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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Erste Schritte zur Selbstständigkeit


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Autor: Newbie (Gast)
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Wo gibt es dazu online gute "Anleitungen", für die ersten Schritte?
Also wo man vielleicht mal so ein Beispiel durchspielt, was man wo 
anmelden muss, welche Kosten man beachten muss.

Zunächst sollte es ein Kleingewerbe werden, zum Testen.

Autor: Philip S. (psiefke)
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Autor: Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Was willst du denn machen?
- FBA, nur Handel
- Aff!liate Marketing
- Bücher schreiben (lassen)
- andere digitale Infoprodukte
- physische Produkte herstellen und verkaufen lassen
- Dienstleistungen
- Software
- Hardware

Du brauchst auf jedenfall ein Produkt! Tausche niemals Zeit gegen Geld! 
Du musst ein Produkt oder Entrepreneurial Deisgn entwickeln und alles 
automatisieren!

Autor: Röhrender Rudolf (Gast)
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Newbie schrieb:
> Zunächst sollte es ein Kleingewerbe werden, zum Testen.

Willst Du dich überhaupt mit Gewerbe selbstständig machen? Oder doch als 
Freiberufler? Kenns Du überhaupt die Unterschiede?

Für Freiberufler gibt es folgende Seiten:
https://www.erfolg-als-freiberufler.de/

und div. Bücher wie dieses:
ISBN: 978-3898648134

Wobei sich letzteres mehr mit der Führung als mit den 
Gründungsmodalitäten befasst.

Autor: Röhrender Rudolf (Gast)
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Stefan H. schrieb:
> Du brauchst auf jedenfall ein Produkt!

Nein!

Autor: Bimbo. (Gast)
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Vergiss es...

Autor: Franko S. (frank_s866)
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Newbie schrieb:
> Wo gibt es dazu online gute "Anleitungen", für die ersten Schritte?
Wen du das nicht SELBST rausfindest taugst du nichts als 
SELBSTständiger.

Autor: michael_ (Gast)
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Newbie schrieb:
> Zunächst sollte es ein Kleingewerbe werden, zum Testen.

Mach das. Kostet ca. 20EUR bei der Stadtverwaltung und du kriegst ne 
Steuernummer.

Bei der Berufsgenossenschaft u.ä. hast du Welpenschutz.

Mit den genannten Freiberuflern hat das nichts zu tun. Ganz andere 
Kategorie.

Frag mal auf dem Arbeitsamt nach. Es gibt da manchmal kostenlose 
Existenzgründer-Lehrgänge.
Sehr lehrreich und öffnet einem die Augen.

Autor: Dr.Who (Gast)
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michael_ schrieb:
> Frag mal auf dem Arbeitsamt nach. Es gibt da manchmal kostenlose
> Existenzgründer-Lehrgänge.

Aber nur, wenn man Arbeitslos oder Arbeitslos-gefährdet ist.

Die lokale IHK ist für den Kurs dann zuständig.

Je nach Form selbständigen Handelns, sollte man erst mal versuchen
Kunden zu finden. Rechnungen schreiben kann jeder und eine Steuer-
Nummer braucht man erst mal auch nicht. Wenn das ganze dann größere
nachhaltige Dimensionen annimmt, man also richtig werben muss und
richtig Zaster versenkt, wird man um eine Anmeldung nicht herum
kommen. Dann wird eine kapitale Finanzierung das größte Problem
werden.

Viele Startups überleben selten die ersten fünf Jahre.

Autor: AVR (Gast)
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Bimbo. schrieb:
> Vergiss es...

Jetzt wird es wieder deutsch. Hast wohl in den Michel Modus 
umgeschaltet.

Autor: Störer (Gast)
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Newbie schrieb:
> Also wo man vielleicht mal so ein Beispiel durchspielt, was man wo
> anmelden muss, welche Kosten man beachten muss.

#1 Das richtige Forum finden und darin die Experten erkennen.
https://www.stupidedia.org/stupi/Forum

Such Dir Gründerforen bzw. Sellerforen und lese alles dort, was mit 
einer erfolgreichen Gründung + Anlauffinanzierung zu tun hat.

#2 Einsteigerseminare
Diverse Netzwerke organisieren regelmäßig Tagungen mit mehreren 
Fachrefferenten für wenig Geld. Besser ein Wochenende im Tagungshaus 
verbringen als fürs gleiche Geld wochenlang Bücher ohne Feedback 
durchzuackern.

#3 Anlauffinanzierung
Manche gibts nur für Erstprojekte. NICHT voreilig anmelden = Chance 
versaut

#4 kostenlose Türöffner nutzen
IHK, HWK, Gründermessen der Verwaltungen (Stadt, Kreis, Land)

#5 beste Rechtsform suchen
z.B. ein Gründerverein e.V. der irgendetwas bewirtschaftet (ein Haus, 
eine Einkaufsgenossenschaft, eine wie auch immer geartete Testfirma) und 
betreib den als Geschäftsführer, da lernst Du den Umgang mit Behörden, 
Versicherungen usw. - in einigen Branchen kommen tatsächlich alle 
mögliche und unmögliche Typen und halten die Hand auf, lass es erst gar 
nicht dazu kommen und diese gegen die Wand ;-)

#6 Nichts
manchmal ists besser, gar nicht oder bedeckt zu gründen und sich nur 
still daran zu beteiligen.

