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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Suche genaue Bezeichnung für Sicherungsstift


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Autor: Bastler (Gast)
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Hallo,

ich kämpfe gerade mit einem Sicherungsstift, den ich gerne ziehen 
möchte.
Leider gehen meine Recherchen ins Leere, weil ich den genauen Bezeichner 
nicht kenne.

Letztendlich ist das ein Hohlzylinder, der aus einem dünnen Blech 
gerollt ist und einen kleinen Spalt hat. Zum Einbringen wird der 
Zylinder in diesem Spalt zusammengedrückt und dehnt sich dann im 
Werkstück wieder aus.

Wie heißt das Teil?

Zusatzfrage, kann ich dann aber auch noch selber googlen:

Wie ziehe ich den, wenn er nur einseitig eingedrückt ist und nicht 
durchgedrückt werden kann.  Das Bauteil, in welches der Stift 
eingepresst ist, kann sich um den Stift frei drehen. Mit Gewindebohrer, 
Linksdrall habe ich daher keine Chance, da der Stift mit dem inneren 
Bauteil einfach rotiert.


Danke für Hinweise, insbesondere auf den Namen des Sicherungsstiftes.

Autor: Uwe (Gast)
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Spannstift geschlitzt?

Autor: Helmut K. (hk_book)
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Spannhülse, Spannstift? Wird mit einem Durchschlag ausgetrieben.

Autor: Daniel B. (daniel_3d)
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Hallo,

nennt sich umgangssprachlich "Hohlspannstift".
Der wird einfach von einer Seite zur anderen 
durchgedrückt/durchgeschlagen.

Autor: nickm (Gast)
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Nennt sich "Schwerspannstift"
Nick

Autor: MaWin (Gast)
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https://de.wikipedia.org/wiki/Spannstift

Bastler schrieb:
> Wie ziehe ich den, wenn er nur einseitig eingedrückt ist und nicht
> durchgedrückt werden kann.

Du meist, er ragt nicht mehr raus ? Wo man ihn mit einer Kneifzange 
fassen und ziehen könnte wie einen Nagel ? War der nur als Scherstift 
bei Überlastung gedacht ?

https://de.wikipedia.org/wiki/Abscherstift

Abscheren, also einfach an der Welle kräftig drehen. Ist z.B. bei meiner 
Drehbank drin wenn der Schlitten gegen das Ende läuft.

Autor: Daniel B. (daniel_3d)
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Wenn der Stift groß genug ist und du ein Schweißgerät hast, kannst du 
auch ein anderes Stück Metall, z.B. Nagel, anheften und damit 
rausziehen.

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Bastler schrieb:
> Das Bauteil, in welches der Stift
> eingepresst ist, kann sich um den Stift frei drehen. Mit Gewindebohrer,
> Linksdrall habe ich daher keine Chance, da der Stift mit dem inneren
> Bauteil einfach rotiert.

??

Es gibt keine Möglichkeit den mit einem Durchschlag auszutreiben?
Spannstifte/hülsen sind normalerweise aus Federstahl.
Siehe: https://www.spannhuelse.de/

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Wenn der Stift in einem Sackloch steckt und gar nix geht kann man 
versuchen einen Durchschlag zu finden der gerade in das Innenloch der 
Spannhülse passt, fast ohne Spiel aber leichtgängig. Dann das Loch 
möglichst vollständig mit Fett (oder Knete) füllen und dann den 
Durchschlag eintreiben. Durch den hydraulischen Impuls wandert die Hülse 
dann mit etwas Glück ein Stückchen raus.
Das Ganze solange wiederholen bis man den Stift greifen und rausziehen 
kann.

Aber eigentlich werden Spannhülsen nur dort eingesetzt wo man sie 
durchschlagen kann.

Autor: Bastler (Gast)
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Helmut K. schrieb:
> Wird mit einem Durchschlag ausgetrieben.

MaWin schrieb:
> Abscheren, also einfach an der Welle kräftig drehen.


Geht leider beides nicht.  Der Stift ist nur von einem Ende sichtbar, 
steckt in einem Sackloch.

Abscheren geht leider auch nicht, weil das drehende Teil im Gehäuse 
steckt, und ich nur den Stift in seiner Bohrung von aussen sehe.

Letzendlich habe ich ein rechteckiges Stahlrohr als Gehüse vor mir, in 
der eine Mechanik in einem Kunststoffgehäuse steckt, die von unten in 
das Gehäuse geschoben wurde und mit drei solchen Stiften gesichert 
wurde.

