Spannung verstärken

Gast #5974147
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Hallo,
ich verwende einen Beschleunigungssensor (GY61/ADXL330). Dieser gibt an 
den Ausgängen der x,y,z-Achse eine analoge Spannung von etwa 3V her. Ich 
möchte diese Spannung nun auf etwa 5 V verstärken, somit bräuchte ich in 
etwa eine Verstärkung von ca.1,5. Gibt es Ideen wie man das realisieren 
könnte. Ist ein Pegelwandler möglich oder OPVs?

Gruß,
Chris
#5974158
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ChrisB schrieb:
> Hallo,
> ich verwende einen Beschleunigungssensor (GY61/ADXL330). Dieser gibt an
> den Ausgängen der x,y,z-Achse eine analoge Spannung von etwa 3V her. Ich
> möchte diese Spannung nun auf etwa 5 V verstärken, somit bräuchte ich in
> etwa eine Verstärkung von ca.1,5. Gibt es Ideen wie man das realisieren
> könnte. Ist ein Pegelwandler möglich oder OPVs?
>
> Gruß,
> Chris

Man nimmt hierfür gewöhnlich eine Standardschaltung um die Amper 
hochzuskillen und modifiziert diese dann um statt Amper die Volts zu 
skillen. Im Prinzip Straight Forward sozusagen 0815.
#5974160
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ChrisB schrieb:

> Ich möchte diese Spannung nun auf etwa 5 V verstärken, somit
> bräuchte ich in etwa eine Verstärkung von ca.1,5.

Natürlich kann man Spannungen mit Hilfe eines OPVs verstärken.
Aber eine solche Verstärkerschaltung erzeugt auch zusätzliche
Fehler, sodas es meist besser ist, den Sensor direkt an den
AD-Wandler anzuschliessen und den geringen Auflösungsverust
in Kauf zu nehmen.
Gast #5974188
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Harald W. schrieb:
> ChrisB schrieb:
>
>> Ich möchte diese Spannung nun auf etwa 5 V verstärken, somit
>> bräuchte ich in etwa eine Verstärkung von ca.1,5.
>
> Natürlich kann man Spannungen mit Hilfe eines OPVs verstärken.
> Aber eine solche Verstärkerschaltung erzeugt auch zusätzliche
> Fehler, sodas es meist besser ist, den Sensor direkt an den
> AD-Wandler anzuschliessen und den geringen Auflösungsverust
> in Kauf zu nehmen.

Natürlich rauscht auch ein OPV, und hat einen Offset, aber korrekt 
ausgelegt kann es helfen, den Messbereich des ADC voll auszunutzen.
Das ist eine Standardaufgabe, und man sieht das überall.

Das setzt natürlich voraus, dass man die Probleme von OPVs kennt. Und 
andere OPV als den Schimmel-741er kennt.
#5974193
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Ohgott... schrieb:

> Natürlich rauscht auch ein OPV, und hat einen Offset, aber korrekt
> ausgelegt kann es helfen, den Messbereich des ADC voll auszunutzen.
> Das ist eine Standardaufgabe, und man sieht das überall.

Manchmal habe ich den Eindruck, das das nur gemacht wird, weil es
in der Schule so gelehrt wird. Je nach Genauigkeit des Sensors
ist ein Verlust an Auflösung von weniger als ein Bit oft völlig
vernachlässigbar und man spart sich den Aufwand.
Gast #5974280
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Harald W. schrieb:
> Manchmal habe ich den Eindruck, das das nur gemacht wird, weil es
> in der Schule so gelehrt wird

Ja und, was ist daran so falsch? Meinst du, deine Haltung "ich weiss 
ALLES besser" führt sicherer zum Ziel? Die skillt höchstens dein Ego, 
aber nicht deine Elektronik.

Es ist sicher nicht alles richtig was in der Schule gelehrt wird, aber 
dass alles falsch ist ist noch viel blödsinniger.

Georg
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5974299
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ChrisB schrieb:
> Dieser gibt an den Ausgängen der x,y,z-Achse eine analoge Spannung von
> etwa 3V her. Ich möchte diese Spannung nun auf etwa 5 V verstärken
Wenn dahinter ein ADC kommt, dann kannst du einfach die Referenzspannung 
auf "etwa 3V" setzen, um den vollen Messbereich zu haben.