Autor: Michel-Modus (Gast)
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Das schaffst du nicht, TO!
Und dann damit Geld verdienen, das funktioniert doch niiiiieeee!

Autor: Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite
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Für einen ersten Überblick ist auch das Buch "Das Feierabend-Startup: 
Risikolos gründen neben dem Job" ganz nett. Tiefergehende Infos muss man 
sich anschließend woanders holen, z.B. bei der IHK, bei der 
Gründerberatung der örtlichen Hochschule usw.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

Autor: joerjen (Gast)
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...manchmal denke ich hier beim Mitlesen, die Apokalypse droht...

Warum nicht erst mal als Kleingewerbe und Nebentätigkeit probieren, was 
man machen möchte...je nachdem, was man machen möchte, kann das Risiko 
bei 0 beginnen...

Du benötigst eine Gewerbeanmeldung passend oder am besten recht 
universell zum Thema...

Und dann mal mit einem Steuerberater oder auch Steuerfacangestellten 
besprechen, wie du was zu machen hast...letztere hast Du bestimmt im 
Bekanntenkreis. Bleibst du vorerst Kleinunternehmer, brauchst Du nur die 
Einnahmen und die Ausgaben sauber aufführen...das ist recht 
übersichtlich.

Wichtig - prüfe Deinen Arbeitsvertrag und sprich mit Deinem Arbeitgeber, 
in wie weit dieser mitspielt - oft sind entsprechende Klauseln im 
Arbeitsvertrag enthalten.

Autor: G. G. Manward (Gast)
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Newbie schrieb:
> Wo gibt es dazu online gute "Anleitungen", für die ersten Schritte?

Bodo Schäfer, "Die Gesetze für Gewinner".


> Also wo man vielleicht mal so ein Beispiel durchspielt, was man wo
> anmelden muss, welche Kosten man beachten muss.

Vergiss es, kümmere dich um dein Geschäft. Das bisschen Verwaltungskram 
macht man nebenbei. Auch eine GmbH Gründung braucht in Deutschland netto 
2 Stunden.

Die vielen Schmarotzer von GEZ IHK und sog Umweltstiftungen sind zwar 
nervig, wollen aber alle nur ein faules Leben und lassen dich in Ruhe 
wenn Sie Geld sehen. In der Summe ist das marginal.

Wer dafür einen Kursus bracht ist an der falschen Stelle. Es reißt dir 
auch keiner den Kopf ab wenn du was falsch machst. Das kann man alles 
"heilen" auf Schmarotzerdeutsch evtl. Gebühren nachträglich abdrücken.

Vor allem: Lass die nichts erzählen, schon gar nicht von den 
misanthropischen TechnoNerds hier.

Autor: Joggel E. (jetztnicht)
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Zeit gegen Geld, also per Auftrag ist eine schlechte Wahl, denn es gibt 
auch Flauten. Besser man hat auch noch Produkte. Und noch besser, man 
vergibt Arbeit an Andere, resp beschaeftigt Andere.

Autor: joerjen (Gast)
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Die Flaute kann Dich immer treffen, egal ob Händler, Hersteller oder 
Dienstleister!

Was spricht gegen Dienstleister, d.h. Geld gegen Zeit? Im Grunde 
genommen ist so ziemlich alles unter dem Strich Geld gegen Zeit!

Ich fiinde, dass der Weg über die Nebentätigkeit eigentlich genau der 
Richtige ist, um zu sehen, wie der Hase läuft. Man ist nicht abhängig, 
weil man den Hauotverdienst an anderer Stelle erwirtschaftet.

Ich...als Beispiel...mach nebengewerblich das, was eigentlich mein Hobby 
ist...ich verdiene damit zusätzlich Geld und kann die Dosis selbst 
steuern. Wenn ich keine Lust oder keine Zeit habe, dann lehne ich 
entsprechende Aufträge vorerst ab oder setze den Liefertermin auf weiter 
in die Zukunft - immer in Rücksprache mit dem Kunden...damit fahre ich 
sehr gut. UND - ich muss nicht jeden Auftrag annehmen, um zu 
überleben...ich bin sozusagen nicht abhängig.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Newbie.

Newbie schrieb:

> Wo gibt es dazu online gute "Anleitungen", für die ersten Schritte?
> Also wo man vielleicht mal so ein Beispiel durchspielt, was man wo
> anmelden muss, welche Kosten man beachten muss.

Warum siehst Du bei Bekannten oder im Verwandschaftskreis nicht einfach 
mal zu, wie andere das machen (z.B. indem Du dort für kleines Geld 
aushilfst)? Der Vorteil gegenüber einer "Anleitung" ist

1) dass Du die Realität siehst und nicht die easy peasy Darstellung von 
Beratern oder Kreditgebern, die davon leben, dass sich andere auf Teufel 
komm raus selbstständig machen.

2) jede Selbstständigkeit ist je nach Produkt, Dienstleistung und 
angepeiltem Kundenkreis zimlich anders und bietet ganz neue 
Möglichkeiten zum auf die Nase fallen.

Vermutlich wirst Du mindestens 3 von 4 heftig auf die Nase fallen sehen, 
und bei dem Rest ist wiederum bei 9 von 10 der Wirkungsgrad gegenüber 
einer ganz normalen abhängigen Beschäftigung sehr schlecht.

