5mm. Es ist Absicht, da etwas Spiel zu haben, deshalb bin ich auf 
glatt 43mm gegangen. Über Toleranzen habe ich mir noch keine großen 
Gedanken gemacht. Wichtig ist, ein wenig Spiel zu haben, dass sich das 
Rohr verschieben lässt. Der Außendurchmesser kann gern etwas mehr sein, 
wenn die Wandstärke zu gering ist. Wir sprechen hier von max. 48mm. 
Einbau erfolgt dann angepasst in einer Holzplatte. Nur den Bund ist mir 
wichtig. Stahlsorte: Am liebsten Nirosta, sonst normaler 
Konstruktionsstahl.

Und natürlich sprechen wir hier davon, dass ich das bezahlen möchte. 
Klingt nach mehr Aufwand, als ich dachte. Liege ich mit einer Stunde 
Arbeitszeit in etwa richtig?

Viele Grüße
Uli

: Bearbeitet durch User
Autor: Old P. (old-papa)
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Ulrich U. schrieb:
>
> Und natürlich sprechen wir hier davon, dass ich das bezahlen möchte.
> Klingt nach mehr Aufwand, als ich dachte. Liege ich mit einer Stunde
> Arbeitszeit in etwa richtig?

Nö. Maschine einrichten etwa 20 Min. Aus dem Vollen drehen dann gut eine 
Stunde auf meiner kleinen Maschine, eine größere packt das schneller.
Aus einem passenden Rohr drehen die Hälfte. Bei Edelstahl wirds 
anstrengender, wenn man keine größeren Maschinen hat.
Was soll das werden? Hört sich irgendwie nach Boot an. Ruderpinne?

Old-Papa

Autor: Dietrich L. (dietrichl)
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Ulrich U. schrieb:
> Ich benötige das Teil tatsächlich für eine Führung eines Stahlrohres
> 42,5mm. Es ist Absicht, da etwas Spiel zu haben, deshalb bin ich auf
> glatt 43mm gegangen. Über Toleranzen habe ich mir noch keine großen
> Gedanken gemacht. Wichtig ist, ein wenig Spiel zu haben, dass sich das
> Rohr verschieben lässt. Der Außendurchmesser kann gern etwas mehr sein,
> wenn die Wandstärke zu gering ist. Wir sprechen hier von max. 48mm.
> Einbau erfolgt dann angepasst in einer Holzplatte. Nur den Bund ist mir
> wichtig.

Mit diesen Angaben sehe ich für mich kein Problem, das für dich zu 
machen.

Ich würde vorschlagen: 43 +/- 0,2mm und 47 +/-0,2mm. Zu Länge und 
Bundbreite müsstest du dann noch was sagen.

> Stahlsorte: Am liebsten Nirosta, sonst normaler
> Konstruktionsstahl.

Rostfreier Stahl ist (je nach Legierung) eine Qual. Das werde ich mir 
und meiner doch nicht so großen Maschine nicht antun. Aber "normaler" 
Stahl ist OK.
Melde dich bei Interesse direkt per eMail. Als Kosten sehe ich nur das 
Porto für die Rücksendung des Teils, wenn du mir das Material schickst, 
und das Risiko, dass ich aus dem Teil Schrott mache ;-(

Autor: michael_ (Gast)
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Ulrich U. schrieb:
> Am liebsten Nirosta, sonst normaler
> Konstruktionsstahl.

Muß denn das Stahl sein?
Messing passt doch optisch sehr gut zu Holz.
Es gibt weitere schöne Metalle für sowas.

Autor: bingo (Gast)
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michael_ schrieb:
> Messing passt doch optisch sehr gut zu Holz.

Und Messing sowie Bronze haben bessere Laufeigenschaften als Stahl, die 
werden nicht umsonst für Gleitlager genommen.

Autor: Dieter W. (dds5)
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Wenn sowieso 0,5mm Spiel zwischen Welle und Hülse sein soll, kann es mit 
den Lagereigenschaften nicht weit her sein.

Autor: Walter T. (nicolas)
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Ich würde POM nehmen. Das läßt sich auch hervorragend drehen. Oder ein 
PVC-Rohr mit dem Heißluftfön aufweiten.

: Bearbeitet durch User
Autor: Dr.Who (Gast)
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Ulrich U. schrieb:
> Liege ich mit einer Stunde
> Arbeitszeit in etwa richtig?

