mikrocontroller.net

Forum: HF, Funk und Felder Suche Erfahrungen mit Radarbewegungsmelder


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
Autor: Tom (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

hat jemand tatsächliche Erfahrungen mit Radarsensoren zB 
https://shop.weidmann-elektronik.de/index.php?page=product&info=10

Momentan benutze ich PIR Sensoren, um Kameraaufnahmen von kleineren 
Tieren zu machen, zB Hasengröße
Im Wald hat man oft das Problem bei viel Laub, dass sie Sonne und 
Schatten den Sensor triggert und man dementsprechend viele 
fehlauslösungen hat.

Wie ist das denn mit Radarsensoren? Würden die bei zB sich bewegende 
Blättern auch  auslösen oder wären die immun dagegen?

Autor: Franko S. (frank_s866)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Radar ist nicht passiv. Du musst ständig Impulse aussenden was den Akku 
recht schnell leer zieht, die brauchen je nach Modul bis zu 100mA, meist 
auch eine höhere Spannung was mit der Reichweite korreliert.

Das Modul des Anbieters ist recht teuer, es gibt günstigere auf ebay vom 
Chinesen.

Schirme dein PIR besser vor Sonne ab (Rohr drüber, evt. schräg absägen), 
Platzierung ändern so dass nicht direkt Sonne drauf scheint.... selbst 
wenn du ein paar Fehlalarme hast ist das Batteriesparender als ein 
Radarsensor, m.E.

Autor: Tom (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Schirme dein PIR besser vor Sonne ab

Ich weiß nicht, ob du einen PIR Sensor mit dem Anwedungsfall schonmal 
getestet hast, aber was ich beschrieb war was ganz anderes.
Natürlich scheint die Sonne nicht direkt in den Sensor..

Mir geht es bei der Frage um tatsächliche Erfahrung. Jemand der so ein 
Teil schonmal in der Hand hatte und einschätzen kann wie die reagieren.
Es gibt auch Sensoren, die um die 50mA brauchen. Das ist ok und auch 
nicht die Frage. Auch würde ich einen ordetnlichen kaufen, die 
chinesischen werden nicht zugelassen sein. und ob 3 Euro oder 100, wenn 
es denn zuverlässig funktioniert sind auch egal.

Autor: Tom (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Noch als Nachtrag, weil es hier wirklich um selbstgemachte Erfahrung 
geht
>wenn du ein paar Fehlalarme hast ist das Batteriesparender als ein
Radarsensor

Das waren in meinem Fall zB 2 Tage..danach war eine 50Ah Autobatterie 
leer
Da sind 100mA dauerhaft also überhaupt kein Problem, wenn es die 
Fehlauslösungen dramatisch reduziert.

Also hatte jemand schonmal mit so einem Radarsensor zu tun und kann 
etwas sagen zur Auslösecharakteristik

Autor: Denis (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
gibt viele Sensoren, haben viele getestet, alle hatten irgendwann mal 
Fehldetektionen außer Abus Radarsensoren mit 2 Sensoren drin die UND 
verknüpft waren...

Autor: Tom (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hast du da einen Link zu den konkreten fon Abus?

Autor: Denis (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: Hugo H. (hugohurtig1)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Da werden keine Impulse ausgesendet, da schwingt ständig ein Oszillator 
auf 24,125 GHz, also etwa 1,5cm Wellenlänge.

Ich habe noch einen alten Radarsensor mit Gunn-Oszillator und 
Hornantennen. Damit konnte ich das Tempo von Autos über etwa 25m 
Entfernung (Funkstrecke 50m) detektieren.

Da die Bewegung je nach Tempo unterschiedliche Dopplerfrequenzen 
erzeugt, kann man langsame von schnellen Bewegungen einfach durch 
Hochpassfilterung trennen, damit ließe sich der Einfluß von Laubbewegung 
reduzieren.

Autor: Jenny P. (controllergirl)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich bin - aus denselben Gründen - da auch forschend.
Also die keinen Chinadinger mit dieser 1-Transistor-Schaltung z.B. 
"Microwave Doppler Radar Motion Detector Sensor RCWL-0516" 
http://archive.today/8TWfd brauchen wohl so um die 20mA kontinuierlich.
Hier hat Andreas Spiess einen Vergleich solcher Module durchgeführt und 
Meßwerte erfaßt: Youtube-Video "#135 Radar Sensors / Switches: Comparison and Tests"
Rein technisch ist es eigentlich logisch, daß gerade Radarsensoren auch 
auf Blätter reagieren, da ihnen ja das IR Spektrum egal ist und nur die 
Bewegung bzw. Änderung der Reflektion ausgewertet wird.
Entscheidend ist nun also die Empfindlichkeit, also die Frage, wie 
sensibel reagiert das Modul und wo sind die Grenzen?
Ich habe mir auch welche besorgt und werde in Kürze zu angesprochenen 
Thematik berichten.

Autor: Tom (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das klingt super, danke, daran wäre ich sehr interessiert was du 
herausfindest

Autor: Mac G. (macgyver0815)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bei so kleinen Tieren (Hasengröße) im Wald wird evtl. nicht ganz einfach 
werden eine passende Schwelle zu finden wo bei Wind keine Fehlalarme 
ausgelöst werden.