Jedenfalls siehst Du mehr von der Realität, als eine Anleitung Dir 
zeigen kann, und wenn Du vom Zusehen immer noch nicht die Nase voll 
hast, kannst du es ja mal selber versuchen.

> Zunächst sollte es ein Kleingewerbe werden, zum Testen.

Auch mit einem Kleingewerbe kann man ganz große Schulden machen und sich 
so verstricken, dass einem auch eine Privatinsolvenz nicht mehr hilft 
(weil der Betreffende sich z.B. durch eine Unachtsamkeit strafbar 
gemacht hat, oder den rechtlichen Status eines "Kaufmannes" bekommen 
hat). In der Tat scheinen es einige der Berater und Kreditgeber darauf 
angelegt zu haben, dass so zu drehen, um den Betreffenden so in eine 
Abhängigkeit zu bringen, dass er aus Verzweiflung noch größere 
Straftaten begeht um die Schulden loszuwerden. Und die haben dann 
hinterher das Geld, und der Versuchsselbstständige sitzt mit ewiglich 
irren Schulden im Knast.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

: Bearbeitet durch User
Autor: joerjen (Gast)
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....wie so oft hier im Forum....ich sehe ganz viel SCHWARZ und 
Untergangsstimmung...Apokalypse...die Angst vorm Angst haben...

Man kann mit allem auf die Nase fallen, aber immer nur schwarz sehen und 
alles irgendwie schlecht machen ist doch nicht die Lösung...

Schulden kann ich auch ohne Gewerbe machen...und das teilweise sogar 
einfacher. Er hat ja auch noch gar nicht gesagt, was er vielleicht 
machen möchte - wo steht denn etwas davon, dass der TO Kredite braucht 
und sich an Berater wenden will?

Man sollte schon ein wenig rechnen können, muss aber für eine 
erfolgreiche Selbständigkeit nicht unbedingt 12 verschiedene 
Uni-Abschlüsse haben...

Der Nachteil beim Zuschauen im Bekanntenkreis ist ja, dass du oftmals 
nicht alles dort erfährst und eben gerade dort oft mehr Schein als Sein 
herrscht :-)...

Meine Nebentätigkeit hängt mitten in einer hart umkämpften Branche und 
trotz allem habe ich meine Nische darin gefunden...mancher Weg 
entwickelt sich erst beim Laufen

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Joerjen.

joerjen schrieb:

> Der Nachteil beim Zuschauen im Bekanntenkreis ist ja, dass du oftmals
> nicht alles dort erfährst und eben gerade dort oft mehr Schein als Sein
> herrscht :-)...

Das ist eigentlich bei JEDEM Unternehmen so. Wer verkaufen will, muss 
in erster Linie auch gut Aufschneiden können....es gibt einfach zuviele, 
die sonst genausogut sind.*)

Aber beim Mitarbeiten hätte man ja eine Chance, hinter die Schleier zu 
schauen.

> Meine Nebentätigkeit hängt mitten in einer hart umkämpften Branche und
> trotz allem habe ich meine Nische darin gefunden...mancher Weg
> entwickelt sich erst beim Laufen

Pastorengesülze, Wischiwaschi........

*) Eins meiner ganz alten Mottos: Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. 
Darum beruht jede funktionierende Wirtschaft auf Schiebung.

Nachtrag: Mein Vater war selbstständiger Schlossermeister. Und das recht 
erfolgreich. Trozdem hat mich das alleinige Zusehen davon abgebracht, 
mir überhaupt tiefere Gedanken über eine Selbstständigkeit für mich zu 
machen. Mir fehlen dazu einfach die Killerqualitäten.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

: Bearbeitet durch User
Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Joerjen.


joerjen schrieb:

> Die Flaute kann Dich immer treffen, egal ob Händler, Hersteller oder
> Dienstleister!

Richtig. Und um die Flauten zu überstehen braucht man Finanzpolster.
Das klappt selten, wenn man gründet, um reich zu werden .
Aber es hilft denen, die gegründet haben, wenn sie vorher reich waren.
Die Überlebenschance ist deutlich höher.....ob der Wirkungsgrad auch gut 
ist, steht auf einem anderen Blatt.


> Ich fiinde, dass der Weg über die Nebentätigkeit eigentlich genau der
> Richtige ist, um zu sehen, wie der Hase läuft. Man ist nicht abhängig,
> weil man den Hauotverdienst an anderer Stelle erwirtschaftet.

Die wenigsten Leute, die voll in einem Hauptberuf arbeiten, haben nach 
Feierabend auf Dauer genug Energie, um einer Tätigkeit nachzugehen, 
die über Regale im Supermarkt einräumen hinausgeht.

Falls der Hauptjob natürlich eine Sinekure ist.........aber so Jobs sind 
extrem selten.


>
> Ich...als Beispiel...mach nebengewerblich das, was eigentlich mein Hobby
> ist...

Anderen Leuten eine Frikadelle an den Schlips labern?

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

Autor: Horst (Gast)
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1. Gründe eine Plattform.
2. Finde Risikokapital.
3. ...
4. Profit.

