ich habe einen Ventilator (Princess von HomeWizard) der im WLAN hängt
und auch über eine App bedient werden kann. Das funktioniert, läuft aber
über irgendeine Wolke. Laut MAC ist da wohl unser altbekannter ESP8266
drin, zerlegt habe ich das Gerät ausnahmsweise noch nicht.
Um zu sehen wie der gesteuert wird möchte ich gerne das WLAN mithören,
das klappt aber nicht so recht. Mein Notebook ist im WLAN bekommt aber
nix von dem Traffic mit. Ich habe als spezielle Software den 'Acrylic
Wi-Fi Professional' gefunden, aber da sehe ich nur Beacon Broadcasts von
den ganzen WLAN in der Umgebung. Es gibt einen Monitor Mode, aber dafür
ist meine Intel Dualband AC8265 nicht geeignet, da meckert das Programm.
AP ist eine FritzBox 7590 gibts da irgendwelche Möglichkeiten den WLAN
Traffic auf eine Port zu leiten? Oder was für Hardware braucht man da?
Johannes S. schrieb:> AP ist eine FritzBox 7590 gibts da irgendwelche Möglichkeiten den WLAN> Traffic auf eine Port zu leiten?
Naja, nicht auf einen Port. Aber einfach in eine Datei.
> Oder was für Hardware braucht man da?
Einen handelsüblichen PC mit Webbrowser. Und zur Auswertung dann
Wireshark.
Der Trick ist die richtige URL:
http://fritz.box/html/capture.html
cool, das capture in der FB klappt. Allerdings gehen die Daten von der
Smartphone App nicht über die FB und ich sehe die im Mittschnitt nicht
:( Dann brauche ich wohl ein WLAN Kabel.
Hast Du noch nicht den richtigen Filter gefunden?
Machnmal geht das so:
HandyApp<->(FB)<-> Web <->(FB)<->Gerät
Wobei HandyApp->Web eine andere Verbindung ist als Web<->Gerät.
Ich habe schon WLAN-Steckdosen sniffen können. Die Geräte waren alle im
selben Netzwerk.
Die Handy App schwätzt scheinbar direkt mit dem Ventilator, in der FB
sehe ich die nicht.
Es gibt aber eine Einstellung für zusätzliche capure optionen, da suche
ich gerade die Doku zu.
Johannes S. schrieb:> Die Handy App schwätzt scheinbar direkt mit dem Ventilator, in der FB> sehe ich die nicht.> Es gibt aber eine Einstellung für zusätzliche capure optionen, da suche> ich gerade die Doku zu.
Dann müsste der Ventilator mit der Handy App ein eigenes Netz aufbauen,
wobei die APP dann eine eigenständige Verbindung aufbaut.
Läuft der Ventilator als Access Point?
Installiert dir dazu mal kismet auf einem PC und schau, welche Netze in
deiner Nähe sind.
Dazu am besten den Ventilator mal vom Strom stellen, und neu suchen,
dann wieder an den Strom und dann vergleichen ob sich bei den SSIDs
etwas tut.
Der Fan ist kein AP, der ist Client am AP, das zeigt auch das Acrylic
WiFi Tool an. Die IP Adresse ist auch im Netz vom AP, das passt also
alles.
Der Sniffer in der FB ist wohl tcpdump, das konfiguriert nix an dem wlan
interface.
Ich habe noch ein anderes Notebook, da teste ich nochmal mit dem
Acrylic. Oder kann das WLAN auf dem Raspberry alles mitschneiden?
Johannes S. schrieb:> cool, das capture in der FB klappt. Allerdings gehen die Daten von der> Smartphone App nicht über die FB
Das kann eigentlich kaum sein. Entweder redet die Smartphone App direkt
über's WLAN mit der diesem verschissenen Fan oder sie tut es über den
Umweg über irgendeine gottverdammte Cloud.
Solange aber sowohl der Fan als auch Smartphon über dein WLAN
kommunizieren, solltest du mit der FB den Traffic capturen können.