Ein Zeitfaktor allein wird kaum reichen.
Es fehlt ein Währungsbetrag / Zeiteinheit.
Beispiel: Ein Tennislehrer nimmt 20€/h. Ein Dreher vielleicht 25-30€/h.
Wer es Kostenlos macht, kann Glück haben. Versuch macht klug.

Autor: michael_ (Gast)
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Dr.Who schrieb:
> Beispiel: Ein Tennislehrer nimmt 20€/h.

Witzbold!
Eher pro Minute.

Autor: Dr.Who (Gast)
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michael_ schrieb:
> Eher pro Minute.

Ja, wenn man einen Ex-Profi wie Boris Becker trainiert. ;)

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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bingo schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Messing passt doch optisch sehr gut zu Holz.
>
> Und Messing sowie Bronze haben bessere Laufeigenschaften als Stahl, die
> werden nicht umsonst für Gleitlager genommen.

Das ist bei einer Wurfpassung (0,5mm Spalt) aber wirklich verschwendetes 
Material. Mir jedenfalls würde es weh tun, solch gutes/teures Material 
für diesen Zweck zu verwenden. Dann noch eher POM - das hat auch sehr 
gute Gleiteigenschaften und kostet einen Bruchteil.

Nirosta wäre hier kein Ding, 1.4305 ist vorhanden. Uli, wieviel 
benötigst Du? 10, 100, 1000? ;-)

Skizze wäre aber trotzdem noch schön, nur um Missverständnisse 
auszuräumen.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Dr.Who (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Uli, wieviel
> benötigst Du? 10, 100, 1000? ;-)

Der TO schreibt doch nur von "eine".
Also wird er das auch so gemeint haben. ;D

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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War mir schon klar.

Das würde ich eh per Hand auf der Boley drehen (wofür hat man denn die 
schönen Glockenspannzangen).

Er könnte aber auch mehr haben ;-)

Autor: Dr.Who (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Er könnte aber auch mehr haben ;-)

Geht dir die Arbeit aus, das du Neue suchst? ;)

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Offtopic:

Dr.Who schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Er könnte aber auch mehr haben ;-)
>
> Geht dir die Arbeit aus, das du Neue suchst? ;)

Nein, es gibt immer irgendetwas zu tun. Wir Unternehmer haben doch nie 
Freizeit und das FA und die Steuern und überhaupt...

Aber ich hab ja jetzt den Feindrehautomat und unsere eigenen neuen 
Produkte lasten das Teil nur zu etwa 20% aus. Es wäre schade um die 
restlichen 80%.
Stangenlader funktioniert jetzt auch, abgeschrieben ist die Maschine eh 
schon (zum Schnäppchenpreis gekauft ;-), ich kenne jetzt jedes Relais, 
Ersatzteile sind alle da. Es spricht nichts dagegen, in dem Bereich als 
Dienstleister aufzutreten, sofern Zeit und Lust besteht. Irgendwelche 
engen Terminsachen werde ich sicher nicht übernehmen, aber wenn jemand 
sagt: "ich benötige pro halbem Jahr 1000 Stück, schieb die dazwischen, 
wenn es bei Euch passt." dann kann man durchaus darüber reden.

Dazu kommt: die CNC-Programmierung macht mir wirklich Spaß - und an 
einer Profimaschine ist das einfach noch mal etwas ganz anderes als am 
LinuxCNC-Fräsenselbstbau :-)

P.S.: Außerdem haben die bösen Chinesen letzte Woche wieder zugeschlagen 
und das Lager geleert - unser Jahressoll ist damit erfüllt. Da bleibt 
viel Zeit für anderes.

Autor: Ryven (Gast)
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ich hätte sie wahrscheinlich aus einem Rohr ausgespindelt.
Geht schnell.

Autor: Dieter W. (dds5)
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Ich habe jetzt mal ein Stück 50mm 1.4021 auf 30mm ausgebohrt und dann 
auf 40mm ausgedreht. Das hat rund eine halbe Stunde gedauert.

Fertigbearbeitung mach ich nächsten Samstag, dazu war gestern nicht mehr 
genug Zeit.

Die Vorschläge mit Rohr sind sicher sinnvoll aber wer hat schon alle 
möglichen Durchmesser auch noch in verschiedenen Wandstärken im Regal 
liegen.

Und ja, allein das Röhm ZS250 Futter kann es Kostenmäßig mit einer China 
Tischdrehe aufnehmen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Dieter W. (dds5)
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So, nu isse fertich.

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