Autor: joerjen (Gast)
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Bernd, Deine Worte in allen Ehren...auch wenn es heute üblich ist, durch 
Aufschneiden und leere Worte zu glänzen, so kann dauerhaft aber auch nur 
der überleben, der seine Nische gefunden hat und genau dort auch liefert 
und nicht nur labert. Vielleicht wird er nicht reich, aber sicher auch 
nicht verhungern.

"Richtig. Und um die Flauten zu überstehen braucht man Finanzpolster.
Das klappt selten, wenn man gründet, um reich zu werden."  ...das ist 
so, aber auch hier - der TO möchte es nebengewerblich erst mal 
versuchen...es gibt eine andere Haupteinnahmequelle...einfach mal das 
lesen, was geschrieben steht und nicht immer abrutschen, interpretieren 
und vermuten!


"Die wenigsten Leute, die voll in einem Hauptberuf arbeiten, haben nach
Feierabend auf Dauer genug Energie, um einer Tätigkeit nachzugehen,
die über Regale im Supermarkt einräumen hinausgeht." ...das mag bei Dir 
und auch bei anderen so sein....es gibt aber viele Menschen, die das 
durchaus können.

"Anderen Leuten eine Frikadelle an den Schlips labern?" ...schade, dass 
der Umgangston abrutscht, aber ich kann Dir versichern, dass das weder 
meine Haupt-, noch meine Nebentätigkeit ist...und trotzdem mache ich 
beide Jobs gern - sie sind gegensätzlich und ergänzen sich damit recht 
gut.

Ich kann den TO nur ermutigen, es zu versuchen...wenn er sich denn zu 
Wort melden würde und ein paar mehr Infos preis gibt, wäre das Risiko 
seines Vorhabens evtl. abzuschätzen...

Autor: Arno (Gast)
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Joggel E. schrieb:
> Zeit gegen Geld, also per Auftrag ist eine schlechte Wahl, denn es
> gibt
> auch Flauten. Besser man hat auch noch Produkte. Und noch besser, man
> vergibt Arbeit an Andere, resp beschaeftigt Andere.

Vor allem ist "Zeit gegen Geld" ein Modell, das auch als Angestellter 
sehr gut funktioniert. Warum sollte man sich dazu selbstständig machen?

MfG, Arno

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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und wieder ein "sozial-haltiges", das nur reingeworfen
wird damit man sich battlen soll.

ehemals angemeldete Foremnitglieder freuen sich sich dann einen Keks.

Aber trotzdem interessant zu sehen,
wie die Meinungen auch hier wieder völlig unterschiedlich sind,
obwohl die Grundlage einer möglichen Selbstständigkeit
juristisch/steuerlich ziemlich genau definiert wird.

Autor: Ingenieur (Gast)
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Arno schrieb:
> Vor allem ist "Zeit gegen Geld" ein Modell, das auch als Angestellter
> sehr gut funktioniert. Warum sollte man sich dazu selbstständig machen?

Das sehe ich genauso. Vor allem kann man als Angestellter auch mal 
weniger arbeiten oder an anderen Dingen, das ist für die Höhe des 
Gehalts aber völlig egal, wenn man es nicht übertreibt (Kollegen, die 
sich vor allem drücken und Arbeit scheuen wie der Teufel das Weihwasser, 
mag natürlich niemand, insbesondere nicht der Chef).

Autor: Kai (Gast)
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Bernd W. schrieb:
> *) Eins meiner ganz alten Mottos: Jeder echte Wettbewerb ist ruinös.
> Darum beruht jede funktionierende Wirtschaft auf Schiebung.

Pastorengesülze, Wischiwaschi........

Autor: Matthias (Gast)
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@TO: für Österreich findet man einiges auf der Website der WKO. Soweit 
ich informiert kostet die Anmeldung für das Gewerbe nicht viel. 
Steuerlich: Wie viel dann was kostet, ist dann wieder nach Steuersystem 
unterschiedlich. Wie zB Sozialversicherung gerechnet wird, weiß ich 
nicht auswendig, aber das ist wohl nicht so wild heraus zu finden...

Die ganze Schwarzmalerei hier würde ich einfach mal ignorieren (auch 
wenn ich Bernd W. sonst sehr schätze)...

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Bernd W. schrieb:
> Das ist eigentlich bei JEDEM Unternehmen so. Wer verkaufen will, muss
> in erster Linie auch gut Aufschneiden können....es gibt einfach zuviele,
> die sonst genausogut sind.*)

Das Ganze entspannt sich deutlich, wenn man etwas anbietet, das andere 
nicht haben: die berühmtberüchtigte Nische.

Das klappt hier seit vielen Jahren sehr gut - ganz ohne Aufschneiderei 
:-)

>> Meine Nebentätigkeit hängt mitten in einer hart umkämpften Branche und
>> trotz allem habe ich meine Nische darin gefunden...mancher Weg
>> entwickelt sich erst beim Laufen
>
> Pastorengesülze, Wischiwaschi........

Nö, das ist oftmals genau so. Man findet einen Bedarf der Kunden (eben 
weil es das Gewünschte noch nicht gibt) und erfüllt genau diesen.

> *) Eins meiner ganz alten Mottos: Jeder echte Wettbewerb ist ruinös.
> Darum beruht jede funktionierende Wirtschaft auf Schiebung.

Nein: darum beruht jede funktionierende Wirtschaft darauf, Dinge weiter 
bzw. Neues zu entwickeln.

