Einzeladern in Kabelkanal

Gast #5970579
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Guten Abend,

ich habe eine Frage zur Verkabelung von Lichtschaltern. In meinem 
Szenario soll sich eine Abzweigdose nahe der Decke befinden und weiter 
unten sollen 3 separate Aufputz-Lichtschalter angeschlossen werden, die 
dann 3 separate Leuchten versorgen (1 Schalter schaltet genau 1 Leuchte 
und die Leuchten hängen alle an der gleichen Sicherung).

Ich würde gerne wissen, ob man von der Abzweigdose ein einzelnes NYM-J 
5x1,5 verlegen und dann im Kabelkanal vor den Schaltern den äußeren 
Mantel abisolieren und mit den isolierten Einzeladern die Lichtschalter 
versorgen darf? Die Phase müsste natürlich irgendwo in der Nähe der 
Lichtschalter im Kabelkanal verzweigt werden, z.B. mit Wago-Klemmen. Ich 
vermute, dass die einzelnen Adern eines NYM-J im Grunde H05V-U Leitungen 
entsprechen.

Die alternative wären in meinem Szenario 3 separate NYM-J 3x1,5 
Mantelleitungen, die man wegen der Biegeradien in einem deutlich 
fetteren Kabelkanal bis zu den Schaltern führen müsste.

Viele Grüße
Robert
#5970612
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die Einzeladern an die Lichtschalter schaut erstens nichts aus und 2tens 
verzichtest du auf den äußeren Schutz. Weiß nicht ob die VDE0100 
vielleicht sogar ne doppelte Isolierung fordert.

Ich würde 2 Doppelschalter neben einander setzen aber die äußere 
Isolierung erst AP-Gehäuse entfernen.
#5970615
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Robert schrieb:
> Ich würde gerne wissen, ob man von der Abzweigdose ein einzelnes NYM-J
> 5x1,5 verlegen und dann im Kabelkanal

Du meinst wohl eher Leerrohr?

> vor den Schaltern den äußeren
> Mantel abisolieren und mit den isolierten Einzeladern die Lichtschalter
> versorgen darf?

Wie sonst?

> Die Phase müsste natürlich irgendwo in der Nähe der
> Lichtschalter im Kabelkanal verzweigt werden, z.B. mit Wago-Klemmen.

Warum? Man brückt einfach von Schalter zu Schalter die Phase durch.

> Ich
> vermute, dass die einzelnen Adern eines NYM-J im Grunde H05V-U Leitungen
> entsprechen.

Im Grunde schon, nur die H05V-U Drähte haben in der Regel eine dickere 
Isolierung. (Der einzelne Draht ist gemeint!)

hinz schrieb:
> Man darf auch Aderleitung im Kanal verlegen.

Aber nur, wenn der Kanal mit Werkzeug zu öffnen ist. Wenn man den von 
Hand aufmachen kann, dann nicht...
Gast #5970783
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Hallo zusammen,

ich bedanke mich vielmals für eure Antworten.

Thomas O. schrieb:
> die Einzeladern an die Lichtschalter schaut erstens nichts aus und 2tens
> verzichtest du auf den äußeren Schutz.

Vielleicht habe ich mich etwas unklar ausgedrückt. Der vertikal verlegte 
Kabelkanal soll nicht auf Höhe der Lichtschalter enden, sondern 
horizontal unter den Lichtschaltern weiter laufen. In diesem 
horizontalen Teilstück soll dann der Mantel abisoliert, die Phase 
verzweigt und je 2 Adern von unten in die Lichtschalter eingeführt 
werden. Für das Einführen kann man von der Seitenwand des Kabelkanals 
kleine Stücke absägen, so dass ein Schutz der Einzeladern und der 
Klemmen bei geschlossenem Kabelkanal durchaus vorhanden ist.

Hubert M. schrieb:
> Du meinst wohl eher Leerrohr?

Nein, ich meinte klassischen u-förmigen Kabelkanal, bei dem die separate 
obere Abdeckung durch Druck einrastet.

Hubert M. schrieb:
> Wie sonst?

Ich nahm an, dass die Mantelleitung normalerweise noch durch die 
Einführung gesteckt wird, so dass die Einzeladern erst im inneren des 
Schalters frei zugänglich sind. Dazu haben die Membran-Einführungen wohl 
auch die verschiedenen vorgestanzten Ring-Durchmesser.

Hubert M. schrieb:
> Warum? Man brückt einfach von Schalter zu Schalter die Phase durch.

Die Schalter sind separat, haben keine seitlichen Öffnungen und wenig 
Platz für eine Verdrahtung im Inneren. Daher ja die Idee mit dem 
Kabelkanal. Oder war das so zu verstehen, dass man keine Wagos in 
Kabelkanälen benutzt, sondern stattdessen die zweite Klemme bei L im 
Schalter benutzt, um die Phase mit einer dritten Einzelader in den 
jeweils nächsten Schalter zu führen?

Hubert M. schrieb:
> hinz schrieb:
>> Man darf auch Aderleitung im Kanal verlegen.
>
> Aber nur, wenn der Kanal mit Werkzeug zu öffnen ist. Wenn man den von
> Hand aufmachen kann, dann nicht...

Das ist ein interessanter Punkt. Ich habe bisher jede geclipste 
Abzweigdose mit den Fingern bzw. ohne Werkzeug aufbekommen. Aber 
möglicherweise ist es für die VDE entscheidend, ob der Hersteller für 
das Öffnen eine kleine Vertiefung für den Schraubendreher anstelle der 
Finger vorgesehen hat.
#5971370
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Robert schrieb:
> Hubert M. schrieb:
>> Warum? Man brückt einfach von Schalter zu Schalter die Phase durch.
>
> Oder war das so zu verstehen, dass man keine Wagos in
> Kabelkanälen benutzt, sondern stattdessen die zweite Klemme bei L im
> Schalter benutzt, um die Phase mit einer dritten Einzelader in den
> jeweils nächsten Schalter zu führen?

Ja, so ist das zu verstehen: Mit einer weiteren Ader zum nächsten 
Schalter.
Eine Art Daisychain halt.
#5971387
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Route 6. schrieb:
> Wenn etwas ohne Werkzeug zu öffnen ist, dann muss dahinter
> Fingersicherheit sein (IP2x), mehr nicht!

Naja, ob's wirklich so pauschal und einfach ist?

Die Klemmen dann auch gleich lose mit dazu packen?

Eine Unterputzverteilerdose ist heutzutage auch fingersicher, trotzdem 
käme ich nicht auf die Idee diese, wenn sie auf Schalter/Steckdosenhöhe 
ist mit einem Federdeckel auszustatten.


Und was ist nun von wegen doppelter Isolation? Wenn ich sehe, wie manche 
Mantelleitungen in Kanälen aussehen.

Und wie sieht der Übergang Kanal / Betriebsmittel aus?
Gast #5971400
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Robert schrieb:
> Ich würde gerne wissen, ob man von der Abzweigdose ein einzelnes NYM-J
> 5x1,5 verlegen...

Für 3 Schalter und Stromkreise müsste dann der Blaue eine geschaltete 
Phase werden/sein.
Die Farbe blau ist in Deutschland zwar nicht exclusiv dem Neutralleiter 
zugeordnet, aber in Österreich.
In Ö darf blau nicht als Schaltphase verwendet werden.

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