Harald W. schrieb:
> sodas es meist besser ist, den Sensor direkt an den AD-Wandler
> anzuschliessen und den geringen Auflösungsverust in Kauf zu nehmen.
Das würde ich auch in Erwägung ziehen, und erst mal abklären, ob das zu 
gewinnende Bit (eigentlich nicht mal ganz ein Bit) den Aufwand 
rechtfertigt.
#5974310
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Georg schrieb:

> Ja und, was ist daran so falsch? Meinst du, deine Haltung "ich weiss
> ALLES besser" führt sicherer zum Ziel? Die skillt höchstens dein Ego,
> aber nicht deine Elektronik.

Nun, ich sehe da eher den Unterschied zwischen "Schulwissen" und
Erfahrung. Und ich habe den Eindruck, das durch die Umstellung
der Ingenieurausbildung das theoretische "Schulwissen" höher be-
wertet wird als die praktische Erfahrung.
Gast #5974575
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ChrisB schrieb:
> Wegstaben V. schrieb:
>> ChrisB schrieb:
>>> eine analoge Spannung von etwa 3V her. Ich
>>> möchte diese Spannung nun auf etwa 5 V verstärken,
>> warum möchtest du das denn?
>
> Warum ich es möchte ist hier nicht die Frage

Vielleicht nicht Deine, aber seine.
Gast #5974578
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ChrisB schrieb:

> ich verwende einen Beschleunigungssensor (GY61/ADXL330). Dieser gibt an
> den Ausgängen der x,y,z-Achse eine analoge Spannung von etwa 3V her. Ich
> möchte diese Spannung nun auf etwa 5 V verstärken

Warum, mit welchem praktischen Ziel willst du das tun? Das ist die alles 
entscheidende Frage.

Wenn, wie zu vermuten ist, das Ziel ist, AD-Wandler mit den Signalen 
anzusteuern, ist der weitaus sinnvollere Weg, einfach deren Referenz auf 
ca. 3V zu legen. Das macht nämlich nur einmal Hardware-Aufwand und 
obendrein vergleichsweise geringen.
Gast #5974579
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Antoni Stolenkov schrieb:
> ChrisB schrieb:
>> Wegstaben V. schrieb:
>>> ChrisB schrieb:
>>>> eine analoge Spannung von etwa 3V her. Ich
>>>> möchte diese Spannung nun auf etwa 5 V verstärken,
>>> warum möchtest du das denn?
>>
>> Warum ich es möchte ist hier nicht die Frage
>
> Vielleicht nicht Deine, aber seine.

Es ist mein Beitrag ich stelle die Fragen
Gast #5974584
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Axel S. schrieb:
> Und ich habe ein 3m Maßband.

Er möchte die Ausgangsspannung seines Sensors an der Spannungsbereich 
des ADAC anpassen. Aber bei nur einem Bit Auflösungsgewinn ist der 
Aufwand fraglich, zumal es eine einfachere Lösung gibt.

Oder hast Du sonst noch was nicht verstanden?

ChrisB schrieb:
> Es ist mein Beitrag ich stelle die Fragen

Na endlich wird das auch mal wieder lustig hier.
Gast #5974647
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Elektrofurz schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> Elektrofurz schrieb:
>> Darf ich auch mal was dazu sagen?
>>
>> Nein
>
> Ich wollte ja auch nur mal vorsichtig nachfragen ob die Sensorspannung
> von 0 Volt bis 3 Volt groß ist, oder ob sie sich zum Beispiel nur
> zwischen 2,5 Volt und 3,5 Volt bewegt?

Die Sensorspannung ist von 0-3V. Ich möchte diese Spannung dann über 
einen Arduino Uno auslesen, der jedoch eine Referenzspannung von 5V hat. 
Das heisst mir würden 2V an Spannung verloren gehen, die ich aber durch 
eine Verstärkung habe um die Auflösung von 10 Bit des AD-Wandlers des 
Arduinos voll zu belegen.
Gast #5974660
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Dein Verstärker wird das Signal ein bisschen verzerren und rauschen und 
einen DC-Offset addieren. Diese Effekte zusammen sind schlechter, als 
den Messbereich des ADC nicht voll auszunutzen.

Lass es einfach, dann hast du 9,5 Bit Auflösung. Mit Verstärker kommst 
du sicher auf weniger nutzbare Bits.

Es sei denn, du wärest richtig gut darin, Verstärkerschaltungen zu 
designen. Aber dann hättest du nicht gefragt.
Gast #5974680
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spess53 schrieb:
> Wo kommen die 5V her? Betriebsspannung?