Wenn alle dasselbe anbieten, dann wäre der Wettbewerb ruinös. Daher 
braucht es die Nische. Und da finden die meisten eine.

> Nachtrag: Mein Vater war selbstständiger Schlossermeister. Und das recht
> erfolgreich. Trozdem hat mich das alleinige Zusehen davon abgebracht,
> mir überhaupt tiefere Gedanken über eine Selbstständigkeit für mich zu
> machen. Mir fehlen dazu einfach die Killerqualitäten.

Mir auch - trotzdem funktioniert das Unternehmertum für mich. Ganz ohne 
Verbiegen oder Aufschneiden.

Autor: Ingenieur (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Mir auch - trotzdem funktioniert das Unternehmertum für mich. Ganz ohne
> Verbiegen oder Aufschneiden.

Aber Unternehmertum ist doch eine Höhle voller Löwen. Zumindest hat mir 
das ein Fernsehsender der RTL-Gruppe verraten.

Autor: Zocker_55 (Gast)
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> Autor: Ingenieur (Gast)
> Datum: 13.09.2019 15:51

> Zumindest hat mir das ein Fernsehsender der RTL-Gruppe verraten.

Jetzt brauchst du nur noch die Stellungnahme der Bild Zeitung.

Da kann nichts mehr schiefgehen !

Autor: Niemand (Gast)
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Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
Datum: 13.09.2019 13:08

mit dem richtigen Zitieren als Mod hier Probleme zu haben ... da brauch 
ich nicht mehr weiter lesen

Wenn der Bernd was von Aufschneiden erzählt, versteht er das auch nicht 
oder falsch?
Ohne Werbung keine Angebote und keine Kunden, oder wie geht das bitte 
anders ?

Da oben wollte einer absolut nicht Zeit gegen Geld tauschen, man solle 
Produkte parat haben!?
Hier nach solchen Themen zu fragen bringt wirklich Nichts, jeder meint 
was Anderes aber Alle machen voll mit.

joerjen schrieb:
> Ich...als Beispiel...mach nebengewerblich das, was eigentlich mein Hobby
> ist...ich verdiene damit zusätzlich Geld und kann die Dosis selbst
> steuern.
Wie schön, da wäre Keiner von alleine drauf gekommen?

> Wenn ich keine Lust oder keine Zeit habe, dann lehne ich entsprechende
> Aufträge vorerst ab oder setze den Liefertermin auf weiter in die
> Zukunft - immer in Rücksprache mit dem Kunden...damit fahre ich sehr
> gut. UND - ich muss nicht jeden Auftrag annehmen, um zu überleben...ich
> bin sozusagen nicht abhängig.

So lernt man das richtige gute "selbstständige" Leben dann erst nebenbei 
und hat eine easy Einstellung die jeder AG gern so mitgeht! Ironie aus

Sag mal, wem willst du das eigentlich erzählen und was soll das bitte 
bringen? Deine Schönmalerei nimmt dir hier kein Selbstständiger so ab, 
denn aus Spaß und Just for Fun macht sich Niemand selbstständig. Der Weg 
führt geradewegs in das Hobby nebenbei und auf eine Bauchlandung erster 
Klasse.
Verrate bitte nicht was dein Hobby ist, die AG sind dann wohl echt keine 
Unternehmer.

Autor: Laberkopp (Gast)
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@Chris D.:

deine Nische scheint funktioniert auch nur mit Secure By Obscurity.

Anders ist es wohl auch nicht zu erklären, dass eine Nische mit einem 
ZWEI MANN Betrieb zu bedienen ist und Konkurrenz ernsthaft außen 
gehalten würde.

Autor: Joe D. (joerjen)
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Niemand schrieb:
> So lernt man das richtige gute "selbstständige" Leben dann erst nebenbei
> und hat eine easy Einstellung die jeder AG gern so mitgeht! Ironie aus
>
> Sag mal, wem willst du das eigentlich erzählen und was soll das bitte
> bringen? Deine Schönmalerei nimmt dir hier kein Selbstständiger so ab,
> denn aus Spaß und Just for Fun macht sich Niemand selbstständig. Der Weg
> führt geradewegs in das Hobby nebenbei und auf eine Bauchlandung erster
> Klasse.
> Verrate bitte nicht was dein Hobby ist, die AG sind dann wohl echt keine
> Unternehmer.

Ja, auch wenn ihr das nicht glaubt - man lernt einiges in der 
Selbständigkeit, auch wenn sie nebenbei abläuft...warum nicht? Dosis 
kannst du selbst festlegen, eben weil du nicht in der gleichen 
Abhängigkeit steckst, wie wenn es hauptberuflich wäre...die Erfahrungen 
helfen Dir aber auch dann weiter.
Warum immer diese Schwarzmalerei...warum immer der böse AG...warum sind 
die keine Unternehmer? Sie kennen meine Nebentätigkeit und es spricht 
nichts dagegen - fertig...! Ich glaube ihr habt zu viel in der Höhle des 
Löwens verweilt :-)...

Zur Nische...da ist die Konkurrenz einfach weniger - für sie ist das 
Thema weniger lukrativ...oder ihnen fehlen die Leute für die Umsetzung, 
weil es völlig branchenfremd ist...ich komme aus genau dieser Branche 
und war fremd in deren Branche, was sich aber schnell änderte...

