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Forum: Offtopic Ballwurfmaschine


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Autor: Paul G. (grafpaul)
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Servus,

Mein Anliegen ist eine Ballwurfmaschine die bis zu 130km/h schnell 
schießen kann.

Sie sollte elektrisch betrieben sein (Stromkabel und/oder Batterie) und 
bis zu 10-15 Bälle nacheinander selbstständig schießen können.

Einstellbare Geschwindigkeit – Frequenzumrichter?

Verstellbare Flugbahn und verstellbarer drall des Balles wären auch 
wichtig.

Der Ball wiegt bis zu 370g und hat einen Umfang von 68cm. Es handelt 
sich um die Sportart Faustball.

Warum ich sie möglichst selber bauen will ist einfach: Ich brauche ein 
Meisterprojekt für meinen Kurs. ;)
Da dies etwas spannend wäre hoffe ich auf ein paar Unterstützer.

Ist es überhaupt möglich soetwas selbst zu bauen. Oder soll ich mir 
etwas anderes suchen?

Meine Frage: Was brauche ich alles? Leistung der E-Motoren, ...


Es gibt schon ein paar threads über Wurfmaschinen aber nichts wirklich 
hilfreiches.

Danke schon einmal im vorraus.

Freundliche Grüße, pauli

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Paul G. schrieb:
> Leistung der E-Motoren

Das ist doch erstmal simple Mathematik: du kennst die Masse deines 
Flugobjekts und die gewünschte Endgeschwindigkeit. Damit kannst du dir 
die Energie ausrechnen, die du für die Beschleunigung benötigst. 
Leistung = Energie / Zeit *), Wirkungsgrad der Gesamteinrichtung nicht 
vergessen.

Dem Ball möchte ich allerdings nicht begegnen, wenn er durch die Gegend 
fliegt. :)

*) Das ergibt natürlich erst einmal einen vereinfachten Wert, aber der 
genügt als Anhaltspunkt. Real wirst du den Antriebsmotor ja nicht über 
die komplette Dauer der Beschleunigung lang im Punkt seiner maximalen 
Leistungsabgabe betreiben können.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Paul G. (grafpaul)
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Wie lautet die formel? Ich weiß nicht recht wie ich die formeln finde 
die ich brauche :D

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Physikunterricht, Mechanik, ca. 7. Klasse? ;-)

W_kin = m/2 · v²

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Tilo R. (joey5337) Benutzerseite
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Paul G. schrieb:
> Warum ich sie möglichst selber bauen will ist einfach: Ich brauche ein
> Meisterprojekt für meinen Kurs. ;)

Meisterkurs in was?


Für mich klingt das in aller erster Linie mal mechanisch anspruchsvoll.
Hast du dir existierende Ballwurfmaschinen (dieser Kategorie) 
angeschaut? Da kann man sicher einiges abschauen.

Ich kann mir vorstellen, dass eine Maschine, die an 2 (oder 4) Seiten 
schnell drehende Räder hat, zwischen die der Ball dann reingeschoben 
wird, den Ball ausreichend beschleunigen wird.
Mit unterschiedlich schnell drehenden Rädern könnte man den Drall 
einstellen.
Durch eine einstellbare Klemmung des Balls zwischen den Rädern könnte 
man den Schlupf gering halten.

Trivial ist das aber alles nicht. Der Ball soll immerhin eine Energie 
von ca. 240 J (Q=1/2 m v²) bekommen.
Die Beschleunigungsstrecke ist sehr kurz (ca 30cm?). Überschlägig 
bleiben da weniger als 20ms (Millisekunden!), den Ball zu beschleunigen.

Das bedeutet eine erhebliche Leistung, die vermutlich nur mit 
Schwungscheiben an den Rädern aufgebracht werden kann.


Sind die Bälle wirklich so schnell? Zum Vergleich: Bei erlaubnisfreien 
Schusswaffen beträgt die zulässige Mündungsenergie nur 7,5 J.

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Paul G. schrieb:
> Ist es überhaupt möglich soetwas selbst zu bauen.
Hast du dir mal kommerziell Aufgebaute angeschaut?
Da sieht man schon mal die Mechanik:
https://www.google.com/search?q=ballwurfmaschine+fu%C3%9Fball&tbm=isch

Ich würde da mal bei anderen Sportarten mit ähnlicher Geschwindigkeit 
umsehen:
https://www.google.com/search?q=ballwurfmaschine+fußball+geschwindigkeit

> Warum ich sie möglichst selber bauen will ist einfach: Ich brauche ein
> Meisterprojekt für meinen Kurs. ;)
Dann hast du ja auch die ganzen entsprechenden Sicherheitsvorschriften 
im Fokus...

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Tilo R. (joey5337) Benutzerseite
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oh, ich hatte gar nicht bemerkt dass heute schon wieder Freitag ist.

Autor: Paul G. (grafpaul)
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Danke für die antwort. Die ist schon hilfreicher ;)

Den Meister mache ich in Elektrotechnik^^

Ich habe mir schon ein paar angeschaut aber man findet nicht so viel 
darüber. So wie du sie beschrieben hast so stell ich es mir auch vor.

