Forum: Haus & Smart Home Lagerung Salzsäure


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von Lukas (Gast)


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Hallo,

ich habe zum regenerieren meines Teilentsalzers Salzsäure im 5L 
Kanister.

Nun ist es so da innerhalb kurzer Zeit der schwarze Deckel etwas weiß 
anläuft, nach längerer Zeit schlägt sich der Belag auch auf umliegendes 
im Regal auch ab. Metall rostet sehr stark und Kupfer bekommt Grünspan.
Den Kanister spüle ich nach gebrauch mit Wasser ab. Auch habe ich den 
zusätzlich in einen Müllbeutel gesteckt und verschlossen. Das hilft aber 
nur relativ wenig. Auch da Diffundiert es hindurch.

Zum Teil fülle ich die Salzsäure in braune Chemie-Glasflaschen um. Da 
scheint es dann besser zu sein, mur am Plastikverschluss wird es nach 
längerer Zeit weiß, die wasche ich bei Gelegenheit ab.

Wie kann man das vernünftig und dicht lagern? Die Kanister sind 
irgendwie nicht gut geeignet.

von MiWi (Gast)


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Lukas schrieb:
> Hallo,
>
> ich habe zum regenerieren meines Teilentsalzers Salzsäure im 5L
> Kanister.
>

> Wie kann man das vernünftig und dicht lagern? Die Kanister sind
> irgendwie nicht gut geeignet.

Welche Konzentration?
Welcher Kanister?
Umgebungstemperatur?
Wie lange Lagern?

von Lukas (Gast)


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MiWi schrieb:
> Welche Konzentration?
> Welcher Kanister?

Ebay-Artikel Nr. 264181511363

> Umgebungstemperatur?

Zimmertemperatur 25°C

> Wie lange Lagern?

paar Monate, bis es verbraucht ist.

von Harald W. (wilhelms)


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Lukas schrieb:

> Wie kann man das vernünftig und dicht lagern?

Glasflaschen mit Glasstopfen?

von MaWin (Gast)


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Lukas schrieb:
> Wie kann man das vernünftig und dicht lagern

Gar nicht dicht.
Bei mir steht der Kanister in einem extra Lagerraum wo er vor sich hin 
gasen kann weil nichts metallisches in seiner Nähe ist, nur weitere 
Chemikalien, Glaswaren, Holzgerüste, Reinigungsmittel.

Was sich auch zur Lagerung von Säuren gut als Säureschrank eignet ist 
ein defekter Kühlschrank ohne Metallteile (kein Alugefrierfach, keine 
Metallroste auch nicht pulverbeschichtete) mit Glasplatten. Sein 
Kondensatloch hinten wird per Kunststoffwell(leer)rohr nach draussen 
geführt.

von Wolfgang (Gast)


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Lukas schrieb:
> Wie kann man das vernünftig und dicht lagern?

Draußen an der frischen Luft, UV- und wärmegeschützt.

von olaf (Gast)


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Also ich wuerde auch dazu tendieren keine Salzsaeure zu haben weil das 
Zeug mit der Zeit alles versaut. Und auf garkeinen Fall wuerde ich die 
in meiner Bude haben wollen. Hm..und im Keller oder der Garage 
eigentlich auch nicht.

Notfalls wuerde ich vielleicht erwaegen sie in Glasflaschen mit Schliff 
zu haben und da das hier drum zu wickeln:

https://de.wikipedia.org/wiki/Parafilm

Ich hab jetzt aber keine Ahnung welchen Dampfdruck die entwickelt und ob 
das hilft.

Olaf

von oszi40 (Gast)


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Lukas schrieb:
> im 5L Kanister.

1.Wenn der Kanister außen sauber bleibt, wäre es schon ein großer 
Fortschritt! Bisher habe ich selten einen Kanister erlebt, der beim 
Ausgießen keine Schweinerei hinterlässt! Bei Waschanlagenzusatzkanistern 
ist z.B. manchmal ein Ausgießer dabei, der evtl. auch auf Deinen 
Kanister passt und etwas Schweinerei vermeidet?

2.Weiterhin ist schon durch Temperatur- oder Luftdruckänderungen ein 
gewisser Gasaustausch zu erwarten, wenn die Dichtung nicht schließt. Das 
reicht schon um nahe Eisenteile mit rauchender HCl anzugreifen.