Eine hauptberufliche Selbständigkeit ist meist ein langer, schwieriger 
Weg...ohne Frage...aber die nebenberufliche Variante kann schon vorab 
helfen, um Kontakte zu knüpfen, die Chancen zu erfahren...pros und 
Kontras zu erkennen.

Werbung macht durchaus Sinn - aus der Nebenberuflichkeit (bei mir) bspw. 
nur bedingt, aber über die Mundpropaganda funktioniert das dann doch 
sehr gut...gute Arbeit, faires Miteinander und immer offene Karten (was 
Preise und Lieferzeiten angeht) sprechen sich in der entsprechenden 
Szene herum.
Mit Werbung habe ich bisher nur die Leute angelockt, die außer 1000 
Fragen und Preisdrückversuchen dann doch nichts bei mir machen ließen...

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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> Anders ist es wohl auch nicht zu erklären, dass eine Nische mit einem
> ZWEI MANN Betrieb zu bedienen ist und Konkurrenz ernsthaft außen
> gehalten würde.

Dasselbe funktioniert übrigens bei mir auch mit einem 
Einmannunternehmen.

> funktioniert auch nur mit Secure By Obscurity.

Irrtum. Bei mir reichte das Setzen der Bits für die Lesesperre bei den 
programmierbaren Logiken völlig aus. Meine chinesischen Freunde sind die 
Kunden mit dem zweithöchsten Umsatz in meiner Faktura. Tendenz steigend.

Autor: Laberkopp (Gast)
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Gut, dann sind es mit dem Bürovorsteher und Chris schon zwei, deren 
Existenz auf Security By Obscurity gebaut ist.

Damit meine ich nicht Obscurity innerhalb der Produkte, sondern die 
eigentliche Nische.

Jeder der die Nische kennt, könnte sie sicherlich in handumdrehen 
übernehmen und vermutlich mit wenigen Mannmonaten eine ernst zu nehmende 
Konkurrenz errichten. Insbesondere dann, wenn die Konkurrenz in Spe 
nicht aus Einzelpersonen, sondern meinetwegen aus ein paar nicht 100% 
ausgelasteten Ingenieurbüros bestünde.

Insofern beruht euer jetziger Erfolg auf Security by Obscurity.
Das ist legitim, aber prinzipiell eben eine recht wacklige Sache, wenn 
jemand tatsächlich in eben jenen Markt hinein will.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Laberkopp schrieb:
> @Chris D.:
>
> deine Nische scheint funktioniert auch nur mit Secure By Obscurity.

So wie bei tausenden anderer Unternehmen, die bspw. ihre Software nicht 
im Quellcode herausgeben. Warum auch nicht?

Niemand ist gezwungen, seine Entwicklungen zu patentieren.

> Anders ist es wohl auch nicht zu erklären, dass eine Nische mit einem
> ZWEI MANN Betrieb zu bedienen ist und Konkurrenz ernsthaft außen
> gehalten würde.

Das, was ich entwickelt habe, ist eben "nicht ganz trivial" und 
erfordert umfassendes Wissen in Sensorik, Chemie und Metallurgie sowie 
die passenden Maschinen/Geräte, die auch erstmal entwickelt werden 
müssen.

Dazu ist es eben eine Nische, in der kaum Platz für zwei ist - und ich 
bin schon da, wenn der Konkurrent kommt ;-)

"Du bist eine Ausnahme" höre ich immer nur von denjenigen, denen die 
Fantasie für neue Ideen fehlt.

Autor: Joe D. (joerjen)
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Große Unternehmen wollen selten in einer kleinen Nische agieren....oft 
zählt dort einfach die Menge....Sonderlösungen/Nischen sind meist sehr 
spezielle Dinge - für die großen uninteressant.

Geld verdient man mit Dingen, die andere nicht können oder wollen...

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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> Jeder der die Nische kennt, könnte sie sicherlich in handumdrehen
> übernehmen und vermutlich mit wenigen Mannmonaten eine ernst zu nehmende
> Konkurrenz errichten.
> Insbesondere dann, wenn die Konkurrenz in Spe
> nicht aus Einzelpersonen, sondern meinetwegen aus ein paar nicht 100%
> ausgelasteten Ingenieurbüros bestünde.

Das scheint nicht ganz so einfach zu sein. Anhand einiger 
Reparaturrückläufer weiß ich mit großer Gewissheit, dass die chinesichen 
Genossen seit über zehn Jahren erfolglos versuchen, meine Geräte 
nachzubauen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die dortigen Einkäufer 
die von mir aufgerufenen Preise freiwillig bezahlen.

> Das, was ich entwickelt habe, ist eben "nicht ganz trivial" und
> erfordert umfassendes Wissen...

Dem kann ich nur beipflichten. Manche trivial erscheinenden Sachen sind 
eben durchaus nicht primitiv. Meine Geräte enthalten poplige 70 
Bauelemente. Wenn ich bereits meinen einheimischen Vertriebspartnern die 
Funktion nur grob erläutere, sehe ich bereits durch das Telefon, wie sie 
glasige Augen bekommen.

> Insofern beruht euer jetziger Erfolg auf Security by Obscurity.
> Das ist legitim, aber prinzipiell eben eine recht wacklige Sache, wenn
> jemand tatsächlich in eben jenen Markt hinein will.

Dein Nick ist Programm.