Hier mal vereinfacht mit nur einem Stift:
+----   ----+
|+---------+
||         ||
||         ||
||    |----||  <-drehende Hülse im inneren des Gehäuses
||    |======  <-Stift
||    |----||
||         ||
||         ||
||         ||
||         ||
||         ||
|+---------+|
Abscheren, indem ich versuche die Kunststoffmechanik einfach 
rauszuschlagen endet in der vollkommen Zerstörung.
Das äußere Rohr ist 3mm stark, der Aussendurchmesser des Stiftes ist 
auch 3mm.

Der Stift liegt etwa 1mm tiefer als die Oberfläche des Gehäuses.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Autor: Bastler (Gast)
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Udo S. schrieb:
> Aber eigentlich werden Spannhülsen nur dort eingesetzt wo man sie
> durchschlagen kann.

Oder wo man das Reparieren erschweren/verhindern möchte :-( .

Autor: Bastler (Gast)
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Schon mal vielen Dank!
Wieder ein Wort gelernt: Spannhülse, da findet man viele Infos!

Un vermutlich werde ich eines der Verfahren mit Knete oder Papier 
versuchen, denn Druck ins Loch der Spannhülse ist die einzige Kraft, die 
ich auf die Konstruktion aufbringen kann.  Erstmal noch ein wenig WD40 
drauf, dann mal sehen was geht!

Autor: macgyver (Gast)
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evtl. mal probieren, einen möglichst genau passenden austreiber mit 
schraubensicherungslack (mittelfest) einkleben?

Autor: Bastler (Gast)
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Und ein abschliessendes Dankeschön!

Habe anstelle von Knete etwas Patafix genommen (noch etwas zäher) und 
voila: Die Spannhülsen kamen schön raus!

Autor: Teo D. (teoderix)
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Gewindebohrer, drehen UND ziehen....

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Bastler schrieb:
> abe anstelle von Knete etwas Patafix genommen (noch etwas zäher) und
> voila: Die Spannhülsen kamen schön raus!

Prima :-)
Danke für die Rückmeldung.

Teo D. schrieb:
> Gewindebohrer, drehen UND ziehen....

Das wäre auch noch eine Idee gewesen. Statt eines Gewindebohrers hatte 
ich noch die Idee eine passende Spaxschreube vorsichtig reinzudrehen. 
Die ist gehärtet, wäre auch einen Versuch wert gewesen und billiger und 
nicht so bruchempfindlich wie ein Gewindebohrer :-)

Autor: Mr Stift (Gast)
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Bastler schrieb:
> Wie ziehe ich den, wenn er nur einseitig eingedrückt ist und nicht
> durchgedrückt werden kann.

Daniel B. schrieb:
> Der wird einfach von einer Seite zur anderen
> durchgedrückt/durchgeschlagen.

lol

Autor: Zeno (Gast)
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Bastler schrieb:
> Hier mal vereinfacht mit nur einem Stift:+----   ----+
> |+---------+
> ||         ||
> ||         ||
> ||    |----||  <-drehende Hülse im inneren des Gehäuses
> ||    |======  <-Stift
> ||    |----||
> ||         ||
> ||         ||
> ||         ||
> ||         ||
> ||         ||
> |+---------+|
> Abscheren, indem ich versuche die Kunststoffmechanik einfach
> rauszuschlagen endet in der vollkommen Zerstörung.
> Das äußere Rohr ist 3mm stark, der Aussendurchmesser des Stiftes ist
> auch 3mm.
>
> Der Stift liegt etwa 1mm tiefer als die Oberfläche des Gehäuses.

Ein Foto wäre hier sicher hilfreicher als dieses Kunstwerk. Es scheint 
hier schon einige Leute zu geben, die offenbar wissen wie man mit so 
etwas umgeht. Allerdings sollte man denen das Objekt der Begierde schon 
zeigen. Also ein Foto wäre hier schon angebracht, dann wird Dir sicher 
geholfen.

Der hier Beitrag "Re: Suche genaue Bezeichnung für Sicherungsstift" 
gemachte Vorschlag, scheint mir für Dein Problem am zielführensten zu 
sein.

Autor: Paul (Gast)
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Zeno schrieb:
> Der hier Beitrag "Re: Suche genaue Bezeichnung für Sicherungsstift"
> gemachte Vorschlag, scheint mir für Dein Problem am zielführensten zu
> sein.

Daß das Problem gelöst ist hast Du aber mitbekommen?

Autor: Rick S. (pickle_rick)
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Marek N. schrieb:
> Hier hat's einer mit Zeitungspapier geschafft:
> http://forum.standmotor.de/off-topic/spannstift-im-sackloch-ziehen-t7022.html

Hab' gerade ein Video gesehen, da hat jemand das Pilotlager einer 
Kupplung mit Brotteig ausgetrieben ;)

Youtube-Video "Kupplungsreparatur Deutz D25S / F&S KS200"

Auf die Idee kam ich auch noch nicht, bisher hab ich immer 
Spezialwerkzeuge gebaut.

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