3.Nicht jede Plaste ist für alles geeignet. Glasflaschen sind 
zerbrechlich!
Meine HCl-Flaschen habe ich früher immer in Zeitung eingewickelt 
gelagert und die Zeitung öfter weggeworfen.

von Martin S. (sirnails)


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Mein - aus schmerzhafter Erfahrung gemachter - Ratschlag: Raus damit. 
Hat im Haus nichts zu suchen. Am besten in den Garten, weit weg von 
allem, was irgendwie korrodieren kann. Von Zink bis V2A - alles geht 
kaputt von dem Teufelszeug.

von Harald W. (wilhelms)


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olaf schrieb:

> Also ich wuerde auch dazu tendieren keine Salzsaeure zu haben weil das
> Zeug mit der Zeit alles versaut.

...und was mache ich mit der Salzsäure in meinem Magen?

von michael_ (Gast)


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Warum muß man mit dem Teufelszeug in dieser Größenordnung hantieren?
Und in dieser Konzentration.

Mit einem Kollegen habe ich mal aus einer Korbflasche sowas in kleinere 
Flaschen umfüllen wollen.
Nach der Hälfte sind wir wegen der Dämpfe/Rauch geflüchtet.
Noch heute gruselt es mich wegen dem Leichtsinn.

von Thomas H. (thoern)


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Plastikflasche zu zwei Dritteln befüllen und luftdicht verschließen. Da 
passiert nix. Der Gasdruck wird bei weitem nicht so groß, dass da was 
undicht werden könnte.
In welchem Behälter hast du sie denn gekauft?

Gruß thoern

: Bearbeitet durch User
von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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Thomas H. schrieb:
> In welchem Behälter hast du sie denn gekauft?

Lukas schrieb:
> Ebay-Artikel Nr. 264181511363

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Salzsäure ist ätzend, Deshalb benutzt man sie ja.
Auch einem Holzschuppen korrodieren die Nägel/Schrauben weg.
Das Problem kennt man von jeder Baustelle, wenn der Mauerer ein 
innenseitiges blankes Mauerwerk absäuert und er HSLK'er schon die 
Kupferrohre montiert hat. Montag morgen ist dann alles grün.

Kaufe Gebinde die deinem Verbrauchsmuster entsprechen. Das kann teurer 
sein,
spart aber sehr viel Ärger. Apotekerflaschen ist besser als 
Plastikkanister.

In Laboren hat man einen säurefesten Chemikalienschrank mit 
Konstantabsaugung und Auffangwanne.
Mauer stellen ihre Kanister auf die Pritsche und nicht ins Auto.

von Udo S. (urschmitt)


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Lukas schrieb:
> Ebay-Artikel Nr. 264181511363

Konzentrierte Salzsäure mit 33-36%!
Dir ist aber klar daß das technische Salzsäure ist. Die ist nicht 
gereinigt und enthält gerne Eisenionen und auch alles mögliche andere.

Lukas schrieb:
> zum regenerieren meines Teilentsalzers

Ist das was auf Ionentauschbasis? Was steht da welche Salzsäure du 
nehmen darfst? Reine oder auch technische? Mit der billigen 
ungereinigten technischen kannst du da ggf. ganz schnell was dauerhaft 
kaputtmachen, also prüfen was für Salzsäure du brauchst?

Anonsten ist konzentrierte HCL im Labor in einer Flasche mit 
Glasschliffstopen und darüber noch einer Glasschliffkuppel gelagert, 
weil das gasförmige HCL durch den Glasschliff durchdiffundiert.

Welche Kunststoffe geeignet sind weiss ich jetzt nicht, allerdings 
deutet deine Beschreibung darauf hin, daß der Deckel deines Kanisters 
nicht langzeitstabil ist.

Beitrag #5966329 wurde vom Autor gelöscht.
von Alles muss raus (Gast)


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Harald W. schrieb:
> olaf schrieb:
>
>> Also ich wuerde auch dazu tendieren keine Salzsaeure zu haben weil das
>> Zeug mit der Zeit alles versaut.
>
> ...und was mache ich mit der Salzsäure in meinem Magen?

Du hast doch gehört: Raus damit.

Also: Finger in den Hals und vornüber gebeugt!

von Oliver S. (phetty)


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Harald W. schrieb:
> ...und was mache ich mit der Salzsäure in meinem Magen?