Wahrscheinlich, was die Messung noch ungenauer macht.

Die allermeisten Arduino Modelle haben eine stabile 2,56V oder 1,1V 
Referenz. Das ist aber weniger als 3V, so dass ein Spannungsteiler vor 
dem Eingang die optimale Anpassung vornehmen kann.
Gast #5974771
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ChrisB schrieb:
> Warum ich es möchte ist hier nicht die Frage

ChrisB schrieb:
> Es ist mein Beitrag ich stelle die Fragen

Au ja, mit heftiger Beschleunigung durch die Kinderstube gerast, 
Rotzlöffel.

c-hater schrieb:
> Mit der Einstellung darfst du sie dir auch selber beantworten.

Da widerspreche ich Dir nicht!

ChrisB schrieb:
> Ich möchte diese Spannung dann über
> einen Arduino Uno auslesen

Stefanus F. schrieb:
> Die allermeisten Arduino Modelle haben eine
> stabile 2,56V oder 1,1V Referenz.

Mit Rücksicht auf Chris' Auftreten erspare ich mir, das näher zu 
erläutern.
#5974870
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Antoni Stolenkov schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> Und ich habe ein 3m Maßband.
>
> Er möchte die Ausgangsspannung seines Sensors an der Spannungsbereich
> des ADAC anpassen.

Ist das so? Warum sagt er es dann nicht? Noch nicht mal auf Nachfrage?

PS: jetzt hat er es ja doch gesagt. Warum geht das immer erst, nachdem 
der TE sich eine Watsch'n eingefangen hat?


> ChrisB schrieb:
>> Es ist mein Beitrag ich stelle die Fragen
>
> Na endlich wird das auch mal wieder lustig hier.

Oder auch still. Denn auch wenn Chris sich selber ein Monopol auf das 
Fragen stellen einräumen möchte - die Antworten erwartet er ja trotzdem 
von jemand anderem. So weit es mich betrifft, hat er mit dieser Attitüde 
keine Antworten verdient.
Beitrag #5974901 wurde von einem Moderator gelöscht.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5974959
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Stefanus F. schrieb:
> Die allermeisten Arduino Modelle haben eine stabile 2,56V oder 1,1V
> Referenz.
Die ist zwar recht stabil, aber initial super ungenau. Deshalb 
empfiehlt es sich eben, die 3V-Versorgungsspannung des ADXL als Referenz 
zu nehmen. "Gratis" dazu gibt es dann die ratiometrische Messung, denn 
wenn die Versorgung des ADXL z.B. auf 2,8V sinkt, dann sinkt im gleichen 
Maß die ausgegebene Spannung und das Wandlungsergenis bleibt konstant.

> Das ist aber weniger als 3V, so dass ein Spannungsteiler vor
> dem Eingang die optimale Anpassung vornehmen kann.
Oder man versorgt den ADXL330 eben auch ganz einfach mit 2,56V, dann 
passt das sogar ganz ohne Tricks. Und wenn man dann beachtet, dass der 
Ausgang des Sensors nur bis Vcc-0,2V kommt, dann versorgt man den gleich 
mit 2,76V und hat (wenigstens nach oben) den vollen Messbereich.
Angehängte Dateien:
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Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5975020
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Stefanus F. schrieb:
> Kann man den ARef Pin eigentlich als Ausgang benutzen, um z.B. Sensoren
> zu versorgen?
In der halb angeschnittenen Zeile meines Screenshots steht als 
Innenwiderstand der Referenzquelle Rref 32kOhm (deshalb braucht man ja 
den Kondensator an diesem Pin). Damit würde daran bei einem 
Versorgungsstrom des ADXL330 mit 320µA immerhin 10V abfallen und es wäre 
von den 2,3..2,9V nichts mehr übrig... ;-)

Sebastian R. schrieb:
> Ansonsten würde alles über ein paar µA die Spannung verbiegen.
Auch 1µA "verbiegt" die Spannung um 32mV, oder 10µA um 320mV. Aber das 
würde bei ratiometrischer Messung wieder mal nichts ausmachen, weil 
damit die sowohl Versorgungsspannung als auch die Referenzspannung 
geringer werden.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5975075
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Wolfgang schrieb:
> Ja, Verstärker kann man mit OPVs aufbauen.
Anfänger tun das gerne und lernen dann neben irgendwelchen 
Offsetgeschichten und dem Rauschen von Verstärkern auch ziemlich schnell 
die Themen Eingangsgleichtaktbereich und Ausgangsspannungsbereich 
kennen.

