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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik wofür braucht man den Formfaktor


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Autor: Schreiber (Gast)
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Hey Forumsmitglieder,

man kann den Gleichrichter- und den Effektivwert berechnen. Der Quotient 
aus Effektiv- und Gleichrichterwert ergibt den Formfaktor.

Was genau kann ich mit dem Formfaktor machen bzw. wozu nützt mir diese 
Größe?

Ist es vielleicht einfach nur eine "Hilfsgröße", wenn ich z.B. mit einem 
Messgerät den Effektivwert über eine Gleichrichterwertmessung bestimme, 
und dann noch mit dem Formfaktor multiplizieren muss, um auf den 
Effektivwert zu kommen?

Ist es aus messtechnischer Sicht einfacher, den Gleichrichterwert 
anstelle des Effektivwerts zu messen?

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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Schreiber schrieb:
> Was genau kann ich mit dem Formfaktor machen bzw. wozu nützt mir diese
> Größe?

Um den Gleichrichtwert (Mittelwert des Betrages) einer nicht 
sinusförmigen Wechselgröße mit einer sinusförmigen Wechselgröße ins 
Verhältnis zu setzen.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Schreiber schrieb:
> Was genau kann ich mit dem Formfaktor machen

Nicht ganz so viel, aber er sagt aus, daß der wesentliche Strom als 
kurzer Peak während der Scheitelspannung fliesst und daher der Trafo 
(Widerstand des Drahtes) stärker belastet wird als bei rms Strom.

WIE STARK, sollte man allerdings mit einer Spice-Simulation berechnen, 
nicht über den Formfaktor.

Autor: Egon D. (egon_d)
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Schreiber schrieb:

> Was genau kann ich mit dem Formfaktor machen bzw. wozu
> nützt mir diese Größe?
>
> Ist es vielleicht einfach nur eine "Hilfsgröße",

Ja.


> wenn ich z.B. mit einem Messgerät den Effektivwert über
> eine Gleichrichterwertmessung bestimme, und dann noch mit
> dem Formfaktor multiplizieren muss, um auf den Effektivwert
> zu kommen?

Richtig.


> Ist es aus messtechnischer Sicht einfacher, den
> Gleichrichterwert anstelle des Effektivwerts zu messen?

Ja.
Drehspulmesswerke bilden einfach den arithmetischen
Mittelwert; integrierende A/D-Wandler auch. Der Effektiv-
wert ist aber der QUADRATISCHE Mittelwert, der nicht
ganz so einfach zu bestimmen ist.

Man behalf sich früher so, dass man bei Wechselgrößen von
Sinusform ausging und den Formfaktor schon beim Erstellen
der Skala berücksichtigte.
Technisch maß das Messwerk immer noch den Gleichrichtwert --
auf der Skala wurde aber der zugehörige Effektivwert
angezeigt. Das klappt natürlich nur für die eine Kurvenform
exakt, für die die Skala gemacht ist. Misst man mit einem
solchen Gerät Wechselspannung anderer Kurvenform, wird die
Messung fehlerhaft.

Echte Effektivwertmesser ("True-RMS") haben dieses Problem
nicht (dafür aber ggf. andere).

Autor: Peter R. (Gast)
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Der Gleichrichtwert ist halt das, was das Gerät/Netzteil liefern soll 
z.B. 10W DC . Für die Belastung (Erwärmung) von Gleichrichter, Trafo 
usw. ist aber der Effektivwert des belastenden Stromes entscheidend. (Je 
nach Gleichrichterschaltung, Ladekondensator hinter dem Gleichrichter 
usw. wird daraus 15 bis 20 W Last am Trafo)

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