Autor: Tobi P. (Gast)
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Laberkopp schrieb:
> Gut, dann sind es mit dem Bürovorsteher und Chris schon zwei, deren
> Existenz auf Security By Obscurity gebaut ist.

Das halte ich für eine eher produktorientierte Sicht. Ein Geschäft 
besteht aber nicht aus Produkten. Meine Produkte will keiner haben. Die 
sind nervig, kosten Geld, man muss Sie einbauen und bedienen. Sie können 
kaputt gehen (extrem selten) oder geklaut werden.

Die Kunden habe eine Anforderung und wollen eine Lösung. Dafür zahlen 
Sie Geld. Die Anforderung besteht aber auch aus Zuverlässigkeit, 
schnelle Reparatur, Branchenknowhow und Vertrauen.

Das macht es für jeden Newcomer schwierig, auch in einer Nische die noch 
nicht besetzt ist.

Selber mache ich mir nicht mal Mühe die Security Flags zu setzen. Wer 
das auslesen kann, die Leiterplatte kopiert, das Gehäuse die Verkabelung 
usw. der soll es machen. Was besseres kann mir gar nicht passieren.

Besser einszueins kopiert als das die was eigenes entwickeln und know 
how erwerben. Typen mit so einer Mentalität wollen auch irgendwann Geld 
sehen.

Bisher sind Sie alle am fehlenden know how gescheitert.

Das gilt aber nur für Nischen.


> Insbesondere dann, wenn die Konkurrenz in Spe
> nicht aus Einzelpersonen, sondern meinetwegen aus ein paar nicht 100%
> ausgelasteten Ingenieurbüros bestünde.

Gleich ein paar Ing. Büros? Technik ist heutzutage sehr diversifiziert. 
Wenn die das Branchenknowhow nicht haben wird es meist sehr schwierig es 
zu erwerben.

Irgendwas bauen kann jeder mit Ahnung. Wie aber gegen einen etablierten 
Konkurrenten durchsetzen?

Chris D. schrieb:
> "Du bist eine Ausnahme" höre ich immer nur von denjenigen, denen die
> Fantasie für neue Ideen fehlt.

Geht mir auch so, aber was soll mir so eine Aussage nützen?

Autor: Tobi P. (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Niemand ist gezwungen, seine Entwicklungen zu patentieren.

Ein für Nischen meist sinnloses gewerbliches Schutz*recht*. Die betonung 
liegt auf Recht weil es nicht mehr als ein paar Worte sind.

Die Branche macht ihr Geld nicht mit den Anmeldungen. Die kommt von den 
Gebühren während der Laufzeit und den horrende Kosten in Streitfällen.

> Das, was ich entwickelt habe, ist eben "nicht ganz trivial" und
> erfordert umfassendes Wissen in Sensorik, Chemie und Metallurgie sowie
> die passenden Maschinen/Geräte, die auch erstmal entwickelt werden
> müssen.

Dafür braucht eine meetoo Firma mehrere Mitarbeiter. Die müssen alle 
bezahlt werden. Einen zu finden der das in Personalunion kann ist kaum 
möglich (die machen das häufig selbst) und auch nicht gewollt. Dann 
hängt das knowhow wieder an einer Person. Da kann man besser mit dem 
vorhanden Anbieter verhandeln und den Vertrieb machen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Tobi P. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Niemand ist gezwungen, seine Entwicklungen zu patentieren.
>
> Ein für Nischen meist sinnloses gewerbliches Schutz*recht*. Die betonung
> liegt auf Recht weil es nicht mehr als ein paar Worte sind.
>
> Die Branche macht ihr Geld nicht mit den Anmeldungen. Die kommt von den
> Gebühren während der Laufzeit und den horrende Kosten in Streitfällen.

So ist es. Patente sind für kleine Unternehmen schlicht uninteressant, 
weil man sie im Zweifel nicht verteidigen kann und im Gegenzug eventuell 
viel seiner Lösung preisgeben muss.

Also wählt man als Nische eine komplexe Lösung, die man nicht mal eben 
nachbaut. Dann benötigt man auch kein Patent, die Hürde des dafür 
nötigen Gehirnschmalzes reicht zuverlässig aus :-)

>> Das, was ich entwickelt habe, ist eben "nicht ganz trivial" und
>> erfordert umfassendes Wissen in Sensorik, Chemie und Metallurgie sowie
>> die passenden Maschinen/Geräte, die auch erstmal entwickelt werden
>> müssen.
>
> Dafür braucht eine meetoo Firma mehrere Mitarbeiter. Die müssen alle
> bezahlt werden.

So ist es. Und letztendlich trifft man dann auf einen bereits im Markt 
sitzenden Konkurrenten, der im schlechtesten Fall seine 
Entwicklungskosten schon wieder eingespielt hat (so wie hier). Für mich 
wäre es kein Problem, den Preis von heute auf morgen auf 20% zu senken. 
Damit machen wir immer noch guten Gewinn. Ich bin auf das Produkt nicht 
mehr angewiesen und kann so problemlos jeden über den Preis rauskegeln.

Die Hürden für den Zweiten liegen also schon deutlich höher.

Autor: Berufsrevolutionär (Gast)
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Schritt 1:
 von diesem Forum als wenig nützlichen Zeitfresser verabschieden.

