Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ATSAMA5D22 Auswahl DDR2 / DDR3


von Marcel (Gast)


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Guten Abend,

Ich bin momentan dabei für ein Hochschulprojekt ein Entwicklungsboard 
mit einem ATSAMA5D22 zu entwickeln. Die Auswahl des RAMs gestaltet sich 
etwas schwierig, da mir in diesem Bereich die Erfahrung fehlt.
Auf welche Kriterien muss ich bei der Auswahl achten?

Im Datenblatt ist vermerkt, dass der DRAM Bus 16bit breit ist und das 
DRAM Interface maximal bei 166 MHz taktet. Auf der Seite von Micron sind 
teilweise Taktfrequenzen von bis zu 800 MHz für DDR2 / 3 angegeben.

Hat jemand gute Literatur oder eine Einführung in das Thema? Bin leider 
momentan etwas deswegen aufgeschmissen.

Vielen Dank im voraus.

von S. R. (svenska)


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Am ehesten wären die AppNotes des Herstellers zu befragen...

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Ein Entwicklungsboard gibts doch schon fertig:
https://www.digikey.com/products/en?mpart=ATSAMA5D2C-XULT&v=150

Ein Eigenbau brauchts doch erst wenn man was konkretes damit vor hat, 
also ein Gerät damit baut.

Ansonsten würd ich LPDDR1 empfehlen, das ist noch nicht so anspruchsvoll 
wie DDR2 und kann der D22 auch laut Datenblatt.

Wenn du noch nichtmal weist wieso die Hersteller bei DDR RAM so hohe 
Takte angeben, dann wird das recht schwer mit einem eigenen Board, DDR 
RAM ist kein Kinderspiel.
Warum das so ist steht auf Wikipedia und ansonsten reicht das DB vom RAM 
und das DB vom Prozessor eigentlich aus um die Logik zu verstehen.
Layouterfahrung ist allerings durch keine Literatur zu ersetzen.

von Marcel (Gast)


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Es geht im allgemeinen darum sich mit CAD Software wie Altium besser 
vertraut zu machen und Erfahrung im Bereich BGA PCB Design zu sammeln.

Ich habe zuvor schon Highspeed Designs gemacht und etwas Erfahrung. Fürs 
erste BGA Projekt werde ich dann wohl eher auf LPDDR1 setzen um die 
Fehlerquellen gering zu halten.

Danke für eure Hilfe!

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Wenn es nur ums rantasten an BGA geht, dann häng doch einen BGA SDRAM an 
einen STM32 im BGA Gehäuse?

Am besten ist bes wenn man noch ein Ziel hat was das Ganze am Ende noch 
machen soll.

von S. R. (svenska)


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Mw E. schrieb:
> Am besten ist bes wenn man noch ein Ziel hat
> was das Ganze am Ende noch machen soll.

"Hochschulprojekt".

von Marcel (Gast)


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Ja das war auch meine erste Idee, aber es sollte schon eine MMU an Board 
sein. Zudem wäre es auch Pflicht, dass der CAN Controller im Linux 
Kernel unterstützt wird.

Ich habe mich jetzt da zu entschlossen auf den ATSAMA5D28 zu wechseln da 
dieser ein 32bit Speicherinterface hat und ich somit zwei 64MB DDR SDRAM 
verwenden kann. Zudem wird die Implementierung im Application Note gut 
erklärt.

Hat jemand von euch Erfahrung mit QT auf einem embedded Linux System?
Vor allem würde ich mich für den ungefähren RAM Verbrauch interessieren.
Dies hängt natürlich stark von der GUI ab, aber ein grober Schätzwert ob 
meine 128MB reichen wären ganz gut.

Vielen Dank im voraus.

von Marcel T. (marcel_th)


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Entschuldigung für das doppelte Posten. Ich habe mir jetzt mal ein Konto 
erstellt.

Mw E. schrieb:
> Ein Eigenbau brauchts doch erst wenn man was konkretes damit vor hat,
> also ein Gerät damit baut

Aus dem Entwicklungsboard wurde jetzt auch ein spezielleres Projekt:
Es soll per CAN und Ethernet Daten ausgelesen werden und in einer QT GUI 
auf einem TFT LCD mit 800x600 Auflösung dargestellt werden.

von S. R. (svenska)


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Marcel schrieb:
> Dies hängt natürlich stark von der GUI ab, aber ein grober
> Schätzwert ob meine 128MB reichen wären ganz gut.

Vom Gefühl her ja, aber vermutlich nicht mit einer normalen 
Distribution. Ich habe vor längerer Zeit (ca. 2009) Debian mit IceWM und 
Firefox auf einem Pentium II mit 64 MB installiert.

Die Installation war schon damals nicht mehr ganz trivial, weil 
localegen für utf8 nicht mehr ins RAM passte, aber das Ergebnis war als 
kurzfristiges Ersatzgerät ganz brauchbar - bis zur Google-Startseite 
komplett ohne Swapspace.

Marcel T. schrieb:
> Es soll per CAN und Ethernet Daten ausgelesen werden und in einer QT GUI
> auf einem TFT LCD mit 800x600 Auflösung dargestellt werden.

Was spricht gegen ein Raspberry Pi mit CAN-Shield? Das wurde bei uns an 
der Hochschule für die Zusammenarbeit mit $Hersteller genutzt und lief 
prima. Fürs Hochschulumfeld optimal ist, dass die Einzelteile verfügbar 
und billig sind und die Inbetriebnahme auch für Studenten ohne 
tiefgreifende Vorkenntnisse möglich ist.

Für deine Eigenentwicklung gilt nichts davon: Du baust ein Einzelstück 
(maximal Kleinserie), eine spätere Herstellung weiterer Geräte ist 
effektiv nicht möglich (vor allem, wenn du woanders aktiv bist), die 
Software ist speziell an das Gerät angepasst (Linux-Kernel, Devicetree, 
evtl. Treiber) und wird nie wieder aktualisiert.

In zwei Jahren liegt das Teil im Schrank, weil niemand außer dir die 
Zeit oder das Wissen für eine neue Inbetriebnahme hat. Wenn du Student 
bist, bist dann nicht mehr da; wenn du Mitarbeiter bist, bist du dann 
mit anderen Projekten beschäftigt. Eine Neuentwicklung ist sowieso zu 
teuer.

Kurz: Denke nochmal ganz genau darüber nach, ob du im universitären 
Umfeld überhaupt eine eigene Entwicklung anfangen willst. In der Regel 
ist das alles für die Tonne.

von fchk (Gast)


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Marcel schrieb:
> Hat jemand von euch Erfahrung mit QT auf einem embedded Linux System?
> Vor allem würde ich mich für den ungefähren RAM Verbrauch interessieren.
> Dies hängt natürlich stark von der GUI ab, aber ein grober Schätzwert ob
> meine 128MB reichen wären ganz gut.

Zu wenig. Viel zu wenig. Unter 512M würde ich gar nicht erst anfangen.

Mein Tip:
https://www.nvidia.com/de-de/autonomous-machines/embedded-systems/jetson-tx2/

Da sind die kritischen Sachen im Prozessormodul selber schon drin, d.h. 
mit RAM oder Flash brauchst Du Dich nicht mehr zu befassen. Das Modul 
ist hinreichend leistungsfähig, sowohl vom Prozessor als auch von der 
GPU her, und es sind zwei CAN-Ports mit drin, wo Du nur noch Transceiver 
extern anschließen musst.

fchk

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