Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Funktionsgenerator statt Quarz


von Falko (Gast)


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Guten Tag,

statt eines Quarzes wollte ich einen Frequenzgenerator als Taktquelle 
benutzen. Dabei stellt sich mir die Frage, wie ich den Generator 
einstelle.
Der IC arbeitet mit 3,3V. Muss ich den Frequenzgenerator dann auf 1,65V 
VSS stellen und dann auch einen Offset von 1,65V geben?

Beste Grüße.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Falko schrieb:
> Der IC

äh ... welches?
das wird im Datenblatt stehen, was das IC gerne haben möchte.

von Harald W. (wilhelms)


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Falko schrieb:

> statt eines Quarzes wollte ich einen Frequenzgenerator als Taktquelle
> benutzen. Dabei stellt sich mir die Frage, wie ich den Generator
> einstelle.
> Der IC arbeitet mit 3,3V. Muss ich den Frequenzgenerator dann auf 1,65V
> VSS stellen und dann auch einen Offset von 1,65V geben?

Quarze selbst arbeiten mit recht kleinen Amplituden. Es hängt also
ganz von Deiner "Taktsenke" ab, welche Amplituden sie verträgt.
Datenblattlesen hilft!

von Jim M. (turboj)


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Falko schrieb:
> statt eines Quarzes wollte ich einen Frequenzgenerator als Taktquelle
> benutzen. Dabei stellt sich mir die Frage, wie ich den Generator
> einstelle.

Dazu musst Du uns das genaue Modell nennen oder im Datenblatt oder 
Appnotes des Herstellers suchen.

Es gibt zum Beispiel µCs die am Quarzeingang keine "hohe" Spannung von 
3,3Volt vertragen.

von Thomas E. (thomase)


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Falko schrieb:
> Der IC arbeitet mit 3,3V. Muss ich den Frequenzgenerator dann auf 1,65V
> VSS stellen und dann auch einen Offset von 1,65V geben?

Ja. Und dann benutzt du den Oszillatoreingang deines µC.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Thomas E. schrieb:
> Oszillatoreingang deines µC.

Wenn er einen hat. Wir wissen immer noch nicht, um welchen µC es hier 
geht.

von Wolfgang (Gast)


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Wolfgang R. schrieb:
> Thomas E. schrieb:
>> Oszillatoreingang deines µC.
>
> Wenn er einen hat. Wir wissen immer noch nicht, um welchen µC es hier
> geht.

Wenn der µC einen Quarz zum schwingen bringen kann - und das ist auf 
Grund der Frage zu vermuten - besitzt der µC zwangsweise einen Eingang 
für ein Taktsignal. Das ergibt sich schon aus dem Funktionsprinzip eines 
Oszillators.

von Walter T. (nicolas)


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Wenn Du Dir übrigens dadurch erhoffst, die Geschwindigkeit unbegrenzt 
stufenlos einstellen zu können: Das klappt leider bei den meisten MCUs 
nicht.

von Erwin D. (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Wolfgang R. schrieb:
>> Thomas E. schrieb:
>>> Oszillatoreingang deines µC.
>>
>> Wenn er einen hat. Wir wissen immer noch nicht, um welchen µC es hier
>> geht.
>
> Wenn der µC einen Quarz zum schwingen bringen kann - und das ist auf
> Grund der Frage zu vermuten - besitzt der µC zwangsweise einen Eingang
> für ein Taktsignal. Das ergibt sich schon aus dem Funktionsprinzip eines
> Oszillators.

Falls es sich überhaupt um einen µC handelt.
Der TO sprach nur von einem "IC". Das kann alles sein...

von Jens G. (jensig)


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>Falls es sich überhaupt um einen µC handelt.
>Der TO sprach nur von einem "IC". Das kann alles sein...

Ist doch vollkommen wurscht. Dann ist es eben ein anderer IC mit 
Oszillator mit entsprechendem Ein- und Ausgang.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Jens G. schrieb:
> Dann ist es eben ein anderer IC mit Oszillator mit entsprechendem Ein-
> und Ausgang.

Aber es ist deshalb nicht "wurscht", was du an den Eingang reinfütterst.