Also: Du musst erstens natürlich dafür sorgen, dass das Smartphone nicht
über die Mobilfunk-Datenverbindung kommunizieren kann, sondern nur
über's WLAN. Und natürlich mußt du auf der Fritzbox das richtige
Interface zum Capturen wählen...
Ich dachte, dass man solche Trivialitäten nicht weiter zu erklären
braucht, denn sie ergeben sich aus der Logik der Sache...
vn nn schrieb:> c-hater schrieb:> verschissenen Fan>> c-hater schrieb:> gottverdammte Cloud.>> Na, durftest du nicht ran dass du so mies gelaunt bist?
ich sehe da keine miese laune sondern nur vollständige (korrekte)
bezeichnungnen
woas i nit schrieb:> ich sehe da keine miese laune sondern nur vollständige (korrekte)> bezeichnungnen
Blöderweise führt seine Ausdrucksweise halt dazu, dass berechtigte
Cloud-Kritik dann vielleicht nicht mehr für voll genommen wird. Aber ist
man ja schon gewohnt von ihm.
woas i nit schrieb:> ich sehe da keine miese laune sondern nur vollständige (korrekte)> bezeichnungnen
Blöderweise führt seine Ausdrucksweise halt dazu, dass berechtigte
Cloud-Kritik dann vielleicht nicht mehr für voll genommen wird. Aber ist
man ja schon gewohnt von ihm.
MaWin schrieb im Beitrag #5958431:
> Die Regierung in China z.b. schreibt vor dass IT-Hardware auch ein> Backdoor haben müssen.
Machen sie das? Kennt man eher von den USA...
MaWin schrieb im Beitrag #5958431:
> Siehe Huawei
Bitte um Erklärung. Huawei hat diversen westlichen Regierungen deren
Quellcodes offengelegt, und keiner konnte ihnen was nachweisen. Der
britische Geheimdienst hat sogar offiziell verlautbart, nichts gefunden
zu haben.
Während es z.B. bei Cisco erwiesen ist, dass die US-Dienste in deren
Produktion sitzen. Und alle drei Monate tauchen sonderbare "Bugs" wie
fix codierte, undokumentierte Adminuser auf...
vn nn schrieb:> Aber ist man ja schon gewohnt von ihm.
Lass ihm doch seine kleinen Grillen… Es müssen doch nicht alle politisch
korrekt gleichgeschaltete Volldeppen sein.
Oder seit ihr Ösis schon wieder so weit? (Dann behaltet aber diesmal
bitte eure Kunstmaler und Marktschreier im eigenen Land…)
Könntet ihr das Gelaber über Sinn und Unsinn einer Cloudlösung in andere
Threads verlagern? Mich stört die Cloud nicht, ich würde das Gerät nur
lieber in meine vorhandene Steuerung integrieren und möchte nicht für
jedes Gerät eine eigene App haben. HomeWizard ist zwar ein System mit
vielen möglichen Endgeräten, brauche ich aber nicht.
Die Analyse mit der FB hat letztendlich funktioniert. Das Problem war
aber nicht das ich zu dämlich bin das richtige Interface auszuwählen,
sondern der PA in der FB. Der Packet Accelerator macht ein routing in
Hardware und umgeht den IP Stack in der Software, folglich können diese
Pakete auch nicht geloggt werden. Wenn man über den support Link in der
FB in den Paketmittschnitt geht dann kommt man an der Einstellung für
den PA vorbei und kann ihn abschalten.
Jetzt ist sichtbar das die Cloud immer involviert ist, auch wenn das
Smartphone das lokale WLAN benutzt. Korrekterweise wird eine TLS TCP
Verbindung aufgebaut, nur ist damit für mich wieder Endstation weil ich
das nicht entschlüsseln kann.
Dafür kann ich den Ventilator von JWD einschalten.
Johannes S. schrieb:> Korrekterweise wird eine TLS TCP> Verbindung aufgebaut, nur ist damit für mich wieder Endstation weil ich> das nicht entschlüsseln kann.
Dann versuch einen Man in the Middle Angriff.
Leite den Traffic um, in dem du der App einen eigenen Server als
Clouddienst vorgaukelst.
Und der Server soll sich dann von der Cloud holen was er braucht und das
einfach weiterreichen.