Autor: Tom (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ja da sind diese PIR Sensoren grundsätzlich schon genial, auch wenn zu 
empfindlich eingestellt Mäuse dann andauernd triggern.
Die Idee von Abus fand ich aber gut zwei verschiedene Typen zu 
kombinieren

Autor: GHz-Nerd (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schätze, dass die Problematik bei Radar sensoren eher deutlich 
grösser als mit PIR ist. "clutter" von anderen responses zu isolieren 
ist eine ziemliche Herausforderung, die zudem mit doppler allein extrem 
schwierig ist.
Nucht zu vergessen, dass die Empfindlichkeit mit Abstand^4 abnimmt. eine 
Mücke in 10cm Abstand wird ein viel grösseres Signal als eine Maus in 
2-3m Abstand erzeugen.  bei PIR ist das alles viel dankbarer und die 
Abnahme "nur" r^2

Autor: Udo S. (urschmitt)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Frage ist doch auch was reflektiert die benutzte Wellenlänge, was 
absorbiert die Strahlung und welche Materialien sind für die benutzte 
Wellen schlicht durchsichtig.
Funktioniert Radar überhaupt für Fell und Fleisch/Fett oder absorbiert 
das die Strahlung fast vollständig.
Denn ohne Echo kein verwertbares Signal.

Autor: Lauscher (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Udo S. schrieb:
> Funktioniert Radar überhaupt für Fell und Fleisch/Fett oder absorbiert
> das die Strahlung fast vollständig.

Prinzipiell funktioniert dies sicherlich. Im militärischen Bereich
werden spezielle Gefechtsfeld-Radargeräte genutzt. Damit lassen sich 
beispielsweise einzelne Personen auf eine Entfernung von einigen
Kilometern detektieren.

Autor: Hp M. (nachtmix)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Lauscher schrieb:
> Im militärischen Bereich
> werden spezielle Gefechtsfeld-Radargeräte genutzt. Damit lassen sich
> beispielsweise einzelne Personen auf eine Entfernung von einigen
> Kilometern detektieren.

...und die Radargeräte noch weiter...

Autor: GEKU (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: GEKU (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Denis schrieb:
> 
https://www.abus.com/ger/Sicherheit-Zuhause/Alarmanlagen/Terxon-Draht-und-Hybridalarmanlage/Melder/Bewegungsmelder/Bewegungsmelder-DUPLEX-MW
>
> bitte

wozu hat der Radarmelder ein Weißlichtfilter ?

GEKU schrieb:
> wozu hat der Radarmelder ein Weißlichtfilter ?

Hat sich geklärt. Der Radarsensor ist mit einen PIR kombiniert.

Autor: Jenny P. (controllergirl)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Udo S. schrieb:
> Die Frage ist doch auch was reflektiert die benutzte Wellenlänge, was
> absorbiert die Strahlung und welche Materialien sind für die benutzte
> Wellen schlicht durchsichtig.
> Funktioniert Radar überhaupt für Fell und Fleisch/Fett oder absorbiert
> das die Strahlung fast vollständig.
> Denn ohne Echo kein verwertbares Signal.

RCWL-0516, ESP und Katzen
Youtube-Video "RCWL-0516, ESP and cats"

Nicht ganz wissenschaftlich, da die Katze direkt vor dem Sensor 
rumlatscht - aber zumindest ein kleiner Eindruck :O)

Autor: Einhart P. (einhart)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Meine Erfahrung:
Radar Bewegungsmelder reagieren wunderbar auf Regen.

Autor: Wolfgang (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jenny P. schrieb:
> Rein technisch ist es eigentlich logisch, daß gerade Radarsensoren auch
> auf Blätter reagieren

Mit Logik hat das wenig zu tun. Es kommt auf die physikalischen 
Eigenschaften der Blätter an, i.e. Absorptionseigenschaften bei 1.25cm 
WL, Feuchtigkeit und Orientierung.

Autor: oszi40 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wolfgang schrieb:
> Eigenschaften der Blätter

Nasse Blätter sind nicht ideal bei Funk.
Deswegen sicher die Kombination PIR+Radar. Nur ein Versuch macht klug.

Autor: Daniel (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hab in einem fensterlosen Raum eine Lampe mit Radarbewegungssensor an 
der Wand hängen und bin etwas enttäuscht davon. Sie hat keine Probleme 
damit Bewegungen im Treppenhaus hinter der Wand zu erkennen, aber wenn 
ich in dem Raum 1,5m von der Lampe entfernt auf dem Boden sitze, kann 
ich mit den Armen wedeln soviel ich will. Sie schaltet sich einfach 
nicht wieder ein. Mit PIR hätte ich zumindest das erste Problem nicht 
mehr.

Autor: Wolfgang (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
oszi40 schrieb:
> Nasse Blätter sind nicht ideal bei Funk.

Das kommt drauf an, ob man durch die Blätter hindurch einen 
Fernsehsatelliten empfangen will oder ob einen die 
Reflektionseigenschaften interessieren.

Vielleicht geht es beim TO auch um trockene Blätter, die auf dem Boden 
vom Wind hin- und her getrieben werden ;-)

Autor: Sensor (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sorry für das Off-Topic aber könnte man nicht zwei PIR-Sensoren mit 
unterschiedlichem Anstellwinkel auf das Objekt und Position kombinieren? 
Dadurch könnte man Reflexionen und Sonne-Schatten-Wechsel zum Teil 
ausblenden.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.