Wie schon genannt wurde, ein Oszillator arbeitet im Allgemeinen mit 
vergleichsweise geringen Pegeln. Je nach IC kann es sein, dass dieser 
Eingang daher auch nur einen geringen Pegel (+ DC Offset) verträgt, oder 
aber dass er stattdessen extern mit vollen Logikpegeln angesteuert 
werden darf oder möchte.

Ohne ein paar Details mehr kann man daher die Eingangsfrage schlicht 
nicht beantworten.

von Harald W. (wilhelms)


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Jens G. schrieb:

>>Der TO sprach nur von einem "IC". Das kann alles sein...
>
> Ist doch vollkommen wurscht. Dann ist es eben ein anderer IC mit
> Oszillator mit entsprechendem Ein- und Ausgang.

Nun, je nach IC kann der Eingang für den Quarz recht unterschiedlich
ausgelegt sein. Uhrenquarze z.B. sind für sehr kleine Amplituden
ausgelegt. Steuert man diese zu stark an, gehen sie kaputt.

von HildeK (Gast)


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Falko schrieb:
> Der IC arbeitet mit 3,3V. Muss ich den Frequenzgenerator dann auf 1,65V
> VSS stellen und dann auch einen Offset von 1,65V geben?

Wenn die obigen Einwände geklärt sind, dann hilft vielleicht auch noch 
dieser Hinweis:
Normalerweise wird bei einem Frequenzgenerator die Amplitude und nicht 
Vss (Spitze-Spitze) angegeben. Kläre das mit dessen Manual.
Ist es wirklich Vss, dann hast du zu wenig eingestellt. Wird aber, wie 
allgemein üblich, Null-Spitze angezeigt, dann stimmt deine Annahme und 
der Pegel hat dann den vollen Hub zwischen 0V und 3.3V.

In solchen Fällen ist ein Skope sehr hilfreich ...

von Wolfgang (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Wie schon genannt wurde, ein Oszillator arbeitet im Allgemeinen mit
> vergleichsweise geringen Pegeln. Je nach IC kann es sein, dass dieser
> Eingang daher auch nur einen geringen Pegel (+ DC Offset) verträgt, oder
> aber dass er stattdessen extern mit vollen Logikpegeln angesteuert
> werden darf oder möchte.

Ein Eingang, der für einen Quarz ausgelegt ist, wird eher selten mit 
vollen Logikpegeln angesteuert werden müssen, sonst würden dem Quarz 
"die Ohren wegfliegen", i.e. über altern.
Für einen Funktionsgenerator sollte es aber, ggf. unter Zuhilfenahme 
eines Spannungsteilers und evtl. eines Koppelkondensators, kein Problem 
sein, das Taktsignal mit einem passenden Pegel bereit zu stellen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Wolfgang schrieb:
> Ein Eingang, der für einen Quarz ausgelegt ist, wird eher selten mit
> vollen Logikpegeln angesteuert werden müssen

Es gibt aber durchaus ICs, die zwischen beiden Varianten umschalten 
können, und die bei externer Taktung dann vollen Pegel vertragen oder 
sogar haben möchten.

von Jens G. (jensig)


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>Jens G. schrieb:
>> Dann ist es eben ein anderer IC mit Oszillator mit entsprechendem Ein-
>> und Ausgang.

>Aber es ist deshalb nicht "wurscht", was du an den Eingang reinfütterst.

...

>Nun, je nach IC kann der Eingang für den Quarz recht unterschiedlich
>ausgelegt sein. Uhrenquarze z.B. sind für sehr kleine Amplituden
>ausgelegt. Steuert man diese zu stark an, gehen sie kaputt.



Mensch Mädels ;-), es ging um diese Aussage bezüglich Existenz eines 
Oszillatoreingangs, nicht um dessen Anforderungen:

Wolfgang (Gast) schrieb:

>>> Oszillatoreingang deines µC.
>>
>> Wenn er einen hat. Wir wissen immer noch nicht, um welchen µC es hier
>> geht.

>Wenn der µC einen Quarz zum schwingen bringen kann - und das ist auf
>Grund der Frage zu vermuten - besitzt der µC zwangsweise einen Eingang
>für ein Taktsignal. Das ergibt sich schon aus dem Funktionsprinzip eines
>Oszillators.

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