Nach diesem Lerneffekt finden sie beim nächten Projekt das "Verlieren" 
eines halben Bits gar nicht mehr so schlimm und sie opfern dieses halbe 
Bit in Zukunft gern den zusätzlich zum OP eingesparten Scherereien... 
;-)

Ich mache das z.B. so, dass ich bei solchen "Problemen" lieber einen 
externen 12 Bit ADC als einen OP einsetze. Die Gehäuse der beiden sind 
ja lustigerweise gleich groß. Und diesem externen ADC kann ich genau die 
Referenzspannung geben, die für den Sensor optimal ist.
Gast #5975930
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Lothar M. schrieb:
> Die ist zwar recht stabil, aber initial super ungenau. Deshalb
> empfiehlt es sich eben, die 3V-Versorgungsspannung des ADXL als Referenz
> zu nehmen. "Gratis" dazu gibt es dann die ratiometrische Messung,

Ich weiß nicht, von welchem Atmel Du den Datenblattauszug hast, aber es 
wurde "Arduino UNO" geschrieben. Der hat einen AT328, läuft mit 5 Volt 
und hat als Referenz 1,1 Volt.

Ein Ärgernis ist tatsächlich deren Streuung, man darf jedes Board 
individuell abgleichen.
#5975943
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Achim B. schrieb:
> "Wer mit Mist misst, misst Mist."
>
> Bedeutet: ungeeignetes oder kaputtes Messgerät = mistiges Ergebnis.

Ja, nein, ich glaube, der Spruch kommt daher, dass viele Leute einfach 
nicht wissen, w a s sie messen"! Es hört sich erstmal blöd an, trifft 
aber den Nagel auf den Kopf!!! Wenn ich z.B. Signale eines 
Photomultipiers auswerten will, dann muß ich erst einmal wissen, was der 
überhaupt rausgibt. Und bei welchem Input! Da einfach zu sagen, ich habe 
3V und will die auf 5V verstärken, ist so gesehen reiner Unsinn.
Gruß Rainer
Gast #5975945
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ChrisB schrieb:
> Es ist mein Beitrag ich stelle die Fragen ..
Wenn du meinst, dass dich dieser Ton weiter bringt ...

ChrisB schrieb:
> ich verwende einen Beschleunigungssensor (GY61/ADXL330). Dieser gibt an
> den Ausgängen der x,y,z-Achse eine analoge Spannung von etwa 3V her. Ich
> möchte diese Spannung nun auf etwa 5 V verstärken, ...

Sag doch, was du eigentlich möchtest. Um deinen Wandlerbereich besser 
zu nutzen, wäre es viel sinnvoller die Versorgungsspannung des ADXL330 
als Referenz zu nutzen. Lies mal etwas über ratiometrische Messung.
Gast #5975956
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Hi

>Da in diesem Fall ein Spannunsgteiler (statt Verstärker) geeinget ist,
>könnte man den praktischerweise in Form eines Trimmpotentiometer
>realisieren.

Der ADXL330 braucht ein Spannungsversorgung von 2..3,6V. Diese Spannung 
auch gleich für die Referenzspannung des ADCs benutzen. Damit ist alles 
gegessen.

MfG Spess
Gast #5976010
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Antoni Stolenkov schrieb:
> Ich würde eher sagen, daß neben dem Angstwiderstand auch noch ein
> Angs-OP existiert.

Der OPV kann neben der Verstärkung noch andere Gründe haben, den 
minderbelesene Elektroniker nicht auf den ersten Blick erkennen können. 
Die reden dann oft vom Angst-OPV und dem Angstwiderstand, in Wahrheit 
verstehen sie die Schaltung einfach nicht vollständig ;-)

Beispiel für einen "Angst-OPV":
So ein ADC benötigt beispielsweise eine gewisse Quellimpedanz. D.h. 
hochohmige Signalquellen können grob falsche Ergebnisse liefern. Da ist 
dann ein Buffer davor nötig.
Und ja, das kann wirklich relevant sein. Wer Datenblätter liest, weiß 
das. Viele einfach gestrickte Foristen leider nicht.

Was nicht heißen soll, dass der OPV hier im konkreten Fall unbedingt 
nötig ist. Ob man bei 0-3V bei 5V Messbereich wirklich UNBEDINGT einen 
OPV setzen muss, sollte man sich überlegen.
#5976033
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Rainer V. schrieb:

> Ja, nein, ich glaube, der Spruch kommt daher, dass viele Leute einfach
> nicht wissen, w a s sie messen"! Es hört sich erstmal blöd an, trifft
> aber den Nagel auf den Kopf!!!