Niemals das Besteck mit schlucken und immer den Mund zu lassen, dann 
dünstet nichts raus.

von Olaf (Gast)


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> > ...und was mache ich mit der Salzsäure in meinem Magen?

> Du hast doch gehört: Raus damit.

Vielleicht kann man das ja mit Bier und einem Schnitzel neutralisieren!

Olaf

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo zusammen,

hier gibt es ja mittlerweile die tollsten Methoden.
Ich fange mal unten an:

>...und was mache ich mit der Salzsäure in meinem Magen?

> Du hast doch gehört: Raus damit.
> Also: Finger in den Hals und vornüber gebeugt!

Da gehört dann anschliessend eine ordentliche Portion Rennie dahinter,
dass auch die Speiseröhre etwas zur Ruhe kommt. :-)

> Anonsten ist konzentrierte HCL im Labor in einer Flasche mit
> Glasschliffstopen und darüber noch einer Glasschliffkuppel gelagert,
> weil das gasförmige HCL durch den Glasschliff durchdiffundiert.

Das verkleinert das Problem, verhindert es aber nicht vollständig.

> Mein - aus schmerzhafter Erfahrung gemachter - Ratschlag: Raus damit.
> Hat im Haus nichts zu suchen. Am besten in den Garten, weit weg von
> allem, was irgendwie korrodieren kann. Von Zink bis V2A - alles geht
> kaputt von dem Teufelszeug.

So ist es!

> Kaufe Gebinde die deinem Verbrauchsmuster entsprechen.

Das kann man nur als Rat geben.
Das Zeug ist doch Pfennigskram. 1,-- Euro beim Kauf gespart, aber ..zig
Euro an Folgekosten....

73
Wilhelm

PS:
Ich habe berufsbedingt Ahnung von der Materie

von Wolfgang S. (imalipusram)


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Pack die Flasche in einen Eimer mit dichtschließendem Deckel. In den 
Eimer gibst Du 2 Finger breit Soda oder Natron oder Kalkpulver 
(Calciumcarbonat, Schlämmkreide). Die nehmen die Salzsäuredämpfe auf, 
die dann zu Kochsalz (bzw. Calciumchlorid) abreagieren.
Vorsicht, die Salzsäure nicht in größeren Mengen mit den Bindemitteln in 
Kontakt bringen, das wird heiß, spritzt, schäumt und es baut sich ggf. 
ein Überdruck auf (Kohlendioxid).

Muß es rauchende bzw. konzentrierte Salzsäure sein? Da Du eh verdünnt, 
würde ich 10 oder 25%ige empfehlen. Deutlich weniger Geruchsbelästigung.

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang (Gast)


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Wolfgang S. schrieb:
> Muß es rauchende bzw. konzentrierte Salzsäure sein? Da Du eh verdünnt,
> würde ich 10 oder 25%ige empfehlen.

Mehr als 37%ige Salzsäure gibt es sowieso nicht und die des TO liegt 
deutlich darunter, i.e. nicht rauchend.
Die Konzentration im Raum wird von anderen Faktoren dominiert. Ob in der 
Flasche nun 25%ige oder 33-36%ige drin ist, macht den Kohl nicht fett.

von Bernd K. (prof7bit)


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Sebastian L. schrieb:
> Kaufe Gebinde die deinem Verbrauchsmuster entsprechen. Das kann teurer
> sein,

In der heutigen Zeit wird man aber leider von der Politik dazu animiert 
vom allem vorsorglich immer gleich die größtmögliche Menge zu bunkern.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Hier lagert die 33%-HCl-Säure in einem ganz normalen Kunststoff-Kanister 
mit (dichtem) Schraubverschluss. Da gast nichts aus - seit Jahren.

In ähnlicher Form gibt es die als 1l-Gebinde in diversen Märkten: 
einfache PE(?)-Flaschen mit Schraubverschluss.

von Thomas H. (thoern)


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Chris D. schrieb:
> Hier lagert die 33%-HCl-Säure in einem ganz normalen Kunststoff-Kanister
> mit (dichtem) Schraubverschluss. Da gast nichts aus - seit Jahren.
>
> In ähnlicher Form gibt es die als 1l-Gebinde in diversen Märkten:
> einfache PE(?)-Flaschen mit Schraubverschluss.

