Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Fehlerrechnung verschiedene Quellen


von Peter H. (dragu59)


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Hallo,

bei einer Versuchsaufbau haben sich mir ein paar Fragen zur 
Fehlerberechnung gestellt.

Ich verwende ein Bauteil mit einer Fehlertoleranz von 2% ± 10 µA und 
zusätzlich ein Messinstrument mit ± 0,5 °C, ± 3% vom Messwert.
Die anderen Bauteile enthalten nur relative Fehler (z.B.± 0,5% etc.).

Nun zu meiner Frage:
Die relativen Fehler kann ich zur Fehlerbetrachtung addieren. z.b:

(± 0,5%) + (± 0,5%) + (± 3%) = ± 4%

Hier müssen aber noch die Fehler 2% ± 10 µA und ± 0,5 °C, ± 3% vom 
Messwert mit eingerechnet werden, wie mache ich dies?

Mit freundlichen Grüßen

von M.A. S. (mse2)


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Das wird ohne Kenntniss des mathematischen Zusammenhangs zwischen den 
beteiligten Größen nicht beantwortbar sein.

Im Übrigen ist auch die pauschale Aussage

Peter H. schrieb:
> Die relativen Fehler kann ich zur Fehlerbetrachtung addieren.

nicht richtig. Werden die einzelnen Größen multipliziert (oder 
dividiert), dann stimmt das, sonst nicht.

Ergänzung:
Das Stichwort, unter dem Du suchen musst, heißt Fehlerfortpflanzung.
Siehe z.B. hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerfortpflanzung

von HildeK (Gast)


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Mache mal ein einfaches Beispiel:
Du hast zwei Widerstände in Reihe, 100k / 1% und 1k / 10%.
Wenn du addierst, wären das 11%, tatsächlich könnte aber nur eine Ablage 
von ca. 1.1% zustande kommen.

von Pandur S. (jetztnicht)


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> Wenn du addierst, wären das 11%, tatsächlich könnte aber nur eine Ablage
von ca. 1.1% zustande kommen.


Stimmt, wenn man am Gesammtwiderstand interessiert ist. Wenn's ein 
Spannungsteiler sein soll schaut's anders aus.

von Udo S. (urschmitt)


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Joggel E. schrieb:
> Wenn's ein
> Spannungsteiler sein soll schaut's anders aus.

Genau deshalb gilt diese Aussage:

M.A. S. schrieb:
> Das wird ohne Kenntniss des mathematischen Zusammenhangs zwischen den
> beteiligten Größen nicht beantwortbar sein.

und HildeK hat das an einem einfachen Beispiel verdeutlicht.

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