Ich bin hier 30min -1h täglich aktiv, Zeit die einen für die Geldwerten 
Tätigkeiten eines Selbstständigen fehlt. Ferner liegt hier der Fokus auf 
Anfängerfragen, da lernt man nichts, im Gegenteil man verlernt mit der 
Zeit
sich mit neuen Trends zu beschäftugen und neugierig zu experiementieren.

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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> Ich bin hier 30min -1h täglich aktiv, Zeit die einen für die Geldwerten
> Tätigkeiten eines Selbstständigen fehlt.

Dann ist es an der Zeit, eine Therapie gegen die Internetsucht zu 
beginnen.

Autor: Tobi P. (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Für mich wäre es kein Problem, den Preis von heute auf morgen
> auf 20% zu senken.

Was aber im (hypothetischen) Fall des Falles nicht der richtige Weg sein 
muss. Das kann einen gegenteiligen Effekt haben und das eigene Produkt 
ungewollt auf die Stufe des Mitbewerbers stellen.

Einkäufer fangen dann auch an die Anbieter gegeneinander auszuspielen. 
Das sollte man wenn möglich vermeiden.

In so einen Fall halte ich es für besser irgendwas an Verbesserungen in 
der Schublade zu haben. Dann kommt man halt damit raus und wird zum 
"Marktführer". Der neue kann da nur hinterherlaufen.

Die alten Modelle werden dann abverkauft. Wenn man jetzt nur Kunden hat 
die über den Preis kaufen halt etwas länger.

Hängt aber alles von den Umständen ab.

Konkurrent ist oft gar nicht so schlecht, belebt ja bekanntlich das 
Geschäft.


Berufsrevolutionär schrieb:
> Ich bin hier 30min -1h täglich aktiv, Zeit die einen für die Geldwerten
> Tätigkeiten eines Selbstständigen fehlt.

Der Laden sollte irgendwann mal von selber laufen. Außerdem halte ich es 
für einen Fehler alle Zeit in nur eine Sache zu investieren. Für Geld 
zahle ich nicht jeden Preis.


>Anfängerfragen, da lernt man nichts,

Meiner einer lernt mit Antworten sehr viel. Da gibt es sogar Konzepte in 
der Schule die dieses Prinzip sehr erfolgreich anwenden.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Tobi P. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Für mich wäre es kein Problem, den Preis von heute auf morgen
>> auf 20% zu senken.
>
> Was aber im (hypothetischen) Fall des Falles nicht der richtige Weg sein
> muss. Das kann einen gegenteiligen Effekt haben und das eigene Produkt
> ungewollt auf die Stufe des Mitbewerbers stellen.
>
> Einkäufer fangen dann auch an die Anbieter gegeneinander auszuspielen.
> Das sollte man wenn möglich vermeiden.

Ja, das stimmt. Ich wollte damit auch nur die deutlich bessere Position 
desjenigen verdeutlichen, der zuerst die Nische besetzt hat. Er hatte 
genug Zeit, seine Entwicklungskosten wieder reinzuholen und kann dann 
preislich so weit runtergehen, dass der Mitbewerber nicht mehr in der 
Lage ist, die Investitionen reinzuholen.

Und die Größe der Nische verhindert bei mir zuverlässig, dass sich eine 
größere Firma mit größerem Durchhaltevermögen daran versucht: der Markt 
ist einfach zu klein.

Umgekehrt würde ich als kleines Unternehmen ja auch nie in einen 
Massenmarkt gehen: das können die Großen viel besser.

> In so einen Fall halte ich es für besser irgendwas an Verbesserungen in
> der Schublade zu haben. Dann kommt man halt damit raus und wird zum
> "Marktführer". Der neue kann da nur hinterherlaufen.

Ein wichtiger Punkt.
Der Kopierende liefert immer nur ein bereits veraltetes Produkt aus.

> Die alten Modelle werden dann abverkauft. Wenn man jetzt nur Kunden hat
> die über den Preis kaufen halt etwas länger.
>
> Hängt aber alles von den Umständen ab.


> Konkurrent ist oft gar nicht so schlecht, belebt ja bekanntlich das
> Geschäft.

Für den Kunden oftmals schon.

Ich habe trotzdem lieber keine ;-)

Davon abgesehen kann Konkurrenz auch für den Kunden schädlich sein:
Wenn ich immer unter Druck Neuentwicklungen herausbringe, dann steigt 
die Gefahr, unausgereifte Produkte auszuliefern.

Hier gibt es keinerlei Deadlines bei neuen Produkten: wir liefern erst 
dann aus, wenn wir der Meinung sind, dass das Produkt ausgereift ist. 
Und wenn wir dafür nochmal vier Wochen benötigen, dann ist das so.

Klar - das muss man sich leisten können. Dazu gehört u.a. ein 
entsprechendes finanzielles Polster.

> Der Laden sollte irgendwann mal von selber laufen. Außerdem halte ich es
> für einen Fehler alle Zeit in nur eine Sache zu investieren. Für Geld
> zahle ich nicht jeden Preis.

So ist es. Mittlerweile ausreichend Geld ist schön, war und ist aber 
nicht der Grund meiner Selbstständigkeit.

Im Zweifel tausche ich "mehr Geld" ohne zu zögern in wesentlich 
wertvollere Dinge wie Lebenszeit, Stressfreiheit usw.

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