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Forum: Haus & Smart Home Leitungssucher?


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Autor: Der TE (Gast)
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Hallo zusammen,

bin auf der Suche nach einem günstigen "Leitungssucher", also ein Gerät, 
mit dem man unterputz Stromleitungen findet. Z.B. vor dem Setzen eines 
Dübels in der Wand.

Hat jemand das unten verlinkte Gerät und kann was dazu sagen? Oder kann 
jemand ein anderes Gerät empfehlen?

Was ich damit gerne machen würde:
1. Spannungführende Leitungen in der Wand finden
2. Holzbalken finden oder die Unterlattung unter Gipskartonplatten
3. Armierungen und (Wasser-) Leitungen in der Wand finden
4. Vom Netz getrennte Leitungen verfolgen

Ist sowas mit dem Gerät möglich? Was wären geeignete Geräte?

Vielen Dank schon mal!

Ebay-Artikel Nr. 383095548325

Autor: Harald A. (embedded)
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Ich kenne das angebotene Gerät zwar nicht, es sollte mich aber wundern 
wenn es sich von den anderen schlecht funktionierenden Geräten in dieser 
Preislage unterscheidet. Die wesentlich teureren Profigeräte haben zwar 
bessere Erkennungsraten, liegen aber trotzdem noch relativ oft daneben.

Autor: Der TE (Gast)
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Deswegen ja auch hier die Frage, wenns nichts taugt, kann ichs nicht 
gebrauchen...


Es gibt eins mit gleichem Gehäuse (ich denk mal baugleich) von Yato. Das 
ist eine polnische Firma die unter ihrem Label Werkzeug aus Fernost 
vertreibt, ähnlich BGS.
Von daher dachte ich, dass zumindest die Distanzangaben einigermaßen 
stimmen sollten.

Was wäre denn ein Profigerät? Zählt da schon der Bosch GMS120 dazu?

Autor: Niemand (Gast)
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Der TE schrieb:
> bin auf der Suche nach einem günstigen "Leitungssucher", also ein Gerät,
> mit dem man unterputz Stromleitungen findet. Z.B. vor dem Setzen eines
> Dübels in der Wand.
>
> Hat jemand das unten verlinkte Gerät und kann was dazu sagen? Oder kann
> jemand ein anderes Gerät empfehlen?
>
> Was ich damit gerne machen würde:
> 1. Spannungführende Leitungen in der Wand finden
> 2. Holzbalken finden oder die Unterlattung unter Gipskartonplatten
> 3. Armierungen und (Wasser-) Leitungen in der Wand finden
> 4. Vom Netz getrennte Leitungen verfolgen

weißt du überhaupt was du willst oder meinst du kannst den Magier damit 
miemen? Eierlegende Wollmilchsäue waren schon immer nur Murks im 
Quadrat.

Versuch es doch mit ner Wünschelrute, elektr. Leitungen sind ja wohl was 
ganz Anderes als Verlattungen oder MetallStänder beim GK-Bau und Wasser- 
oder Rohr-Leitungen wieder was anderes.
Mit ner schicki micki LCD-Anzeige kann man natürlich den Leuten was 
vormachen, praktisch ist da aber eher weniger und umsetzen intern 
technisch ist wieder dazu mehr Aufwand nötig. Lass das Fachleute machen, 
die brauchen nicht solche Zauberkisten.

Autor: MaWin (Gast)
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Wenn schon Holzbalken, dann

https://walabot.com/de/diy

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Niemand schrieb:

> Lass das Fachleute machen,
> die brauchen nicht solche Zauberkisten.

Naja, es gibt ja sog. Installationszonen, wo sich angeblich alle
dran halten. Aber auch Elektriker, die einfach Impu-Kabel schräg
über die Wand legen, in einer Küche, wo praktisch jeder Schränke
an die Wand hängt.

Autor: Der TE (Gast)
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Naja, Metall sollte schon irgendwie detektierbar sein (ohne Magie). 
Wenns mit dem Holz nichts wird... auch egal. Geschickt waere es aber 
schon, auch fuer den Profi.

> Eierlegende Wollmilchsaeue
Was gaebs denn an Einzelgeraeten?

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Der TE schrieb:

>> Eierlegende Wollmilchsaeue
> Was gaebs denn an Einzelgeraeten?

Nun, die einfachen Metallsuchgeräte mit LED funktionieren bei
normalen UP-Installationen meist ausreichen gut. Meins hat bei
Conrad mal 5 EUR gekostet. Bei tiefer liegenden Leitungen z.B.
in Betondecken haben alle diese Geräte ihre Schwierigkeiten.