Genau! Da passiert überhaupt nix. Luftdicht verschließen und gut isses!

von Paule, Bademeister (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Hier lagert die 33%-HCl-Säure in einem ganz normalen Kunststoff-Kanister
> mit (dichtem) Schraubverschluss. Da gast nichts aus - seit Jahren.

Das kann ich zu 99% bestätigen. Bei einem 10l-Kanister genau des Typs, 
den der TO oben verlinkte. Keinerlei Veränderung der Umgebung, und 
rauchend noch nach etlichen Jahren.

Gerade bei Säure mache ich aber gern einen "Geschmackstest" außen am 
Kanister. Und da ist mir noch keiner untergekommen, der nicht stark 
sauer geschmeckt hätte. Offensichtlich ist selbst stärkeres PE/PP 
gegenüber HCl nicht absolut diffusionsdicht.
Und nein, ich schlabbere nicht hemmungslos den Kanister ab, sondern 
schmecke nur die Fingerspitze, mit der ich über den Kanister strich.
Da kann alles dicht und nach dem letzten Gebrauch abgeduscht worden 
sein, nach spätestens ein paar Wochen sind die Kanister außen 
sauer...und die Hände auch, wenn man das nicht weiß.
Wohl deshalb gab es früher Salzsäure in PE/PP mit gefühlt 5mm 
Wandstärke...

von Martin S. (sirnails)


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Da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Dicht ist nicht gleich dicht.

Was ist wichtiger: recht haben oder gesundes Werkzeug? Mir letzteres, 
aber das ist für mich keine Wahl mehr.

von Paule, Bademeister (Gast)


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Nun ja, wenn man erstmal so einen Kanister hat, hat man kaum noch eine 
Wahl.
Draußen hinstellen - großer Fehler, den da bricht einem nach spätesten 
einem Jahr der Griff des Kanisters weg, durch UV. Also drinnen. Nur, wo? 
Sicher nicht im Wohn- oder Kinderzimmer, nur weil dort kaum Metall 
ist...
Bad/Küche/Werkstatt - ebenfalls nein, weil dort Metall ist.

Bei mir lagert der Kanister im dunklen und immer gleich temperierten 
Keller.
Und das könnte auch gleich der Grund sein, warum das Ding immerhin so 
dicht bleibt, daß keine Metalle angegriffen werden: keine 
Temperaturschwankungen bedeuten auch keinen Wunsch der Gase, sich durch 
Druckunterschiede austauschen zu wollen. Und Gasdichtigkeit traue ich 
nun wirklich keiner Kunststoffflasche zu.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Paule, Bademeister schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Hier lagert die 33%-HCl-Säure in einem ganz normalen Kunststoff-Kanister
>> mit (dichtem) Schraubverschluss. Da gast nichts aus - seit Jahren.
>
> Das kann ich zu 99% bestätigen. Bei einem 10l-Kanister genau des Typs,
> den der TO oben verlinkte. Keinerlei Veränderung der Umgebung, und
> rauchend noch nach etlichen Jahren.

So ist es hier auch.

> Und nein, ich schlabbere nicht hemmungslos den Kanister ab, sondern
> schmecke nur die Fingerspitze, mit der ich über den Kanister strich.
> Da kann alles dicht und nach dem letzten Gebrauch abgeduscht worden
> sein, nach spätestens ein paar Wochen sind die Kanister außen
> sauer...und die Hände auch, wenn man das nicht weiß.

So hab ich noch nie getestet :-). Aber für mich war bisher nur wichtig, 
dass in der Umgebung nichts rostet. Und das tut es seit vielen Jahren 
nicht. Dass es an den Fingern irgendwie gekribbelt hätte, wüsste ich 
nicht.

> Wohl deshalb gab es früher Salzsäure in PE/PP mit gefühlt 5mm
> Wandstärke...

Möglich. Ich schaue nachher mal in der Halle genau nach, was das für 
Kanister und Flaschen sind.

P.S.: In meiner Jugendzeit (ca. 1985) gab es die ganzen Chemikalien 
(HCl, Wasserglas, usw.) in orangen 1l-Kunststoffflaschen mit 
quadratischem Grundriss und schwarzer Beschriftung. Die waren auf jeden 
Fall dicht, denn da habe ich nach zwanzig Jahren auf dem Dachboden neben 
dem Chemiekasten noch einen HCl Liter gefunden, der noch die angegebene 
Konzentration hatte und außen war nichts verrostet. Die scheint es aber 
schon länger nicht mehr zu geben und jeder nimmt offenbar, was er gerade 
hat.

