Potentiometer Symbol mit 4 Anschlüssen (Kenwood GE-1100)

OP #5970053
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Hi Leute,

ich habe hier ein Gerät (Kenwood GE-1100 Equalizer) zur Reparatur.
Dort ist einer der Schiebepotis (mit LED) defekt. Ich würde diesen gerne 
ersetzen. Ersetzt soll dieser durch einen Bourns-Poti. Datenblatt im 
Anhang.
Allerdings ist mir die Beschaltung noch nicht ganz klar.

Laut Schaltplan hat das Poti 4 Anschlüsse. Der 4. Anschluß (siehe 
angehängtes Bild) geht an Masse.
Mir ist nur nicht ganz klar wie dieser intern verschaltet ist.

Kann dass ev. jemand erläutern?

Danke.
Angehängte Dateien:
Gast #5970089
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Georg X. schrieb:
> Kann dass ev. jemand erläutern?

Man sieht nicht genug vom Schaltplan, daher als reine Vermutung:

Der vierte Anschluss dient zur Erkennung der Mittelstellung. Elektrisch 
teilt er das Poti in zwei Potis auf, die sich einen Schleifkontakt 
teilen. Das Poti wird an den Enden mit unterschiedlichen, auf Masse 
bezogenen, Signalen gespeist. Ist es in Mittelstellung liegt der Ausgang 
auf Masse. Bewegt man es von der Mittelstellung weg wird das eine oder 
andere Signal anteilsmäßig abgegriffen und auf den Ausgang gelegt.

Wenn das so ist, wie gesagt, Vermutung, dann taugt dein Ersatz nichts.
Gast #5971026
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Kannst du noch etwas mehr vom Plan zeigen, die beiden Leitung die 
jeweils links vom Poti (die mit dem Punkt) abgehen, sind ja 
verbunden.... die Frage ist jetzt, womit... und wo gehen sie hin!

Schaut man sich im Datenblatt die Belegung des Potis an, dann gibt es 
neben 1,2,3 und den beiden Pins für die LED (B & E) noch den L Pin... 
vielleicht, ist der mit dem Gehäuse / Schirmung verbunden...
OP #5971115
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Hallo,

anbei mal der gesamte Schaltplan.
Die Datei ist etwas groß. Aber dafür erkennt man alles.

Ich habe jetzt mal die Bourns-Potis bestellt. In der Hoffnung daß ev. 
der Mittelabgriff auf der Platine ist nur nicht ausgeführt bzw. der 
Anschlußpin nur ab geknipst ist.

Ansonsten muss ich nach einem alten Equalizer (was nicht so einfach ist) 
schauen und den ausschlachten.

Bei Ebay USA verkauft einer ausgebaute Potis allerdings zu einem sehr 
hohen Preis. Da kauf ich lieber einen defekten Equalizer und schlachte.

Danke und Gruß,
Schorschi.
Angehängte Dateien:
Gast #5971129
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Skyper schrieb:
> Schaut man sich im Datenblatt die Belegung des Potis an, dann gibt es
> neben 1,2,3 und den beiden Pins für die LED (B & E) noch den L Pin...
> vielleicht, ist der mit dem Gehäuse / Schirmung verbunden...

Was nicht reichen würde. Es müsste mit dem Mittelpunkt der 
Widerstandsbahn, nicht mit dem Gehäuse, verbunden sein.

Da das Datenblatt auf Seite 3 aber sagt "L = DUMMY TERMINAL" ist der Pin 
weder mit dem Gehäuse noch der Widerstandsbahn verbunden. Es sei den, 
das Datenblatt lügt.
#5971176
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Georg X. schrieb:
> Laut Schaltplan hat das Poti 4 Anschlüsse. Der 4. Anschluß (siehe
> angehängtes Bild) geht an Masse.
> Mir ist nur nicht ganz klar wie dieser intern verschaltet ist.

Der 4. Anschluß ist die Mitte der Leitbahn. Quasi ein Poti mit 
Mittelanzapfung. Für physiologische Lautstärkeeinstellung hatte man 
früher™ Potis mit bis zu drei Anzapfungen.

In diesem Fall sorgt diese Schaltungsvariante dafür, daß der 
entsprechende Kanal des Equalizers bei Mittelstellung des Potis ganz 
sicher keinen Einfluß auf den Klang hat. Ansonsten ist das die 
gebräuchliche Schaltung mit Gyratoren.

Am Schleifer jedes Potis hängt ein Reihenschwingkreis, wobei die 
Induktivität durch den als Gyrator beschalteten OPV nachgebildet wird. 
Je nach Stellung des Potis wird so das Audiosignal entweder am Eingang 
eines OPV oder in der Rückkopplung des OPV bedämpft. Das kann man auch 
mit normalen linearen Potis ohne Mittelanzapfung bauen.

Das Schaltprinzip ist auf dem angehängten Schaltbild besser zu erkennen. 
Der OPV VI 1011 liegt als einziger im Signalweg. Je nach Stellung der 
Potis wird entweder das Eingangssignal des OPV am nichtinvertierenden 
Eingang bedämpft oder das Gegenkoppelungssignal am invertierenden 
Eingang.

Die anderen OPV bilden die Gyratoren, wobei C12xx / C13xx der 
Kondensator des resultierenden LC-Schwingkreises ist und C14xx / C15xx 
in Verbindung mit R14xx / R15xx die nachgebildete Induktivität bestimmt. 
Mit R12xx / R13xx wird die Güte der Induktivität festgelegt und darüber 
die Bandbreite der einzelnen Kreise.
Angehängte Dateien:
OP #5971384
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Funktion verstanden. Danke für die Aufklärung.

Ja es gibt eine Einrastung in der Mittelstellung.

Das Datenblatt sagt "L = DUMMY TERMINAL" was durchaus richtig sein wird.
Das aktuelle Poti hat insgesamt 8 Pins von denen 2 nicht verwendet 
werden.
Ich spekuliere daß die 2 abgezwickten Pins des Bourns Poti ev. auf der 
Leiterplatte tatsächlich verdrahtet sind und eine Mittelanzapfung 
vorhanden ist. Damit wäre elektrisch alles da und ich muß nur den 
fehlenden Pin ergänzen.

Gruß.

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