Naja in der Bundesliga haben die Bälle schnell mal eine Geschwindigkeit 
von 90-120km/h. Man sollte ja auf dem nivea trainieren können was dan 
auch am feld von einem erwartet wird ;)

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Paul G. schrieb:
> Leistung der E-Motoren, ...
Die benötigte Leistung kommt auf die "Anzahl der Bälle pro Minute" und 
die tolerierbare Anlaufzeit an. Bei guter Lagerung können auch schwache 
Motoren dicke Räder auf 140km/h hochdrehen. Und wenn dann so ein Rad 
15kg wiegt, wird das bei der Energieabgabe an den Ball nicht langsamer 
als 130km/h. Allerdings musst du bei einem schwachen Motor dann länger 
warten, bis die Drehzahl wieder "oben" ist.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Tilo R. (joey5337) Benutzerseite
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Und ich sehe, das kann man ganz genau so bauen wie ich mir das 
vorgestellt hatte:
http://www.planet-teamsport.de/Fussball/Trainingshilfen/Strike-Attack-Ballmaschine.html

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Der Faustball ist in etwa so gross wie ein Fussball, nur leichter.
Jede Ballwurfmaschine für Fussbälle kann somit Faustbälle werfen. Drall 
können auch viele.
Die Maschinen sind handelsüblich und kann man besichtigen. Viel 
E-technik ist da nicht, aber recht viel dynamische Maschienenelente.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sebastian L. schrieb:
> Die Maschinen sind handelsüblich und kann man besichtigen.

Materprojekt im Einkauf einer Ballmaschine?

Vermutlich nicht ganz das, was dem TE so vorschwebte …

Autor: Mani W. (e-doc)
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Idee:

3 unabhängige Zahnriemen (Auto) über entsprechende Rollen und
auf einer Seite jeweils mit einem E-Motor auf gut einen Meter
Länge (also 2 Meter Zahnriemen) in Längsrichtung und dreiecksmäßig
anordnen mit entsprechendem Abstand zueinander...

Jeder Zahnriemen wird in der Drehzahl getrennt über eigenen Motor
auf Drehzahl gebracht, um keinen Drall oder Drall in verschiedenen
Richtungen zu erzeugen...

Jetzt ist nur mehr der Ball auf einer Seite einzuwerfen und je nach
m/sec. wird der Ball durch die 3 Riemen dann erfasst und auf der
anderen Seite hinaus geworfen...

Der Abstand der 3 Y-förmig angeordneten muss nur so passen, dass der
Ball zuverlässig erfasst wird und durch die 3 Riemen dann 
ausgeschleudert
wird...


Ich hoffe, dass ich das verständlich genug ausgedrückt habe, wäre
sicher einen Versuch wert...

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Ich wette ganze Heerscharen von Anwälten stehen schon bereit, den TE zu 
verklagen, nachdem irgendwer so einen Ball aus seiner tollen Maschine 
voll in die Fresse bekommen hat... Mit Drall oder ohne ist da völlig 
egal.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Paul G. schrieb:
> elektrisch betrieben sein (Stromkabel und/oder Batterie)

Das wäre aber keine meisterliche Aussage: Stromkabel und/oder Batterie!

Welches Kabel nimmst Du für eine Batterie?


Paul G. schrieb:
> Den Meister mache ich in Elektrotechnik

Und da sagt man auch nicht Stromspannung, oder?


Paul G. schrieb:
> Ball wiegt bis zu 370g und hat einen Umfang von 68cm.

0,37 kg bei einem Durchmesser von 21,65 cm und 130 km/h

Damit kannst Du mit Sicherheit einem Menschen oder einem Ochsen
den Kopf abreissen!

Welchen Zweck hat Dein Vorhaben eigentlich?

Sandburgen zu zerstören oder den Bretterzaun der Nachbarn?

: Bearbeitet durch User
Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Klingt wie ein normaler Fußball. Wenn der Torwart einen Elfmeter mit 
seiner Fresse hält, stirbt er normalerweise nicht sofort, also bleibt 
der Kopf wohl dran. Ordentlich Aua-aua machen wirds wohl trotzdem, aber 
da gewöhnt sich der Torwart dran. Genau wie ein Boxer, da sind 
irgendwann auch genug Gehirnzellen weg, daß solche Lapalien wie 
regelmäßig Faust oder Ball in die Fresse bekommen als normal betrachtet 
werden.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Ben B. schrieb:
> Klingt wie ein normaler Fußball. Wenn der Torwart einen Elfmeter mit
> seiner Fresse hält, stirbt er normalerweise nicht sofort,

Man weiß ja hier nicht um welchen Ball es sich handelt, wenn das
ein ausgeschäumter ist möchte ich den nicht kassieren...

Autor: Mani W. (e-doc)
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Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Er schrieb ja Faustball. Ich habe vom Faustball keine Ahnung, nehme aber 
an, daß die Bälle dort ebenfalls mit Druckluft gefüllt sind und nicht 
mit Beton (schade eigentlich). Das Spiel ist jedenfalls sogar schon 
unter 8 Jahren erlaubt. Daher meine Vermutung, ähnlich wie ein Fußball. 
Einen Volleyball halte ich für leichter, Handbälle sind deutlich 
kleiner, aber dafür recht schwer und genau so schnell. Also Handball in 
die Fresse auch nix gut.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Ben B. schrieb:
> Also Handball in
> die Fresse auch nix gut.

Und kann ein Mensch mit der Hand den Ball auf 130 km/H beschleunigen?

Autor: Alexander S. (alex998)
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Mani W. schrieb:
> Und kann ein Mensch mit der Hand den Ball auf 130 km/H beschleunigen?

Joa, knapp.

https://rp-online.de/sport/handball/handball-em/wie-schnell-und-hart-werfen-handballer_iid-23682047


131  km/H Erhard Wunderlich, Sportstudio 1978
https://www.ballspeedometer.de/highlights-rekorde/

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Autor: Dirk B. (dirkb2)
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Die Mythbusters haben auch solche Maschinen gebaut.

Da sieht man den Aufbau meistens.

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Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Normalerweise sind das einfach zwei Räder, die sich gegenläufig drehen. 
Größe und Drehzahl bestimmt die Wurfgeschwindigkeit.

Beitrag #5984656 wurde von einem Moderator gelöscht.
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