Autor: Frank G. (frank_g53)
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Der TE schrieb:
> Was wäre denn ein Profigerät?

Der Bosch Wallscanner.
https://www.amazon.de/Bosch-Professional-Ortungsger%C3%A4t-D-tect-Messtiefe/dp/B00714AN2S/ref=asc_df_B00714AN2S/?tag=googshopde-21&linkCode=df0&hvadid=256105496564&hvpos=1o1&hvnetw=g&hvrand=2788570006971459319&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=&hvdev=c&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=9068401&hvtargid=pla-421516056843&psc=1&th=1&psc=1

Ich selbst benutze ein Zircon I700: 
https://www.amazon.de/Zircon-Multifunktions-Scanner-beweglichem-Abtastkopf/dp/B001DZLVFY
Ich bin zufrieden mit dem Teil.

In den Demo-Videos sieht das immer so einfach aus an diesen 
Musterwänden.
Die Realität ist dann doch ganz anders.
Wie das mit jedem Werkzeug so ist, man muss damit umgehen können.
An bekannten Stromleitungen, Balken und Rohrleitungen üben.
Bewegt man so einen Detektor zu schnell, piept es und man meint, da wäre 
eine Leitung o.ä. in der Wand.
Eine an der Wand angelegte Hand verbessert die Genauigkeit bzw. Ortung.

Der TE schrieb:
> 4. Vom Netz getrennte Leitungen verfolgen
Für Stromleitungen verwende ich auch manchmal ein Kabelsuchgerät wie 
dieses hier: 
https://www.amazon.de/PCE-Instruments-PCE-CL-Kabelsuchger%C3%A4te-spannungsf%C3%BChrende/dp/B004PG0QMM

Autor: --- (Gast)
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Wenns nur um Kabel geht, bekommst du für ca. 800€ was Richtiges.

https://www.beha-amprobe.com/de/produkte/leitungssucher-und-kabellaengenmessgeraete/at-6020-eur

Das besteht aus zwei Geräten. Mit einem wird ein Signal auf die Leitung 
gegeben (die Leitung wird zur Antenne) und das zweite Gerät zeigt die 
Signalstärke durch Töne an.

Autor: Genau (Gast)
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Fahr zu allen Baumärkten im Umkreis und vergleiche Modelle und Preise.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Der TE schrieb:
> 2. Holzbalken finden oder die Unterlattung unter Gipskartonplatten

Welchen physikalischen Effekt stellst du dir vor, um gleichzeitig Metall 
und Holz zu detektieren?

Autor: Der TE (Gast)
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Danke für die ganzen Beiträge!

Frank G. schrieb:
> Der Bosch Wallscanner.
Das ist interessant, in der Beschreibung ist von verschiedenen Modi die 
Rede, z.B. für frischen Beton. Kann also sein, dass das 
"Umgebungsmaterial" (Gips/beton etc.) und die Wandfeuchte einen größeren 
Einfluss haben.

> Bewegt man so einen Detektor zu schnell, piept es und man meint, da wäre
> eine Leitung o.ä. in der Wand.
> Eine an der Wand angelegte Hand verbessert die Genauigkeit bzw. Ortung.
Wie muss man sich das vorstellen? Wo legst du die Hand an, direkt neben 
dem Gerät?



Wolfgang schrieb:
> Welchen physikalischen Effekt stellst du dir vor, um gleichzeitig Metall
> und Holz zu detektieren?
Naja, die Geräte, auch teuere, werben damit. Offensichtlich ist das 
physikalisch möglich. Wobei "gleichzeitig" ja erstmal nur "im gleichen 
Gerät" heißt.
Obs jetzt Holz ist oder ein anderes Material, das die Wand im Inneren 
unterbricht, brauch ich auch nicht angezeigt zu bekommen. Wenn ich weiß 
da ist was, kann ich schon aus der Umgebung extrapolieren. Natürlich 
sollte es nicht die gleiche Reaktion wie bei Stahl zeigen.

Autor: Karl B. (gustav)
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Hi,
Holz und Metall, also da liegt wohl das größere Problem.
Aber auch übliche Leitungssucher haben Probleme.
Der Fernsehtechniker sagte, die ganze Wand stünde unter Spannung.
Das glaubte ich ihm nicht.
Dann ging ich hin, habe an die nächstgelegene Steckdose ein 
dimmerbetriebenes Gerät angeschlossen und habe dann mit einem kleinen 
Taschenradio, das noch Langwelle empfangen kann, die Wand abgesucht. Und 
tatsächlich.
Das Geknatter war mal stärker und mal schwächer.
So konnte ich den Verlauf der UP-Leitung lokalisieren.
Von wegen, "ganze Wand steht unter Spannung".

