Schaltnetzteil schwingt nicht an

OP #5981934
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Hallo zusammen,

ich habe hier ein defektes Schaltnetzteil von einer NAS. Zwei defekte 
Elkos (sekundärseitig) habe ich bereits getauscht, dort passte der ESR 
nicht mehr.

Das Netzteil schwingt nicht an. Interessant ist, dass es sofort anläuft, 
sobald ich am großen Becherelko mit einem Multimeter die Spannung messe.

Kann mir jemand einen Hinweis geben, welches Bauteil defekt sein könnte?

Bei Bedarf kann ich natürlich auch noch andere Fotos machen und 
hochladen...

Viele Grüße
Christian
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OP #5981959
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Jens G. schrieb:
> Klingt nach kalten Lötstellen, die beim Antippen plötzlich Kontakt
> geben.

Das Netzteil schwingt auch dann an, wenn ich andere Kontakte, die 
parallel geschaltet sind messe (bspw. den Kühlkörper und das Beinchen 
vom senkrecht aufgelöteten Widerstand).



hinz schrieb:
> Anlaufwiderstand, wohl R106, 1 MOhm, prüfen.

Den 1MOhm werde ich mal auslöten und nachmessen.
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#5982011
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Christian R. (cmrudolph)

>Jens G. schrieb:
>> Klingt nach kalten Lötstellen, die beim Antippen plötzlich Kontakt
>> geben.

>Das Netzteil schwingt auch dann an, wenn ich andere Kontakte, die
>parallel geschaltet sind messe (bspw. den Kühlkörper und das Beinchen
>vom senkrecht aufgelöteten Widerstand).

Bei nur 100 Lötstellen ist es trotzdem kein Akt, alles mal nachzulöten 
... sind nur 10 Minuten
Mit Nachlöten meine ich aber nicht, die Stellen einfach nur heiß zu 
machen, sondern auch bißchen frischen Lötdraht mit Kolophonium dazu zu 
geben, damit alle glatt verläuft, auch wenn alles dann etwas globiger 
aussieht. Ist für sie Strömlinge ja egal ...
OP #5982062
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Nachlöten scheint Abhilfe gebracht zu haben! Zumindest ist das Netzteil 
gerade zum ersten Mal wieder sofort gestartet.
Ich habe mir auch eingebildet, dass eine Lötstelle fast kein Zinn 
hatte...

Den C105 sehe ich mir auch nochmal an, zur Sicherheit. Edit: habe gerade 
gesehen, dass das der KerKo ist. Nach Aufschrift wohl 220pF, der sieht 
optisch auch nicht ganz sauber aus. Als wenn an der Kante Spinnenweben 
oder Staub hingen...

Danke auf jeden Fall an alle Helfer! Falls sich noch ein Hinweis 
bewahrheitet, werde ich auf jeden Fall nochmal schreiben.
Gast #5982140
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hinz schrieb:
> Ich hätte ehr den hier im Verdacht.

Aber ist das nicht C105? Jdfs. auf diesem Bild scheint
dieser C tatsächlich einen Knacks (Bruchstelle) zu haben.
Daß es sich nur um "Spinnfäden" handeln soll... tja. Shit.

Sind dessen Werte ok, und gibt's bei vorsichtigem Gewackel
am Pin während Messungen keinerlei mitwackelnde Anzeigen,
dann weiß ich ehrlich auch nicht. Ich sehe den bis jetzt
allerdings erst mal als defekt an.
Gast #5982146
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Knallfrosch schrieb:
> hinz schrieb:
>> Ich hätte ehr den hier im Verdacht.
>
> Aber ist das nicht C105?

So spät am Abend mach ich wegen sowas keine Kopfstände mehr. ;-)


> Jdfs. auf diesem Bild scheint
> dieser C tatsächlich einen Knacks (Bruchstelle) zu haben.
> Daß es sich nur um "Spinnfäden" handeln soll... tja. Shit.
>
> Sind dessen Werte ok, und gibt's bei vorsichtigem Gewackel
> am Pin während Messungen keinerlei mitwackelnde Anzeigen,
> dann weiß ich ehrlich auch nicht. Ich sehe den bis jetzt
> allerdings erst mal als defekt an.

Ich denke dabei an zu großen Leckstrom.
Beitrag #5982243 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP #5982252
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Knallfrosch schrieb:
> Daß es sich nur um "Spinnfäden" handeln soll... tja. Shit.

Spinnfäden / Staub hatte ich als Vergleich geschrieben, weil man auf dem 
Foto schlecht erkennen kann, wie es real aussieht. Ich glaube zumindest 
nicht, dass Spinnen mutig genug sind, dort im Netzteil ihr Netz 
aufzuspannen ;-)

Kann man einem Keramikkondensator denn von außen ansehen, dass er kaputt 
ist?

Werde ihn heute Abend auslöten und die Kapazität nachmessen.

Edit: der eingekreiste Kondensator ist C105.
#5982253
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Christian R. schrieb:
> Kann man einem Keramikkondensator denn von außen ansehen, dass er kaputt
> ist?

Wenn das Gehäuse nicht angeknackst ist und man kein Vergleichsgehäuse 
hat: Nein, sieht man nicht.

Christian R. schrieb:
> Ich glaube zumindest
> nicht, dass Spinnen mutig genug sind, dort im Netzteil ihr Netz
> aufzuspannen ;-)

Du glaubst gar nicht, wo Spinnen überall ihre Netze aufspannen ;)
OP #5983087
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:D

Ich habe C105 und C107 (den beim Kühlblech) ausgelötet und gemessen.
Der C105 hat im Rahmen der Messgenauigkeit meines Multimeters etwa 210pF 
und soll 220pF haben, ist meiner Meinung nach also nicht kaputt.
Der C107 soll 47uF haben, hat gemessen aber nur 27uF. Der ESR ist größer 
als die obere Messgrenze meines ESR-Messgerätes... Der war recht 
merkwürdig verlötet, das Rastermaß der Platine war größer als das des 
Bauteiles. Ich habe einen 47uF Elko mit 50V Spannungsfestigkeit genommen 
(statt 25V), den ich noch hatte und welcher vom Rastermaß dann auch 
passt.

Das Netzteil läuft.

Also Danke nochmal!
#5983164
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Manfred schrieb:
> Womit sich wieder die Erfahrung bestätigt, dass insbesondere kleine
> Elkos gerne sterben. Klein beziehe ich dabei nicht nur auf den Wert,
> sondern auch den mechanischen Durchmesser: Je dünner, desto kurzlebiger.

Naja, der ist nur klein, weil keine grosse Last dranhängt. Aber 
ripple-mässig  wird das arme Ding genauso hart bepulst wie die auf der 
Sekundärseite.

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