Paule, Bademeister schrieb:
> Und Gasdichtigkeit traue ich nun wirklich keiner Kunststoffflasche zu.

Das wäre aber schlecht für den Sprudel ;-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Paule, Bademeister (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Das wäre aber schlecht für den Sprudel ;-)

Genau dort sieht man es aber am besten. Nach einem Jahr ist das alles 
"stilles" Wasser.
Und nach vielleicht 50 Jahren ist dann nicht mal mehr Wasser drin...;-)


Chris D. schrieb:
> Ich schaue nachher mal in der Halle genau nach, was das für
> Kanister und Flaschen sind.

Hatte mal einen alten Kanister mit 2,5l HCl. Der besaß auf jeden Fall 
mehr PE, als jeder moderne Typ mit 10l.
Erinnerte an einen kleinen, sehr stabilen Benzinkanister, aber 
transparent.


Chris D. schrieb:
> Dass es an den Fingern irgendwie gekribbelt hätte, wüsste ich
> nicht.

Hatte das auch noch nicht. Aber wenn man mit einen eigentlich dichten 
Kanister hantiert, und später irgendwas mit den Händen isst, dann 
sollten die Finger nicht sauer schmecken...
Seither wird jeder länger gelagerte Kanister erstmal abgeduscht, Hände 
und Arme gleich mit.
Bei HCl geht es ja noch. Aber andere Säuren dürften sich auf der Haut 
konzentrieren, stundenlang ihr Werk verrichten. Das merkt man dann erst, 
wenn es zu spät ist. Ist ja dasselbe, wie mit Kleidung. Die 
Säurespritzer erkennt man erst an den Löchern.

von P. K. (plz)


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In Zusammenfassung der ganzen Tip's.... HCl egal in welcher 
Konzentration,Temperatur  etc. ist ein grundsätzliches Problem.
Das einzige, was hilft ist die Glasflasche mit einer Verschraubung, in 
der die "Weichdichtung" tatsächlich abdichtet aber des öfteren erneuert 
werden muß.
Der Haken sind natürlich Deine 5 Liter. Da Du ja bei der Regeneration 
die Salzsäure über einen Injektor absaugst, bzw. diese verdünnt zum 
Einsatz bringst (die Harzbeladung fordert ja eine 7%ige Lösung) kannst 
Du ja Deinen Bedarf gleich verdünnen, wobei Du ja dann schnell in den 30 
Liter-Kanister-Bereich kommst. Es gibt im Laborzubehörhandel spezielle 
Aufbewarungsgefäße, welche eine gute Abdichtung haben bis hin zur 
Flußsäure - die kosten dann aber.....
Noch 'nen anderen Tip:
Ich nehme an, dass Du das Wasser für Aqarienzwecke entsalzt ?
Warum tust Du Dir die ganze Regenerationn mit Handling, Lagerung etc. 
an.
Wenn Du das Ionenautauscherharz im 25 Litersack direkt im Großhandel 
kaufst,
ist der Preis vertretbar.Du kannst das alte verbrauchte Harz dann 
wegwerfen
und hast keine Probleme mehr.Du kontrollierst nur noch den Lf-Wert und 
wenn das Harz erschöpft ist verwirfst Du es.
Gruß und bei Bedarf weitere Infos.......

von Antoni Stolenkov (Gast)


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olaf schrieb:
> Notfalls wuerde ich vielleicht erwaegen sie in Glasflaschen mit Schliff
> zu haben

Das Zeug kommt anscheinend überall durch.

Vielleicht in einen Eimer mit Sand stellen. Theoretisch müßte die Säure 
den Sand auffressen und sich dadurch selbst neutralisieren.

von Martin S. (sirnails)


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Antoni Stolenkov schrieb:
> olaf schrieb:
>> Notfalls wuerde ich vielleicht erwaegen sie in Glasflaschen mit Schliff
>> zu haben
>
> Das Zeug kommt anscheinend überall durch.
>
> Vielleicht in einen Eimer mit Sand stellen. Theoretisch müßte die Säure
> den Sand auffressen und sich dadurch selbst neutralisieren.