Vor allen muss man seine Meßergebnisse auch richtig interpretieren
können. Ich hatte z.B. eine Längenmesseinrichtung mit einer Auf-
lösung im Picometerbereich. Natürlich macht es keinen Sinn, dieses
Meßergebnis auf dem Monitor anzuzeigen. Da zeigt man nur die Komma-
stellen an, die nach einer vernünftigen Abschätzung der Meßfehlers
auch Sinn machen.
Gast #5976041
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Harald W. schrieb:
>> könnte man den praktischerweise in Form eines Trimmpotentiometer
>> realisieren.
>
> Alles was man verstellen kann, verstellt sich auch gern von allein.

Ich musste vor Jahrzehnten in der Berufsschule "Bereichseinengung" 
rechnen. Wenn ich eine Schaltung mit Trimmpoti realisiere, nutze ich 
das, dann wirken sich Instabilitäten des Trimmpotis nur gering aus.

> Vorher berechnete und ausgemessene Festwiderstände sind da besser
> geeignet.

Wenn es wirklich sein muß, sieht man einen festen Teiler vor und setzt 
zum Feinabgleich Parallelwiderstände drauf.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5976063
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Manfred schrieb:
> Ich weiß nicht, von welchem Atmel Du den Datenblattauszug hast, aber es
> wurde "Arduino UNO" geschrieben. Der hat einen AT328, läuft mit 5 Volt
> und hat als Referenz 1,1 Volt.
Ja, was man nicht alles wissen sollte. Warum schreibt der 
Andruiden-Benutzer das nicht einfach hin, welchen uC er hat. Seis drum. 
Dann muss man das halt anders machen oder einen uC nehmen, der besser 
passt. Es gibt ja nicht nur den einen. Und auch die 1,1V des auf dem 
"Andruiden Eins" eingesetzten 328 sind irgendwas zwischen 1,0 und 
1,2V...

Manfred schrieb:
> spess53 schrieb:
>> Der ADXL330 braucht ein Spannungsversorgung von 2..3,6V. Diese Spannung
>> auch gleich für die Referenzspannung des ADCs benutzen. Damit ist alles
>> gegessen.
> Das ist der mit Abstand beste Lösungsvorschlag
Und er kommt jeden Tag aufs Neue. Diese naheliegende Idee hatte ich 
schon im Beitrag "Re: Spannung verstärken" auf den 
Tisch gebracht, als noch kein Mensch ausser dem TO wusste, welchen 
Andruiden er da anschließen will.

Angstwiderstand schrieb:
> D.h. hochohmige Signalquellen können grob falsche Ergebnisse liefern. Da
> ist dann ein Buffer davor nötig.
Oder ein stinknormaler Kondensator, der die Impedanz eben auch drastisch 
reduziert. Und der Kondensator muss nicht mal sooooo arg groß sein. Er 
muss nur 2^(ADC-Bitbreite) größer sein, als die Eingangskapazität des 
AVR mit 14pF. Für 10 Bit Genauigkeit reicht also ein 15nF Kondensator 
schon locker aus. Und die Ausgänge des ADXL330 sind im Datenblatt 
spezifiziert für Kondensatoren mit 100nF. Also keinerlei Angst-OP nötig.
Gast #5976139
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Angstwiderstand schrieb:
> Beispiel für einen "Angst-OPV":
> So ein ADC benötigt beispielsweise eine gewisse Quellimpedanz. D.h.
> hochohmige Signalquellen können grob falsche Ergebnisse liefern. Da ist
> dann ein Buffer davor nötig.
> Und ja, das kann wirklich relevant sein. Wer Datenblätter liest, weiß
> das. Viele einfach gestrickte Foristen leider nicht.
>
> Was nicht heißen soll, dass der OPV hier im konkreten Fall unbedingt
> nötig ist.