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Harald W. (wilhelms)
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Wolfgang schrieb:

> Welchen physikalischen Effekt stellst du dir vor, um gleichzeitig Metall
> und Holz zu detektieren?

In solchen Geräten sind zwei verschiedene Sensoren verbaut.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Karl B. schrieb:

> Von wegen, "ganze Wand steht unter Spannung".

Wenn eine Wand frisch tapeziert, also nass ist, gbts das durchaus.
Die fliessenden Ströme sind aber normalerweise gering und nicht
gefährlich.

Autor: Frank G. (frank_g53)
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Der TE schrieb:
>> Bewegt man so einen Detektor zu schnell, piept es und man meint, da wäre
>> eine Leitung o.ä. in der Wand.
>> Eine an der Wand angelegte Hand verbessert die Genauigkeit bzw. Ortung.
> Wie muss man sich das vorstellen? Wo legst du die Hand an, direkt neben
> dem Gerät?

Einfach mit der flachen Hand (ohne Handschuh) an der Wand "abstützen" 
und mit der anderen Hand den Detektor führen.
Wieso das so ist, kann ich dir nicht erklären.

Autor: M.M.M (Gast)
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Hallo

Der TE schrieb:
> Frank G. schrieb:
>> Der Bosch Wallscanner.
> Das ist interessant, in der Beschreibung ist von verschiedenen Modi die
> Rede, z.B. für frischen Beton. Kann also sein, dass das
> "Umgebungsmaterial" (Gips/beton etc.) und die Wandfeuchte einen größeren
> Einfluss haben.

Nur mal so nebenbei. Man sollte mindestens in jeder größeren Stadt so 
ein Gerät auch mieten können. O.g. oder ähnliches Gerät von Bosch  hab 
ich vor ein paar Jahren für etwa 20€ pro Tag geliehen.

MfG

Autor: Hans (Gast)
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MaWin schrieb:
> Wenn schon Holzbalken, dann
>
> https://walabot.com/de/diy

Vergiss es! Diese Geräte funktionieren nur dann zufriedenstellend, wenn 
die Wände nicht von der einprogrammierten Norm abweichen. Der Walabot 
DIY verwirrt mich z.B. regelmäßig schon bei der Identifizierung des 
Wand-Typs mit Falschmeldungen. Beim anschließenden Scannen zeigt er 
gerne und oft Rohre oder Leitungen an, obwohl da nachweislich keine 
verlaufen. Oder umgekehrt. Verlassen kann man sich darauf nicht.

Frank G. schrieb:
> Der Bosch Wallscanner.

Die gleichen Einschränkungen gelten meiner Erfahrung nach auch für diese 
überteuerten Wallscanner.
Lest einfach in der Bedienungsanleitung den Teil mit der (nicht) 
zugesicherten Zuverlässigkeit und schon sollte auch dem Letzten klar 
werden, dass es auch mit den teuren Geräten keine Sicherheit gibt.

--- schrieb:
> Wenns nur um Kabel geht, bekommst du für ca. 800€ was Richtiges.
>
> 
https://www.beha-amprobe.com/de/produkte/leitungssucher-und-kabellaengenmessgeraete/at-6020-eur

So etwas habe ich mir vor Jahren preiswert (deutlich unter 200 Euro) von 
Mastech gekauft. Ist ein wirklich schönes Spielzeug und funktioniert 
sogar ganz gut.

Traurigerweise sind derartige Geräte für Laien absolut ungeeignet, da 
man für die Einstellungen und Bewertung der Ergebnisse oft Erfahrung 
oder Wissen über die Wände benötigt. Zur Ergänzung oder zum Spaß sind 
die ganz nett, aber ansonsten halte ich es inzwischen oft so wie der 
Pole, der bei uns früher als Handwerker gearbeitet hat: sich einmal kurz 
Bekreuzigen und schon gehts los...  :)

Autor: Der TE (Gast)
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Danke nochmal für die Beiträge. Ein Bekannter leiht mir jetzt sein 
älteres Boschgerät dann seh ich mal ob ich damit weiterkomme, wo die 
Grenzen so liegen.

Frank G. schrieb:
> Einfach mit der flachen Hand (ohne Handschuh) an der Wand "abstützen"
> und mit der anderen Hand den Detektor führen.
Ah, OK. So Tipps sind oft goldwert, Danke!

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