Weder theoretisch noch praktisch funktioniert das. Siliziumdioxid ist 
eine der stabilsten chemischen Strukturen, die wir haben. Wenn, dann 
sowas wie Branntkalk oder Soda. Aber das ist dann auch nicht ganz 
ungefährlich.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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P. K. schrieb:
> In Zusammenfassung der ganzen Tip's.... HCl egal in welcher
> Konzentration,Temperatur  etc. ist ein grundsätzliches Problem.

Nö. Grundsätzlich ist es offenbar überhaupt kein Problem. Ich habe am 
Freitag nochmal nachgefragt: unser Lieferant verschickt HCl jeglicher 
Konzentration schon seit jeher in ganz normalen PE-Kanistern und IBCs 
und es gab nie irgendwelche Probleme.

Literweise kann man sie überall mit bis zu 33% in PE-Flaschen kaufen und 
problemlos jahrelang lagern.

Ich habe am Freitag nochmal auf meine Flaschen und am Samstag im 
Baumarkt geschaut: das sind alles einfache PE-Flaschen mit normalem 
(Sicherheits-)Verschluss.

Und hier gast auch nach Jahren weder etwas aus noch gibt es Ausblühungen 
oder diffundiert durch das Material. Selbst aufgeriebener 
Flüssigindikator (man will es ja dann genau wissen) zeigt keinerlei 
Reaktion - es sei denn, man öffnet die Flasche ;-)

Offenbar hat Lukas einfach nur einen schlechten/undichten 
Kanister/Deckel erwischt.

von Antoni Stolenkov (Gast)


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Martin S. schrieb:
> Weder theoretisch noch praktisch funktioniert das.

Na gut, wie wär's mit einem Sack rostige Schrauben?

Hab ich grade im Angebot.

von Martin S. (sirnails)


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Antoni Stolenkov schrieb:
> Martin S. schrieb:
>> Weder theoretisch noch praktisch funktioniert das.
>
> Na gut, wie wär's mit einem Sack rostige Schrauben?
>
> Hab ich grade im Angebot.

Auch das funktioniert nicht, weil Rost chemisch bereits stabil ist. 
Wenn, dann musst du ein Metall opfern, das gerne reagiert - z.B. Alu. 
Dann entsteht Aluminiumhydroxid.

von Martin S. (sirnails)


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Chris D. schrieb:
> Und hier gast auch nach Jahren weder etwas aus noch gibt es Ausblühungen
> oder diffundiert durch das Material.

Dann hast Du glücklich gekauft. Mein HCL von der Apotheke, und von der 
Drogerie Müller sind beide nochmals in Tüten eingepackt (verschlossene 1 
Liter PET Flasche). Beide Tüten schmecken außen salzig.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ich fülle in 1l-Flaschen um, die vorher für leicht flüchtige Stoffe
wie Spiritus, Waschbenzin etc vorgesehen waren.
Problem bei den Kanistern ist oft,
dass dort eine geschäumte Dichtung im Deckel drin ist.
Daran "arbeitet" es sich mit der Zeit vorbei.

Wenn man das alles noch im Plastikbeutel lagert,
würde ich noch etwas Kalk dazutun,
Das neutralisiert ausgasende HCl auch.
Mit Sand wird das jedenfalls mal garnix!

Am besten etwas davon in einen durchlässigen Papierbeutel,
und den dann direkt auf den Verschluss stellen.

oder man nimmt Soda, Backpulver etc.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Martin S. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Und hier gast auch nach Jahren weder etwas aus noch gibt es Ausblühungen
>> oder diffundiert durch das Material.
>
> Dann hast Du glücklich gekauft. Mein HCL von der Apotheke, und von der
> Drogerie Müller sind beide nochmals in Tüten eingepackt (verschlossene 1
> Liter PET Flasche). Beide Tüten schmecken außen salzig.

Hmm, liegt vielleicht am PET? Wie geschrieben: industriell werden ganz 
normale PE-IBCs, -Kanister, -Flaschen verwendet - seit vielen Jahren. 
Ohne irgendwelche Zusatzumhüllungen oder weitere Maßnahmen.