Der Ausgang des ADXL330 kommt mit einer Impedanz von 32kOhm daher 
(R_filt). Da braucht man also mindestens den vorgesehenen Filter 
Kondensator, damit der ADC beim Abtasten keinen Unfug treibt, oder eben 
einen OP (falls die Abtastrate hoch genug ist) damit man keine Aliasing 
Probleme bekommt.
Gast #5976156
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Lothar M. schrieb:
> Oder ein stinknormaler Kondensator, der die Impedanz eben auch drastisch
> reduziert. Und der Kondensator muss nicht mal sooooo arg groß sein. Er
> muss nur 2^(ADC-Bitbreite) größer sein, als die Eingangskapazität des
> AVR mit 14pF. Für 10 Bit Genauigkeit reicht also ein 15nF Kondensator
> schon locker aus. Und die Ausgänge des ADXL330 sind im Datenblatt
> spezifiziert für Kondensatoren mit 100nF. Also keinerlei Angst-OP nötig.

Vorsicht Fallstrick :-)

Die Quelle wird niederimpedanter durch den Kondensator, nicht 
niederohmiger. Das hat Konsequenzen

Der ADC zieht bei kontiunierlichem Samplen im Mittel einen Strom, der 
Kondensator bügelt den nur glatt. Grob gesagt fließen im worst-case:
I=N*Q/t = fs*Cs*U

Beispielwert:
fs = 100kSPS, Cs = 20pF, Uref = 3,3V;
I<= 6,6µA
Bei 32k Quellimpedanz macht das einen Fehler von <= 211mV. Selbst 10kHz 
oder 1kHz Samplerate machen sich noch im Messwert bemerkbar.
Es tritt als GAIN-Fehler in Erscheinung, und kann tatsächlich auch für 
einfache Dinge relevant werden.

Man sieht auch: Misst man nur einmal pro Sekunde, selten, oder mit einem 
modernen ADC (kleiner Cs), funktioniert das tatsächlich. Für die 
berühmte Messung der Versorgungsspannung kann man das also verwenden. 
Für Signale fallweise nicht.
Dazu kommt: Die Bandbreite wird durch den Samplekondensator reduziert.

Daher: "Allround-Tipp" ist das nicht. Man darf rechnen und denken.

Wir hatten das Problem schon bei einer Platine. Es hat für viel 
Kopfkratzen bei der Inbetriebnahme geführt, dass die Abweichungen 5-6mV 
höher waren, wenn man die Firmware vom Firmwareentwickler nimmt, als 
jene von mir. Des Rätsels Lösung war der DMA, und der Spannungsteiler + 
Samplekondensator.

Man sieht: Die Welt ist nicht so einfach.

Weil ich sonst wieder angemeckert werde: Nein, das heißt nicht, dass zu 
100% ein OPV für das Konkrete Problem des TE nötig ist! Das bezieht sich 
auf die AngstOPV-Aussage!
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5976218
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Angstwiderstand schrieb:
> Bei 32k Quellimpedanz macht das einen Fehler von <= 211mV.
An dieser Stelle spuckt der namentliche 32k "Widerstand" aber nicht in 
die Suppe...

> Bei 32k Quellimpedanz macht das einen Fehler von <= 211mV. Selbst 10kHz
> oder 1kHz Samplerate machen sich noch im Messwert bemerkbar. Es tritt
> als GAIN-Fehler in Erscheinung, und kann tatsächlich auch für einfache
> Dinge relevant werden.
Und dann kommt sogar noch dazu, dass bei zu hoher Impedanz die Messwerte 
vom "vorherigen" Kanal verschleppt werden: wenn zuvor z.B. 0,5V gemessen 
werden, und dann 2,5V an zu hoher Impedanz, dann wird der S&H 
Kondensator nicht ganz geladen und der AD-Wert ist zu klein. Dreht man 
dann die 0,5V hoch bis auf 4,5V, dann ist der AD-Wert bei der Messung 
der hochohmigen 2,5V zu groß. Nur bei einem zuvor gemessenen Wert von 
2,5V passt das Wandlungsergebnis. Auf diese Art wird also variabel 
sowohl die Steigung als auch der Offset beeinflusst.

Angstwiderstand schrieb:
> Beispielwert:
> fs = 100kSPS, Cs = 20pF, Uref = 3,3V;
> I<= 6,6µA
Das gilt jetzt aber nur exemplarisch für den AVR, denn dessen 
Innenbeschaltung (sieh Schreenshot) passt nicht zu den Werten in der 
Formel.

> Man darf rechnen und denken.
... und natürlich auch die Datenblätter anschauen.
Oder wie die Angelsachsen sagen: There's no such thing as a free lunch!
https://en.wikipedia.org/wiki/There_ain%27t_no_such_thing_as_a_free_lunch
Auf gut Deutsch: egal, wie simpel es aussieht, es gibt immer irgendeinen 
Haken.
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