Auf dem Server solltest du das dann entschlüsseln und im Klartext sehen
können.
Falls die Zertifikate nicht überprüft werden, sollte es gehen.
Wenn nicht, dann musst du halt noch einen CA Server aufsetzen und die
Domain zum richtigen CA an diesen weiterleiten. Die App wird dann bei
der Zertifikatsanfrage deinen CA Server abfragen.
Wenn die App auch Fingerprints vergleicht, dann hast du Pech gehabt.
Dann hilft nur noch den Fingerprint im Binary zu finden und umzuändern.
Eventuell kann es auch notwendig sein, die CA Liste in deinem Smartphone
anzupassen und den CA der Cloud mit der deines Servers zu ersetzen.
Dafür wirst du vermutlich root Zugang benötigen.
Ich gehe mal davon aus, dass die App auf die Systemweiten CA Listen
zugreift.
Wenn du den Aufwand scheust, dann würde ich einfach den Ventilator
umbauen.
Die Elektronik rausschmeißen und durch einen Raspberry Pi Zero ersetzen.
Ein Ventilator macht ja schließlich nicht mehr als an und aus, sowie
vielleicht noch verschiedene Stufen und Drehen und nicht drehen.
Das sollte mit einem Raspberry Pi Zero leicht zu bewerkstelligen sein
und bei dem hast du dann auch die Kontrolle über die Software.
Aber es wäre trotzdem mal interessant zu erfahren, was der Ventilator
zur Cloud sendet.
Eine andere Möglichkeit wäre daher, einfach mal beim Chaos Computer Club
nachzufragen, ob das mal dort jemand untersuchen möchte.
Noch etwas.
Du könntest auch versuchen die APP einfach in einer virtualisierten
Android Umgebung zu installieren. Dann hättest du auch weitaus mehr
Kontrolle über die Android Installation und könntest den Traffic auch
gut mit Wireshark abhören und den Traffic zur Claoud und dem CA Server
auf weitere virtuelle Maschinen umleiten.
Eine Möglichkeit wäre Android-x86
https://www.android-x86.org/https://en.wikipedia.org/wiki/Android-x86
danke, hört sich spannend aber auch kompliziert an. Da müsste ich mich
erst einlesen, nur ist mir der Aufwand für den Nutzen im Moment zu hoch.
Da ein ESP verbaut ist könnte es einfacher sein die Firmware zu ändern,
vielleicht ist aber noch ein zusätzlicher µC drin, habe den Fan noch
nicht zerlegt. Im Moment wird der noch gebraucht, im Winter fällt es
weniger auf wenn der auf meinem Seziertisch liegt :)
Für das Android X86 braucht man scheinbar die passende HW, die hätte ich
jetzt auch nicht. Doch, eventuell geht so ein X86 Mini (TV Box)?
Nano schrieb:> und könntest den Traffic auch gut mit Wireshark abhören
Trotz Verschlüsselung? Dann müsste das auch ohne die ganzen CA- und weiß
ich nicht was - Klimmzüge gehen…
Johannes S. schrieb:> Für das Android X86 braucht man scheinbar die passende HW, die hätte ich> jetzt auch nicht. Doch, eventuell geht so ein X86 Mini (TV Box)?
Du brauchst dafür einfach nur eine ganz stink normale Virtuelle Maschine
auf deinem ganz normalen PC.
Genau das ist doch auch der Sinn dabei, denn wie sonst willst du bequem
noch nebenbei einen CA Server und eine Cloudkopie aufziehen und den
Netzwerkstrom bequem umleiten, wenn nicht auf deinem Desktoprechner mit
virtuellen Maschinen?
Uhu U. schrieb:> Nano schrieb:>> und könntest den Traffic auch gut mit Wireshark abhören>> Trotz Verschlüsselung? Dann müsste das auch ohne die ganzen CA- und weiß> ich nicht was - Klimmzüge gehen…
Lies doch noch einmal richtig, was ich geschrieben habe.
In der Cloud Kopie kommt der Traffic an und da wird der entschlüsselt,
somit liegt der unverschlüsselt frei und genau da kannst du dann
Wireshark einhängen.