Martin S. schrieb:
> Antoni Stolenkov schrieb:
>> Martin S. schrieb:
>>> Weder theoretisch noch praktisch funktioniert das.
>> Na gut, wie wär's mit einem Sack rostige Schrauben?
>> Hab ich grade im Angebot.
>
> Auch das funktioniert nicht, weil Rost chemisch bereits stabil ist.

Huh? Eine der Hauptanwendungen von Salzsäure ist die Rostentfernung - 
kannst Du bei jeder Feuerverzinkerei beobachten. Das funktioniert 
wirklich hervorragend und sehr schnell. Ich habe damit Teile aus unserer 
CNC komplett entrostet. Ganz wichtig ist aber, dass man direkt danach 
die Teile  bspw. mit einer dünnen Sodalösung neutralisiert, sonst 
beginnt das Rosten extrem verstärkt wieder. Offenbar sorgt HCl für eine 
Entfernung, begünstigt aber den neuerlichen Rostansatz. Auch gründliches 
Abwischen reicht nicht ;-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Antoni Stolenkov (Gast)


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Martin S. schrieb:
> Auch das funktioniert nicht, weil Rost chemisch bereits stabil ist.

Außerdem sind rostige Schrauben keine total verrosteten Schrauben auch 
wenn sich in total verrosteten Schrauben mit ziemlicher Sicherheit noch 
ein unverrosteter Metallkern befindet.

Das Angebot steht noch. Ein paar scheinen sogar noch gut zu sein. Ich 
kann auch etwas mit dem Preis entgegenkommen..

von Martin S. (sirnails)


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Chris D. schrieb:
> Huh? Eine der Hauptanwendungen von Salzsäure ist die Rostentfernung -

Also ich liege nicht ganz richtig, und Du nicht ganz falsch. Die 
Wahrheit liegt dazwischen. Eisen-(I/II)-Oxid ist tatsächlich durch 
Salzsäure reduzierbar, wodurch dann ein Metallhalogenid entsteht. 
Eisen-(III)-Oxid ist jedoch so stabil, dass auch Salzsäure dem nichts 
mehr anhaben kann (also "alter" Rost). Wer Großvadders Zange sieht, der 
sieht dort Eisen-III-Oxid und das zeigt sich von Salzsäure wenig 
beeindruckt.

Entsprechend erhält es das Prädikat: "Teilweise geeignet".

von asfndf,.asuavfvnrui3 (Gast)


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> Gerade bei Säure mache ich aber gern einen "Geschmackstest"
> außen am Kanister.

Sonst funktioniert bei dir aber schon noch alles?
Es wäre mir neu, dass man Chemikalien durch Verkosten nachweist. (Ist 
explizit verboten beim professionellen Umgang mit Chemikalien.)

von Martin S. (sirnails)


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Nicht dass er noch hochgiftige Oxoniumionen abbekommt...

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Das mit der Korrosion bei Lagerung von Salzsäure kenne ich.

Aber den weisslichen Niederschlag eigentlich nur,
wenn man in der Nähe auch noch Salmiakgeist lagert.

von P. K. (plz)


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Weil einige hier die Entrostung angesprochen haben:der TO benötigt, wie 
er in seinem Eingangspost geschrieben hat die Salzsäure für seine 
Teilentsalzung, also Aquarieneinsatz. Da empfielt sich tatsächlich der 
Harzwechsel, wenn er Probleme mit der Säurelagerung hat.
Da aber einige hier scheinbar Spezis für Entrostung sind, die Frage:?
Ich entroste auch mit HCl, habe aber schon mal gehört, dass es besser 
geht, ein Batterieladegerät (also mit Strom) zum Einsatz zu bringen.
Man klemmt das zu entrostende Teil an den Minuspol und an den Pluspol 
ein Blech und nimmt dann als Elektrolyt eine Sodalösung (vorsicht weiß 
ich nicht genau-hörensagen-Soda ist ja nicht sauer sondern alkalisch)
Auch wenn es nicht OT ist, die Frage...
Hat da jemand Erfahrung?....bringt das was?

von Matthias L. (limbachnet)


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Ich empfehle, mal in der Zerspanungsbude zu suchen. Da haben 
verschiedene User Erfahrungen mit Salz-, Zitronen- und Phosphorsäure zum 
Entrosten gemacht und IIRC haben auch schon mehrere etwas zum 
elektrolytischen Entrosten geschrieben. Letzteres soll ein wenig 
materialschonender sein.

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